Neues vom Betzenberg

Antwerpen:

Antwerpen: "Nicht enttäuscht, sondern richtig sauer"

Foto: Eibner-Pressefoto

Und wieder nur ein Unentschieden für den 1. FC Kaiserslautern: Nach dem unglücklichen 1:1 (0:0) gegen Bayern München II sind die Roten Teufel selbstkritisch wegen der Chancenverwertung und wütend auf die Schiedsrichter.

"In der 3. Liga haben wir keinen Videobeweis, dann müssen die Schiedsrichter halt einen guten Job machen, und das haben sie heute nicht gemacht", nahm Marco Antwerpen nach dem Schlusspfiff kein Blatt vor den Mund. Der Grund für den Ärger des FCK-Trainers war die über 90 Minuten schlechte Leistung von Schiri Nicolas Winter und seinem Team, die im irrtümlich verweigerten 2:1-Siegtreffer von Kenny Prince Redondo mündete. Schon zuvor hatte Antwerpen nach einem Disput mit dem ständig reklamierenden Bayern-Trainer Holger Seitz die zweite Gelbe Karte in seinem zweiten FCK-Spiel gesehen. Beim nicht gegebenen Siegtor dauerte es dann gefühlt Sekunden, ehe wegen angeblicher Abseitsstellung die Fahne des Linienrichters nach oben ging. Antwerpen sagte hierzu: "Wir waren heute mit der Schiedsrichterleistung nicht einverstanden, das war über 90 Minuten oftmals in die andere Richtung, da haben wir uns schon benachteiligt gefühlt. Die Krönung war dann letztendlich, dass dieses Tor nicht durchgewunken worden ist, ohne Rücksprache zwischen Linienrichter und Schiedsrichter - einfach Fahne hoch und Abseits. Ich habe dann noch gefragt: 'Wie sicher bist du dir? - Ja, ich musste das eben noch einmal Revue passieren lassen.' Ich finde, wenn er sich nicht hundertprozentig sicher ist, und das hat man gemerkt, dann darf er die Fahne nicht heben. Für uns ist das ganz, ganz bitter. Darüber sind wir auch nicht nur enttäuscht, sondern richtig sauer."

Der Linienrichter sagte: "Ich musste das nochmal Revue passieren lassen"

Aber die Roten Teufel waren auch sauer auf sich selbst. Denn trotz zahlreicher guter Gelegenheiten und rund 40-minütiger Überzahl konnten sie die dringend benötigten drei Punkte nicht auf dem Betzenberg behalten. Dabei sah Antwerpen durchaus gute Ansätze: "Von der Spielanlage waren wir sehr kontrolliert und gut, haben genau das umgesetzt, was wir besprochen hatten: Wir wollten die Bayern nach vorne locken, über eigenen Ballbesitz Tiefe reinbringen, so sind dann auch unsere Chancen entstanden. Dann macht der Gegner aus dem Nichts heraus das 1:0, wir reagieren gut mit dem Ausgleich, aber leider ist uns dann das reguläre 2:1 aberkannt worden." Entscheidend sei neben der Fehlentscheidung des Schiedsrichters vor allem die eigene Chancenwertung gewesen, analysierte der Trainer weiter: "In der ersten Halbzeit hatten wir zwei hochkarätige Chancen durch Marius Kleinsorge, der jeweils alleine aufs Tor läuft, da hätten wir schon in Führung gehen müssen. Auch über die gesamte Partie betrachtet hatten wir die besseren Chancen, zum Schluss nochmal durch Marvin Pourié, der alleine aufs Tor läuft. Das waren drei hochkarätige, hundertprozentige Chancen, die du im Spiel einfach nutzen musst."

Redondo: "Sehr bitteres 1:1" - Hanslik: "Die Einheit funktioniert"

"Ein sehr bitteres 1:1. Wir haben uns viele Chancen erarbeitet und gut dagegen gehalten aber liegen leider nach der einzigen Chance des Gegners zurück. Am Ende sind es zwei verlorene Punkte, weil uns ein Tor aberkannt wurde. Was wir mitnehmen können ist, dass wir uns nicht aufgeben, egal wie gerade der Spielstand ist", stimmte auch der verhinderte Siegtorschütze Kenny Prince Redondo in das Resümee seines Trainers ein. Den Ausgleich hatte zuvor Daniel Hanslik erzielt, der sich aber ebenfalls nicht wirklich über sein erstes Saisontor freuen konnte: "Für mich persönlich war das Tor natürlich sehr wichtig, das gibt mir nochmal das nötige Selbstvertrauen. Es ist ärgerlich, dass wir eine Chance zulassen und der Gegner diese direkt nutzt. Am Ende fehlt uns die Chancenverwertung. Unser Auftreten als Team hat mir sehr gefallen, jeder hat dem anderen geholfen auf dem Feld. Man hat gesehen, dass wir als Einheit sehr gut funktioniert haben, egal ob erste Elf oder Einwechselspieler. So muss es weitergehen, wir müssen jede Woche an unser Limit gehen."

Zimmer: "Wenn das zweite Tor zählt, gewinnen wir das Spiel"

FCK-Kapitän Jean Zimmer resümierte das 13. Unentschieden im 24. Saisonspiel wie folgt: "Sehr bitter, dass wir nicht gewonnen haben. Wir hatten genug Chancen, machen sogar noch ein Tor, dass als Abseits gewertet wird, obwohl es keins ist. Wir haben dem Gegner unser Spiel aufgezwungen, Chancen kreiert, unsere Stürmer in Szene gesetzt, deswegen sind wir sehr traurig, dass es heute nicht gereicht hat. Wenn das zweite Tor zählt, gewinnen wir das Spiel und haben sechs Punkte aus den zwei Spielen."

» Zum Video: Pressekonferenz nach dem Heimspiel gegen Bayern München II

Quelle: Der Betze brennt

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