Alles, was sonst in keine Kategorie passt.

Beitragvon Alex76 » 13.01.2020, 11:46


Vom 9.1. bis zum 26.1. findet in Schweden, Norwegen und Österreich die Handball-Europameisterschaft 2020 statt. An dieser Stelle eine Bestandsaufnahme zu Beginn des Turniers.

2200 Kilometer liegen zwischen Trondheim und Wien. Zusammen mit Graz, Malmö und Stockholm veranstalten insgesamt fünf Städte in drei Ländern die Europameisterschaft 2020. Ein erstes sportliches Highlight mit den Olympischen Spielen in Tokio als absoluten Höhepunkt.

Man mag kein großer Fan eines Turniers in drei Ländern sein. Spannend bleibt die Frage wie man diese großen Distanzen überbrücken will. Das gilt für die Mannschaften aber auch die Fans. Ob mit Auto, Flugzeug oder der Bahn? Herausforderungen welche auch bei der Fußballeuropameisterschaft 2020 in elf europäischen Städten und einer asiatischen Stadt (Baku) auftreten werden.

Termine, Spielplan und Modus der Handball-Europameisterschaft finden sich unter diesem Link:
https://www.kicker.de/752211/artikel/ha ... sterschaft

Zahlen und Fakten zur EM: Wo Deutschlands Handballer einzigartig sind
https://www.kicker.de/766649/artikel/za ... artig_sind

Testspiele vor der ersten Etappe in Norwegen (Trondheim)

Vor dem ersten EM-Spiel gegen die Niederlande am 9.1.2020 standen zwei Testspiele gegen Island und Österreich an.

Das erste Spiel gegen Island endete mit 33:25 in der Mannheimer SAP-Arena für die deutsche Nationalmannschaft. Über 12.000 Zuschauer sorgten für eine tolle Atmosphäre und eine würdige Verabschiedung Richtung Wien. Und letztlich zur EM.

Bei Island fehlte leider der Weltklassespiele Aron Pálmarsson, der dem Rückraum mehr Schlagkraft verliehen hätte. So konnte Deutschland mit einer guten Abwehr und einer guten Torhüterleistung sowie schnellem Umschaltspiel überzeugen. Für großen Unterhaltungswert und einem Raunen im Publikum sorgte der 1,98m große und 215 Kilo schwere Kreisläufer Kári Kristján Kristjánsson, der die deutsche Abwehr hier und da vor unüberwindbare Probleme stellte. Nichtsdestotrotz war die kollektive Abwehr Garant des Sieges.

Im letzten Test in Wien gewann die deutsche Nationalmannschaft mit 28:32. Ein Test, der dem deutschen Trainer Christian Prokop nützliche Erkenntnisse lieferte. In der ersten Halbzeit konnte der Underdog aus dem Alpenland überraschend gut mithalten. Der deutsche Angriff scheiterte mehrmalig an den sehr guten österreichischen Torhütern. In der zweiten Halbzeit setzte sich Deutschland mit vier Toren Unterschied durch ohne zu Glänzen.

Der deutsche EM-Kader

Nach dem Testspiel in Österreich hat sich Christian Prokop auf einen finalen Kader festgelegt, bestehend aus

Torwart: Johannes Bitter (TVB 1898 Stuttgart), Andreas Wolf (PGE VIVE Kielce, Polen)

Außen: Uwe Gensheimer (Rhein-Neckar-Löwen), Tobias Reichmann (MT Melsungen), Timo Kastening (TSV Hannover-Burgdorf), Patrick Zieker (TVB 1898 Stuttgart)

Rückraum: Philipp Weber (SC DHfK Leipzig), Marian Michalczik (TSV GWD Minden), Kai Häfner (MT Melsungen), Julius Kühn (MT Melsungen), Fabian Böhm (TSC Hannover-Burgdorf), Paul Drux (Füchse Berlin)

Kreis: Patrick Wiencek (THW Kiel), Hendrik Pekeler (THW Kiel), Jannik Kohlbacher (Rhein-Neckar-Löwen)

Auf Abruf: Johannes Golla (SG Flensburg-Handewitt) am Kreis

Erfolgsfaktoren

Die 6:0 Abwehr zusammen mit Pekeler und Wiencek könnte das Abwehrprunkstück des DHB während der Europameisterschaft werden. Dahinter stehen mit Andreas Wolf und Joggi Bitter zwei erfahrene Torhüter, so dass auch die großen Nationen diese Abwehr erst einmal knacken müssen.

Darauf aufbauend bietet das Tempogegenstohßverhalten sehr viel Potential. Gegen Island waren die Fehler beim Gegenstoß quasi nahe null. Einfache und schnelle Tore.

Der Kader ist gespickt mit internationaler Topklasse. Besonders die Außen Uwe Gensheimer und Tobias Reichmann haben ihre Qualitäten schon zeigen können. Auch sind im Vergleich mit anderen Nationen der Kreis und die Torhüterposition top!

Auf der Suche nach einem Spuilmacher

Entwicklungsfähig ist der deutsche Rückraum, wo doch viele Positionen neu besetzt sind, so dass Automatismen und Feinheiten erst erarbeitet werden müssen. Dies funktioniert mit Trainingsarbeit aber in erster Linie mit Spielpraxis.

