Im Blickpunkt: Die Krise beim 1. FC Kaiserslautern

Die Fans diskutieren: Wie ist der FCK noch zu retten?

Die Fans diskutieren: Wie ist der FCK noch zu retten?


Abgeschlagen auf Tabellenplatz 18: Viele Fans fragen sich, ob der 1. FC Kaiserslautern überhaupt noch vor dem Abstieg zu retten ist - und wenn ja, wie? Wir haben uns im Forum umgeschaut und fünf ganz unterschiedliche Lösungsansätze der Community gegenübergestellt.

Ansatz 1) Die Mannschaft: Unwillige Spieler müssen suspendiert werden!

Das Elend in der Tabelle haben maßgeblich die Spieler zu verantworten. Dabei scheint der Kader objektiv betrachtet durchaus Qualität mitzubringen, in jedem Fall sollte er höheren Ansprüchen als Platz 18 genügen. Mentalität und Einstellung sind zwei Faktoren, die seit Monaten die Diskussion rund um die Mannschaft des FCK dominieren. Angestoßen vom damaligen Sportdirektor Uwe Stöver zieht sich das Thema bis zum jüngsten Spiel in Regensburg. Sollten die sportlichen Verantwortlichen ein Zeichen setzen und Suspendierungen gegen offensichtlich unwillige FCK-Spieler aussprechen? Mit Sarkasmus könnte man fragen, wer dann überhaupt noch auf dem Rasen stehen soll. Die Gefahr, den Kader bei den zahlreichen verletzten oder unfitten Spielern weiter zu schwächen, bestünde außerdem.

Ansatz 2) Die Kaderplaner: Der Sportchef muss ersetzt werden!

Er wolle etwas aufbauen und dafür auch Talente aus dem eigenen Nachwuchs berücksichtigen, hatte Boris Notzon in der zurückliegenden Sommer-Transferphase erklärt und damit auch ein Stück weit den x-ten Umbruch beim FCK begründet. Nun muss sich der 38-Jährige Kritik und Vorwürfe gefallen lassen: Entspricht die Mannschaft den Anforderungen? Klar ist in jedem Fall: Die Roten Teufel bekommen seit Jahren keine für diese Position so wichtige Kontinuität. In den vergangenen dreieinhalb Jahren waren mit Stefan Kuntz (zweimal), Markus Schupp, Uwe Stöver und Notzon vier Personen und ein zwischenzeitlich eingeschalteter Arbeitskreis für die Kaderplanung verantwortlich. Das Dilemma: Notzons Planspiele müssen sich langfristig als erfolgreich erweisen - kurzfristig droht dem FCK aber der Totalkollaps.

Ansatz 3) Die Vereinsverantwortlichen: Der Vorstand soll abtreten!

Mit großen Erwartungen und einer neuen Führungsriege war der 1. FC Kaiserslautern im Sommer 2016 in ein vermeintlich neues Zeitalter aufgebrochen. Der Fritz-Walter-Klub sollte zu alten Erfolgen zurückkehren - doch sportlich ging es seitdem nur noch schneller bergab. Drei Trainer, zwei Sportdirektoren und die zweite Saison im Abstiegskampf sorgen für eine verheerende Bilanz bislang. Auch abseits des Rasens zieht sich die Erneuerung des FCK hin.

Ansatz 4) Der Aufsichtsrat: Die Kontrolleure müssen ausgetauscht werden!

Wer hat die Entwicklung des 1. FC Kaiserslautern maßgeblich zu verantworten? Neben den Personen im operativen Geschäft, fassen Kritiker auch das Kontrollgremium ins Auge. Der derzeit aus fünf Personen bestehende Aufsichtsrat geriet seit dem verpatzten Neustart im vergangenen Jahr, spätestens mit Uwe Stövers Rückzug immer stärker in den Fokus. Zweifel wuchsen, die Rücktrittsforderungen waren zuletzt lauter geworden. Allerdings: Der Aufsichtsrat wird in einem Monat (am 3. Dezember auf der Jahreshauptversammlung) neu gewählt. Es erscheint sowieso äußerst fraglich, ob sich noch einmal viele der jetzigen Amtsträger aufstellen lassen.

Ansatz 5) Ruhe bewahren: Gemeinsam gegen den Untergang!

Entlassungen und Neubesetzungen? Ein anderer Ansatz ist, die Reihen zu schließen und sich gemeinsam gegen den Untergang zu wehren, getreu dem Motto: "Lautrer geben niemals auf - sie kämpfen!" Mit ihrem offenen Brief bat die Mannschaft am Montag bereits um Unterstützung und betonte den Zusammenhalt.

Was muss passieren, damit der FCK - vor allem kurzfristig - aus der Krise kommt und den Abstieg noch verhindern kann? Diskutiere Deine Meinung und Argumente mit anderen Fans im DBB-Forum.

Autor: paulgeht

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