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Neues vom Betzenberg

Zwölf Minuten Nachspielzeit? Das sagt der DFB zur neuen Regelung

12.08.2025, 21:18 Uhr - Autor: Thomas Hilmes

Kommen auf den 1. FC Kaiserslautern jetzt öfter so ultralange Nachspielzeiten zu wie gegen Schalke 04? Könnte schon sein. Der DFB hat heute in Frankfurt nochmals die neue Regelung erklärt.

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Foto: Imago Images

Wie muss sich das wohl für einen Spieler anfühlen: Du rennst dir die Seele aus dem Leib, um diese 1:0-Führung bis zur 90. Minute zu verteidigen ... und dann werden von außen zwölf (!) Minuten Nachspielzeit angezeigt? Torsten Lieberknecht konnte sich nur noch an den Kopf fassen und die meisten Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion taten es ihm gleich.

Dass verlorene Minuten ab dieser Saison noch mehr nachgespielt werden sollen, war schon vorher bekannt. Heute erklärte der DFB diese und weitere neue Regelungen nochmals auf einer Pressekonferenz. Laut Schiedsrichter-Sprecher Knut Kircher und DFB-Direktor Ansgar Schwenken kommt die längere Nachspielzeit im Prinzip auf Wunsch der Vereine zustande. "Wir haben den grundsätzlichen Kritikpunkt ausgemacht, dass das Empfinden der Klubs nicht so gewesen ist, dass es überall einheitlich und konsistent angewendet wird, was die Nachspielzeit angeht. Deshalb haben wir uns zusammengesetzt und überlegt, wie wir das an dem Punkt deutlich verbessern können", erläuterte Schwenken. Kircher sagte: "Der Vorwurf war oft: Ihr seid zu uneinheitlich. Und das wollten wir ändern, haben jetzt einen Ansatz gefunden, der Nachvollziehbarkeit, Transparenz und Berechenbarkeit schafft."

30 Sekunden pro Wechselfenster, 30 Sekunden pro Tor, und der Rest kommt handgestoppt obendrauf



Die neue, vereinheitlichte Nachspielzeit-Berechnung: Für jedes erzielte Tor mit Jubel sowie für jedes Auswechselfenster (egal ob einer oder mehrere Wechsel) gibt es pauschal 30 Sekunden Nachspielzeit. Weitere Unterbrechungen werden vom zweiten Video-Assistenten gestoppt, darunter sämtliche Unterbrechungen durch Verletzungen, Videobeweise oder Einflüsse von außen. Die Summe wird dann als Nachspielzeit dem Unparteiischen mitgeteilt. Laut Schiri-Sprecher Kircher habe sich die Bruttodauer beider Halbzeiten dadurch gar nicht so krass verändert: "Wir haben mal die Daten der ersten beiden Spieltage in der 2. Bundesliga analysiert und festgestellt, dass die durchschnittliche Gesamtlänge der beiden Nachspielzeiten im Vergleich zur Vorsaison nur um circa anderthalb Minuten gestiegen ist, von 8:52 Minuten auf 10:35 Minuten."

Wo die zwölf Minuten Nachspielzeit nur für die zweite Halbzeit des FCK-Spiels herkamen, erschloss sich am Samstag trotzdem nicht unbedingt jedem. Es gab sechs Auswechselfenster und nur ein Tor, was dreieinhalb Minuten ergibt. Hinzu kamen zwei längere Videobeweise beim Elfmeter und bei der Gelben Karte für Leon Robinson. Das ergab zusammen wohl die zwölf Minuten. Zum Vergleich: Eine Woche vorher beim Lautrer Auftakt in Hannover gab es mit ebenfalls sechs Auswechselfenstern und einem Tor, aber mit weniger VAR-Unterbrechung, nur drei Minuten Nachspielzeit. FCK-Trainer Lieberknecht hatte sich einen Tag später jedenfalls wieder beruhigt und sagte am Sonntagabend bei "SWR Sport": "Vor dem Spiel gibt es jetzt diesen Handshake-Dialog mit dem Schiedsrichter, den Trainern und den Kapitänen, was eine super Sache ist. Da hat uns der Schiedsrichter schon darauf aufmerksam gemacht, dass wir nicht überrascht sein sollten, wenn es eine lange Nachspielzeit geben wird. (...) Das war die erste Erfahrung, aber darauf müssen wir uns einstellen."

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