Daher finde ich es extrem spannend wie sich die einzelnen Protagonisten schlagen werden. Im Vergleich zu anderen Topnationen und im Vergleich zu früheren deutschen Nationalmannschaften fehlt es aktuell Deutschland an einem starken Spieler der in der Lage ist in spielentscheidenden Momenten auf Topniveau das Tempo vorzugeben. Zu Beschleunigen, aber auch zu drosseln.

Prognose

Stockholm ruft zum Halbfinale. Zwischen Platz 1-5 ist vieles möglich.



Beitragvon Alex76 » 15.01.2020, 00:18


Als Hobbyhandballtrainerexperte vom Experten habe ich mir mal die EM 2020 etwas näher angeschaut. Sechs Spieltage sind absolviert. Ich habe tolle temporeiche Spiele gesehen. Stellvertretend die Partien Island vs. Dänemark (31:30),
https://handball-deutschland.tv/handbal ... ark-island ,

Dänemark vs. Ungarn (24:24)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... ark-ungarn

Norwegen vs. Portugal (34:28)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... s-norwegen

Frankreich vs. Portugal (25:28)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... h-portugal

und Norwegen vs. Frankreich (28:26).
https://handball-deutschland.tv/handbal ... h-norwegen

Nachdem Frankreich bereits das erste Spiel gegen Portugal überraschend mit 25:28 verloren hatte, bedeutet die erneute Niederlage bereits das Aus in der Vorrunde! Frankreich im Umbruch. Damit endet wohl auch die goldene Generation um den früheren Topstar Nikola Karabatic, der u.a. zusammen mit Daniel Narcisse, Thierry Omeyer, Jackson Richardson, Guéric Kervadec, Guillaume Gille und Bertrand Gille viele Weltmeister-, Europa- und Olympische Titel gewinnen konnte. Das Mitleid ob des frühen Ausscheidens hält sich bei mir in Grenzen.;-)

Aus deutscher Sicht war die bisherige EM sehr durchwachsen. Zunächst startete Deutschland erwartungsgemäß mit einem 34:23 Sieg gegen die Niederlande. Dabei agierte Deutschland in der 1.Halbzeit recht nervös und ungeschickt. Uwe Gensheimer erhielt nach einem 7-Meter-Wurf auf den Kopf des holländischen Torhüters zu Recht die rote Karte bereits nach 16 Minuten und beim Stand von 10:5. Auf Seiten der Niederländer wusste der kleine und wusselige Spielmacher Luc Steins zu überzeugen. Mit 1,72 Meter und 74 Kilo Gewicht eher ein handballerisches Leichtgewicht, sorgte der Spielmacher für Szenenapplaus und wurde Spieler des Spiels. Letztlich ein klarer Sieg, der sich nach dem Halbzeitstand von 15:13 abzeichnete. Die holländische Mannschaft konnte dem Anfangstempo nicht standhalten. Es fehlte ein Spieler der Marke Arjen Robben.
https://handball-deutschland.tv/handbal ... iederlande

Es folgte das Spiel gegen die Spanier. Ein Spiel welches vorab das Handballherz beben lässt. Das Spiel zwischen dem Europameister 2016 Deutschland gegen den Europameister 2018 aus Spanien. Die Vorzeichen deuteten auf ein spannendes Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften, wobei Deutschland deutlich jünger war. Spanien sehr routiniert wie eh und jäh. Man kann dieses Jahr auch sagen alt und erfahren.

Keine Überraschung sollte die offensive Deckung Spaniens sein. Mit Alex Duschebajew agierte zunächst ein spielintelligenter Spieler auf der vorgezogenen Position, wodurch sich der deutsche offensive Rückraum in die Defensive gedrängt sah. Beide Mannschaften brauchten ca. 5 Minuten um ins Spiel zu finden. Nervöses Abtasten mit zahlreichen vergebenen Torchancen und technischen Fehlern auf beiden Seiten. Spanien konnte sich dann fangen und mit 6:1 und 8:2 davonziehen. Geriet beim Stande von 10:9 in eine kritische Spielsituation. Es folgten zwei technische Fehler (u.a. beim Gegenstoß) und ein verschossener 7-Meter, der Spanien ein 13:9 ermöglichte.

Zur Halbzeit stand es 14:11 für die Iberer. Leider konnte das deutsche Team auch in der 2.Halbzeit nicht nachlegen. Lediglich beim 18:16 bestand noch Hoffnung auf das Abwenden einer Niederlage. Über ein 32:22 konnte Deutschland die totale Blamage noch abwenden. Endstand war 33:26.

Auch wenn die 16 Spieler Spaniens auf knapp 1800 Länderspiele kommen, so sollte Deutschland mit jugendlichem Elan gegenhalten können! Erste Voraussetzung ist die Steigerung der Abwehrleistung. Die 6:0 Abwehr wirkt noch nicht sicher. Noch nicht kompakt genug. Speziell dem Innenblock fehlen die Erfolgserlebnisse durch einfaches Blocken. Auch konnten die Torleute im Verbund mit der Abwehr noch nicht glänzen. Eine 3:2:1 Abwehr ist eine taktische Option. Allerdings müssten die Abwehrspieler proaktiver, cleverer agieren, um in Ballbesitz zu kommen oder den Gegenspieler in einen schlechten Wurfwinkel zu stellen.

