Neues vom Betzenberg

Wilhelm über das sportliche Konzept aus Dubai

Wilhelm über das sportliche Konzept aus Dubai


Horst Peter Petersen, der Kopf der potentiellen Investorengruppe aus Dubai, soll ein umfangreiches sportliches Konzept für den 1. FC Kaiserslautern haben. Aber wie sieht dieses Konzept eigentlich aus? Wir haben nachgefragt, aber Details bleiben weiter offen.

"Ich kenne keine Namen, nur das Konzept selbst", antwortet der FCK-KG-Aufsichtsrats­vorsitzende Jörg E. Wilhelm auf die Frage zu den Inhalten des sportlichen Konzepts, mit dem die Investorengruppe aus Dubai "erheblichen Einfluss" (O-Ton Wilhelm bei "SWR Sport" am 21. Juni) beim FCK nehmen möchte. Eigentlich war diese Nachfrage nicht an Wilhelm, sondern direkt an den potentiellen Investor selbst gerichtet, von dem aber zunächst ebenfalls keine konkretere Antwort gegeben wurde. Wilhelm hatte zuvor der Öffentlichkeit angeboten, sämtliche offenen Fragen an den Investor bei ihm einzureichen. Deshalb haben wir von Der Betze brennt nun zu dem wichtigen Thema des in Aussicht gestellten sportlichen Konzepts nachgehakt.

30 Experten sollen den FCK analysieren - aber in welchen Bereichen?

Was man bisher weiß: Die Dubai-Gruppe möchte eine Task Force aus 30 Personen nach Kaiserslautern schicken, die alles analysiert und dann gegebenenfalls weitere Schritte einleitet. "Wir haben einen Plan und wollen den durchziehen", sagte der Investor vergangene Woche im auf DBB veröffentlichten Gast-Interview. Ein Teil dieser Expertengruppe soll im Jahr 2016 auch die brasilianische Olympia-Nationalmannschaft erfolgreich beraten haben. Nähere Informationen zu Namen oder Inhalten des Konzepts, etwa was Spielertransfers oder Nachwuchsarbeit angeht, sind bisher nicht bekannt.

Was ist das Konzept aus Dubai? "Einzelheiten sind mir nicht bekannt"

Aber warum möchte Horst Peter Petersen überhaupt ein eigenes sportliches Konzept einbringen und schließt sich nicht dem bereits in die Wege geleiteten Konzept des FCK an, zu dem auch die regionale Investorengruppe ihr Geld beisteuern will? "Soweit ich weiß, soll beides miteinander kombiniert werden. Einzelheiten sind mir nicht bekannt", antwortet Wilhelm dazu. Und zur Frage, ob in dem Konzept auch eine Einflussnahme des Investors auf Spielertransfers vorgesehen ist, so wie man es aus Beispielen anderer Vereine kennt: "Das weiß ich nicht." (die ungekürzten Fragen und Antworten an Horst Peter Petersen und Jörg E. Wilhelm können im DBB-Forum nachgelesen werden)

Wilhelm will länger bleiben: "Ich werde mich zur Wiederwahl stellen"

Auf eine andere aufgekommene Frage antwortet Wilhelm eindeutiger: In manche seiner Tweets ließ sich ein bevorstehendes Ende seiner Amtszeit interpretieren, etwa wenn davon die Rede ist, dass sein "Klartext" als "letzte Ausgabe an der Mitgliederversammlung" gesprochen werde. Im November/Dezember steht beim 1. FC Kaiserslautern die turnusmäßige Neuwahl des Aufsichtsrates an, und Wilhelm will wieder antreten, bekräftigt er auf DBB-Nachfrage: "Ich werde mich zur Wiederwahl stellen, wenn die Mitglieder das wünschen."

Wilhelm kritisiert "Kollege Merk", nennt es aber "Nebenkriegsschauplätze"

Neben den recht kurzen Antworten auf die DBB-Fragen zu dem sportlichen Konzept hat sich Jörg E. Wilhelm außerdem ausführlicher im Podcast "Teufelsplausch" von FCK-Fan Marc Litz geäußert. "Mir ist jeder Investor recht, egal ob er regional oder überregional ist" [Minute 28:28], weist der 62-Jährige dort beispielsweise den Vorwurf zurück, dass er sich gegen die Regionalen Investoren um den Homburger Giuseppe Nardi und den Kaiserslauterer Klaus Dienes ausspreche. Erstmals namentliche Kritik äußert Wilhelm am FCK-Beiratsvorsitzenden Markus Merk, den er somit öffentlich als seinen Gegenspieler darstellt ["der Kollege Merk", Minute 10:18 und 43:24]. Gleichzeitig sagt Wilhelm in dem Podcast aber auch: "Das sind alles Nebenkriegs­schauplätze, da müssen die Fans sich auch keine Sorgen machen. Auch wenn wir uns im Team streiten, der eine A sagt und der andere B, dann hat das auf den ordnungsgemäßen Ablauf der Investorensuche und der Planinsolvenz überhaupt keinen Einfluss. (...) Markus Merk, Rainer Keßler, Martin Wagner, Martin Weimer und ich, wir kämpfen alle an der gleichen Sache." [Minute 1:01:40]

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Konkrete Angebote von potentiellen Investoren an den FCK

Kommentare 5573 Kommentare | Empfehlen Artikel weiter empfehlen | Drucken Artikel drucken