Neues vom Betzenberg

 

Stolz und Vorurteil - Passion eines Fans

Vor einigen Tagen wurde im Freundeskreis die Frage erörtert, welche existenzielle Befriedigung ein Fan des FC Bayern München haben könnte. Also einem Verein, der seinen Trainer feuert, weil die Mannschaft fünf Spieltage vor Schluss drei Punkte Rückstand auf den 1. Platz hat. Die eklatante Kluft zwischen dem FCB und allen anderen Vereinen in diesem Land lässt sich darauf reduzieren, dass der Rekordmeister meistens gewinnt und der Rest meistens verliert.

Sicher, der SV Werder hatte ein paar gute Jahre (und hat sie noch), die Fans der Borussia aus Dortmund waren Mitte der Neunziger on top of the Fußballworld usw usf. - das aber sind vereinzelte Freuden im ewigen Leiden, das das gemeine Fantum langfristig ausmacht. Anders gesagt: Verlieren gehört zum Fansein wie Senf auf die Stadionwurst. Als Anhänger des 1. FC Kaiserslautern schreitet man seit zehn Jahren durch ein Tal der Finsternis, in das die Sonne vielleicht alle paar Monate mal für ein paar Sekunden hineinlugt. Stetiger Begleiter sind Häme und Spott und - noch schlimmer - das Mitleid der Mitmenschen.

Gestern kam der 1. FC Kaiserslautern beim Tabellenfünfzehnten der Zweiten Liga dermaßen unter die Räder, dass die Flucht aus der Fankneipe bereits zwanzig Minuten vor Spielende erfolgen musste, um Mobiliar und Personal vor Kollateralschäden zu bewahren. Kein Zweifel: Es ist noch ein langer Weg nach Santa Fe resp. zurück ins Fußball-Oberhaus für den viermaligen Deutschen Meister.

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Quelle und kompletter Text: mauertaktik.de

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