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"Seriöser Auftritt": Lautern bejubelt guten Pokalstart mit einem Wermutstropfen

17.08.2025, 19:23 Uhr - Autor: Thomas Hilmes

Während andere namhafte Klubs mit ihren Gegnern aus der vierten und fünften Liga große Probleme haben, löst der 1. FC Kaiserslautern seine Aufgabe beim RSV Eintracht mehr als ordentlich. Ein einzelner Idiot unter den 7.749 Zuschauern sorgt für klare Worte von Trainer, Spielern und Fans.

Titelfoto

"Es war ein sehr schöner Pokalrahmen mit einem sehr fairen Publikum. Ich wünsche euch, dass ihr nochmal dabei sein dürft", bedankte sich Torsten Lieberknecht nach dem Pflichtsieg bei wirklich schöner Atmosphäre im Karl-Liebknecht-Stadion, ehe er sich doch noch zur unschönen Szene des Tages äußern musste. Ein Zuschauer aus der Heimkurve hatte einen FCK-Spieler beim Aufwärmen rassistisch beleidigt. Es folgte eine Durchsage des Stadionsprechers, die Lautrer Profis wechselten die Seite und beginnend aus dem Gästeblock wurde schnell in allen Stadionbereichen "Nazis raus" skandiert. Der Name des betroffenen Spielers wurde zu dessen Schutz zunächst nicht öffentlich genannt, ansonsten fand der FCK-Trainer jedoch deutliche Worte: "Mir ist das zugetragen worden. So eine friedliche Atmosphäre, aber einen Vollidiot gab es dann doch noch. Ich habe gehört, dass man den Täter ausfindig gemacht hat und dass es einen Zugriff gab. Das ist das Wichtigste. Es ist aber nicht sinnbildlich für das, wofür Potsdam steht, wofür Babelsberg steht und was ich hier schon so oft als Gästetrainer kennengelernt habe. Absolut unnötig."

"Sowas gehört einfach nicht in unsere Gesellschaft und gehört auch einfach nicht zum Fußball", stimmte Daniel Hanslik seinem Trainer und den Fans voll zu, ebenso wie Semih Sahin: "Ich stand da gerade unter der Dusche und habe es nicht sofort mitbekommen, aber ich glaube da sprechen wir alle gleich: So etwas hat auf dem Platz nichts zu suchen."

Die weiteren Stimmen zum Spiel:



In sportlicher Hinsicht war Torsten Lieberknecht zufrieden mit dem Auftritt seines Zweitliga-Teams gegen den Fünftligisten: "Es war ein seriöser Auftritt von uns. Wir waren nach den Pokalspielen von Freitag und Samstag vorgewarnt. Du musst solche Spiele gerade in der Anfangsphase überstehen, weil dort der Außenseiter auch immer seine Chance wittert. Und es gab einen gefährlichen Konter in der Anfangsphase. Letztendlich war es dann aber so, dass wir früh Tore geschossen haben, die uns auf den Weg zum Sieg gebracht haben."

Mahir Emreli durfte sich über sein erstes Pflichtspiel-Tor für die Roten Teufel freuen: "Als Angreifer ist es natürlich wichtig, Statistiken zu haben und Tore zu schießen. Aber das Wichtigste heute war, dass wir keine Überraschungen zugelassen haben. Unsere Konzentration lag von der ersten Minute an auf der Dominanz des Spiels. Ich denke, das haben wir geschafft und trotz kleinerer Fehler im Spiel unseren Job gut gemacht. Damit können wir zufrieden sein."

Semih Sahin bewertete vor allem die schnelle Führung als wichtig: "Das frühe erste Tor war wichtig, damit der Gegner gar nicht ins Spiel kommt. Direkt ein Zeichen setzen: Okay, wir sind hier der Chef, für euch gibt es nichts zu holen. Das haben wir gut gemacht. Wir sind sehr professionell aufgetreten und haben auch an der Höhe verdient gewonnen."

Die Führung in der 11. Minute hatte Fabian Kunze erzielt, der ebenfalls den soliden Auftritt lobte: "Die Spiele von gestern haben gezeigt, dass es im Pokal auch mal anders laufen kann. Es war ein souveräner Auftritt von uns mit einem guten Ergebnis. Uns war klar, dass der Gegner heute vielleicht eher etwas tiefer steht. Aber auch solche Spiele musst du seriös angehen - das haben wir getan. Wir haben dem Gegner keine Luft gelassen, dass es vielleicht nochmal spannend wird."

Daniel Hanslik freute sich neben dem Spiel auch über die Unterstützung im fast 700 Kilometer entfernten Potsdam: "Es war insgesamt ein ordentlicher Auftritt. Wir haben unsere Arbeit hier erledigt. Auch ein Riesendankeschön an alle Fans, das ist Wahnsinn: Sonntag, 15:30 Uhr, eine gefühlte halbe Weltreise, und dann machen sie auch so ein Spiel zu einem Heimspiel für uns. Ich bin jetzt schon ein paar Jahre hier und trotzdem wird es nicht normal."

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