Stimmen zum Spiel
"Ball gespielt"? Teufel hadern mit eigener Leistung - und dem Schiri

Foto: Imago Images
"Durch das Spiel der Eintracht sind wir heute überhaupt nicht ins Funktionieren gekommen - vielleicht in den ersten zehn Minuten oder bis zu dieser einen Szene, bei der ich glaube, da hätte man durchaus eingreifen können als VAR. Aber letztendlich ist das keine Entschuldigung dafür, dass wir heute in allen Bereichen nicht funktioniert haben", sagte Torsten Lieberknecht auf der Pressekonferenz nach der Partie und spielte dabei auf die Situation in der 31. Minute an, als Naatan Skyttä von Robin Heußer als letzter Mann umgerissen wurde. Schiedsrichter Timo Gansloweit ließ zum Entsetzen der Lautrer Bank weiterlaufen, ehe der vierte Offizielle den Gästen bestätigte, so der FCK-Trainer auf Nachfrage von Der Betze brennt, dass die Prüfung der Bilder ein "Ball gespielt" ergeben habe. Lieberknecht: "Wenn du kein gutes Herz hast, fällst du bei so einer Aussage tot um." Hier ist die besagte Szene als Video zu sehen.
Nur wenige Augenblicke nach dieser Situation gerieten die Roten Teufel durch Max Marie mit 0:1 in Rückstand und kassierten fast unmittelbar nach Wiederbeginn den Treffer zum 0:2 durch Erencan Yardimci. Unter dem Strich hätten die Gäste angesichts der Chancenverteilung sogar noch höher verlieren können, ehe sie in den Schlussminuten zumindest ein, zweimal an einem eigenen Treffer schnupperten. "Warum schaffen wir es nicht, nach guten Spielen eine Energie zu entwickeln, dass du das nächste Spiel unbedingt gewinnen willst? Das hat mir heute gefehlt. Wir wollten etwas bestätigen und das ist uns nicht gelungen. Deshalb nagt diese Niederlage an uns", so Lieberknecht weiter.
Die weiteren Stimmen zum Spiel:
Marlon Ritter sparte nicht mit Kritik an der eigenen Leistung, blickte aber auch schon voraus auf das Pokalspiel am Dienstag: "Das Spiel lief genau so, wie wir das nicht wollten. Wir waren in den Zweikämpfen nicht richtig da. Wir haben die zweiten Bälle nicht gewonnen, haben uns ein bisschen den Schneid abkaufen lassen. Deswegen gehen wir heute hier als verdienter Verlierer vom Platz. Ich glaube, wir waren mit unserer Leistung schlechter als der Schiedsrichter. Dass wir einige Situationen anders gesehen haben, brauchen wir nicht diskutieren, aber ich glaube, der Schiedsrichter hat heute am wenigsten damit zu tun, dass wir so aufgetreten sind. Ich finde es gut, dass wir am Dienstag schon wieder spielen. Da hat man weniger Zeit nachzudenken. Da kommt der nächste Brocken auf uns zu, aber wir fahren dahin, um im Pokal weiterzukommen. Nur darum geht es."
Julian Krahl sprach ebenfalls Klartext und bemängelte die auswärts zu oft auftretende Lethargie im Team: "Das war eine der schlechtesten Leistungen, seitdem unser Trainer da ist. Wir wissen, dass wir auswärts oft in so eine Lethargie verfallen oder dass eben etwas fehlt. Das ist eine Sache, an der wir arbeiten müssen. Aber wenn es so einfach wäre, dann hätten wir das schon längst abgestellt. Ich bin ein großer Freund davon, die Sachen klar anzusprechen. Sonst wirst du nicht besser. Ich weiß, dass das auch der Trainer machen wird. Das ist auch gut so und danach werden wir uns zusammenraffen und einen Plan für Berlin ausarbeiten."
Luca Sirch wollte das Spiel schnell abhaken und die Ausfälle nicht als Ausrede gelten lassen: "Das war einfach ein Spiel zum Vergessen. Wir werden natürlich trotzdem analysieren, was wir falsch gemacht haben. Auf die Ausfälle in der Abwehr würde ich es nicht schieben. Klar, fehlen die Spieler, aber jeder im Kader hat eine enorm hohe Qualität. Alle haben es sich verdient zu spielen, weil auch im Training die Leistung stimmt."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel bei Eintracht Braunschweig
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