Was muss sonst noch gegen einen Gegner wie Spanien besser werden?
Chancenverwertung! Und Torhüterleistung!
Minimierung von technischen Fehlern (speziell bei Kreuzbewegungen)!
Spielerische Selbstsicherheit bei einer offensiven Abwehr!
Taktisch könnte eine 4:2 Spielformation in der Offensive mit zwei Kreisläufern für mehr Sicherheit sorgen. Würde auch zu weniger Abwehr-Angriffwechseln führen!
Auch wenn Duschebajew sehr weit vorgezogen steht, sollte man sich nicht als Rückraummitte bis zur Mittellinie abdrängen lassen. Dann doch lieber dem Ball entgegen gehen oder den Vorgezogenen hinterlaufen .. und die Lücke, den Kreis, den Nebenmann oder das 1:1 suchen..
https://handball-deutschland.tv/handbal ... eutschland

3.Spieltag in Trondheim. Gegner war das Team aus Lettland, das sich überraschend für die Endrunde der Europameisterschaft qualifizieren konnte. Deutschland siegte knapp mit 28:27. Besorgniserregend da die Mannen um Teamkapitän Uwe Gensheimer zur Pause mit 16:11 und auch nach 43 Minuten mit 24:17 führten. Dainis Kristopans ragte bei den Letten heraus. Das kann man wortwörtlich nehmen. Bei einer Größe von 2,15 Meter und 132kg Gewicht, war Kristopans ein Unruhestifter im rechten Rückraum. Nachdem die Schlusssirene läutete, spürte man die Erleichterung. Ein Unentschieden wäre zwar nicht gleichbedeutend mit dem Aus, aber eine moralische Vernichtung gewesen!
https://handball-deutschland.tv/handbal ... eutschland

Bisher war viel Sand im Getriebe. Der Motor stockt. Platz 2 hinter Spanien und damit die nächste Runde ist gesichert. Dort warten in Wien Kroatien, Weißrussland, Österreich und Tschechien. Speziell das Spiel gegen Kroatien wird entscheidend für den Halbfinaleinzug sein.

In der zweiten Gruppe werden Norwegen, Portugal, Slowenien, Schweden und Island definitiv antreten. Fraglich ist, ob Dänemark noch die ungarische Mannschaft hinter sich lassen kann. Sollte Ungarn gegen Island mindestens einen Punkt holen, wäre der Weltmeister und Olympiasieger Dänemark bereits in der Vorrunde gescheitert! Ebenso überraschend wie Frankreich.

Bisher für viele Mannschaften ein zähes Turnier. Trotz der „minimalistischen“ Leistungen der deutschen Mannschaft gegen Spanien und Lettland steigt die Vorfreude auf die wichtige Zwischenrunde. So a bisserl coola soiad 's scho soin: Vienna calling! ;-)

In der Zwischenrunde wird sich zeigen, ob das Team zusammenwächst, zur mannschaftlichen Geschlossenheit findet und Selbstvertrauen tanken kann. Wer gewinnt neben Gensheimer und Pekeler an Leadershipqualitäten. Am besdn olle!



Beitragvon Alex76 » 18.01.2020, 00:39


Deutschland in der Hauptrunde in Wien

Das Etappenziel, Erreichen der Hautrunde, ist vollzogen. Kulinarisch bedeutet es „Wiener Schnitzel“ statt Norwegischen Wildfang. Sollte Deutschland Erster oder Zweiter in der Gruppe werden, dann winkt das Finale. Stockholm calling?

Spiel Deutschland gegen Weißrussland

Mit 31:23 (18:11) rehabilitierte sich die deutsche Mannschaft zum Hauptrundenstart gegen Weißrussland für die durchwachsenen Spiele gegen Spanien und Lettland. Der Bundestrainer berief Johannes Golla in den Kader für Marian Michalczik.

Schon von Beginn an zeigte die deutsche Mannschaft Körpersprache und Entschlossenheit in den Aktionen, so dass die Weißrussen nicht wussten wie ihnen geschah. Über 5:2 (6 Minute), 8:3 (11.Minute), 11:4 (16.Minute), 15:7 (22.Minute) konnte sich das DHB-Team stetig steigern und lag zur Pause mit 18:11 vorne.

Am Ende der 60 Minuten überzeugte Timo Kastening mit sechs Treffern als Man of the Match. Ein No-name würde der Bundestrainer jetzt motivierend sagen wollen.;-)

Nächster Gegner im Blick: Kroatien

https://www.dhb.de/de/redaktionsbaum/na ... -kroatien/

Aus der Erfahrung der Weltmeisterschaft 2019 lässt sich erahnen, dass das Spiel Kroatien gegen Deutschland das stimmungsvollste Spiel bei der Europameisterschaft 2020 sein wird. Ähnlich wie Schweden gegen Norwegen am Sonntag. Die Stadthalle in Wien wird beben. Sowohl vorab bei der Nationalhymne als auch während des Spiels.

