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Sport Bild: Kuntz hatte Sonderkündigungsrecht

In ihrer heutigen Ausgabe berichtet die Sport Bild von einem Sonderkündigungsrecht des scheidenden FCK-Vorstandsvorsitzenden Stefan Kuntz. Demnach hätte Kuntz den Verein verlassen können, sollte der Aufsichtsrat einen seiner Transfer-Vorschläge ablehnen. Allerdings hätte er in diesem Falle bis zum Vertragsende das Recht auf volle Auszahlung seines Grundgehalts (laut Sport Bild 600.000 EUR pro Jahr) gehabt.

Bisher habe Kuntz von dieser Klausel keinen Gebrauch machen müssen, da der Aufsichtsrat um den Vorsitzenden Dieter Rombach alle Vorschläge „durchgewinkt“ habe. Nach Rombachs Nicht-Entlastung im Dezember und der Übernahme von Nikolai Riesenkampff im Januar habe der Aufsichtsrat dem geplanten Wechsel von Innenverteidiger Emanuel Pogatetz allerdings einen Riegel vorgeschoben. Kuntz wollte danach von seiner Ausstiegsoption Gebrauch machen, einigte sich dann allerdings mit dem Kontrollgremium auf ein einvernehmliches Ende zum Saisonende ohne Weiterzahlung der Bezüge über den 30. Juni hinaus.

Mangelnder Spielraum für Schupp und ernsthafte Erkrankung 2012

Weiter berichtet die Sport Bild, dass Kuntz, in dessen Amtszeit 115 Neuzugänge und 111 Abgänge fallen, die Kompetenzen des 2014 eingestellten Sportdirektors Markus Schupp stark eingrenzte. Schupp hätte keine Informationen über den Saisonetat erhalten, hätte außerdem nur Spieler verpflichten und keine abgeben dürfen. Schupp wurde aus bisher unklaren Gründen im Herbst 2015 entlassen.

Stefan Kuntz selbst fiel 2012 für eine längere Zeit aus. Der Vorstandsvorsitzende litt an einer Lungenembolie, von der er inzwischen wieder geheilt ist. Öffentlich hatte er die Erkrankung bisher verschwiegen. „Gehören Krankheiten in die Öffentlichkeit?“, wird er in der Sport Bild zitiert. „Die wichtigsten Personen in meinem Leben waren informiert, entsprechend auch die Personen beim FCK.“

Quelle: Der Betze brennt

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