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"Schäme mich in Grund und Boden": Rote Teufel lecken ihre Wunden
"Es fällt mir schwer, im Detail über dieses Spiel zu sprechen. Das, was wir abgeliefert haben, mit diesen individuellen Fehlern, ist unentschuldbar. Dennoch können wir uns nur bei unseren Fans entschuldigen, die auch heute wieder mit 5.000 auf einen Dienstagabend hier angereist sind. Das war eine Nichtleistung. Ich sitze hier als Trainer und schäme mich in Grund und Boden", sagte Torsten Lieberknecht nach der heftigsten Niederlage seiner bisherigen Amtszeit als FCK-Coach. Nach 31 Minuten stand es schon 3:0 für Berlin, das Aufbäumen nach dem Anschlusstreffer von Marlon Ritter hielt nur kurz, am Ende hieß es nach weiteren teils haarsträubenden Abwehrfehlern sage und schreibe 1:6 aus Sicht der Roten Teufel. Der Traum vom Pokal ist für diese Saison vorüber, die volle Konzentration gilt nun der Liga, wo der FCK bei 23 Punkten aus 14 Spielen steht.
"Wir gewinnen zusammen und wir verlieren gemeinsam"
"Wir tragen ein Trikot, das für Werte steht", fuhr Lieberknecht in den Katakomben des Olympiastadions fort. "Ich sehe mich da als Trainer auch in der Verantwortung und möchte nicht mit dem Finger nur auf die Spieler zeigen. Es war ein kollektives Versagen von uns allen. Da schließe ich mich nicht aus. Ich bin der Kopf dieser Mannschaft. Aber ich werde den Kopf rausstrecken und den Gegenwind aushalten. Wir gewinnen zusammen und wir verlieren gemeinsam. Aber das müssen wir jetzt erstmal verdauen."
Zusammen mit seiner Mannschaft stellte sich Lieberknecht in vorderster Reihe auch den mitgereisten Fans im Gästeblock. Dort habe totales Unverständnis geherrscht und es habe viel berechtigte Kritik gegeben, so der Trainer, aber man habe auch gespürt, dass das Band zwischen Kurve und Team nicht ganz zerrissen sei. Lieberknecht: "Wir müssen uns den Kredit zurück erarbeiten, den wir mit dem Spiel heute verloren haben. Das wird eine zeitlang brauchen." Die erste Gelegenheit dazu bietet sich am Samstag im Zweitliga-Heimspiel gegen Dynamo Dresden. Möglicherweise fällt dann auch noch Torjäger Ivan Prtajin aus, der in Berlin mit einer Oberschenkelverletzung raus musste. Auch Jisoo Kim wird noch nicht zurückkehren, während beim schmerzlich vermissten Paul Joly zumindest noch eine Resthoffnung besteht.
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