Neues vom Betzenberg

 

Nachwahl oder Neuwahl auf der JHV im November?

Die große Rücktrittswelle, der große Neuanfang: Nachdem Patrick Banf, Jochen Grotepaß und Bruno Otter ihre Ämter zur Verfügung stellen, verbleibt zunächst nur noch Fritz Fuchs im Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern. Der 75-jährige Ex-Profi wurde von der Entscheidung seiner Kollegen überrascht - und von ihm hängt nun viel ab.

"Ich wurde vor ein paar Stunden erst zur ersten gemeinsamen Aufsichtsratssitzung eingeladen, diese soll am Freitag stattfinden", erklärte der letzte Woche als Nachfolger von Paul Wüst nachgerückte Fritz Fuchs am Dienstagabend auf telefonische Nachfrage von Der Betze brennt. Von den Rücktritten seiner Kollegen Banf, Grotepaß und Otter wusste Fuchs zu diesem Zeitpunkt gegen 20:30 Uhr noch gar nichts. Da auch der letzte verbliebene Nachrücker Wolfgang Rotberg nach "Rheinpfalz"-Informationen auf sein Amt verzichten wird, ist Fuchs somit das einzige verbliebene reguläre Mitglied im Aufsichtsrat und Beirat des FCK. Die geplante Sitzung am Freitag kann aber wohl trotzdem stattfinden, da Banf und Co. bis zur Wahl ihrer Nachfolger noch kommissarisch im Amt bleiben.

Nur wenn alle Aufsichtsräte zurücktreten, gibt es eine "richtige" Neuwahl

Die große Frage ist nun: Wird auch Fritz Fuchs sein gerade erst gewonnenes Amt zur Verfügung stellen? Diese zunächst klein wirkende Personalie hat große Auswirkungen, denn nur wenn alle Aufsichtsratsmitglieder zurücktreten, wird es bei der nun auf November verschobenen Jahreshauptversammlung komplette Neuwahlen (mit Amtszeit bis 2022) geben. Bleibt Fuchs hingegen im Amt, dann wird es nur eine Nachwahl (bis 2020) der restlichen vier Plätze geben. Für diesen zukünftigen Aufsichtsrat hatte vor einer Woche ein Team bestehend aus Dr. Markus Merk, Rainer Keßler, Martin Wagner und Martin Weimer seine Bewerbung angekündigt.

Genauere Infos zu den Wahlmodalitäten sind in folgendem DBB-Artikel von letzter Woche nachlesbar: Neuwahl des Aufsichtsrats: Was passiert, wenn...?.

Fuchs muss jetzt nachdenken: "Das ist eine ganz neue Situation"

Der von den neuesten Ereignissen überrumpelte Fritz Fuchs hat diese Entscheidung für sich noch nicht getroffen: "Das ist jetzt eine ganz neue Situation. Darüber muss ich erstmal eine Nacht schlafen und werde mich morgen mit meinem Anwalt über alles weitere beraten."

Für den FCK wünscht sich der Ur-Lautrer Fuchs folgendes: "Die ganzen Grabenkämpfe, diese ständigen Eitelkeiten müssen zu Ende gehen. Und dann müssen wir wieder zum sportlichen Erfolg zurückkommen. Nur so kann die Zukunft unseres FCK gerettet werden."

Fritz Fuchs; Foto: Imago Images
Fritz Fuchs; Foto: Imago Images

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Aufsichtsrat zurückgetreten - JHV wird verschoben

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