Entscheidend wird sein den wurfgewaltigen und variablen Rückraum mit Topstar Duvnjak (THW Kiel), Stepancic (Pick Szeged), Karacic (KS Kielce) und den wusseligen Cindric (FC Barcelona) in den Griff zu bekommen. Die deutsche Mannschaft muss an ihre Leistung gegen Weißrussland anknüpfen und noch eine Schippe drauflegen, dann könnte es klappen.

Augenmerk, nebst der 1.Welle, muss man auch der 2.Welle zollen, wodurch das Offensivspiel der Kroaten recht zügig und sicher nach vorne getragen wird. Häufig agieren die Kroaten mit Duvnjak auf der vorgezogenen Position in der 3:2:1 Abwehr.

Im Positionsangriff agiert man teils statisch aber auch variabel mit Duvnjak gar als Rückraum rechts. Weiterhin kommen recht häufig die Außenspieler eingelaufen. Eklig zu verteidigen.
Generell so ein bisserl spanische Prägung.

Überraschung des Turniers

Dänemark ist trotz des Sieges gegen Russland aus dem Turnier ausgeschieden. Sehr schade, da die Stimmung bei dänischen Spielen herausragend war. Die Topspieler um Mikkel Hansen (Paris Saint-Germain HB), Rasmus Lauge Schmidt (KC Veszprém), Michael Damgaard (SC Magdeburg), Hans Lindberg (Füchse Berlin), Lasse Svan (SG Flensburg-Handewitt), Morten Olsen (TSV Hannover-Burgdorf), Mads Mensah Larsen (Rhein-Neckar Löwen), Niklas Landin (THW Kiel) und Magnus Landin (THW Kiel) konnten leider nicht an ihr Leistungsvermögen vorangegangener Turniere anknüpfen.

So heißt es wohl auch Abschied zu nehmen von bekannten und sympathischen Charakteren, die durch ihr cooles Auftreten den Handball international und in der Bundesliga prägten.

Vielleicht reicht es ja bei einigen der Altgedienten für Olympischen Glanz in Tokio. Die Olympischen Ringe sind auch schon da:
https://www.sportschau.de/olympia/video ... a-100.html

Back to Basis..

Gott sei Dank muss man beim Handball koin Abseits erklären wie beim Fußball. Auch keinen Handelfmeter. Für den Rest gibt es die ARD! ;-)

Schritte, Strafen, Schiris: Regelkunde Handball
https://www.sportschau.de/weitere/handb ... e-100.html

Wechsel, Kreisläufer, 6-0-Abwehr: Basiswissen Handball
https://www.sportschau.de/weitere/handb ... n-100.html



Beitragvon Alex76 » 20.01.2020, 00:43


Rückblick GER vs. Kroatien 24:25 (14:11)

Große Kulisse in der Wiener Stadthalle. Rund 9000 Zuschauer sorgten für eine prächtige EM-Stimmung. Der DHB fand schnell ins Spiel. Über 4:2 (7. Minute), 8:5 (18. Minute), 13:8 (27. Minute) ging Deutschland mit einem 14:11 in die Halbzeitpause. Die Abwehr überzeugte mit einer sehr guten 6:0-Formation und einem reaktionsstarken Andreas Wolff, der im Spiel insgesamt drei Siebenmeter parieren konnte.

Nach der Erhöhung auf 16:11 nach 34 Minuten, hatte man als Zuschauer ein recht gutes Gefühl für die restliche Spielzeit. Doch von nun an kämpfte sich das Team von Kroatiens Trainer Lino Cervar immer weiter zurück ins Spiel, begleitet von zahlreichen technischen Fehlern im deutschen Offensivspiel, die die Kroaten zu leichten Gegenstoßtoren einluden. Nach 48 Minuten konnten die Kroaten erstmals nach langer Zeit ausgleichen.

Leider fehlten dem deutschen Angriff die spielerischen Mittel, um der kroatischen Defensive um den vorgezogenen Duvnjak Mitte der 2.Halbzeit etwas entgegenzusetzen. Schade, dass man dessen 2mal 2-Minutenstrafe nicht für eigene 1:1 Situationen ausnutzen konnte. So setzte sich die kroatische Routine in Abwehr und Angriff durch. Die späte Führung für Kroatien erzielte Karacic in der 59 Minute.

Insgesamt war es eine sehr gute kampfbetonte Partie, die eigentlich keinen Verlierer verdient hatte. Bei Deutschland ragte Philipp Weber mit 4 Treffern und Spielfreude im Rückraum heraus. Auch Paul Drux und Kai Häfner sorgten für Entlastung im Rückraum. Fabian Böhm und Julius Kühn merkte man die Nervosität im Spiel an.

Mit der unglücklichen Niederlage sind die Chancen auf das Halbfinale auf ein Minimum gesunken. Kroatien ist im Turniermodus angekommen und wird um den Titel mitspielen. Aus neutraler Zuschauersicht ist die Begegnung Spanien vs. Kroatien interessant.

