Neues vom Betzenberg

 

Spalvis frustriert: "Ich mache es dumm"

Frust und Tristesse: Nach dem Last-Minute-Nackenschlag in Heidenheim hängen beim FCK die Köpfe.

Pech, Unvermögen und Dummheit: Für den 1. FC Kaiserslautern kam am Freitagabend auf dem Heidenheimer Schlossberg alles zusammen. Dabei zeigten die Roten Teufel, was Einstellung und Moral anging, eine gute Partie, kamen zweimal nach einem Rückstand zurück, trotzten dabei sogar der Unterzahl.

Dass es am Ende aber nicht einmal zu einem Punkt reichte, lag an zwei entscheidenden Szenen: Zunächst war da die 68. Minute, als Lukas Spalvis erst ein Foulspiel im Strafraum beging und danach wegen eines leichten Kopfstoßes gegen Arne Feick vom Platz gestellt wurde (68.). "Er fliegt um wie ein Brett", sagte der anschließend mit Rot vom Platz gestellte Stürmer. Spalvis gab sich allerdings einsichtig: "Er macht's klug - ich mache es dumm."

Borrello: "Man kann es an vielem festmachen"



Durch seine Aktion trübte der litauische Nationalstürmer nicht nur seine eigene Leistung - wenige Minute zuvor hatte er das wichtige 1:1 erzielt. Auch sein Team geriet wieder unter Druck, weil Marc Schnatterer vom Elfmeterpunkt die erneute Führung erzielte. Zwar schlug der FCK noch einmal zurück und kam durch eine abgefälschte Flanke von Brandon Borrello zum neuerlichen Ausgleich.

Dann aber ereignete sich die zweite Schlüsselszene in der letzten Minute: Schnatterer trat einen Freistoß aus rund 30 Metern, den sich Ersatzkeeper Jan-Ole Sievers (für den verletzten Marius Müller in der 23. Minute eingewechselt) ins eigene Netz boxte. Ein schlimmer Torwartfehler, der die Lautrer um einen Zähler brachte. Das typische Pech eines Tabellenletzten? Wenn man unten stehe, "kommen auch noch solche Sachen", sagte Spalvis. Brandon Borrello schloss mit Blick auf die Krise an: "Man kann es heute an vielem festmachen."

Strasser: "Das hat die Mannschaft heute nicht verdient"



"Unsere Mannschaft hat nicht verdient, das Spiel hier heute zu verlieren", haderte Jeff Strasser. "Wir müssen hier eigentlich einen Punkt mitnehmen. Zum Schluss werden wir bestraft. Das hat die Mannschaft heute nicht verdient." Trotzdem richtete der Cheftrainer den Blick sogleich nach vorne. "Wir müssen in den nächsten 18 Endspielen versuchen, die Punkte zu holen, um da unten herauszukommen", sagte der Cheftrainer.

Auch Christoph Moritz bemühte sich sichtlich niedergeschlagen um Zweckoptimismus. "Heute Abend tut es weh. Morgen früh auch noch. Aber am Montag muss es weitergehen", sagte der Mittelfeldmann.

Quelle: Der Betze brennt

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