Alles zur WM 2018 in Russland

Beitragvon Alex76 » 21.02.2019, 10:45


I. Ausblick auf den Handball in den nächsten Jahren

Von Dänemark lernen, heißt…


… siegen lernen. Die dänische Mannschaft setzte sich im Finale gegen Norwegen mit 31:22 durch. Deutschland verlor knapp im Spiel um den 3. Platz gegen den Ex-Weltmeister Frankreich mit 25:26. Keine Medaille für Deutschland. Dafür überwog die begeisternde Atmosphäre in Berlin, Köln, Hamburg und München. Und so ein bisserl kann man es den Dänen auch gönnen.

Handball im TV

Nach dem Gewinn der Handballeuropameisterschaft 2016 verhalf die in diesem Jahr gemeinsam mit Dänemark ausgetragene Weltmeisterschaft zu neuer Begeisterung für einen dynamischen Sport.

Bereits im Vorfeld sorgte die Sicherung der Übertragung im öffentlichen Fernsehen für Erleichterung bei Verband und Zuschauern. Und darüber hinaus sicherten sich die beiden Sender in Verhandlungen mit der Sportmarketingagentur Lagardère Sports gleich ein Mega-Paket. Denn neben der WM 2019 enthält die Vereinbarung auch die TV-Rechte an den Weltmeisterschaften 2021, 2023 und 2025. Zusätzlich werden die Europameisterschaften 2020, 2022 und die in Deutschland stattfindende EM 2024 von ARD und ZDF übertragen. Handballherz was willst du mehr?

So ein bisserl Platz ist noch vorhanden für Olympische Spiele. So auch in Tokio 2020. Zunächst steht aber das Qualifikationsturnier für besagte Veranstaltung an. Die Bewerbung für die Austragung des olympischen Qualifikationsturniers in Deutschland ist in der Schublade des DHB.

Stand out! Oder einfach Herausragend!

Wer waren die prägenden Spieler des Turniers? Das All-Star-Team der WM wurde vom Weltverband IHF gewählt und besteht aus folgenden Spielern: Niklas Landin (Tor, Dänemark), Magnus Jöndal (Linksaußen, Norwegen), Sander Sagosen (Rückraum links, Norwegen), Rasmus Lauge (Rückraum Mitte, Dänemark), Fabian Wiede (Rückraum rechts, Deutschland), Ferran Sole (Rechtsaußen, Spanien) und Bjarte Myrhol (Kreis, Norwegen). Als bester Spieler des Turnieres wurde Mikkel Hansen aus Dänemark ausgezeichnet.

Interessant war der Blick auf die jungen Wilden aus Spanien und Frankreich. In Kielce trainiert der ehemalige Welthandballer Talant Dujshebaev seine beiden Söhne Alex (26 Jahre) und Daniel (21 Jahre), die für die spanische Nationalmannschaft antreten dürfen. Auch Frankreich besitzt junge Spieler mit Perspektive. So ist vielen Handballfans der Name Richardson ein Begriff. Jackson Richardson war 1995 Welthandballer und spielte in Großwallstadt sowie kurze Zeit bei den Rhein Neckar Löwen. Sein Sohn Melvyn (22 Jahre) erinnert an den berühmten Vater. Zusammen mit Dika Mem (21 Jahre), Romain Lagarde (21 Jahre) und Ludovic Fabregas (22 Jahre) sieht die Zukunft für den französischen Handball rosig aus.

DHB-Nachwuchs in den Handballwindeln

Wie kann der Handballboom für den Nachwuchs auch in Zukunft genutzt werden? Es geht nicht darum den Fußball zu verdrängen. Holt oin bisserl ärgern. Die Herren des DFB haben es verdient. Wie erfolgreiche Jugendarbeit aussehen kann, zeigt der Blick nach Frankreich. Der deutsche Weltmeister von 2007 Dominik Klein hat dort gespielt und vergleicht:

„Das sind zwei unterschiedliche Systeme: In Frankreich ist das mehr zentralisiert. Die jungen Spieler, die das Talent haben, kommen früh zusammen. Sie trainieren unter der Woche schon sechs oder sieben Mal, das ist auch alles angepasst an die Schule. Am Wochenende spielen sie dann wieder in ihren eigenen Vereinen. Dieses Bewusstsein gibt es in Deutschland noch nicht. Es geht auch immer um die Ausbildung der Trainer. Da sind wir beim nächsten Punkt: Ein Verein wie Nantes, bei dem ich gespielt habe, hat sechs festangestellte Jugendtrainer. Suchen Sie sich in Deutschland mal einen Verein, bei dem man diese Konstellation findet. Das wird man kaum finanziert bekommen. In Frankreich steckt auch der Staat dahinter. Das sind häufig Anstellungen, die von der Gemeinde oder der Stadt finanziert werden. Da gilt es in Deutschland, Jahr für Jahr mehr Geld zur Verfügung zu stellen, um für unsere Talente besser ausgebildete Trainer zu bekommen.“

Mei. Persönlich kann ich mich an früher erinnern und da war die Liebe zum Ball schon immer vorhanden. Ich kannte es von meinem Heimatverein, dass da eine tolle Trainerpersönlichkeit bereits die Kloinen und die ganz Kloinen Spuiler im Griff hatte. Das Spiel mit dem Ball und die altersgerechte Handhabe standen im Fokus. Damals trainierten und spielten Mädels und Jungen zusammen. Später trennten sich die Wege in zwei Mannschaften. Wir Jungs trainierten häufig zusammen mit einer etwas älteren Mädchenmannschaft.

Die Liebe zum Handball begleitete mich dann auch in der Schulzeit bis in weite Teile des Studiums. Wahrscheinlich hätte ich mich auch an ein höheres Level problemlos anpassen können. Wir hatten aber eine Mannschaft die mit den alltäglichen Problemen des Mannschaftssports konfrontiert war. Häufig waren nur 6 bis 10 Spieler im Training, so dass meist mehr Fußball als Handball gespielt ewurde. ;-)

Häufig fehlen den Vereinen auch schlicht Hallen(-zeiten), um eine erfolgreiche Jugendarbeit zu betreiben. Für jeden Verein, der eine Mannschaft abmelden muss, ist es schade, da auch bei der Jugend gerade die Derbys einen hohen Stellenwert haben.

