Vorbericht: SC Paderborn - 1. FC Kaiserslautern
Verfolgerduell der Formstarken
Semih Sahin konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen, als er nach dem 4:1 gegen Münster auf eine Aussage angesprochen wurde, die gefühlt weiter zurücklag als sie es real ist. Als "teilweise nicht zweitligatauglich" hatte der Mittelfeldspieler vier Wochen zuvor den Lautrer Auftritt beim 1:2 in Elversberg bezeichnet. Damit zu rechnen oder auch nur darauf zu hoffen, dass der FCK die folgenden drei Partien in Reihe gewinnen und für eine Nacht gar Tabellenführer sein würde, blieb an jenem Abend den Optimisten vorbehalten. Nun steht in Paderborn das Duell von zwei der am besten performenden Teams der letzten Wochen an. Anpfiff ist am Samstag um 13:00 Uhr.
Was muss man zum 7. Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:
Der FCK: Ausgangslage und Personal
Schon nach sechs Spieltagen kann man zu der Einschätzung kommen, dass die Liga in diesem Jahr nur wenige Fehler verzeihen wird. Das Feld ist erneut eng beisammen, nur drei Punkte trennen den Spitzenreiter Darmstadt und den Achten Bielefeld. Und wie weit ein paar gewonnene Spiele nach oben spülen können, hat der 1. FC Kaiserslautern in den vergangenen Wochen leibhaftig erlebt. In Paderborn soll die Serie natürlich ausgebaut werden.
Torsten Lieberknecht verzichtet neben den Langzeitverletzten Simon Asta und Kenny Redondo wahrscheinlich auch noch auf Daniel Hanslik. Zwar ist der Offensivspieler eine Woche weiter mit dem Training, doch der Rückstand ist nach einem Monat Pause wohl noch zu groß. Hanslik würde nur für den personellen Notfall bereitstehen. Dass der Trainer personell für eine Überraschung sorgt, ist nicht gänzlich ausgeschlossen, aufgrund der erfolgreichen vergangenen Spiele aber unwahrscheinlich. Außer den drei Genannten stehen Lieberknecht voraussichtlich alle Akteure zur Verfügung.
Der Gegner: Ausgangslage und Personal
Der SC Paderborn hat anscheinend schnell mit dem neuen Trainer Ralf Kettemann zusammengefunden. Der 39-Jährige, der vor der Spielzeit das Erbe des langjährigen Übungsleiters Lukas Kwasniok übernahm, konnte bisher elf Punkte einspielen. Am vergangenen Wochenende war auch das Berliner Olympiastadion keine Hürde. Durch einen Doppelpack von Filip Bilbija siegte der SCP mit 2:0. Bereits seit 340 Minuten sind die Ostwestfalen ohne Gegentor und Bilbija ist mit drei Treffern auch der aktuell beste Torschütze.
Ein weiterer Leistungsträger muss gegen Lautern aber ersetzt werden. Raphael Obermair verletzte sich im Training am Oberschenkel und steht nicht zur Verfügung. Anders ist das bei Calvin Brackelmann, der nach auskurierter Erkältung wieder mitwirken kann. Mit Felix Götze gehört ein Ex-FCK’ler zu den Leistungsträgern bei Paderborn.
Frühere Duelle
Im 19. Duell mit dem SCP wollen die Roten Teufel den 10. Sieg einfahren. Bislang stehen deren neun in der Statistik, fünf mal gewannen die Gastgeber. So war es auch beim letzten Duell beider Teams im März dieses Jahres. Der FCK lag nach einer Viertelstunde mit 0:3 zurück, stellte dann auf 3:3, verlor am Ende aber mit 3:5.
Fan-Infos
Bis Donnerstag waren 13.700 Karten verkauft. Die Paderborner hoffen auf ein mit 15.000 Zuschauern ausverkauftes Haus. Vollbesetzt ist mal wieder der Gästebereich. Insgesamt darf mit etwa 2.000 Lautrer Schlachtenbummlern gerechnet werden.
Weitere Informationen zu Anreise, Parkmöglichkeiten und Stadionumfeld findet ihr in den vom FCK veröffentlichten Fan-Infos. . Auch die Gastgeber informieren auf ihrer Website rund um die Partie. Der Gästeblock öffnet um 11:00 Uhr.
O-Töne
FCK-Trainer Torsten Lieberknecht: "Wir spielen gegen die bislang athletisch beste Mannschaft, die sehr viele Sprints und Tempoläufe zieht - auch in die Tiefe. Da ist es wichtig, dass wir die Einstellung haben, nach dem Spiel komplett verausgabt zu sein."
SCP-Trainer Ralf Kettemann: "Wir haben auch eine gewisse Wucht und können mit Selbstbewusstsein aufspielen. Wir brauchen auch wieder die Fans, um den Gegner zu bändigen."
Daten und Fakten
Voraussichtliche Aufstellungen:
SC Paderborn: Seimen - Hansen, Götze, Brackelmann - Curda, Castaneda, Baur, Müller - Bilbija, Tigges, Klaas
Es fehlt: Hoffmeier (Kreuzbandriss), Obermair (Oberschenkelverletzung), Kinsombi (Trainingsrückstand nach Oberschenkelverletzung)
1. FC Kaiserslautern: Krahl - Sirch, Gyamfi, Kim - Joly, Kunze, Sahin, Haas - Skyttä - Alidou, Prtajin
Es fehlen: Asta (Teilriss des Kreuzbandes), Redondo (Fußverletzung), vsl. Hanslik (Trainingsrückstand nach Achillessehnenproblemen)
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