Eine Frage der Ehre…

… sollten die beiden anstehenden Partien gegen Österreich und Tschechien sein. Für die relativ junge Nationalmannschaft geht es auch darum sich für kommende Nationalspiele einzuspielen, wenngleich das Spiele gegen Kroatien am werthaltigsten gewesen war. Speziell die 2.Halbzeit muss das Team mental verarbeiten und die richtigen Schlüsse ziehen. Nimmt man noch das Spiel gegen Spanien aus der Vorrunde, so kann man zumindest eine deutliche Leistungssteigerung erkennen.

Jetzt geht es beim Spiel gegen den Gastgeber aus Österreich um die Fortsetzung der guten Leistungen. Vielleicht kann man von der hervorragenden Stimmung noch Motivation für die anstehenden Aufgaben aufsaugen.



Beitragvon Alex76 » 30.01.2020, 20:44


Das restliche Turnier aus deutscher Sicht

Man spürte nach der Niederlage gegen Kroatien, dass die Enttäuschung bei allen Beteiligten auf dem Siedepunkt lag. Deutschland hatte sich sehr gut präsentiert und stellenweise auch hoch geführt. Umso ernüchternder daher das Verpassen der Halbfinalspiele. So gab es noch drei weitere Spiele gegen Österreich, Tschechien und Portugal.

Die Stimmung beim Spiel in der Wiener Stadthalle gegen Österreich muss beeindruckend gewesen sein. So zumindest mein Eindruck aus der Ferne. Anfangs hatte die deutsche Mannschaft Schwierigkeiten ins Spiel zu finden. Nach 16 Minuten lag man 7:9 hinten. Erst ab der 20.Minute konnte Deutschland in Führung gehen, die bis zur Halbzeit auf 16:13 anwuchs. Im weiteren Verlauf ging den Österreichern die Puste aus, so dass Österreich am Ende eine 22:34 Niederlage gegen das Team von Kapitän Uwe Gensheimer einstecken musste.

Letztes Spiel in der Hauptrunde war gegen Tschechien. Das deutsche Team lag nach 21 Minuten mit 4 Toren Vorsprung beim Stand von 10:6 in Front. Zur Halbzeit stand es 10:13. In der zweiten Halbzeit drehte das Team aus Tschechien auf und konnte nach 36 Minuten 14:13 in Führung gehen. Im weiteren Verlauf der 2.Halbzeit behielt Deutschland mit knappen Führungen von zwei Toren die Oberhand. Der Endstand lautete 26:22. Viele technische Fehler auf beiden Seiten zeugen von einer durchwachsenen Partie.

Zum Abschluss des Turniers wartete Portugal zu einem heißen Tanz auf die Spielfläche in Stockholm. Portugal ist eines der großen Überraschungsteams. Sowohl die portugiesischen Clubmannschaften als auch die Nachwuchsmannschaften haben sich sehr gut entwickelt. Portugal gewann gegen Ungarn mit 34:26 und gegen Schweden mit 35:25 recht deutlich. In einem spannenden Spiel besiegte man in der Vorrunde das sich im Umbruch befindende Frankreich mit 28:25.

Deutschland fand gut ins Spiel. Über 2:0 und 5:3 entwickelte sich eine spannende Partie, die zur Halbzeit 14:13 stand. Nach einem Vorsprung von 18:15 konnten die Portugiesen egalisieren und gingen nach 49 Minuten gar mit zwei Treffern in Führung. In der Schlussphase zeigte die deutsche Mannschaft Charakter und konnte am Schluss ein 29:27 Sieg einfahren.

Vor dem Turnier äußerte sich der DHB vorsichtig optimistisch. Mit einer konkreten Zielsetzung tue man sich beim DHB-Team noch schwer. Dennoch sei man sich sicher, dass man mit der richtigen Einstellung vielleicht für die eine oder andere Überraschung sorgen könne.
https://www.kicker.de/1000002048422/vid ... rbereitung

Wichtig bei der Vorbereitung auf ein Turnier ist eine Balance zu finden zwischen Regeneration und Spannungsaufbau, so wie dies Andreas Wolff vor dem Turnier erklärte.

Für Deutschland war es bis auf das Spiel gegen Spanien ein gutes Turnier, bei dem die junge Mannschaft Erfahrung gewinnen konnte. Speziell die Spiele gegen Spanien und Kroatien dokumentieren, dass Fertigkeiten auf dem absoluten Weltniveau fehlen. Gelingt es eine junge deutsche Unbekümmertheit auf den Platz zu bekommen, ist man für die eine oder andere Überraschung gut. Stellvertretend Timo Kastening, den vor dem Turnier wenige kannten. Während des Turniers mit einer überragenden Trefferquote und Schlitzohrigkeit aufwartete.

Kulinarisch war es schwedischer Stinkefisch. In Tokio wartet Sushi..
http://schweden.rocks/surstroemming-sch ... inkefisch/

Auch das Fazit der Sportschau scheint positiv zu sein.
EM-Fazit des DHB-Teams: Anlass für Optimismus - das EM-Fazit der deutschen Handballer
https://www.sportschau.de/handballem/ha ... d-100.html


Europameisterschaft XXL in Norwegen, Schweden und Österreich: Dream-Win-Remember

24 Mannschaften sorgten für ein Mammutturnier. In sechs Vorrundengruppen setzten sich die besten 12 Mannschaften durch und gelangten so in die beiden Hauptrundengruppen in Wien und Malmö.