Ich kann mir gut vorstellen, dass in der heutigen Zeit die Spielkonsole einen größeren Einfluss auf das Tagesprogramm hat als aktiver Sport. Was sehr schade ist. Handball und Schule passt perspektivisch sehr gut, auch für diejenigen die ohne fußballerisches Talent ausgestattet sind.

Jetzt noch bewerben für den dsj-Zukunftspreis…

„…Ein regelmäßiges Bewegungsangebot, bei dem ganz nebenbei auch Dinge wie Fairness, Respekt vor anderen, Verantwortungsübernahme, Selbstvertrauen oder der Umgang mit Sieg und Niederlage vermittelt werden, kann zu einer positiven Entwicklung von Kindern beitragen..."
https://www.lsb-rlp.de/medien/pressemit ... unftspreis

Nordsüdgefälle! Bundesliga Nord vs. Bundesliga Süd?!

Neben Bundesliga, Pokal, Europapokal und der Weltmeisterschaft ist das anstehende Qualifikationsturnier ein weiteres Turnier welches die Belastung für die Nationalspieler erhöht.
http://www.kicker.de/news/handball/star ... stung.html

Wie kann man den derzeitigen Modus anpassen, um die physische und mentale Belastung zu reduzieren? Spontan fällt einem die derzeitige Bundesliga bestehend aus 18 Mannschaften ein.

Die 1. Bundesliga ist bestückt mit vielen Traditionsvereinen, die auch viele Meisterschaften errungen haben. International gilt die 1.Bundesliga als die beste Liga der Welt. Aber auch in der 2.Bundesliga sind große namhafte Traditionsvereinen vertreten, wie z.B. TV Großwallstadt, TUSEM Essen, HSV Handball oder TuS N-Lübbecke.

Andere europäische Ligen sind wesentlich unausgeglichener als die 1.Bundesliga, was allerdings im internationalen Wettbewerb von Vorteil sein kann, da die Belastung und der Stress geringer sind. Aktuell stehen Paris St. Germain und der FC Barcelona in den Championsleaguegruppen jeweils an erster Stelle. Recht souverän. Die beiden deutschen Vertreter Rhein Neckar Löwen und SG Flensburg belegen die Positionen drei und vier.


II. Fußball und Kultur= Fußballkultur

So ein bisserl Kultur für die Allgemeinbildung. Man kann es ja mal sportlich sehen!

Besuch des Schuhmuseums in Hauenstein: Ausstellung Horst Eckel! Verlängert bis zum 1.Mai!

Versteckt im Pfälzer Wald liegt der Kurort Hauenstein mit ca. 4.000 Einwohnern. Das Museum zeigt einen einzigartigen Blick auf die Schuh- und Industriekultur Deutschlands ab 1740 bis in die heutige Zeit. Sehr interessant um die damalige Zeit aus einer anderen Perspektive kennenzulernen.

Das Museum lädt zum Verweilen ein. Nebst Horst Eckel-Ausstellung hat der Sportbund Pfalz Schuhe von großen Sportlern ausgestellt und gewährt einen Blick in die Geschichte der pfälzischen Sportler. Ein Besuch zum Erkunden ist absolut empfehlenswert. An dieser Stelle nachträglich einen Herzlichen Glückwunsch an Horst Eckel zum Geburtstag.

Die Horst Eckel Ausstellung ist verlängert bis zum 1.Mai. Vom 13. April - 28. Juli 2019 findet eine Sonderausstellung zum 70. Geburtstag der BRD statt: Zeitgeist der BRD!
http://www.museum-hauenstein.de/schuh_museum/

Kulturdenkmäler: Fritz-Walter-Haus in Enkenbach-Alsenborn

Fährt man durch Enkenbach Alsenborn fällt einem das Schild Fritz-Walter-Haus auf. Vor längerem stand ich leider vor verschlossenem Tor, so dass ich das Fritz-Walter-Haus nicht besuchen konnte. Nur wenige Fußballspieler haben eine höhere bundesweite Bedeutung wie Fritz Walter. Neben seinen sportlich fußballerischen Leistungen war Fritz Walter ein menschliches Vorbild für die Nachkriegsgenerationen.

Umso erfreulicher dann die Nachricht über die abgesagte Versteigerung des Nachlasses von Fritz Walter. Auch wenn einige Bestandspositionen eventuell geringfügig sind, so beherbergt der Nachlass doch in seiner Gesamtheit einen kulturellen Schatz.

Fritz Walter stand als Kapitän und verlängerter Arm von Sepp Herberger 1954 auf dem Rasen des Berner Wankdorfstadions gegen die hoch favorisierte ungarische Nationalmannschaft. Schon 1952 errang die Mannschaft um Ferenc Puskás die olympische Goldmedaille in Finnland. Ab dem 14. Mai 1950 bis hin zum WM-Finale am 4. Juli 1954 im Wankdorf-Stadion in Bern verlor diese Mannschaft in 32 Pflichtspielen keine einzige Partie. Nach dem deutschen Halbfinalerfolg gegen Österreich und dem ungarischen Sieg gegen Uruguay standen folgende Spieler auf dem Platz:

Toni Turek – Josef Posipal, Werner Liebrich, Werner Kohlmeyer – Karl Mai, Horst Eckel – Helmut Rahn, Max Morlock, Ottmar Walter, Fritz Walter, Hans Schäfer
Trainer: Sepp Herberger

Gyula Grosics – Jenő Buzánszky, Gyula Lóránt, Mihály Lantos – József Bozsik, József Zakariás – Sándor Kocsis, Nándor Hidegkuti, Ferenc Puskás , Zoltán Czibor, Mihály Tóth
Trainer: Gusztáv Sebes

Vor 62.500 Zuschauern entwickelte sich im Berner Wankdorf-Stadion ein spannendes Spiel, bei dem die deutsche Mannschaft nach Toren von Puskás und Czibor bereits mit 0:2 zurücklag. Nicht viel sprach für die Herberger-Elf. Morlock und Rahn konnten egalisieren, ehe dann die berühmte Radiostimme von Herbert Zimmermann den Siegtreffer in der 84. Minute einleitete:

