Spielbericht: Würzburger Kickers - 1. FC Kaiserslautern 2:0

Die Mannschaft lässt ihre Fans im Regen stehen

Die Mannschaft lässt ihre Fans im Regen stehen


Keine Tore, keine Punkte, keine Leidenschaft: Der 1. FC Kaiserslautern enttäuscht bei den Würzburger Kickers einmal mehr und lässt seine Fans buchstäblich im Regen stehen.

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Dallenberg gegen Betzenberg: Die Partie zwischen Würzburg und Kaiserslautern hatte sich manch ein FCK-Fan früh in der Saison angestrichen. Sollten die Roten Teufel ihre Aufstiegspläne erfüllen können, wäre die Auswärtspartie am Main womöglich ein passender Partytermin gewesen. Wie so oft in dieser Spielzeit schon angemerkt: Es kam ganz anders. Und auch in Würzburg enttäuschten die Roten Teufel mal wieder auf ganzer Linie.

Trotz der Tristesse, die der FCK auf und neben den Platz verbreitet, waren es wieder 2.500 mitgereiste Fans, die die Hintertortribüne im zusammengeschusterten Dallenberg-Stadion und einen Block auf der Gegengerade bevölkerten. Auch in den umliegenden Blöcken, unter anderem auf der brüchigen Haupttribüne mit löchrigem Dach, fanden sich mal größere, mal kleinere Grüppchen aus dem Betze-Umfeld. Zum Teil schon lange vor der Stadionöffnung um 12:00 Uhr hatten sie sich auf den Zugangstreppen und dem Parkplatz eingefunden und auf Einlass gewartet.

Die kurzzeitige Heimspiel-Stimmung stirbt schnell

Später sorgten sie in der Anfangsphase geschlossen für Heimspiel-Stimmung. Der pünktlich zu Spielbeginn einsetzende strömende Regen tat sein Übriges. Betze-Atmosphäre, Fritz-Walter-Wetter - und ja, sogar kurzzeitig schien auch die Mannschaft Lust auf einen unbeschwerten Fußballnachmittag zu haben. Christian Kühlwetter hatte nach nicht einmal zwei Minuten die Führung auf dem Fuß, scheiterte aber an einem Gegenspieler auf der Linie. Womit sich der kleine Lautrer Sturm schon wieder gelegt hatte.

Kurz darauf klingelte es nämlich auf der Gegenseite - mal wieder hatte eine Fehlerkette zum Gegentor geführt - und das Elend auf dem Rasen nahm seinen so oft gesehenen Lauf. Der Gegner hätte gut und gerne nach 15 Minuten mit 3:0 führen können, der FCK wirkte kraft-, mut- und leidenschaftslos. Und die anfänglich gute Stimmung kippte schnell. Zwischenzeitlich drehte ein Großteil des mitgereisten Anhangs dem Rasen demonstrativ den Rücken zu - es ist schlicht nicht mehr mitanzusehen.

Die Würzburger Fans stimmen "Oh, wie ist das schön" an

Der Support erstummte mit Ausnahme eines kurzzeitigen Wechselgesangs spätestens nach dem 2:0 für Würzburg endgültig. Still, beinahe regungslos verfolgten die FCK-Fans den weiteren Spielverlauf. Timmy Thieles Pfostentreffer sorgte allenfalls für ein kurzes Raunen. Im Heimbereich wurde da zum wiederholten Male "Oh, wie ist das schön" angestimmt.

Als sich die FCK-Spieler samt Trainerteam nach dem Schlusspfiff vorsichtig dem Gästebereich nähern wollten, schlug ihnen im kurzzeitig unterbrochenen Dauerregen ein Pfeifkonzert entgegen. Nach kurzem Verharren mit einigen Metern Abstand wandte sich der Tross schließlich von seinen Fans ab - die die Spieler mit lautem Pfeifkonzert in die Kabine schickten. Mit der x-ten Enttäuschung im Gepäck machten sich Mannschaft und Anhang auf den Heimweg.

Autor: paulgeht

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