Stimmen zum Spiel
"Wenn du einen Stürmer hast wie Ivan, hast du immer Hoffnung"
"Ich habe meiner Tochter versprochen, dass ich zwei Tore schieße. Aber es war sehr schwierig, weil ich die letzten zehn Tage nicht zu 100 Prozent trainieren konnte. Ich habe ein paar Probleme mit meiner Wade. Deshalb bedanke ich mich bei allen im Staff, weil sie viel mit mir gearbeitet haben und ich so heute spielen konnte. Vielleicht habe ich etwas zu früh wieder angefangen, ich habe ein paar Probleme, aber es ist in Ordnung", erklärte Matchwinner Ivan Prtajin nach der Partie, die er mit seinem Doppelpack entscheidend geprägt hatte. Bereits in der 7. Minute war der Angreifer nach toller Vorarbeit von Semih Sahin und Luca Sirch zum 1:0 erfolgreich. In der Schlussphase belohnte der 29-Jährige sich und die Mannschaft nach Pass von Leon Robinson mit dem erlösenden 2:1, nachdem er zuvor mehrfach an VfL-Bochum-Keeper Timo Horn und einmal auch am Pfosten schon fast verzweifelt war. Mit dem Wissen um die Wadenprobleme des Kroaten erscheint sein nimmermüdes Anrennen noch bemerkenswerter.
Dabei hätte Prtajin beinahe gar nicht gespielt, wie Trainer Torsten Lieberknecht später verriet: "Ich habe ihm gestern Bedenkzeit bis um 20:00 Uhr gegeben und gesagt, dass ich von ihm dann gerne einen Daumen hoch oder einen Daumen runter hätte. Um Punkt 20:00 Uhr kam der Daumen nach oben - und von mir daraufhin der grüne Haken. Ivan hat sich heute quasi selbst aufgestellt." Und nun stehen in sechs Partien bereits sieben Treffer auf dem Konto des neuen Torjägers vom 1. FC Kaiserslautern. Eine Ausbeute, die auch Sportdirektor Marcel Klos natürlich freut: "Ivan gibt der Mannschaft genau das, was wir aktuell brauchen. Er ist ein klassischer Mittelstürmer, kopfballstark und in der Box mit einer unfassbaren Qualität. Aber als Abschlussspieler muss man ihn auch in Position bringen - und das Lob dafür geht an das ganze Team."
Die weiteren Stimmen zum Spiel:
Torsten Lieberknecht hatte die Mannschaft auf ein Kampfspiel eingestellt und lobte danach vor allem die Einstellung und die Physis seiner Elf: "Für uns war es wichtig, dass wir uns heute diesen Arbeitssieg verdient haben. Wir haben das Wetter ja gesehen. Ich habe das klassische Fritz-Walter-Wetter ausgerufen, das klassische FCK-Wetter. Und da geht es eben darum, nicht nur mit der feinen Klinge zu spielen, sondern vor allen Dingen mit der physischen Bereitschaft. Die gelaufenen Kilometer, die Zweikämpfe und all das, was wir gemacht haben, hat eben dafür gesorgt, dass wir letztendlich diesen Sieg eingefahren haben."
Semih Sahin blieb auch nach dem zwischenzeitlichen 1:1 zuversichtlich, das Spiel noch zu ziehen und betonte die Qualität der FCK-Bank: "Ich glaube, wenn du so einen Stürmer hast wie Ivan, dann hast du immer Hoffnung, dass er noch knipst. Es war heute krass, was der gegnerische Torwart gehalten hat. Aber eine unserer großen Stärken ist auch, dass wir immer wechseln können. Die Wechsel bringen immer einen frischen Wind. Und dann gibt es so ab der 70. und 75. Minute mehr Raum, den man bespielen kann und den nutzen unsere Wechselspieler überragend. Außerdem kommt dann auch das Stadion nochmal."
Marlon Ritter war glücklich, nach drei Spielen wieder in der Startelf zu stehen und freut sich bereits auf das Derby beim KSC: "Ich habe mich natürlich gefreut, wieder von Beginn an zu spielen. Und ich hoffe, dass der Trainer es nicht bereut hat. Man hat besonders in der zweiten Halbzeit gemerkt, dass wir das Spiel unbedingt gewinnen wollten. Wir haben es wieder am Ende entschieden. Es wurde uns immer nachgesagt, dass wir nach 60 Minuten platt sind. Vielleicht sieht es dieses Jahr ja ein bisschen anders aus. Wir haben schon Möglichkeiten, auch von der Bank frische Kräfte rein zu bringen. Wir sind in der Lage, 90 oder 100 Minuten Gas zu geben. Es muss zwar nicht immer sein, dass wir die Spiele so spät entscheiden, aber wenn es so ist, geht auch jeder zufrieden nach Hause. Jetzt kommt das Derby. Da ist Brisanz drin, da freut man sich drauf. Und das Spiel ist natürlich ganz wichtig. Nicht nur für uns, sondern auch für die Fans und da wollen wir unbedingt auswärts was holen."
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