Spielbericht: Viktoria Köln - 1. FC Kaiserslautern 2:4

Der FCK weckt neue Hoffnung

Der FCK weckt neue Hoffnung


Der 1. FC Kaiserslautern landet beim "Heimspiel in Köln" den dritten Sieg in Folge. Nach der Partie wird eine Mannschaft von ihren Fans gefeiert, die in den letzten Wochen einen großen Schritt gemacht hat.

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Mehr als 4.000 mitgereiste Fans des 1. FC Kaiserslautern hatten im Gastspiel bei Aufsteiger Viktoria Köln die Stimmungshoheit deutlich auf ihrer Seite. Die FCK-Anhänger hatten dadurch auch entscheidenden Anteil am neuen Besucherrekord für die Viktoria in ihrem für die 3. Liga auf die Schnelle umgebauten Sportpark Höhenberg. Ein VIP-Zelt hinter dem einen Tor, die Heimkurve hinter dem anderen. Die meisten der Gästefans standen auf der Gegengerade, die mit zahlreichen Zaunfahnen beflaggt wurde. Aber auch die Haupttribüne war fest in FCK-Hand, was sich spätestens beim "Steht auf, wenn ihr Lautrer seid" kurz vor der Pause endgültig offenbarte. Ein scheppernder "FCK! FCK!"-Wechselgesang folgte.

FCK hat alles im Griff - Bachmann und Kühlwetter treffen

Da führten die Roten Teufel schon mit 1:0. Die Lautrer begannen gegen die nach acht Spielen in Folge sieglosen und sichtlich verunsicherten Gastgeber stark. In der 10. Minute war es dann Janik Bachmann, der seine Mannschaft nach Vorlage von Florian Pick in Front schoss. Das neue Selbstvertrauen zeigte sich beispielsweise in der 25. Minute, als Carlo Sickinger aus dem Mittelfeld den gegnerischen Torhüter anlief. Leider musste Sickinger zur Pause angeschlagen raus. Der FCK saß da aber mit einer komfortablen Führung in der Kabine, denn Christian Kühlwetter hatte praktisch mit dem Halbzeitpfiff das 2:0 erzielt. Timmy Thiele hatte stark vorbereitet.

Thiele macht (doch nicht) den Deckel drauf

Nach dem Pausentee war die Viktoria besser im Spiel doch in die sich gerade anbahnenden Drangphase der Gastgeber platzte Thiele, der nach 64 Minuten auf 3:0 für den FCK stellte. Jetzt war das Spiel gelaufen. Dachte man. Denn die Viktoria gab nicht auf und kam sechs Minuten später durch ihren Kapitän Mike Wunderlich zum 1:3. Ein Tor, das irgendwie in der Luft lag. Nachdem die Fans der Viktoria im gesamten Spielverlauf nur ganz leise zu vernehmen waren, stimmten Teile der Haupttribüne danach auch mal mit ein. Bei der Durchsage der Zuschauerzahl - 6.437 waren gekommen - konterten die Lautrer Fans jedoch passend mit: "Ohne Lautern wär hier gar nichts los!" Aber die Anhänger der Roten Teufel mussten nochmal um den Sieg bangen.

Simon Skarlatidis erzielt Treffer Marke Tor des Monats

Denn nach 82 Minuten entschied der alles in allem schwache Schiedsrichter Patrick Schwengers nach einem Zweikampf von André Hainault und dem eingewechselten Sven Kreyer auf Foulelfmeter für die Kölner. Kann man geben, muss man aber nicht. Den Strafstoß verwandelte erneut Wunderlich zum Anschlusstreffer für die Gastgeber. Sollte es nochmal spannend werden? NEIN! Wenige Minuten später packte der ebenfalls ins Spiel gekommene Simon Skarlatidis nämlich das Sahnestück des Tages aus. Der Mittelfeldspieler hämmerte den Ball aus über 20 Metern ins Gehäuse von Viktoria-Keeper Sebastian Patzler. Skarlatidis dürfte damit sicher ein Kandidat für das Tor des Monats sein. Aus dem Gästeblock war nun lautstark "Mein Leben hab ich dir vermacht" und weitere Freudengesänge zu hören, der Zaun wurde gestürmt und auch FCK-Trainer Boris Schommers war die Freude deutlich anzusehen. Während die Heimfans schnell ihren Block verließen, feierten die Anhänger der Lautrer noch ausgiebig ihre Mannschaft und den Sieg.

Die Roten Teufel bejubeln erstmals seit 2016 drei Liga-Siege in Folge und haben den Anschluss ans obere Mittelfeld wieder hergestellt. Durch die Leistungen in den vergangenen drei Partien besteht nun die berechtigte Hoffnung, dass bis zur Winterpause noch weiter in der Tabelle geklettert werden könnte.

Autor: Flo

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