„Sechs Minuten noch im Wankdorf-Stadion in Bern, keiner wa nkt, der Regen prasselt unaufhörlich hernieder, es ist schwer, aber die Zuschauer, sie harren nicht [sic!] aus. Wie könnten sie auch – eine Fußball-Weltmeisterschaft ist alle vier Jahre und wann sieht man ein solches Endspiel, so ausgeglichen, so packend. Jetzt Deutschland am linken Flügel durch Schäfer. Schäfers Zuspiel zu Morlock wird von den Ungarn abgewehrt – und Bozsik, immer wieder Bozsik, der rechte Läufer der Ungarn am Ball. Er hat den Ball – verloren diesmal, gegen Schäfer. Schäfer nach innen geflankt. Kopfball – abgewehrt. Aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen – Rahn schießt – Tooooor! Tooooor! Tooooor! Tooooor!“ …

Nach dem zweiten Weltkrieg sorgte der Gewinn der Weltmeisterschaft 1954 für einen emotionalen Schub, die deutsche Mannschaft wurde von zehntausenden jubelnden Menschen bei ihrer Rückfahrt entlang der Bahnstrecke gefeiert. Für viele Deutsche errang das „Wunder von Bern“ Symbolkraft als ein Zeichen des Aufbruchs nach dem verlorenen Weltkrieg und den Entbehrungen der Nachkriegszeit. Von daher ist das Ereignis nicht zu unterschätzen, wenn man an das deutsche Wirtschaftswunder unter Ludwig Erhard in den 1950er und 1960er Jahre denkt.

Besuch des Auswärtsspiels in Münster:

Reger Besuch im altehrwürdigen Preussen-Stadion. Mehr als 10.000 Zuschauer besuchten das zweite Spiel des 1.FC Kaiserslautern in Münster seit Gründung der Fußballbundesliga.

Was kann man in Münster alles erkunden? Bekannt ist Münster für eine sehr schöne Altstadt mit historischen Bauten. Bundesweit ist das Verkehrskonzept mit zahlreichen Radwegen vorbildhaft.

Herausragend ist das historische Rathaus mit Friedenssaal. Im Friedenssaal beendete der Westfälische Frieden den 30jährigen Krieg, der von 1618 bis 1648 Europa in Atem hielt. Bereits 1643 wurde der Frieden mit einem fünf Jahre währenden Kongress aller Kriegsparteien sowohl in Münster als auch im benachbarten Osnabrück initiiert. Es war der erste internationale Kongress, auf dem nahezu alle großen europäischen Mächte vertreten waren.

Dabei wurde in Münster der Münstersche Friedensvertrag zwischen dem Kaiser und Frankreich geschlossen. Der Osnabrücker Friedensvertrag beinhaltete einerseits Kaiser und Reich, auf der anderen Seite Schweden. Am 24. Oktober 1648 wurden in Münster und Osnabrück die Verträge von Kaiser Ferdinand III. und König Ludwig XIV. von Frankreich bzw. Königin Christina von Schweden unterzeichnet.

In einem separaten Friedensexekutionskongress sollten die Einzelheiten für eine vertragliche Friedensordnung verhandelt werden. Zwischen April 1649 und Juli 1650 fanden diese in Nürnberg statt (Nürnberger Exekutionstag).

Die Ursachen für den 30jährigen Krieg sind recht komplex und begannen mit dem Ständeaufstand in Böhmen, der eine Folge der religiösen, wirtschaftlichen und politischen Krise in Mitteleuropa zu Beginn des 17. Jahrhunderts war. Der Westphälische Frieden trug zur gesamteuropäischen Stabilität bei. Spätere Friedensschlüsse sollten sich an ihm orientierten.

Trotz Niederlage im Gepäck ging es mit neuen Eindrücken nach Hause.



Beitragvon Alex76 » 10.04.2019, 21:57


Bereits an anderer Stelle schon beschrieben, so ist der Klimawandel eine ernste Bedrohung für das Leben der Menschheit. Natürlich auch für Fauna und Flora. Ob nun Gletscherschmelze in den Alpen oder Rhein mit sinkendem Wasserpegel. Die Reduktion der CO2-Werte ist daher essentiell wichtig für die nächsten Generationen, um dem wissenschaftlich belegten Klimawandel zu stoppen. Nicht nur in Deutschland sondern überall auf dem Kontinent.

Die Sehnsucht nach den 1950er Jahren vielleicht bei dem ein oder anderem immer noch vorhanden. Damals als das Wirtschaftswachstum Deutschland zwar in den Bann zog und die Schornsteine sich über den Kontinent verteilten. Aber die Alpen noch mit schneebedeckten Gletschern überzogen waren. Dazu Sommermonate, die nicht von immer weiter steigenden Rekordtemperaturen geprägt waren.

Heuer ist die europäische Wirtschaft „wohl gefühlt“ nachhaltiger (mit Optimierungspotential). Zumindest wenn man sich auf einen grüneren Strukturwandel einigt: Mit einer effektiveren Energiepolitik bei gleichzeitiger Schonung von Ressourcen.

Der Klimawandel kennt keine Grenzen. Ob Antarktis, Himalaya oder die Anden in Peru. Jeder ist betroffen. Bei steigender Bevölkerungszahl (z.B. Chinesen) und industriellem Wachstum (ebenso China).

Daher auch nochmals erwähnenswert, dass bei der Handball-Weltmeisterschaft in Deutschland und Dänemark Werbung für ein Umdenken in der Klimastrategie gemacht wurde. Ein Verband mit vielen Mitgliedern, ähnlich wie beim DFB, hat das Potential um gewaltige Veränderungsprozesse zu initiieren und zu begleiten. Seelisch und Moralisch. Von oben nach unten! Oder von unten nach oben!

III. Appel an die Einhaltung der Ziele für nachhaltige Entwicklung 2015-2030 der Vereinten Nationen (UN):

Während der Weltmeisterschaft in München öfters angeklungen: den Blick auf die Agendapunkte 6 und 13 zu richten. Wos ist gemeint? Hier geht es um die Wasserversorgung und den Klimaschutz.

Agenda 6: Wasser und Sanitärversorgung für alle – Verfügbarkeit und nachhaltige Bewirtschaftung von Wasser und Sanitärversorgung für alle gewährleisten

Agenda 13: Sofortmaßnahmen ergreifen, um den Klimawandel und seine Auswirkungen zu bekämpfen

Recht vernünftig was man 2012 auf der Rio+20-Konferenz beschlossen hat.

