Neues vom Betzenberg

 

Fans können erst ab 2019 beim FCK investieren

Dreieinhalb Monate nach der Ausgliederung sucht der 1. FC Kaiserslautern weiter nach Investoren. Der Einstiegszeitpunkt für Mitglieder und Fans wurde nochmals verschoben und ist voraussichtlich erst nach Weihnachten möglich.

Im Interview mit dem "Kicker" (Montagsausgabe) beantwortete der Vorstandsvorsitzende Michael Klatt die Frage, ab wann Anteile des FCK erhältlich sein werden, wie folgt: "Das ist keine triviale Sache, es muss ein Wertpapier-Prospekt erstellt werden, für sogenannte Private Placements braucht man spezielle Dokumente, kurzum: Wir gehen davon aus, dass wir im Oktober auf potenzielle größere Geldgeber zugehen können. Bei uns betrifft das neben der ersten Säule für den Großanleger auch die zweite von vier Säulen, die aus regionalen Sponsoren und Mäzenen bestehen soll. Die breite Basis der vierten Säule, sprich Mitglieder und Fans, kommt wohl erst ab nächstem Kalenderjahr zum Zug." Investoren ab 100.000 Euro, also Säule 1 bis 3, könnten noch in diesem Jahr aufgenommen werden, so Klatt weiter. Für Fans als sogenannte Säule 4 war ursprünglich ebenfalls ein Einstiegszeitpunkt im vierten Quartal 2018 in Aussicht gestellt worden.

Sollte es mangels Investor zu Problemen bei der Rückzahlung der 6,7 Millionen Euro schweren Betze-Anleihe kommen, skizziert der Vorstandsvorsitzende folgende Alternative: "Dann würden wir etwa eine Zwischenfinanzierung oder eine neue Anleihe in Erwägung ziehen. Das ist der Plan B."

"Ich gehe nicht davon aus, dass wir im Winter unter den Top 3 stehen"

In sportlicher Hinsicht könnte der FCK zwar mit einem Heimsieg gegen Köln heute Abend (19:00 Uhr, Fritz-Walter-Stadion) bis auf drei Punkte an Tabellenplatz 3 aufschließen. Einen schnellen, kurzfristigen Aufschwung der Roten Teufel stellt Klatt jedoch nicht in Aussicht - sehr wohl aber einen längerfristigen: "Ich gehe nicht davon aus, dass wir im Winter unter den Top 3 stehen, erwarte aber, dass wir uns bis dahin in Schlagdistanz positioniert haben und angreifen können. In der Rückrunde zahlen sich dann sicher die Qualität unseres Kaders und die Ruhe, die wir in den Verein gebracht haben, aus. Es ist wichtig, dass wir ohne Störfeuer konzentriert weiterarbeiten. Dann können wir am Ende dieses Saison-Marathons doch noch vorne landen."

Das komplette Interview mit dem FCK-Vorstandsvorsitzenden Michael Klatt sowie eine Zwischenanalyse der sportlichen und finanziellen Situation bei den Roten Teufeln ist unter dem Titel "Balance-Akt am Abgrund" in der Montagsausgabe des "Kicker" zu lesen.

FCK-Vorstandsvorsitzender Michael Klatt

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Investorensuche: Das Lautrer "Vier-Säulen-Modell" (zukunft.fck.de)
- DBB fragt nach: Fragen und Antworten zur Ausgliederung (Der Betze brennt)

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