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Notzon über Hemlein:

Notzon über Hemlein: "Nicht zu hoch hängen"


FCK-Sportdirektor Boris Notzon hat zu der Attacke von Ex-Kapitän Christoph Hemlein Stellung bezogen. Er möchte das Thema Hemlein nicht zu hoch hängen, sagt Notzon, und sich lieber auf das eingeleitete sportliche Konzept beim 1. FC Kaiserslautern konzentrieren: Die vorhandenen Leistungsträger sollen bleiben und neue hinzukommen.

Bei "Sport1" hatte der im November 2019 nach schwachen Leistungen degradierte Hemlein schwere Vorwürfe gegen Notzon und FCK-Trainer Boris Schommers erhoben und sogar von "Mobbing" gesprochen. Im aktuellen Interview mit der "Allgemeinen Zeitung" antwortet Notzon nun wie folgt auf die Nachfrage zum Interview des Ex-Kapitäns: "Das Thema Christoph Hemlein ist jetzt erledigt. Es gab in dieser Saison keine gemeinsame Basis mehr für eine sportliche Zukunft. Der Spieler wollte wegen fehlender sportlicher Perspektive den Verein im Winter verlassen. Das hat nicht geklappt. Und Fußball ist ein emotionales Geschäft und Christoph Hemlein ein emotionaler Mensch, der übers Ziel hinaus schießen kann. Dass es Reibungen gibt, ist im Fußballgeschäft normal. Als Verein werden wir uns zu dem Interview von Christoph Hemlein nicht äußern. Das Interview an sich reicht aus meiner Sicht zur Bewertung. Es war zudem von Zeitpunkt und Inhalt deplatziert. Was die Solidarität über ein 'Like' einiger Mitspieler angeht, würde ich das nicht höher hängen als nötig. Er war eben bis Ende letzten Jahres Teil der Mannschaft."

Das Ziel des FCK: Eine kleinere, schlagfertigere Truppe zusammenstellen

Im AZ-Interview skizziert Sportdirektor Notzon auch nochmals das aktuelle Konzept des FCK, das er in punkto Kaderplanung auch unter anderem bei "SWR Sport" bereits vorgestellt hatte: Die Leistungsträger wie Florian Pick sollen bleiben, qualitativ hochwertige Führungsspieler wie Alexander Winkler und vielleicht Sebastian Mai - den Notzon im Interview allerdings nicht namentlich aufzählte - hinzukommen und gleichzeitig die Gesamtgröße des Kaders mit Blick auf bisher enttäuschende Spieler reduziert werden. Man wolle eine kleinere, schlagfertigere Truppe zusammenstellen, die besser mit Drucksituationen umgehen kann und auch in engen Partien eher den Deckel drauf macht als bei den vielen Unentschieden in der vergangenen Saison.

Quelle: Der Betze brennt

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