Am Tag vor dem Endspiel um die Handballweltmeisterschaft konnte die Kohlekommission einen Abschlussbericht vorlegen: „Es ist geschafft!“

Weißer Rauch über der Kohlekommission. Ein Ausstiegskonzept für die Braunkohle passt leider nicht auf einen Bierdeckel. Letztlich verfasste die Kohlekommission - bestehend aus Industrie, Gewerkschaften, Umweltverbänden, Wissenschaften und Politik – einen 336 Seiten langen Bericht. Ziele waren die Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Joberhalt in Einklang zu bringen.

Waren es Ende 2017 mehr als 42,6 Gigawatt Kohlekraft am Markt, so sollen bis 2022 12,5 GW vom Netz gehen. Bis 2030 werden höchstens 17 GW am Markt sein. Bevor dann 2038 der komplette Ausstieg eingeläutet wird.

Der Bund wird mehr als 40 Mrd. € für den Strukturausgleich zahlen! Zusätzliche 32 Mrd. € gehen an die Verbraucher zur Kompensation der Strompreiserhöhung. Es bleibt abzuwarten wie sich die deutsche Energielösung auf die europäischen Nachbarstaaten auswirkt.
https://www.wiwo.de/politik/deutschland ... 13460.html

Auch immer mehr Jugendliche interessieren sich für die Folgen des Klimawandels. So startete Greta Thumberg, eine 16jährige Umweltaktivistin, ihre Aktion „Schulstreiks für das Klima“ am 20.08.2018. Mittlerweile handelt es sich um eine globale Bewegung, die unter dem Namen „Fridays for Future“ auch deutsche Schüler zum Protest bewegt.

IV. Deutschland, Europa und die EU! Irgendwie very very British!

Zahlreiche Debatten in Groß Britannien fanden nach dem Ausstiegsreferendum statt. Bei dem Referendum votierten ca. 51,9% der Britten für einen Ausstieg aus Europa. Ein sehr knappes Ergebnis, welches wie ein Keil durch das Land wirkt.

Besonders in den wirtschaftlich abgehängten Midlands, die vom Strukturwandel stark betroffen sind und den Umland von London, war die Zustimmung für den Brexit besonders stark.
https://www.spiegel.de/politik/ausland/ ... 99133.html

Die Historie zwischen England und der EU ist ein großes Thema für sich. Wie auch immer sich das britische Parlament (House of Commons) entscheidet, es wird bei der derzeitigen Konstellation Verlierer geben. Verfolgt man oberflächlich die Debattenkultur im House of Commons, bekommt man ein nostalgisches Gefühl für Demokratie. Auch wenn sich die Wiege der Demokratie in Griechenland befindet, so würde ich als Europäer das Parlament zum UNESCO Weltkulturerbe vorschlagen!

Mei. Schon 1987 gemacht..

Wos konnst noch für das Britische Volk machen?

Um wieder ernst zu werden, es geht um Solidarität, Menschlichkeit und Nächstenliebe: Ein Land das am Boden liegt die Hand reichen, um wieder aufzustehen. So wie Gorbatschow zusammen mit Helmut Kohl den Deutschen die Wiedervereinigung 1990 ermöglichte. So wie mehrere Fanclubs des 1.FCK incl. Fanbeirat 1992 Hilfskonvois nach Kroatien und Bulgarien organisierten..

Heuer kann man nur als deutscher Europäer mit pfälzischem Sportkulturverständnis versuchen die Fußballweltmeisterschaft 2022 nach Great Britain holen: Football is coming Home! Nach Europa! Und vielleicht auch in die EU! ;-)



Beitragvon Alex76 » 20.04.2019, 23:09


Als Besitzer eines WM-Stadions sollte die Stadt Kaiserslautern auch die nächsten Weltmeisterschaften oder Olympischen Spiele verfolgen, um Ideen zu entwickeln oder neue Anregungen zu bekommen. Auch neue Kundengruppen generieren. Im Optimalfall würde man das Fritz-Walter-Stadion als Vorzeigeprojekt für künftige Weltmeisterschaften bewerben.

V. Nächste Weltmeisterschaften: Katar 2022 (2026). Und in Saudi Arabien?

Ich wage einen Blick in die FIFA-Glaskugel und gehe davon aus, dass die nächste Weltmeisterschaft 2022 in Groß Britannien stattfinden wird. Die Wahrscheinlichkeit dürfte bei 66% liegen. Katar wird dann die Weltmeisterschaft 2026 austragen. Ob mit oder ohne Saudi Arabien?! Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Heißt, dass Katar (und Saudi Arabien) im Mutterland des Fußballs nochmals Einblicke in den Traditionssport gewinnen könnte(n), um dann 2026 ein tolles Ereignis auf die Beine stellen zu können. Für ein Fußballentwicklungsland die Möglichkeit nochmals vier weitere Jahre eine gute Mannschaft zu bilden und die eigenen Spieler qualitativ auszubilden.

Aktuell echauffieren sich doch die meisten traditionellen Nationen an der Winter(Weihnachts-) veranstaltung. Statt Bier und 30 Grad, dann Glühwein mit Schneeverwehungen. Eine respektvolle verständnisvolle Weltmeisterschaft ist so doch nicht gewährleistet. Anders sieht es bei einer Verschiebung aus, dann wären mit Sicherheit die vielen Kritiker milde(r) gestimmt, so dass einer tollen Winterweltmeisterschaft 2026 nichts mehr im Wege stehen würde.

2030 würden dann die Weltmeisterschaften in Kanada, Mexiko und den USA ausgetragen werden, die eigentlich für 2026 geplant waren.

VI. Die EU: Wo sind die Vorteile?

Mittlerweile bietet die EU Möglichkeiten über den EFRE-Fonds (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung), den ESF (Europäischer Sozialfonds) bzw. Erasmus-Fonds spezifisch projektbezogene Fördermittel zu beantragen, so dass der Eigenanteil für Investitionen zwischen 20-40% liegen würde, während die EU 60-80% der Kosten übernehmen könnte.