Insgesamt besuchten 492.628 Zuschauer die 65 Begegnungen der Handball-Europameisterschaft, was im Durchschnitt 7.579 pro Spiel bedeutet. Aufgrund des großen Teilnehmerfeldes bedeutet dies ein Rekordwert in der Gesamtzuschauerbetrachtung. Durchschnittlich dürfte die Europameisterschaft in Polen 2014 den Rekordwert von 8.350 Zuschauern pro Spiel inne haben.

Die meisten Spielminuten absolvierten die Spieler aus Kroatien und Norwegen, deren Halbfinale zwei Mal verlängert werden musste. Ebenso wie Kroatien und Norwegen traten die Slowenen und Spanier zu 8 Spielen an. Deutschland kam auf 7 Spiele innerhalb von 18 Tagen Handball-EM.

Trotz des frühzeitigen Scheiterns der dänischen und französischen Mannschaften wurde das Turnier von großer Faneuphorie getragen. Dazu trugen auch die kroatischen und norwegischen Fans bei, die beide am Turniersieg kratzten, allerdings den Spaniern den Vorrang leisten mussten.

Norwegen war nach der Vorrunde mein großer Favorit und beendete das Turnier lediglich mit einer knappen 1-Tore-Rückstand Niederlage nach zweifacher Verlängerung gegen das aufopferungsvoll kämpfende Kroatien, die selbst nur eine Niederlage im Endspiel hinnehmen musste.

"Dream - Win - Remember" war das Motto des ersten großen sportlichen Turniers dieses Jahres, der Handball-Europameisterschaft. 'DREAM TODAY, WIN TOMORROW, REMEMBER FOREVER.´so lautet die lange Version des Mottos. Die Offiziellen der drei Ausrichterländer kommentierten es dahingehend:

Bernd Rabenseifner, Generalsekretär ÖHB: "Mit 'WIN TOMORROW' kann aufgezeigt werden, dass nicht nur der Europameister ein Gewinner ist. Der Außenseiter, der die Hauptrunde erreicht, gewinnt. Die Fans, die die Möglichkeit haben, die EHF EURO 2020 in ihren Heimatländern zu erleben, sind Gewinner. Ein Schiedsrichter, der zum ersten Mal für ein großes Turnier nominiert wurde, kann ein Gewinner sein.“

Krister Bergström, CEO Handbolls-EM 2020 AB, Schweden: "Diese drei Worte passen perfekt, um Geschichten über die EHF EURO 2020 in vielerlei Hinsicht zu erzählen. ´DREAM TODAY' ist sehr emotional. Ein Kind kann davon träumen, einmal Handballprofi zu werden, ein Spieler kann davon träumen, eine Medaille zu gewinnen oder ein Organisator kann davon träumen, die beste EHF EURO aller Zeiten zu schaffen".

Erik Langerud, Generalsekretär Norwegischer Handballverband: „Wir werden mit Sicherheit auf das Jahr 2020 zurückblicken, die EURO 2020 wird ein Ereignis sein, an das wir uns für immer erinnern werden. Es ist die erste EHF EURO, bei der 24 Nationen teilnehmen werden. Zum ersten Mal arbeiten drei Ausrichter zusammen. Der EHF EURO Cup als Vorbereitungsturnier für die Gastgeberländer, plus Spanien, ist eine Premiere - und zum ersten Mal wird das Finale in einer Fußballarena ausgetragen."

https://www.oehb.at/de/infos-service/ne ... -euro-2020

Let´s Make the Wave: for goal 6 & 13
https://www.youtube.com/watch?v=_ZP1yEH7kOI


Die Spiele der Deutschen Handballmannschaft und der Kampf um die Trophäe

Vorrunde Gruppe C in Trondheim

EM der Männer: Gruppe C - Deutschland vs. Niederlande 34:23 (15:13)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... iederlande

EM der Männer: Gruppe C - Spanien vs. Deutschland 33:26 (14:11)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... eutschland

EM der Männer: Gruppe C - Lettland vs. Deutschland 27:28 (11:16)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... eutschland

Hauptrunde Gruppe I in Wien

Rückblick Weißrussland vs. Deutschland 23:31 (11:18)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... eutschland

Rückblick GER vs. Kroatien 24:25 (14:11)
https://sportdeutschland.tv/handball/re ... eutschland

Rückblick Austria vs. GER 22:34 (13:16)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... eutschland

Rückblick GER vs. Tschechien 26:22 (13:10)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... eutschland

Spiel um Platz 5

Rückblick GER vs. Portugal 29:27 (14:13)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... d-portugal

Halbfinale in Stockholm

EM der Männer: Halbfinale - Norwegen vs. Kroatien 28:29 n.V. 23:23 (10:12)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... n-kroatien

EM der Männer: Halbfinale - Spanien vs. Slowenien 34: 32 (20:15)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... -slowenien

Endspiele in Stockholm

EM der Männer: Spiel um Platz 3 - Norwegen vs. Slowenien 28:20 (12:9)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... -slowenien

EM der Männer: Finale - Spanien vs. Kroatien 22:20 (12:11)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... n-kroatien


Best Games … nebst Endrunde

Bei der Wahl der besten EM-Spiele - neben den Endrundenspielen und Spielen der deutschen Handballnationalmannschaft – habe ich die Kriterien Spannung, Attraktivität der Mannschaft, Techniken und Dynamik angesetzt.

