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"Soll Cornflakes zählen": Schiri-Frust beim FCK

Dem 1. FC Kaiserslautern wurde im Auswärtsspiel beim FSV Zwickau kurz vor Schluss ein sicher geglaubter Sieg entrissen. Die entscheidende Elfmetersituation in der Nachspielzeit sorgte für großen Frust bei den Roten Teufeln.

Die Durststrecke dauert an: In Zwickau blieb der FCK im sechsten Pflichtspiel in Folge ohne Sieg. Dabei waren die Mannen von Michael Frontzeck am Sonntagnachmittag den drei Punkten ganz nahe. Doch dann führte ein strittiger Elfmeter in der Nachspielzeit zum späten Zwickauer Ausgleich. Das Handspiel von Jan Löhmannsröben beschäftigte die Gäste im Nachgang natürlich am meisten. Zwar hatte der Mittelfeldmann unstrittig die Hände am Ball, zuvor aber einen Ellbogenschlag von Zwickaus Ronny König einstecken müssen. Schiedsrichter Markus Wollenweber blieb trotzdem bei seiner Entscheidung.

Löhmannsröben: "Der soll erst einmal Kreisliga pfeifen"

"Wenn das kein Foulspiel an mir ist, ja dann leck mich am Arsch. Wir kann man das nicht sehen? Mir fehlen da ein bisschen die Worte", sagte der aufgebrachte Löhmannsröben nach dem Schlusspfiff bei "Telekom Sport". "Wenn das ein Schiedsrichter ist, dann soll er Cornflakes zählen gehen. Da platzt mir die Krawatte. Ich hoffe, er kann eine Woche nicht pennen. Der soll erst einmal Kreisliga pfeifen."

Florian Dick ärgerte sich über den Pfiff in doppelter Hinsicht, weil Schiedsrichter Wollenweber kurz zuvor einen grenzwertigen Zweikampf, in dessen Folge Dominik Schad im Zwickauer Strafraum zu Boden gegangen war, nicht geahndet hatte. "Ich denke, jeder der das Spiel gesehen hat, weiß, dass der Punkt für Zwickau unverdient war", betonte der Kapitän. "Wir kriegen auf die Fresse, wenn wir Fehler machen. Jetzt muss auch der Schiedsrichter dazu stehen, wenn er mal Fehler macht."

Frontzeck: "Sechs Punkte aus sechs Spielen sind zu wenig"

Schon etwas ruhiger äußerste Cheftrainer Frontzeck. "Darüber brauchen wir nicht mehr reden. Wer das nicht sieht... da brauchen wir auch keinen Video-Schiedsrichter", sagte der 54-Jährige, der kurz zuvor seine Spieler noch auf dem Feld vom Referee weggezogen hatte, um diesem dann selbst ein paar deutliche Worte entgegenzuschleudern. "Vielleicht bringt es ja was, wenn man sich in der Öffentlichkeit etwas stärker aufregt. Vielleicht hat das einen Einfluss auf den Schiedsrichter", spielte Frontzeck auf Zwickaus Elfmeterfrust am Spieltag zuvor an, als der FSV einen unberechtigten Strafstoß in Jena kassiert und sich darüber mehrmals öffentlich beschwert hatte.

"Es tut mir leid für die Mannschaft. Normalerweise muss sie das Spiel gewinnen", fuhr Frontzeck fort. Seiner Ansicht nach habe das Team aber wie schon gegen Karlsruhe eine "ordentliche" Partie gezeigt. Klar sei aber auch: "Sechs Punkte aus sechs Spielen sind zu wenig. Da müssen wir nach der Länderspielpause anfangen, dreifach zu punkten."

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- In der Nachspielzeit: FCK kassiert spätes 1:1 (Der Betze brennt)

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