Damit wird man das aktuelle Fritz-Walter-Stadion nicht direkt finanzieren können. Auch keine Gelder der GmbH & Co.KGaA zukommen lassen. Vielmehr geht es darum die Infrastruktur aufzubessern, um eine wettbewerbsfähige Gesamtstruktur anzubieten:

Stadionnah könnte man eine Kooperation initiieren, die das Stadion quasi 365 Tage im Jahr nutzbar und ertragreich macht. Stadionfern bzw. Nachwuchsleistungszentrumnah könnte man ein kleineres Stadion bauen, welches Anlaufpunkt für Touristen wäre, gleichzeitig aber auch die Amateure und die A-Jugend beherbergt.



Beitragvon Alex76 » 17.06.2019, 17:57


VII. Endspuil Verbandspokal in Pirmasens: Through the Eyes of a Child!

Mittlerweile wohnen in Pirmasens nur noch rund 40.000 Einwohner. Im Vergleich zu den Jahren 1950 und 1960 sind dies ca. 20.000 Einwohner weniger. So wundert es nicht, schlendert man durch die Stadt mit den vielen Hügeln, dass doch viele Häuser abgenutzt aussehen. Viele Läden sind dicht. Arm aber Sexy?

Aus der Region - für die Region: Jugendherberge Pirmasens

Gerne hätte ich mir schon das Verbandspokalspiel FK Pirmasens gegen den 1.FC Kaiserslautern angeschaut. Zeitlich nur mit Übernachtung möglich gewesen. Durch die Finalansetzung bot sich die Gelegenheit in Pirmasens zu übernachten.
https://www.swr.de/swraktuell/rheinland ... t-100.html

Der Umbau der ehemaligen Haupt-Post in eine der modernsten und imposantesten Jugendherbergen Deutschlands ist für Pirmasens ein wichtiger Mosaikstein in der Stadtentwicklung. „Besonders vorteilhaft ist natürlich die absolut zentrale Lage, die den Übernachtungsgästen zahlreiche Möglichkeiten bietet. Das heute vorgestellte Musterzimmer vermittelt jetzt schon ein eindrucksvolles Bild des hohen Komforts, der die Gäste erwartet“, zeigte sich Oberbürgermeister Dr. Bernhard Matheis überzeugt. Ebenso wichtig für die Stadtentwicklung ist die Schaffung von ca. 50 Arbeitsplätzen und auch Ausbildungsstellen. Zugleich verspricht sich Pirmasens über steigende Übernachtungszahlen wertvolle Impulse in der touristischen Entwicklung mit Auswirkungen auf die Kaufkraft im Einzelhandel und in der Gastronomie.

https://aktuelles.diejugendherbergen.de ... erzimmers/

Für die Großen ökonomisch wichtig. Für die Kloinen entwicklungspädagogisch wichtig ist oin Spuilparadis, welches im untersten Stockwerk des ehemaligen Postgebäudes eingerichtet wurde. Hohe Decken. Viele hunderte von Quadratmetern Laufflächen. Laut Toben und Spielen mit Papa, Mama oder Opa und Oma. Speziell im Alter von 2 bis 15 Jahren gibt es ein so noch nie gesehener Bereich mit vielen Spielstationen. So auch ein kleiner Fußballcourt, mehrere Klettergeräte und Rutschen.

Deutschland verdummt!

Provokante Aussage. Ganz interessant für einen Papa in spe. Hoffentlich! Quasi Papa in Progress! ;-)
https://www.youtube.com/watch?v=gjP8KD4eYQs

Generell denke ich, als jemand der aus einer Nichtakademikerfamilie entstammt, dass es mit den neuen Medien einfacher wäre sich in der Schule zu behaupten. Quasi in allen Schulfächern. Viele Erklärvideos, Apps oder Webseiten, die in meiner Schulzeit unvorstellbar waren. Was ist los mit Euch Schülern? Wo sind die Lehrer? Koine Disziplin? Nicht mal höchste Disziplin á la Jogi Löw. Bitter! Dafür sind die Haare gerichtet.

Bevor Deutschland verstummt…

Verwässerte Schulfächerinhalte. Vollgepackter Terminkalender. Was geht und ging in Deutschlands Kinderentwicklung verloren? Ist eine Rückbesinnung auf das Abitur in 13 Schuljahren sinnvoll? Wo ist der Mittelstand und das qualifizierte Handwerk?

Aktuell herrscht Fachkräftemangel in verschiedenen Branchen. Zuletzt in den ARD-Nachrichten vernommen. Die Hoffnung ruht auf besser bis gut ausgebildeten Jugendlichen und jungen Erwachsenen, denen zur Not noch die Möglichkeit auf einen qualifizierten Berufsabschluss eingeräumt wird.

Welche Möglichkeiten bietet der Sport in der Bildungskrise? Kann der Sport als Motor fungieren? Man darf den Sport nicht überbewerten, aber auch nicht unterschätzen!

Generell dient der aktive aber auch passive Sport als Kommunikationsplattform. Fördert die Gemeinschaft/Geselligkeit unter Gleichaltrigen in Jugendmannschaften bzw. in Dörfern, Gemeinden und Stadtbezirken.

Viele positive Aspekte des Sports können bei der beruflichen/fachlichen Weiterbildung abgerufen werden. So sind Disziplin und Ausdauer wichtige Merkmale von verschiedenen Sportarten, die auch in der fachlichen und persönlichen Weiterbildung wichtig sind.
Mittlerweile gibt es so viele und unterschiedliche Sportarten, so dass jeder eine geeignete Sportart finden müsste. Ob Schach, Tischtennis, Tanzen, …
Wo sind die sanierten Sporthallen? Wo sind die neuen Sporthallen?

Stadtentwicklung aus der Sicht eines Kindes?

Auszeit vom Smartphone… Puh. Wo sind die Bäume zum Klettern? Wo sind die Parks zum Verweilen? Wo sind die Erlebnisbereiche? Wo sind die alten abgestellten Schrottautos aus früheren Tagen? Leicht eingezäunt. Leicht verstaubt. Leicht verwildert. Spannung und Abenteuer auch ohne Schokolade!

