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"Wir müssen gieriger sein": Spieler und Trainer beklagen mangelhafte Torgefährlichkeit

03.08.2025, 17:12 Uhr - Autor: Thomas Hilmes

Ernüchterung beim 1. FC Kaiserslautern: Nach dem 0:1 zum Auftakt bei Hannover 96 sind Trainer und Spieler zwar mit der Defensivleistung ganz zufrieden - abgesehen vom Gegentor -, bemängeln aber allesamt das viel zu zaghafte Spiel nach vorne.

Titelfoto

Foto: Imago Images

"Es ist nicht unser Anspruch, mit einer halben Torchance ein Auswärtsspiel zu bestreiten. Wir müssen mehr nach vorne machen, wir müssen effizienter sein, wir müssen gieriger sein, wir müssen mehr Flanken schlagen", resümierte Marlon Ritter nach dem defensiv ordentlichen, aber offensiv viel zu schwachen 0:1 (0:0) zum Saisonauftakt. Der Kapitän weiter: "Wir haben wenig zweite Bälle bekommen, wenn wir unsere Stürmer angespielt haben. Der Ball war immer bei Hannover. So kannst du keine Torchancen kreieren. Defensiv haben wir gut dagegen gehalten, es waren ein paar rassige Zweikämpfe dabei. Das war ordentlich. Aber nach vorne müssen wir mehr machen." Auch Maxwell Gyamfi forderte mehr Biss für die zukünftigen Auftritte der Roten Teufel: "Wir haben die Bälle zu schnell hergegeben, haben sie nicht gut fest gemacht. Wir hätten auch zielstrebiger die Abschlüsse suchen können und gieriger auf das Tor, auf den Torabschluss sein."

73 Minuten lang hatte der FCK gut verteidigt, sein Ziel, weniger Gegentore als die 55 von letzter Saison zu erreichen, fest im Blick gehabt. Doch dann schlug Noel Aseko zu und stellte die drei Punkte für Hannover sicher - gleichbedeutend mit leeren Händen für Kaiserslautern zum Auftakt der neuen Zweitliga-Spielzeit. "Die Mentalität heute war gut, vor allem defensiv. Nach vorne habe ich mir mehr Entlastung erhofft. Aber das hat nicht stattgefunden. Das war nicht gut", konnte auch Torsten Lieberknecht mit dem Auftritt seines Teams nicht zufrieden sein. Der FCK-Trainer hielt aber auch fest: "Aus dieser Niederlage, die wie jede Niederlage schmerzt, werden wie etwas mitnehmen für das Spiel gegen Schalke."

Die weiteren Stimmen zum Spiel:



FCK-Trainer Torsten Lieberknecht lobte die Einstellung, aber er bemängelte auch die Überzeugung seiner Mannschaft: "Es war ein verdienter Sieg für Hannover, das muss man neidlos anerkennen. Wir haben vieles sauber verteidigt, aber einmal haben wir die Achtsamkeit komplett verloren und das war dann das 1:0 für Hannover. Wir haben offensiv nicht die nötige Überzeugung gehabt, das hat man gesehen. Über Flanken konnten wir keine Gefahr herbeiführen. Die Einstellung und das Verteidigen war gut, aber in anderen Bereichen waren wir nicht gut genug, um wenigstens einen Punkt mitzunehmen."

Julian Krahl sah die mangelnde Entlastung nach vorne als mitentscheidend für den einen ausschlaggebenden Fehler hinten: "Wenn man sich sechs Wochen vorbereitet, Gas gibt, alles macht und tut und dann das erste Spiel verliert, ist das nicht schön. Uns war klar, dass Hannover den Ball haben und das Spiel machen will. Das war nicht schlimm für uns. Für uns ging es darum, über Konteraktionen, Umschaltmomente, Standardsituationen gefährlich zu werden. Das haben wir leider nicht so richtig gut geschafft. Am Ende ist es dann schwer, 90 Minuten zu verteidigen, wenn du die Entlastung nicht bekommst."

Luca Sirch bemängelte ebenfalls das Offensivspiel, sieht in dieser Hinsicht aber genügend Potential im Team: "Hintendrin standen wir gut und wollten auf Kontermöglichkeiten lauern. Aber unser Spiel nach vorne muss einfach besser werden. Das ist Fakt. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen. Wir haben einen sehr guten Kader, der es von Woche zu Woche besser machen wird."

Mannschaftskapitän Marlon Ritter haderte mit dem vermasselten Saisonauftakt: "Auf jeden Fall war das ein ernüchternder Auftakt. Wir sind hier hingefahren, um zu gewinnen. Dafür haben wir nach vorne zu wenig gemacht. Wir sind nicht in die Situationen gekommen, die wir uns vorgestellt haben. Und dann haben wir hinten einmal nicht richtig verteidigt und es wird direkt bestraft."

Maxwell Gyamfi äußerte sich zur spielentscheidenden Szene in der 74. Minute: "Das Gegentor muss ich mir erst auf den Bildern nochmal anschauen. Im Spiel habe ich es so wahrgenommen, dass ich durchschiebe und denke, der Ball wird safe abgefangen. Dann steht er aber doch so blank da. Das müssen wir dann nochmal analysieren, wer vielleicht nicht mitgelaufen ist oder wie wir das anders lösen können. Aber es ist natürlich unglücklich, wenn man im Kollektiv so gut verteidigt, und dann so ein Tor frisst."

» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Auswärtsspiel bei Hannover 96

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