Neues vom Betzenberg

 

Profis selbstkritisch: "Blauäugig" und ohne Tempo

Heimniederlage statt Sprung auf Platz drei: Gegen Energie Cottbus findet der 1. FC Kaiserslautern beim 0:2 kein Mittel. Dabei wussten die Spieler nach dem Schlusspfiff direkt, wie es hätte gehen können.

"Gegen so ein Bollwerk musst du den Ball schnell machen. Zwei, drei Mal haben wir das Spiel schnell verlagert, dann wurde es auch direkt gefährlich", sagte Torwart Wolfgang Hesl. "Das haben wir über das ganze Spiel einfach schlecht gemacht." Kevin Kraus sah im zweiten Durchgang zwar eine Steigerung ("Da hatten wir öfter mal Situationen über die Außenbahnen"), insgesamt bemängelte aber auch der Abwehrchef das zu langsame Spiel. "Wir hätten längere Ballstafetten gebraucht.In der ersten Halbzeit haben wir nur lange Bälle geschlagen. Das ergab kaum Torgefahr", so Kraus.

"Die haben hier die Mauer wieder hochgezogen"

Auch dass es am Ende nicht einmal zu einem Punkt gereicht hat, hatten sich die Roten Teufel laut Jan Löhmannsröben selbst zuzuschreiben. "Wir waren blauäugig. Wir wussten, dass Cottbus zwei Stärken hat: Konter und Standards. Und genau so kriegen wir zwei Tore", schimpfte der Mittelfeldmann. "Die haben hier die Mauer wieder hochgezogen", so Löh. "Wenn du aber nur zwei Chancen hast, dann musst du eben zwei Tore machen."

FCK-Trainer Michael Frontzeck hatte derweil schon früh eine Ahnung, dass es an diesem Freitagabend nichts werden könnte. "Es gibt Tage, da kannst du stundenlang spielen. Die Dreifach-Chance war ein kleiner Fingerzeig, dass da heute nichts passiert", sagte der Coach zur größten Möglichkeit der Lautrer in der 73. Minute. Beteiligt an der Chance war auch Timmy Thiele, der am Ende aber "nicht mehr richtig reagieren konnte. Wenn man vom Glück verfolgt ist, springt er vom Knie ins Tor. Bei mir springt er vom Knie nach links weg."

Jan Löhmannsröben

Quelle: Der Betze brennt

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