Willkommen bei Der Betze brennt!




AnmeldenRegistrierenPasswort vergessen?Benutzername vergessen?


Quick-Links:

 

Neues vom Betzenberg

Bei wem sich Torsten Lieberknecht nach dem Auswärtssieg entschuldigte

15.09.2025, 22:41 Uhr - Autor: Thomas Hilmes

Was im ersten Halbjahr eines der größten Probleme des FCK war, hat sich in den letzten Wochen zu einem neuen Trumpf entwickelt: Die Spieler aus der zweiten Reihe funktionieren. Beim Auswärtssieg in Fürth führte das zu einem nur auf den ersten Blick merkwürdigen "Sorry" von Trainer Lieberknecht.

Titelfoto

Foto: Imago Images

Die Torschützen Naatan Skyttä, Faride Alidou und Tobias Raschl sowie Leon Robinson als Vorbereiter waren es, die den 1. FC Kaiserslautern vor zwei Wochen als Einwechselspieler zum Heimsieg gegen Darmstadt 98 (3:1 nach 0:1) schossen. Anders war die Situation am Sonntag bei der SpVgg Fürth, wo die Roten Teufel zwar 1:0 führten und in Überzahl waren, aber ein anderes Problem hatten: Fünf Spieler hatten in der ersten Halbzeit eine Gelbe Karte kassiert, es drohte im Wiederholungsfall eine Fortsetzung des Spiels mit Zehn gegen Zehn. "Und das waren auch noch so Stinker-Positionen, so will ich es mal nennen, die mit Gelb belastet waren", sagte Torsten Lieberknecht nach dem Auswärtsspiel. Der Coach meint damit Positionen wie etwa die Außenverteidiger, die häufig in Zweikämpfe verwickelt werden. Die notgedrungene Lösung: Zur Pause wurden Mika Haas und Faride Alidou ausgewechselt, später auch noch Naatan Skyttä und Paul Joly. Sie wurden adäquat ersetzt von Florian Kleinhansl, Richmond Tachie, Marlon Ritter und Leon Robinson. Während in den ersten sechs Monaten dieses Jahres mit den Auswechslungen häufig ein Leistungsabfall einherging und eine Niederlage folgte, brachte der FCK die Partie gegen Fürth wie auch die zuvor gegen Darmstadt gut über die Bühne und siegte am Ende mit 3:0.

"Ich habe mich explizit bei Elvedi, Raschl und Abiama entschuldigt"



Und es wäre sogar noch mehr gegangen, wie Lieberknecht später betonte: "Ich hätte heute jeden aufstellen können, auch in der Startelf." Ausdrücklich hob der FCK-Trainer sogar die drei einzigen gar nicht gebrachten Feldspieler im 20-Mann-Kader hervor, nämlich Jan Elvedi, Tobias Raschl und Dickson Abiama. "Ich habe mich explizit bei Elvo, bei Tobi und bei Dickson entschuldigt, dass ich sie eben nicht bringen konnte. Gerade Dickson Abiama und Tobi Raschl nach ihrem guten Auftritt gegen Darmstadt und dann heute bei ihrem langjährigen Verein in Fürth, wo sie auch Erfolge gefeiert haben, dass ich sie da nicht bringen konnte", bedauerte Lieberknecht. In der Startelf hatte er zunächst "nur" zwei Wechsel vorgenommen: "Unser Trainingsniveau ist hoch und die Spieler battlen sich um den Einsatz. Zu viele Veränderungen nach dem Heimsieg gegen Darmstadt wollte ich aber auch nicht haben. Bei Naatan Skyttä für Marlon Ritter war es ein Bauchgefühl. Und bei Faride Alidou für Richmond Tachie war es so, dass wir viele Flanken bringen wollten, da hat Faride dann einen Größenvorteil. Und dann holt der auch noch die Rote Karte gegen Fürth raus, weil er tief geht, nachdem er in Elversberg auch schon den Elfmeter für uns rausgeholt hatte. Das sieht man vielleicht nicht beim ersten Blick in die Statistik, aber auch das möchte ich mal ansprechen."

Nachdem schon beim 1:2 in Elversberg die Eingewechselten das Spiel belebten, aber noch kein Erfolg heraussprang, waren beim 3:1 gegen Darmstadt und beim 3:0 in Fürth die Nachlege-Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit mit spielentscheidend. Vielleicht wird genau diese Tiefe im Kader inklusive einiger schon abgeschriebener Spieler zur neuen Stärke des FCK?

Forum:   435 Kommentare