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Ritter nach der Generalprobe: "Ich bin gespannt, aber auch voller Vorfreude"

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Lieberknecht: "Wir müssen uns nicht selbst in solche Situationen bringen"
"Ich merke bei mir eine gewisse Unzufriedenheit nach diesem Spiel. Weil wir es verloren haben. Aber auch, wie wir es verloren haben - das gefällt mir nicht", resümierte Torsten Lieberknecht nach den 90 Minuten. "Das Gegentor war ein klassischer Torwartfehler. Aber wir spielen auch immer mit zwei, drei Pässen hinten raus, obwohl wir wissen, dass der Gegner im Anlaufen und Pressing sehr gut ist. Da müssen wir uns nicht mit solchen Pässen selbst in so eine Situation bringen. Auch wenn Julian [Krahl] den Ball dann trotzdem selbst löschen oder es anders klären muss. Heute ist das nun passiert, aber es darf nicht nochmal passieren."
Vor 35.650 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion war es beim internationalen Jubiläumsspiel zu "125 Jahre FCK" Torhüter Krahl, der den entscheidenden Patzer zur Niederlage machte. Gegen den laut mitgereisten italienischen Journalisten weitgehend mit seiner A-Elf angetretenen Europa-League-Teilnehmer aus Rom hatten die Roten Teufel erwartungsgemäß weniger Spielanteile und schafften vor allem nach vorne nur seltene Akzente. Alles schlecht reden wollte der FCK-Trainer aber auch nicht: "Wir hatten beim schnellen Spiel nach vorne, auch über die Außenpositionen ein paar gute Ansätze. In Person von Ivan Prtajin hätten wir sogar zum Ausgleich kommen können. Ein Pfostenschuss war noch dabei, aber wir haben nicht so viele gegnerische Chancen zugelassen. Und die, die wir zugelassen haben, waren durch individuelle Momente wie Fehlpässe im Aufbauspiel - das war zu krass."
Krahl: "Ich muss den Ball klären, aber habe mich dann falsch entschieden"
"Beim Gegentor war das einfach eine falsche Entscheidung von mir. Ich muss den Ball klären. Ich dachte, ich hätte etwas mehr Zeit und habe mich dann falsch entschieden", erklärte Julian Krahl im Nachgang die über das Ergebnis entscheidende Szene. Der Torwart wollte das Spiel gegen die Multi-Millionen-Truppe aus der italienischen Hauptstadt aber auch richtig eingeordnet wissen: "Die Römer haben schon eine brutale Qualität, besonders auch die Außenspieler. Das war extrem schwer zu verteidigen. Aber die Jungs haben das gut gemacht. Ich denke, so viele Chancen waren für Rom nicht da. Defensiv haben wir es richtig gut gemacht. Dass noch ein paar kleine Fehlerchen dabei sind, ist ganz normal. Wir sind jetzt sehr froh, dass es nächste Woche losgeht.”
Ein ähnliches Fazit zog Marlon Ritter: "Ich glaube, dass wir gegen so einen Gegner wenig zugelassen haben. Wir kriegen ein Tor, das wir uns aber selber zuschreiben müssen. Ansonsten hatten wir auch ein, zwei Abschlussmöglichkeiten und in der zweiten Halbzeit auch ein, zwei Gelegenheiten, wo wir ein Tor machen können. Von daher würde ich sagen, es war ganz okay." Der FCK-Kapitän fiebert nun dem Saisonstart kommende Woche auswärts in Hannover entgegen: "Wir hatten eine gute Vorbereitung. Jeder wollte dem Trainer zeigen, dass er in die erste Elf gehört. Deshalb glaube ich, dass wir bereit sind. Wir freuen uns alle, dass es losgeht. Ich bin jedenfalls gespannt, aber auch voller Vorfreude."
Lieberknecht überzeugt: "Wir werden in Hannover gut dastehen"
Mit Blick auf den Saisonstart sieht auch Trainer Lieberknecht seine Mannschaft "ordentlich aufgestellt. Ich wollte heute einfach auch nochmal einiges testen. Der eine oder andere braucht nochmal die kommende Trainingswoche, aber wir werden mit Sicherheit, das ist jedenfalls mein Gefühl, auch mit den heutigen Erkenntnissen, in Hannover gut dastehen."
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