Vorbericht: SpVgg Fürth - 1. FC Kaiserslautern
Heißer Pokalfight erwartet
In der Englischen Woche nach dem Heimspiel gegen Nürnberg (1:1) reist die Lieberknecht-Elf zum zweiten Mal binnen anderthalb Monaten nach Fürth. Auf dem Papier ist Lautern der Favorit. Aber man weiß ja, wie das mit dem Pokal und den eigenen Gesetzen so ist. Man hat alles schon erlebt, deshalb wird man sich auf vieles einstellen müssen. Zur Not auch auf ein Elfmeterschießen. Anpfiff der Begegnung im Sportpark Ronhof ist am Mittwoch um 18:00 Uhr. Eine Besonderheit im DFB-Pokal: Es gibt keinen Videobeweis, zumindest noch nicht in der zweiten Runde, sondern erst ab dem Achtelfinale.
Was muss man zur zweiten Runde im DFB-Pokal wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Nach dem lockeren 7:0-Auftaktsieg in Potsdam gegen Stahnsdorf Mitte August geht es für den 1. FC Kaiserslautern nun gegen einen Ligakonkurrenten. Die Fürther wurden Mitte September in Überzahl klar mit 3:0 besiegt.
Fabian Kunze kann nach seiner Gelb-Sperre in der Liga in die Startelf zurückkehren. Neben den Langzeitverletzten fallen auch Ivan Prtajin, Jisoo Kim und Mahir Emreli weiter aus und sind erst am Sonntag in Düsseldorf wieder eine Option. Torsten Lieberknecht erwägt aufgrund des diese Woche eng getakteten Spielplans eine Rotation mit ein paar "frischen Spielern" - wobei er das auch vor der ersten Runde tat und dann doch keine großen Änderungen vornahm. Falls doch, könnte sich neben Kunze auch eine neue Chance für Akteure wie Faride Alidou, Richmond Tachie, Florian Kleinhansl oder vielleicht sogar den Ex-Fürther Tobias Raschl ergeben.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Die SpVgg Fürth, die in der ersten Runde Regionalligist Lohne mit 2:0 besiegte, ist schon im Endspiel-Modus. Die Partie am Mittwoch gilt nämlich als eines für Thomas Kleine. Der Trainer, der am Ende der vergangenen Spielzeit den Klassenverbleib sicherte und dann fest eingestellt wurde, wackelt nach zuletzt zwei Niederlagen mit zehn Gegentoren (0:6 in Elversberg, 1:4 gegen Karlsruhe) und nur einem Punkt aus vier Spielen bedenklich. Erneut heißt die Zweitliga-Realität am Ronhof: Abstiegskampf. Ein sang- und klangloses Ausscheiden gegen den FCK dürfte den Trainer den Job kosten. Umgekehrt könnte ein Erfolg im Pokal neue Kräfte erzeugen.
Kleine, dem gegen den FCK vier Spieler fehlen, überlegt für das Pokalspiel im Tor einen Wechsel vorzunehmen, ließ die Entscheidung aber noch offen. Kapitän Branimir Hrgota, der gegen den KSC nur von der Bank kam, sich aber mit dem zwischenzeitlichen 1:3 zum Zweitliga-Rekordtorschützen der Franken kürte, wird wohl wieder von Beginn an spielen.
Frühere Duelle
Im DFB-Pokal stehen bislang zwei Spiele in der Statistik. Im Oktober 2014 gewann der FCK durch zwei Tore von Philipp Hofmann zuhause mit 2:0. Bitterer war da schon das Duell im August 1996, als die Roten Teufel als amtierender Pokalsieger beim 0:1 gegen den damaligen Drittligisten gleich in der ersten Runde die Segel streichen mussten.
Fan-Infos
Die Spielvereinigung erwartet am Mittwoch rund 12.000 Zuschauer. Neben dem Gästekontingent von 2.300 Karten, das trotz der ungünstigen Anstoßzeit schon nach einer Viertelstunde ausverkauft war, haben sich auch wieder viele Schlachtenbummler im Bereich rund um den Gästeblock eingedeckt. So kann gut und gerne wieder mit 3.000 FCK-Fans gerechnet werden.
Weitere Informationen zu Anreise, Parkmöglichkeiten und Stadionumfeld findet ihr in den vom FCK veröffentlichten Fan-Infos. Auch die Gastgeber informieren auf ihrer Website kurz und knapp rund um die Partie. Der Gästeblock und das gesamte Stadion öffnen um 16:30 Uhr, ansonsten ist alles genauso wie beim Liga-Spiel vor sechs Wochen geregelt.
O-Töne
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: "Es wird sehr wichtig sein, im Umschaltspiel eine sehr konzentrierte Leistung zu bringen. Wir messen keinen Gegner am Tabellenstand. Es wird eine sehr emotionale Partie werden. Wir wollen einen klassischen Pokalfight anbieten."
Fürth-Coach Thomas Kleine: "Es ist wichtig, nicht alles schlecht zu reden. Wir sind sehr selbstkritisch, aber auch alle überzeugt davon, dass wir gegen Kaiserslautern eine Runde weiterkommen."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellungen:
SpVgg Fürth: Boevink - Reich, Münz, Itter, Abrangao - John - Klaus, Green, Keller - Hrgota, Futkeu
Es fehlt: Bansé (Knie-OP), Bjarnason (Belastungssteuerung), Körber (Trainingsrückstand), Schlieck (Aufbautraining nach Oberschenkelverletzung)
1. FC Kaiserslautern: Krahl - Gyamfi, Sirch, Robinson - Joly, Kunze, Sahin, Kleinhansl - Skyttä - Alidou, Hanslik
Es fehlen: Asta (Teilriss des Kreuzbandes), Emreli (grippaler Infekt), Jisoo (Zerrung), Redondo (Fußverletzung), Prtajin (Muskelfaserriss)
Zur Forumsdiskussion:








