Neues vom Betzenberg

 

Pick spricht Klartext: "Keine Mentalität, kein Herz"

Florian Pick ist in der bisherigen Saison der beste Spieler des 1. FC Kaiserslautern und hat sich in den letzten Monaten zur echten Führungskraft entwickelt. Bei "SWR Sport" hat der Mittelfeldmann nun vielen Fans aus der Seele gesprochen: Pick bemängelt zu wenig Mentalität und Leidenschaft im FCK-Team - und sieht die Hauptschuld dafür nicht beim Trainer.

"Selbst mit einem anderen Trainer wäre gestern diese Leistung (das 1:6-Debakel in Meppen; Anm. d. Red.) zustande gekommen", zeigt sich Florian Pick auch nach einer Nacht drüber schlafen noch überzeugt. "Weil es vom Kopf her bei jedem Einzelnen nicht Klick gemacht hat. Da hilft dir auch kein Trainer, der dir das beibringt, diese Mentalität zu haben. Der Trainer ist dafür da, die Leitlinien zu geben und dich auf das Spiel ordentlich vorzubereiten. Aber die Mentalität und die Leidenschaft, das Herz, im Spiel alles zu geben, das muss von dir selbst ausgehen. Und das war gestern wirklich bodenlos."

"Bei jedem, bei wirklich allen haben hundert Prozent gefehlt"

Neben Teamkollegen wie Lennart Grill und Carlo Sickinger hat Pick in den zehn Monaten unter Noch-Trainer Sascha Hildmann einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nun muss er sich aufgrund der bevorstehenden Entlassung seines Förderers (siehe separate DBB-Meldung) auf einen neuen Coach einstellen: "Das müssen die Vorgesetzten entscheiden. Ich will bei jedem Trainer spielen, egal ob bei Trainer A oder Trainer B." Dass Hildmann die Mannschaft nicht mehr erreiche, wollte Pick allerdings nicht unterschreiben. Man habe einen klaren Plan für das Spiel in Meppen gehabt, jedoch hätten in punkto Einsatz "bei jedem, bei wirklich allen hundert Prozent gefehlt".

"Das ist immer noch der FCK - jeder weiß, was hier abgeht"

"Wer den Betzenberg kennt, der weiß natürlich, dass hier jetzt die Kacke am dampfen ist, das ist logisch. Wer 1:6 in Meppen verliert - und ich betone wirklich: Meppen - der muss sich mal an den Kopf fassen und fragen, was hier los ist", so Pick weiter. "Jetzt muss jeder mal mit dem Finger nicht auf andere, sondern auch auf sich selbst zeigen. Das ist mit der Hauptgrund für ein funktionierendes Team. Natürlich wird nächste Woche gegen Magdeburg hier ein sehr großer Druck auf dem Kessel sein. Aber das ist immer noch der FCK - jeder, der hierhin wechselt, der weiß was hier abgeht. Und damit muss man klarkommen und damit umgehen können."

Das komplette, fünfminütige Gespräch mit Florian Pick sowie weitere Interviews mit FCK-Vertretern gibt es online bei "SWR Sport" und heute Abend in der gleichnamigen Fernsehsendung (ab 22:05 Uhr).

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Spielbericht SVM-FCK 6:1 | Unfassbar (Der Betze brennt)

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