Als Kind war das Naturschutzgebiet durch die Truppenübungen der Alliierten tabu. Heuer kann man die Natur beim Spazierengehen oder Fahrradfahren genießen. Heute existieren in den Städten aber immer weniger Grünflächen. Auch die (Vor-)Gärten werden nicht mehr grün bepflanzt, sondern häufig mit Steinen aufgefüllt. Pflegeleichte Steinwüste. Aber auch in Sommermonaten mit erheblich aufgeheizten Temperaturen in der Stadt verbunden.

Für das Lernen und Wohlbefinden wichtig ist eine angenehme Atmosphäre. Zumindest geht mir das so. Ein grau in grau macht depressiv. Wo ist das Grün? Wo sind die Wohlfühloasen? Zu meiner Schulzeit habe ich mein Schulgebäude „gehasst“. Nunja. Verschmäht!

Mittlerweile erkenne ich meine alte Schule nicht mehr. Mit einer Mensa, neuer Halle, Beachvolleyballplätzen, Kunstplatzfeld mit zwei Toren, wohl vielen Lern- und Verweilplätzen und neuem Anstrich.

Wenn man den Kontrast zwischen dem Grau der 80er und 90er Jahre und dem neuen Farbkonzept bewusst wahrnimmt, müsste man sich ja rundum wohlfühlen. Mei. So ein bisserl grau finde ich durchaus inspirierend.

Fazit: Für den 1.FCK wichtig die Rückbesinnung auf das Gallische Dorf von einst. Es ist möglich. Gar in Kaiserslautern, dort wos die Stadtbibliothek Einblick in die Welt von Asterix und Obelix gibt. Gar auf Latein!

Vielleicht fehlt es an Entdeckergeist oder einer spielerisch kreativen Herangehensweise an Themenstellungen?

Spielerische Physik

Zugegeben in Physik hatte ich den Absprung in einen Leistungs- oder in einen Grundkurs leider nicht geschafft. Fehler! Ebenso nicht in den Mathematik Leistungskurs gewechselt zu sein. Die Mathematik hatte mich während des Studiums eingeholt und mehrfach abgewatscht. So ziemlich jedes Fach in der BWL beinhaltete Mathe.

Egal ob Betriebswirtschaft, Architektur, Ingenieurwesen… Leider hatte ich koinen (Berufs-)Berater, der mich während der 10.Klasse optimal unterstützen konnte. Viele Entscheidungen waren letztlich marginal, wohingegen die Auswirkungen für meine bescheidene Karriere relevant waren. Sport als Leistungsfach gab es nicht. Kunst auch nicht.
im Dynamicum Pirmasens bekommt man einen spielerischen Zugang in die Physik (aber auch teils in den Sportbereich) aufgezeigt. Nicht ohne Grund gehört das Mitmachmuseum zu den insgesamt 365 Orten der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. https://land-der-ideen.de/projekt/dynam ... asens-1763

Wer in Pirmasens war, sollte auch einen kurzen Besuch in Hauenstein einlegen. Sind beide Städtchen doch mit der Schuhindustrie sehr eng miteinander verbunden. Zeugnis von der damaligen Zeit beherbergt das Deutsche Schuhmuseum. Speziell in der heutigen hoch medialen Zeit ist die Bodenhaftung in Hauenstein gewährleistet. ;-) Führt doch ein Rundgang durchs Haus in die Anfänge der Schuhmanufaktur von 1740 bis 1918. Die Darstellung der Zeit- und Sozialgeschichte setzt sich im 2. Obergeschoss für die Jahre 1918 bis 1945 fort. Um ehrlich zu sein, hatte ich bei meiner Visite dieses Geschoss zu Lasten der Horst Eckel Ausstellung und des Pfälzer Sportmuseums im 3.Obergeschoss vernachlässigt. Die Zeit reichte nicht aus, so dass ich auch leider nicht die vielen Promischuhe zu Gesicht bekam. Den Besuch des Museums sollte man daher auch etwas großzügiger einplanen.

Wäre ich Lehrer, so hätte ich mit dem Besuch in der Südwestpfalz in den Fächern Physik, Geschichte und Kunst recht anschaulich meinen Schülern die Fächer näher bringen können. Interesse wecken können für wichtige Schulfächer. Frühes Interesse für potentielle Berufsfelder…

Wäre ich Lateinlehrer, so würde mich die Stadt Trier wohl am meisten interessieren.

Kreativ sein in Pirmasens: Vorblick auf die KREATIVVITTI 2.0

Neben den Kloinen Besuchern wartet die Stadt Pirmasens mit einer Messe für Innovation, Kultur- und Kreativwirtschaft auf dem international bekannten Messegelände für die Größeren auf. Vom 15. bis 17. November 2019 lautet das Motto: „Inspiration. Innovation. Business.“
https://www.kreativvitti.com/ps-kreativ/


VIII. Retterspiel gegen den FC Bayern München

Mit so viel Kreativität aus Pirmasens lässt sich das Retterspiel des FC Bayern München leichter ertragen. Das Erstrunden-DFB-Pokalspiel als Verbandspokalsieger ist gesichert.

48.500 Zuschauer. Große Kulisse. Wer ist hier der DFB-Pokalsieger? Wer soll wem helfen? Nachdem der Vertrag mit BMW nicht zustande gekommen ist, helfen wir den Bayern natürlich..

18. Mai 2019, 14:16 Uhr: Sponsoring - BMW wird doch nicht Sponsor des FC Bayern
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4452463

Heuer würde ich es noch als Abschiedsspiel für Florian Dick titulieren. Leider hat der nicht mitgespuilt, so dass wir noch ein Spuil gegen die Bayern frei haben. Ich würde vorschlagen, dass wir die Einnahmen einer wohltätigen Organisation spenden.

Olympische Winterspuile in München 2026! Wenn nicht jetzt, wann dann?

So wie ich den Hoeness Uli kenne, hats der aus lauter Hilfsbereitschaft sämtliche Klos im Stadion geputzt, den Rasen im NLZ gemäht und die noch verbliebenen Restkarten auf dem Schwarzmarkt verkauft. Also vielen Dank Uli Hoeness!

Spaß beiseite. Die Freude wächst. Bei meiner Spuilvorbereitung lese ich heraus, dass die Möglichkeit für Olympische Winterspiele 2026 in München realistisch ist. BWM könnte als Local Hero bereit sein mehrere hunderte von Millionen € in eine Austragung zu investieren. Aus der Historie heraus hatte München bereits 2018 eine gute bis sehr gute Bewerbung erstellt. Damals war man gegen Pyeongchang gescheitert, die allerdings auf einen Erfahrungsschatz von zwei gescheiterten Bewerbungen zurückblicken konnten. Eine Frage der Ehre!

