Vorbericht: 1.FC Nürnberg - 1. FC Kaiserslautern

Auftakt mit vielen Fragezeichen

Auftakt mit vielen Fragezeichen


Der letzte Gegner der alten Saison ist der erste Gegner der neuen Saison. Beim 1. FC Nürnberg startet der 1. FC Kaiserslautern in die Saison 2017/18. Mit vielen Fragezeichen.

Neue Saison, neues Glück. Viel schlechter als in der abgelaufenen Spielzeit kann es kaum laufen, mal wieder gab es im Kader der Roten Teufel einen Umbruch, was für den geneigten Fan aber keine Überraschung mehr sein dürfte. Das neue FCK-Team gilt als Wundertüte. Spielt die Mannschaft überraschend oben mit? Droht eine weitere Saison im Abstiegskampf? Wer steht in der Startelf? Vieles soll besser werden auf dem Betzenberg. Ein erfolgreicher Saisonstart wäre für dieses Bestreben sicherlich hilfreich.

Was muss man vor dem ersten Spieltag wissen? Hier kommen die wichtigsten Vorab-Informationen:

Der FCK: Ausgangslage und Personal

FCK-Trainer Norbert Meier ließ sich in der Vorbereitung kaum in die Karten schauen. Bis auf das Spiel gegen Derby County beim Stadionfest bestimmten regelmäßige Wechsel einer kompletten Elf in der Halbzeitpause das Bild. Gegen alle unterklassigen Gegner gewann der FCK, die aussagekräftigeren Duelle mit dem FC Augsburg und Derby gingen jedoch jeweils mit 0:2 verloren.

Im Tor geht Rückkehrer Marius Müller als Nummer 1 in die Saison. Da der neue Abwehrchef Marcel Correia ausfällt, könnte in Nürnberg die Viererkette auflaufen, die schon in der zweiten Hälfte gegen Derby gut verteidigte: Phillipp Mwene rechts, Giuliano Modica und Robin Koch innen und Leon Guwara links. Auch der mittelfristig als Stammspieler eingeplante Benjamin Kessel ist nach seiner Verletzungspause wieder eine Option als Rechtsverteidiger.

In der Mittelfeldzentrale sind Mads Albaek und Christoph Moritz als "Doppel-Sechs" wohl gesetzt. Kapitän Daniel Halfar wird daher auf dem linken Flügel auflaufen und auf der rechten Außenbahn voraussichtlich von Brandon Borrello unterstützt – wobei der Australier hart von "Manni" Osei Kwadwo bedrängt wird, der mit guten Leistungen in der Vorbereitung auf sich aufmerksam machen konnte. Der eigentlich für die Außenposition vorgesehene Gervane Kastaneer ist verletzt.

Auf der "Zehn" soll künftig Dribbelkönig Baris Atik für Akzente sorgen und beim Saisonstart Osayamen Osawe mit Vorlagen versorgen. Osawe konnte in der Vorbereitung zwar wenig anbieten, da aber mit Jacques Zoua nicht mehr geplant wird, Kastaneer Knieprobleme plagen und Lukas Spalvis nach einem Jahr Verletzungspause für die Startelf noch nicht in Frage kommt, wird der Engländer in Nürnberg wahrscheinlich als alleinige Sturmspitze beginnen.

Der Gegner: Ausgangslage und Personal

Das Spieljahr 2016/17 schloss der "Club" nur einen Platz besser als der FCK ab und wurde am Ende Zwölfter. Damit war man in Franken natürlich höchst unzufrieden. Trotzdem hielt man an Trainer Michael Köllner fest, der sich nun – ähnlich wie Norbert Meier beim FCK - erstmals seinen "eigenen" Kader zusammenstellen durfte. Die Stimmung rund um den FCN scheint sowieso gut wie selten zuvor zu sein. Alle Testspiele wurden gewonnen, unter anderem wurden mit Inter Mailand und Borussia Mönchengladbach zwei hochkarätige besiegt.

Zwei Spieler, die am Ende der vergangenen Saison noch für den FCK gegen den FCN spielten, tragen nun das rot-schwarze Trikot. Während für Ewerton das Duell mit seinem Ex-Verein wegen Trainingsrückstands noch zu früh kommt, ist Sebastian Kerk schon für Sonntag einer der Nürnberger Hoffnungsträger. Wer im Tor die langjährige Ikone Raphael Schäfer (Karriereende) ersetzt, ist noch offen. Fabian Bredlow (neu aus Halle) oder Thorsten Kirschbaum sind hier die Kandidaten.

Frühere Duelle

Das letzte Aufeinandertreffen mit dem "Club" am 34.Spieltag der vergangenen Saison dürfte vielen FCK-Fans in guter Erinnerung sein. Durch einen direkt verwandelten Eckball von Daniel Halfar gewann der FCK mit 1:0 und sicherte nach verkorkster Saison wenigstens die Klasse. In Nürnberg verloren die Roten Teufel die vergangenen beiden Auswärtsspiele jeweils kurz vor Abpfiff. Der letzte Sieg im Frankenland gelang im Bundesliga-Jahr 2010/11.

Fan-Infos

Rund 2.500 FCK-Fans werden die Mannschaft zum ersten Auswärtsspiel der Saison begleiten, die Gastgeber erwarten insgesamt 27.000 Zuschauer zur Premiere im neu benannten "Max-Morlock-Stadion". Am Spieltag können an der Tageskasse noch ausreichend Tickets für den Gästebereich erworben werden. Das neu gegründete "Fanbündnis 1.FC Kaiserslautern" ruft alle mitreisenden Fans zu einer Mottofahrt auf: Alle im roten Trikot zum FCN.

O-Töne

FCK-Trainer Norbert Meier: "Nürnberg hat schöne Testspiele gezeigt, wir haben uns das auch angeschaut. Aber die Saison beginnt erst am Wochenende. Bislang hat keine Mannschaft auch nur einen Punkt auf dem Konto. Am Sonntag wird dann abgerechnet."

FCN-Coach Michael Köllner: "Wir hatten eine gute Vorbereitung. Die sechs Wochen fühlen sich an wie zwei Wochen. Die Zeit fliegt. Jeder brennt auf dieses Spiel. Der FCK hat 17 Neuzugänge geholt, die werden sich dabei was gedacht haben. Wenn der Plan aufgeht, kann Kaiserslautern eine Überraschungsmannschaft sein."

Daten und Fakten

Schiedsrichter: Markus Schmidt (Stuttgart)

Voraussichtliche Aufstellungen

1.FC Nürnberg: Bredlow – Valentini, Margreitter, Löwen, Leibold – Kammerbauer - Kerk, Möhwald, Behrens, Gislason – Ishak

Es fehlen: Ewerton (Trainingsrückstand), Lippert (Knie-OP), Mühl (Syndesmoseanriss), Erras (Trainingsrückstand)

1. FC Kaiserslautern: Müller – Mwene, Modica, Koch, Guwara – Moritz, Albaek – Borrello, Atik, Halfar – Osawe

Es fehlen: Correia (Innenbandzerrung), Kastaneer (Knieprobleme), Przybylko (Aufbautraining), Ziegler (Sprunggelenksverletzung), Stieber, Zoua (beide nicht nominiert)

- Ca. 45-60 Minuten vor Anpfiff auf unserer Twitter-Seite: Die endgültigen Aufstellungen.

Autor: Flo

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