Hier die Partien der Vorrunde zum Einspielen:

Gruppe A – Austragungsort: Graz (Österreich)
Serbien – Kroatien 21:24
Montenegro – Serbien 22:21

Gruppe B – Austragungsort: Wien (Österreich)
Nordmazedonien – Ukraine 26:25
Österreich – Nordmazedonien 32:28

Gruppe C – Austragungsort: Trondheim (Norwegen)
Spanien – Deutschland 33:26

Gruppe D – Austragungsort: Trondheim (Norwegen)
Frankreich – Portugal 25:28
Frankreich – Norwegen 26:28
Portugal – Norwegen 28:34

Gruppe E – Austragungsort: Malmö (Schweden)
Dänemark – Island 30:31
Ungarn – Russland 26:25
Dänemark – Ungarn 24:24
Russland – Dänemark 28:31
Ungarn – Russland 26:25

Gruppe F – Austragungsort: Göteborg (Schweden)
Schweden – Schweiz 34:21
Slowenien – Polen 26:23
Polen – Schweden 26:28

Während der Hauptrunde hieß es: Kämpfen! Daher auch viele knappe Spiele..

Gruppe I – Austragungsort: Wien (Österreich)
Kroatien – Deutschland 25:24
Österreich – Deutschland 22:34
Kroatien – Spanien 22:22
Spanien – Österreich 30:26

Gruppe II – Austragungsort: Malmö (Schweden)
Norwegen – Ungarn 36:29
Portugal – Island 25:28
Slowenien – Ungarn 28:29
Norwegen – Schweden 23:20
Norwegen – Island 31:28
Ungarn – Schweden 18:24
Island – Schweden 25:32

Nach der Hauptrunde: Geschafft! Stockholm calling! Die letzten Kraftreserven gilt es zu mobilisieren:

Spiel um Platz 5
Austragungsort: Stockholm (Schweden) I
Deutschland – Portugal 29:27 (Spiel um Platz 5)

Finalrunde
Austragungsort: Stockholm (Schweden) II
Norwegen – Slowenien 28:20 (Spiel um Platz 3)
Kroatien – Spanien 20:22 (Finale)

Alle Spiele können auf Sport Deutschland.TV nachträglich geschaut werden. Hier der Link:
https://handball-deutschland.tv/suche?q ... page-input


Top 5 Spiele der Europameisterschaft

5. Platz:
EM der Männer: Vorrunde: Frankreich – Norwegen 26:28
https://handball-deutschland.tv/handbal ... h-norwegen

4. Platz:
EM der Männer: Vorrunde - Dänemark – Island 30:31
https://handball-deutschland.tv/handbal ... ark-island

3. Platz:
EM der Männer: Finale - Spanien vs. Kroatien 22:20 (12:11)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... n-kroatien
EM der Männer: Hauptrunde Gruppe I - Kroatien vs. Spanien 22:22 (11:12)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... en-spanien

2. Platz:
EM der Männer: Hauptrunde - GER vs. Kroatien 24:25 (14:11)
https://sportdeutschland.tv/handball/re ... eutschland

1.Platz:
EM der Männer: Halbfinale - Norwegen vs. Kroatien 28:29 n.V. 23:23 (10:12)
https://handball-deutschland.tv/handbal ... n-kroatien


Die Stars der EM: All-Star-Team

Die Stars der EM sind bunt gemischt. So spielen jeweils zwei Spieler bei den drei erst Platzierten Teams aus Spanien, Kroatien und Norwegen. Hendrik Pekeler ist für das Abwehrverhalten ausgezeichnet. Domagoj Duvnjak als wertvollster Spieler. Hier ist die Wertung der einzelnen Positionen:

Torwart: Gonzalo Perez de Vargas (ESP, FC Barcelona)
Linksaußen: Magnus Jøndal (NOR, SG Flensburg-Handewitt)
Rückraum Links: Sander Sagosen (NOR, Paris St. Germain)
Rückraum Mitte: Igor Karacic (CRO, KS Kielce)
Rückraum Rechts: Jorge Maqueda (ESP, SC Szeged)
Rechtsaußen: Blaz Janc (SLO, KS Kielce)
Kreisläufer: Bence Banhidi /HUN, SC Szeged)
Abwehrspieler: Hendrik Pekeler (GER, THW Kiel)
Wertvollster Spieler: Domagoj Duvnjak (CRO, THW Kiel)

Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r ... 22037.html



Beitragvon Alex76 » 30.01.2020, 20:49


Ausblick: Olympisches Handballturnier in Tokio 2020

Insgesamt sollen bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 12 Mannschaften vom 25. Juli bis 8. August antreten. Die Spiele finden in der Sporthalle Yoyogi statt, die Platz für 10.500 Zuschauer in der großen Halle und 3.202 Zuschauer in der kleinen Halle bietet. Berühmt ist die Nationale Sporthalle Yoyogi für ihre Hängedachkonstruktion.

