Das sagt der Gegner
Kohfeldts großer Respekt vorm Betze: "Das ist immer etwas besonderes"

Foto: Imago Images
"Unser guter Saisonstart bedeutet gar nichts für dieses Spiel. Ein Auswärtsspiel auf dem Betze ist immer etwas besonderes, egal in welcher Situation. Das spürt man auch bei den Lautrern: Sie spielen zuhause anders als auswärts. Von ihren letzten 18 Punkten haben sie saisonübergreifend 17 zuhause geholt. Wir haben zuletzt ein super energetisches Heimspiel von ihnen gegen Schalke gesehen, wo richtig viel Alarm auf dem Platz war, wo sie die Kraft des Betzenbergs voll ausgenutzt haben", sagt Lilien-Trainer Kohfeldt vor dem Gastspiel seiner Mannschaft im fast ausverkauften Fritz-Walter-Stadion (Sonntag, 13:30 Uhr). Trotzdem möchte der 42-Jährige natürlich etwas zählbares holen, schließlich ist sein Team bisher ungeschlagen: "Wir haben Vertrauen in das, was wir tun, weil es zu Ergebnissen geführt hat: Drei Siege, ein Unentschieden, damit fahren wir nicht mit Unsicherheit nach Kaiserslautern, sondern mit Vertrauen in unsere Abläufe."
"Der FCK zeigt zwei unterschiedliche Gesichter, zuhause und auswärts"
Kohfeldt hat großen Respekt vor dem Betze und den Lautrer Fans: "Es ist eins der stimmungsvollsten Stadien in Deutschland, ganz klar. Die Zuschauer produzieren dort mit diesen durchgängigen Tribünen eine besondere Stimmung. Auch die Anreise ist sehr speziell: Den Berg hoch, mit dem gläsernen Fahrstuhl in die Kabine, die auch ganz eng mit der des Gegners und der des Schiedsrichters zusammenliegt. Das alles macht dieses Stadion sehr speziell. Aber auch in beide Richtungen: Dieses Stadion kann auch sehr viel Druck für die Heimmannschaft verursachen. An guten Tagen ist es ein Riesenvorteil. Aber das Publikum fordert auch schnell viel Energie auf dem Platz."
Aber auch die gegnerische Mannschaft beeindruckt Darmstadts Trainer: "Sie zeigen zwei unterschiedliche Gesichter, zuhause und auswärts. Zuhause ist der FCK bislang offensiv und gegen den Ball sehr aggressiv aufgetreten. Sie haben durch die Bank nur Topspieler verpflichtet, auch wenn sie auch den einen oder anderen verloren haben, mit Ache zum Beispiel. Aber für diese Liga haben sie nur Topspieler verpflichtet mit Emreli, Prtajin, Kunze oder jetzt für den ausgefallenen Rechtsverteidiger mit Joly einen Ersatz, der letztes Jahr 26 Einsätze in der ersten französischen Liga hatte. Da sieht man schon, in welches Regal sie greifen. Deshalb wird es für uns eine Herausforderung, ihre individuelle Qualität auf den einzelnen Positionen zu verteidigen. Außerdem dürfen wir diesen Stress nicht zulassen, den sie gegen uns verursachen wollen."
"Einer der Gründe, warum alle Lilien-Trainer später Lautern-Trainer werden ..."
Sollte sein Team am Sonntag gewinnen, wäre es der erste Darmstädter Sieg überhaupt in Kaiserslautern. Mit wohlwissendem Blick auf seine Vorgänger Dirk Schuster, Dimitrios Grammozis, Markus Anfang und Torsten Lieberknecht scherzt Florian Kohfeldt: "Ich glaube das ist einer der Gründe, warum alle Lilien-Trainer später Lautern-Trainer werden: Damit sie auch auf dem Betze mal gewinnen können."
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