Allgemeine Fan-Themen und Fragen zu selbigen.

Beitragvon Gerrit1993 » 26.11.2020, 18:02


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Der FCK sagt Nein zu Rassismus und Diskriminierung

In einem offenen Brief richten sich die Gremien des 1. FC Kaiserslautern an die gesamte FCK-Familie. Auslöser ist die Verbreitung von Aufklebern mit Inhalten, die sich nicht mit den Werten des FCK vereinbaren lassen.

Liebe FCK-Fans,

wir haben in den vergangenen Tagen davon Kenntnis erlangt, dass Aufkleber mit eindeutig antisemitischen, homophoben und nationalistischen Bildern und Parolen verbreitet werden, die durch die Nutzung unseres Vereinslogos einen Bezug zum 1. FC Kaiserslautern enthalten.

Wir - Ehrenrat, Aufsichtsrat, Vorstand sowie Beirat und Geschäftsführung des 1. FC Kaiserslautern - distanzieren uns ebenso wie der Fanbeirat des FCK ausdrücklich von solchen Darstellungen und möchten ein deutliches Signal setzen: NICHT MIT UNS! Solche Parolen werden wir nicht tolerieren und hiergegen werden wir mit aller Härte vorgehen.

Uns ist durchaus bewusst, dass es unter Fußballfans oftmals etwas emotionaler zugeht, dass Rivalitäten ausgelebt werden und es auch mal ein wenig derber und deutlicher in Bild und Sprache werden kann. Aber bei Antisemitismus, Rassismus und Homophobie ist für uns eine Grenze überschritten. Wer diese Aufkleber verbreitet, widerspricht allem, wofür unser Verein seit über 100 Jahren steht. Für so jemanden gibt es keinen Platz in der FCK-Familie. Wir haben bereits Strafanzeige erstattet und werden rechtlich gegen die unerlaubte Nutzung des FCK-Logos auf den entsprechenden Aufklebern vorgehen.

Wir haben vor wenigen Wochen das 100-jährige Jubiläum unseres Idols Fritz Walter gefeiert und dabei immer wieder von Werten gesprochen. Von Werten wie "Respekt" und "Menschlichkeit", die uns Fritz Walter hinterlassen hat und die für uns Verpflichtung und Ansporn zugleich sind.

Antisemitismus, Homophobie und Ausgrenzung aller Art hatten und haben am Betzenberg keinen Platz und stehen in keiner Weise für die vielfältige, bunte und offene Fangemeinde des 1. FC Kaiserslautern.

Alle Verantwortlichen des FCK möchten sich daher ausdrücklich von solchen beschämenden Aufklebern distanzieren. Wir hoffen zudem, dass sich auch die Fans der Roten Teufel von solchen Inhalten distanzieren und deutlich machen, dass für Hass und Ausgrenzung am Betze kein Platz ist.

Der Ehrenrat des 1. FC Kaiserslautern e.V.
Der Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern e.V.
Der Vorstand des 1. FC Kaiserslautern e.V.
Die Geschäftsführung der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA
Der Fanbeirat des FCK

Quelle: fck.de



Beitragvon Thomas » 26.11.2020, 18:04


Wir vom Online-Magazin und FCK-Fanclub "Der Betze brennt" schließen uns der Stellungnahme der FCK-Gremien ebenfalls an: Rassismus, Antisemitismus und Homophobie haben am Betze nichts zu suchen und haben auch gar nichts mit den üblichen Fußball-Frotzeleien, die seit eh und je "dazu gehören", zu tun. Über so etwas gibt es aus unserer Sicht auch nichts zu "diskutieren", deswegen schließen wir diesen Thread gleich mit den nun schon rund 30 Jahre zurückliegenden, aber immer noch gültigen Worten von unserem Ehrenpräsidenten Norbert Thines:

"Müllmann und Staatsminister, Arbeitsloser und Bankdirektor, Pfälzer, Saarländer, Ausländer, Christ, Atheist, Moslem, Rollstuhlfahrer und Leistungssportler, Sponsor und Fanclub, Kind und Oma/Opa, Putzfrau, Student, Polizist, Winzer, Reich und Arm, Mitglied, Sympathisant, und und und… Alle haben ihren Platz im Vereinsgefüge, finden ihre Akzeptanz, ein Stück 'Kultur', da frei aus dem Volke kommend!" - Norbert Thines

:teufel2:
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)




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