Bereits fest qualifiziert sind die Kontinentalmeister, der Weltmeister und der Gastgeber: Argentinien, Bahrain, Ägypten, Spanien, Dänemark und Japan. Vom 16. bis 19. April 2020 werden die Qualifikationsturniere für die weiteren Teilnehmer ausgetragen. Deutschland hat sich durch die Halbfinalteilnahme bei der WM 2019 für die Teilnahme qualifiziert und trägt in Berlin eins von drei Turnieren aus. Gegner werden Schweden, Slowenien und Algerien sein. Hochklassige Gegner. Mindestens den zweiten Platz muss man belegen, um bei Olympia dabei zu sein.

Die weiteren Qualifikationsturniere tragen Norwegen (mit Brasilien, Chile, Südkorea) und Frankreich (mit Kroatien, Tunesien, Portugal) aus. Alle Turniere sind sehr gut besetzt.

Für die Handballerinnen findet vom 26.Juli bis zum 9. August das Olympische Handballturnier statt. Leider haben sich die deutschen Damen nicht für Olympia qualifizieren können. Bei der Weltmeisterschaft in Japan errang die Mannschaft den undankbaren 8.Platz, obwohl die starken Mannschaften aus Dänemark und Brasilien in der mit Abstand schwersten Vorrundengruppe geschlagen wurden.

In der Hauptrunde waren die Teams leistungsmäßig dicht beieinander. Die Damen besiegten gar den späteren Weltmeister Niederlande mit 25:23. Gegen Serbien mit 28:29 und Norwegen mit 29:32 setzte es knappe Niederlagen, so dass lediglich das Spiel um Platz 7 erreicht wurde. Hier setzte es eine klare Niederlage mit 24:35 gegen Schweden, die den Olympischen Traum enden ließ.


Zukunftsfähig Werden: Fünf Missionen

Der DHB ist mit 750.000 Mitgliedern in ca. 4.200 Vereinen weltweit größter Handball-Dachverband. Im Vergleich dazu spielen nur 50.000 Mitglieder in Spanien Handball. Mit so vielen Mitgliedern rückt die soziale Verantwortung des DHB in den Vordergrund. Und die fängt in den Schulen und kleinen Vereinen an. Respekt und Toleranz im zwischenmenschlichen Bereich ist untereinander wichtig. In der Schule. Aber auch in den Vereinen. Besonders auch im Umgang mit den Schiedsrichtern.

Der Handball kann faszinieren und auch den Fußball bei einer Weltmeisterschaft kurzfristig in der Gunst der Fernsehzuschauer überholen. Das Halbfinale zwischen Deutschland und Norwegen bei der WM 2019 sahen 11,901 Millionen Zuschauer in der ARD. Damit rangierte der Handball knapp vor dem EM-Qualifikationsspiel zwischen Deutschland gegen die Niederlande, welches auf RTL zu sehen war.

Bei der Europameisterschaft 2020 bewegten sich die Einschaltquoten zwischen 5,15 Mio. zu Beginn des Turniers über 6,40 Mio. Zuschauern beim Spiel gegen die kroatische Nationalmannschaft. Durch das Verpassen der Halbfinalspiele wurden nur noch 4,81 Mio. Zuschauer vor den Fernseher gelockt.

Neben der TV-Präsenz ist der Handball ein Sport zum Anfassen und des Miteinanders. Während der Fußball elitär die Herren und Damen trennt, kann der Handball mit dem „Tag des Handballs“ vereinen. In der Tui-Arena in Hannover spielten bei den Herren Kroatien vs. DHB 23:24 und bei den Frauen ebenfalls Kroatien vs. DHB 23:32. 10.000 Zuschauern in der Tui-Arena feierten gemeinsam den Tag des Handballs, ebenso wie 180 Vereine zeitgleich.


Für die nächsten Jahre hat sich der Verband Entwicklungsmissionen auferlegt:

1. Sportlicher Erfolg der Nationalmannschaften als Leuchttürme des Handballsports (Leistungssport)

2. Mitgliederentwicklung als Grundlage der Entwicklung und Etablierung des Handballsports in der Breite

3. Status „Stärkste Ligen der Welt“ als Hauptziel der Ligaverbände und Sicherung der Konkurrenzfähigkeit

4. Weitere Professionalisierung und wirtschaftlicher Erfolg als Basis für die Umsetzung der Verbandsziele

5. Credo „Wir sind alle DHB“ zur Stärkung des Wir-Gefühls und einer Besinnung auf den gemeinsamen Weg


Back to Basis..

Gott sei Dank muss man beim Handball koin Abseits erklären wie beim Fußball. Auch keinen Handelfmeter. Für den Rest gibt es die ARD! ;-)

Schritte, Strafen, Schiris: Regelkunde Handball
https://www.sportschau.de/weitere/handb ... e-100.html

Wechsel, Kreisläufer, 6-0-Abwehr: Basiswissen Handball https://www.sportschau.de/weitere/handb ... n-100.html


… und für die Trainerausbildung
http://www.dhb-rtk.de




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