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"Dankbar": Emotionaler Abschied von Florian Dick

Mit einem 4:2-Sieg gegen den SV Meppen hat sich der 1. FC Kaiserslautern aus einer enttäuschenden Drittliga-Saison verabschiedet. Emotional wurde es vor allem zu Beginn und am Ende des Spiels.

Als der FCK-Sieg längst unter Dach und Fach war, schenkte Sascha Hildmann Publikumsliebling Florian Dick noch einmal ein paar Einsatzminuten. Unter donnerndem Applaus kam der Routinier ins Spiel. "Wahrscheinlich war es mein letztes Spiel. Ich bin dankbar, dass ich heute nochmal vor der Westkurve auflaufen durfte", sagte der 34-Jährige, der lachend anfügte: "Ich habe den Jungs gesagt: 'Bitte regelt es bis zur 80. Minute."

Auch von seinen Mitspielern wurde Dick gefeiert. Christoph Hemlein, der schon gemeinsam mit ihm in Bielefeld gespielt hatte, hielt nach seinem Tor - ausgerechnet in der 23. Minute - Dicks Trikot hoch. "Diesen Sieg waren wir ihm einfach schuldig", sagte der Torschütze zum 3:1 später.

Für sein wohl letztes Profispiel hatte Dick extra noch einmal das Paar Schuhe von seinem ersten Profispiel vor 16 Jahren angezogen. Wie es nun für ihn weitergeht, weiß er noch nicht. Denkbar sei eine weitere Saison in der zweiten Mannschaft parallel zu anderen Aufgaben im Verein. Klar ist nur, dass Dick in Kaiserslautern bleibt: "Wir fühlen uns hier wohl."

Hildmanns Gänsehaut-Moment: "Die Fans waren fantastisch"

Dicks Einwechslung und Verabschiedung waren an diesem 38. Spieltag nicht der einzige Gänsehaut-Moment. Zum Spielbeginn hatte der FCK-Anhang eine große Choreographie gezeigt und damit nicht nur Hildmann beeindruckt. "Die Fans waren fantastisch. Es hat mich wirklich berührt, das Banner, die Sprüche. Es war sehr ergreifend", sagte der FCK-Coach, der sich über einen gelungenen Punktspiel-Abschluss freute - sogleich aber den Blick auf das noch anstehende Verbandspokalfinale am Samstag (16:15 Uhr, Sportpark Husterhöhe in Pirmasens) gegen Wormatia Worms erinnerte. "Da wollen wir den Pokal gewinnen!"

Torwart Grill: Verdacht auf Nasenbeinbruch

Unklar ist noch, ob dann auch Lennart Grill im Tor stehen kann. Der 20-jährige hatte sich bei einem Zusammenstoß in der ersten Hälfte an der Nase verletzt. Es besteht Verdacht auf Nasenbeinbruch - am Sonntag soll nach weiteren Untersuchungen Klarheit herrschen. "Ich hätte gerne weitergespielt, aber der Schiedsrichter meinte, dass ich wegen der Blutung vom Platz muss", so Grill. Mit Blick auf die Partie gegen Worms fügte er an: "Es gibt ja auch Masken, mit denen man spielen kann."

Florian Dick

Quelle: Der Betze brennt

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