Stimmen zum Spiel
Lauterns Joker stechen: "Das ist die Geschichte des Spiels"

Foto: Imago Images
"Die Geschichte des Spiels ist, dass alle eingewechselten Spieler heute ein Tor geschossen haben. Das zeigt, dass die Arbeit bei uns auch belohnt wird. Faride Alidou war da und hat dem Spiel diese Wende gegeben, auch Leon Robinson vorher mit der Flanke", lobte Torsten Lieberknecht die entscheidenden Joker, die das Heimspiel gegen Darmstadt von 0:1 in 3:1 drehten: Naatan Skyttä nach Vorlage von Alidou (84.), Alidou selbst auf Zuspiel von Robinson (90.+2) sowie Tobias Raschl (90.+8) hatten nach teilweise Monaten der Tristesse ihren großen Auftritt. Vor allem der beim FCK bisher fast komplett glücklose Alidou durfte als Matchwinner bejubelt werden und sich nach dem Schlusspfiff vor der Westkurve feiern lassen. Aber auch die Zuschauer selbst hatten für Cheftrainer Lieberknecht ihren Anteil am Sieg: "Die Fans haben ein unglaubliches Gespür für den Moment gehabt, als sie beim 0:1-Rückstand 'Steht auf, wenn ihr Lautrer seid' angestimmt haben. Das war brutal gut und auch das war heute ein Gamechanger. Heute haben wir den Mythos Betzenberg gesehen, zu dem auch so ein Spiel in der zweiten Halbzeit auf die Westkurve gehört."
Die weiteren Stimmen zum Spiel:
Sportdirektor Marcel Klos stufte das gedrehte Spiel als besonders wertvoll ein und beantwortete die Frage, warum Matchwinner Alidou heute keine Interviews gab: "Ich bin extrem froh, dass wir mit dem zweiten Heimsieg in die Länderspielpause gehen. Das haben wir uns alle gemeinsam erarbeitet, das Trainerteam, die Mannschaft, die Einwechselspieler. Jeder Einwechselspieler hat getroffen und das sollte uns auch weiterhin auszeichnen: Dass wir als Team durch diese Zweite Liga gehen. Besonders für Faride Alidou freue ich mich riesig. Er macht heute sein Tor, das war ein Brustlöser, für ihn und für die ganze Mannschaft in dieser Phase des Spiels. Dass alle jetzt mal seinen Namen gerufen haben und er dieses Erfolgserlebnis hat - das freut mich extrem. Und dass er das heute einfach für sich genießen und nicht mit den Medien sprechen möchte, sollte man dem Spieler vielleicht auch einfach mal zugestehen nach den letzten Wochen, die er hatte."
Marlon Ritter war erleichtert und lobte ebenfalls seine Mitspieler aus der zweiten Reihe: "In der ersten Halbzeit haben wir ein gutes Spiel gemacht und hatten es auch nach der Pause zunächst im Griff. Nach einem langen Ball steht es dann auf einmal 0:1. Da mussten wir uns schütteln, klar, aber ich glaube, jeder, der schonmal hier gespielt hat, der weiß, mit einer Aktion kriegst du das Stadion wieder auf deine Seite. Es muss nicht immer ein Tor sein, du musst einfach bis zum Ende dran glauben. Das haben wir gemacht und dadurch wurden wir dann am Ende auch belohnt. Darauf können wir stolz sein. Und man sieht auch, dass es nicht nur elf Spieler gibt, sondern dass auch alle zählen, die hintendran sind. Beispielsweise auf Faride ist in den letzten Wochen viel eingeprasselt. Wir haben ihm immer gesagt, dass er einfach sein Ding machen soll und seine Chance irgendwann kommen wird. Und dann gibt es nichts Schöneres, als so ein Tor in so einem wichtigen Spiel zu schießen."
Naatan Skyttä bejubelte seinen ersten Treffer für den FCK, nachdem er zuvor aus der Startelf gerutscht war und "nur" eingewechselt wurde: "Nach dem ersten Tor haben wir das Momentum bekommen und uns schnell weitere Chancen erarbeitet. Es war ein unglaubliches Gefühl für mich, als ich getroffen habe. Da wollte ich sofort noch einen nachlegen. Dass ich nicht in der Startelf stand, hat mich nicht betrübt - so ist Fußball. Ich werde weiter hart arbeiten, um beim nächsten Mal wieder beginnen zu dürfen."
» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Darmstadt 98
Zur Forumsdiskussion:
Weitere Links zum Thema:








