Neues vom Betzenberg

 

Erklärung des FCK zum Treffen mit Ministerpräsident Beck

Auf Einladung des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck sind am Donnerstag Vertreter von Aufsichtsrat und Vorstand des 1. FC Kaiserslautern, Vertreter der Opposition sowie ehemalige Spieler des FCK zu einem „Runden Tisch“ in die Mainzer Staatskanzlei zusammengekommen. Als Resultat des konstruktiven Austausches wurde folgende Erklärung abgegeben:

1. Es wird nur noch Bemühungen geben, die von der Verantwortung für den 1. FC Kaiserslautern, seine Mitglieder, Fans und seine sportliche, gesellschaftliche, soziale und wirtschaftliche Bedeutung getragen sind.

2. Es wird am 15. Oktober 2002 eine Mitgliederversammlung geben. Zu ihr wird im „Betzemagazin“ (Stadion – und Mitgliedermagazin) am 11. September 2002 eingeladen. Dort wird neben den in der Satzung vorgesehenen Regularien und Berichten ein Aufsichtsrat gewählt. Hierzu stellen die jetzigen Mitglieder und Ersatzmitglieder des Aufsichtsrates ihre Mandate zur Verfügung. Dieses zur Verfügungstellen beinhaltet keinerlei Kritik oder Vorwurf. Es geschieht ausschließlich um den Mitgliedern die Chance zur Entscheidung zu eröffnen, ohne den Weg über eine außerordentliche Mitgliederversammlung. Die erneute Kandidatur bisheriger Mitglieder ist selbstverständlich möglich. Auch neue Kandidaturen sind selbstverständlich möglich.

3. Auf der Mitgliederversammlung wird von der satzungsrechtlichen Möglichkeit gebrauch gemacht, die Zahl der Aufsichtsratssitze auszuschöpfen; dies gilt für die Sitze der gewählten und geborenen Aufsichtsratsmitglieder ebenso wie für die vom Aufsichtsrat zu bestellenden Aufsichtsratsmitglieder, die der Mitgliederversammlung unverzüglich zur Bestätigung empfohlen werden.

4. Es werden schriftliche, geheime Einzelwahlen durchgeführt. Die Bewerber stellen sich vor, auf eine Personaldebatte wird verzichtet. Das betrifft nicht die Aussprache zu den Berichten laut Satzung. Aber auch hierzu wird die Wahrung des persönlichen Respekts ausdrücklich von allen Gesprächsteilnehmern zugesagt.

5. Es soll so schnell wie möglich ein Vorstandsvorsitzender berufen werden.
Die Runde ist überzeugt davon, dass Herr René C. Jäggi für diese Aufgabe geeignet ist.
Der amtierende Aufsichtsrat wird gebeten, im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten des 1. FC Kaiserslautern hierzu Vertragsverhandlungen zu führen und nach Möglichkeit zu einem Abschluss zu bringen.

6. Viele in der Runde halten es für wünschenswert, nach der Komplettierung des Vorstandes und der Konstituierung eines neuen Aufsichtrates den Vorstand zu erweitern (z.B. durch einen Sportdirektor)
Herr Jäggi wird gebeten, das Gespräch mit Herrn Hans-Peter Briegel zu suchen.

7. All diese Entscheidungen sind im Lichte der finanziellen Leistungsfähigkeit des Vereins zu treffen.

8. Der neue Vorstand wird im Zusammenwirken mit dem amtierenden Aufsichtsrat gebeten, die Trainerfrage unter rein sportlichen Gesichtspunkten so schnell wie möglich zu lösen.

9. Alle Teilnehmer dieser Runde verzichten auf jegliche persönliche Herabsetzung oder herabsetzende Kritik in der bisherigen Diskussion zur Zukunft des 1.FC Kaiserslautern keine Sanktionen gegen Vereinsmitglieder eingeleitet werden oder ihnen erwachsen

10. Die Entscheidungen der Mitgliederversammlung werden selbstverständlich akzeptiert.

11. Die Runde appelliert an alle Fans und Mitglieder, nunmehr wieder geschlossen hinter dem 1. FC Kaiserslautern zu stehen.

Dieser Erklärung wird zugestimmt:
Hubert Keßler, Arnold Neu, Annemarie Becker, Wolfgang Fritz, Dr. Robert Wieschemann, Gerhard Herzog, Erwin Göbel, Werner Freisberg, Roger Lutz, Dr. Andreas Kirsch, Stefan Motzenbäcker, Hans-Peter Briegel, Axel Roos, Fritz Fuchs, Sepp Stabel, Hans-Günter Neues

Die Richtigkeit wird bestätigt:
Kurt Beck (Ministerpräsident)

Quelle: Der Betze brennt

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