Eine Bewerbung für Olympia München 2022 kam leider nicht zustande, da insgesamt vier Bürgerentscheide 2013 (in München, in Garmisch-Partenkirchen, Landkreis Traunstein, Landkreis Berchtesgadener Land) negativ ausfielen. Schade!
Times are changing. Zeiten ändern sich.

Olympia hat die Menschen verloren (11. November 2013)

Jetzt also auch die Deutschen. Die Herren des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) dürften einigermaßen schockiert sein. Denn sie sind Schuld an der Glaubwürdigkeitskrise. Sie haben die olympische Idee zu Tode kommerzialisiert. Das IOC steht durch Korruption, Intransparenz, Protzerei und Kuscheleien mit China oder Russland nicht viel besser da als der vielgescholtene Fußballweltverband Fifa. Der hatte beim Confederations Cup im Sommer in Brasilien auf den Deckel bekommen, als Millionen Brasilianer auf die Straße gingen und gegen die WM im kommenden Jahr protestierten.

https://www.zeit.de/sport/2013-11/olymp ... 2-wahl-ioc

KLARES „NEIN“ ZU OLYMPIA 2022 IN MÜNCHEN: Das Ende des Wintermärchens

„Deutliches Zeichen nicht gegen den Sport“
Der Trend gegen Olympia war von der Auszählung der ersten Wahlbezirke an so deutlich, dass schon lange vor dem Endergebnis aus Garmisch-Partenkirchen der Anführer der Bewerbungsgegner von „NOlympia“, der Grünen-Politiker Ludwig Hartmann, Glückwünsche für den sich andeutenden „4:0-Sieg“ entgegen genommen hatte.
Er wertete das Votum als „deutliches Zeichen nicht gegen den Sport, sondern gegen die Profitgier des Internationalen Olympischen Komitees.“ Zuerst müsse sich das IOC ändern, dessen Intransparenz und die Machenschaften „von einer demokratischen Gesellschaft nicht hingenommen werden können“.

https://www.faz.net/aktuell/sport/winte ... 57703.html

Klares Votum bei Bürgerentscheiden - Münchner Olympia-Projekt gescheitert:
https://www.sueddeutsche.de/muenchen/2. ... -1.1815333

Abpfiff für die Olympiagegner!

Zumindest ist seit dem 1.1.2018 die Nolympia-Webseite eingefroren. Passend zu den Olympischen Winterspuilen: http://www.nolympia.de/
Vielleicht auch eine Reaktion auf die Agenda 2020 des IOC? Schaust:
https://cdn.dosb.de/alter_Datenbestand/ ... 012014.pdf

BMW und der FC Bayern - Abpfiff in letzter Minute
https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/ ... -1.4453107

Abpfiff für den FC Bayern in letzter Minute…

… oder Anpfiff in letzter Minute für die Bewerbung um die Olympischen Winterspiele in München 2026! So könnte auch die Aufwertung des Olympiaparks auf ein neu entflammendes Interesse für Winterspiele in München 2026 hindeuten. Eine neue Sporthalle in der Eishockey und Basketball stattfinden soll:

Neue Sporthalle in München - Hoeneß freut sich auf "Leuchtturmprojekt"
httpaas://www.kicker.de/742370/artikel/ ... urmprojekt

Ich klaue jetzt mal die Worte vom schwedischen Chef der Stockholmer Bewerbung, Richard Brisius. Bleibt ja in der EU;-) :


Wir hoffen, damit drei Dinge zu erreichen: Als erstes Sport und die allgemeine Gesundheit. Wir haben ein Problem:
Die Menschen sitzen immer mehr und bewegen sich immer weniger. Das gilt für alle Altersgruppen – Kinder wie Erwachsene. Durch den Sport haben wir einen ganz natürlichen Weg, um Menschen dafür zu begeistern und zu motivieren, sich mehr zu bewegen. Das ist das erste große Ziel.

Das zweite dreht sich um Integration und Inklusion. Schweden ist ein großes Land. Wir sind zehn Millionen Menschen und fast 20 Prozent davon sind in einem anderen Land geboren. Wir wollen dieses fantastische Projekt dazu nutzen, alle in Schweden einzubeziehen, sich zu beteiligen, sich zu integrieren und als ein Land zusammenzukommen.

Und drittens ist uns die Nachhaltigkeit wichtig. Da wollen wir neue Maßstäbe setzen.

https://www.deutschlandfunk.de/schweden ... _id=446177

Was sind die weiteren Vorteile von Olympischen Winterspuilen in München 2026?

Neben dem aktiven Sport und der Integration/Zusammenhalt gibt es weitere Punkte, die für eine Bewerbung Münchens sprechen:

• Im Vergleich zu anderen Bewerbungen wie in Pyeongchang oder Sotschi sind die Kosten für Sportstätten deutlich geringer. Die Bewerbung basiert auf bestehenden Wettkampfstätten. Ein Gigantismus wird wohl nicht beabsichtigt.

• München im Stau kennen wohl sehr viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Auch Touristen. Der öffentliche Nahverkehr lahmt. Mehrere S-Bahnen fahren morgens unpünktlich und überfüllt - wenn sie überhaupt fahren. Ein zuverlässiges Nahverkehrskonzept ist daher anzudenken, um verlässlich zum Arbeitsplatz zu kommen.

• Viele weitere Investitionen in die Infrastruktur in Deutschland sind nötig. Begleitet von Investitionen in die sportliche Infrastruktur mit effektiven Hallenkonzepten und sanierten Schwimmbädern.

• München zählt zu den teuersten Städten Deutschlands. Sozialer Wohnungsbau ist begrenzt möglich. Allgegenwärtig ist der Kontrast zwischen Reich und Arm. Oder Arm und Reich! Hier muss man auch den Breitner Paul nennen, der sich wöchentlich ehrenamtlich für die Münchner Tafel engagiert. Erwähnenswert auch die vielen Freiwilligen und Ehrenamtlichen.

• Sehr gut vorstellbar, dass die Bewerbung als Turbobooster für den Klimaschutz (Industrie, Konsumenten, Ausstieg aus der Kohle, …) wirkt.

Also losgelöst vom Sportlichen Stellenwert, den Olympische Spiele für die Athleten und Zuschauer hat, wirkt das Ereignis nach. Speziell wenn es um gesellschaftliche Themen wie Rente, Pflege oder Armut geht. Vielleicht ist dass der wahre Olympische Gedanke nebst Glamour für die Bewerberstadt.

Mit der Bewerbung würde die Vorfreude des lokalen Events auf Deutschland übertragen einhergehend mit notwendigen Reformen, die auch bei den Kloinen Leuten ankommen, so dass die soziale Schere verringert wird.


IX. Handball-Schock in Gummersbach – Riesige Freude in Friesenheim!

Freude und Trauer nach einem der wohl spannendsten letzten Spieltage in 53 Jahren Handball-Bundesliga. Sowohl der Titelkampf wurde nach einer großen Aufholjagd des THW Kiel nochmals richtig spannend, als auch der Abstiegskampf blieb bis zur letzten Sekunde dramatisch und tränenreich.

Der Meister und meisterhafte Trainerpersönlichkeiten

Der Vorjahresmeister SG Flensburg-Handewitt rettete seinen 2-Punkte-Vorsprung ins Ziel und konnte mit 64 Punkten (2-Punkte-Regel) den ersten Rang ergattern. Lediglich vier abgegebene Punkte zollen von einer verdienten Meisterschaft, wenngleich der THW Kiel ein würdiger Konkurrent war und auch auf ein meisterhaftes Niveau von lediglich sechs Minuspunkten kam. Nach der abgeschlossenen Saison verabschiedet sich der deutsche Handball von zwei großartigen Trainern, die die Bundesliga geprägt haben wie wohl nur wenige Trainer vorher.

Schaut man sich die Seite von Wikipedia über Alfreð Gíslason an, dann entdeckt man viele Erfolge als Spieler und Trainer. Viele Zahlen der Superlative, die wohl auch durch viele Anekdoten und Geschichten in einem Buch angereichert werden müssten. Die Zeit dürfte der Isländer ja wohl jetzt haben. ;-)

Nikolaj Bredahl Jacobsen wirkt dänisch zurückhaltender bei seinen Erfolgen was die Anzahl betrifft. Die Krönung seiner Trainerkarriere erlebte Jacobsen im Februar 2019 mit dem Gewinn der Weltmeisterschaft Dänemarks. Bekannt ist Jacobsen im Südwesten mit den Meisterschaften der Rhein-Neckar Löwen 2016 und 2017 sowie dem Pokalsieg 2018. Zusammen mit Andy Schmid machte es Spaß den Rhein Neckar Löwen zuzuschauen, auch wenn die Saison national und international eher enttäuschend verlief.

Beide Trainer haben eines gemeinsam. Sie sind einfach coole Socken, auch wenn sie gegen mich im 1:1 hoffnungslos unterlegen gewesen wären. Da hätte ich gar eine Pfälzer Rieslingschorle in der linken Hand und eine Schweinshaxen in der Goschen haben können. ;-)

Der Abstiegskrimi

Zahlreiche verletzte Spieler bei den Eulen Ludwigshafen sorgten während der Saison für Frustration am Tabellenende, wenngleich sich schon recht früh zeigte, dass die Mannschaft prinzipiell funktioniert. Man bewegte sich als Tabellenschlusslicht. Das traurige Schicksal im zweiten Jahre 1.Liga? Viele Spiele wurden anfangs nur knapp verloren. Die Tordifferenz zeugte von Substanz mit der Hoffnung auf schnelle Rückkehr der verletzten Valiullin, Held, Müller, etc.

Am letzten Spieltag konnten sich noch die SG BBM Bietigheim und der VFL Gummersbach aus eigener Kraft durch einen Sieg im Abstiegsendspiel retten. Die Eulen aus Ludwigshafen konnten den Abstieg nur durch einen eigenen Sieg bei gleichzeitigen Unentschieden in Bietigheim verhindern.

Abwegig war ein Unentschieden in Bietigheim nicht. Abstiegskampf. Nervenkrieg. Viele Fans aus Gummersbach traten den Weg nach Bietigheim an. Es war die wie von Eulen-Trainer Ben Matschke prognostizierte enge und umkämpfte Partie, die auf das Wunder hoffen ließ. Gummersbach, die ebenfalls zwei wichtige Leistungsträger während der Saison ersetzten mussten, konnte einen mehrere Tore Vorsprung von Bietigheim egalisieren und ging in der Schlussphase selbst zwei Mal in Führung. Es sollte nur zum Unentschieden nach 60 Minuten reichen. Michael Kraus vergab die letzte Chance wenige Sekunden vor dem Abpfiff. Kurz vor Ende der Partie in Ludwigshafen wurde der Endstand unter frenetischem Jubel durchgesagt. Es folgten die vielleicht schon legendären Szenen mit dem 31:30 von Scholz vom Kreis.

Tränen in Bietigheim und Gummersbach

Mit dem knappsten Abstieg den man sich vorstellen kann, lediglich ein Tor fehlte in der Tordifferenz(!), muss der traditionsreiche VFL Gummersbach den Weg in die zweite Liga antreten. Begleitet von der SG BBG Bietigheim um den Ex-Weltmeister von 2007 Mimi Krause.
Wie geht es in Gummersbach weiter? 12 mal deutscher Meister, 11 mal Europacupsieger. In den letzten Jahren eher magere Kost, die von Finanzierungsschwierigkeiten begleitet waren. Einst füllte man die Köln-Arena. Heuer reicht die sportliche Substanz nicht mehr für Liga 1.

In jeder Krise steckt auch die Hoffnung auf eine bessere Zukunft. Klinkt abgedroschen. Bitter wenn man sieht wie die großen Vereine TV Großwallstadt oder TuSEM Essen Schwierigkeiten haben in der zweiten Liga mitzuhalten. Parallelen zum Fußballdino werden vom Kicker aufgezeigt:
https://www.kicker.de/751076/artikel/pa ... r/handball
https://sport.sky.de/handball/artikel/g ... 8964/34274




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