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Buck pro AOMV: "Wenn es rappelt, muss man reden"

Beim FCK-Fantalk im Fan-Treff "Zum zwölften Mann" wurde heute Abend über die Vereinspolitik diskutiert. Die überwiegende Meinung der Gesprächsteilnehmer lautete: Der 1. FC Kaiserslautern braucht eine Außerordentliche Mitgliederversammlung (AOMV), um auf die Streitereien der letzten Monate endlich einen Deckel draufmachen zu können.

Laut Auskunft des Moderators von "Antenne Kaiserslautern" wurden auch FCK-Vertreter von Aufsichtsrat und Vorstand für die heutige Ausgabe des "Layenberger Fantalk" angefragt. Letzten Endes bestand die Runde dann aber doch überwiegend aus Kritikern der aktuellen Vereinsführung. Auch die Zuschauer im "Zwölften Mann" durften sich während der einstündigen Talkrunde, die immer mittwochs vor Heimspielen ausgestrahlt wird, mit ihren Fragen und Anmerkungen zu Wort melden.

Vorgezogene Neuwahl statt AOMV: Remy macht Kompromissvorschlag

Einer der Redner war FCK-Mitglied Johannes B. Remy, der zurzeit Unterschriften für die AOMV sammelt (online unter www.FCK-Jetzt.de). Die normale Jahreshauptversammlung (JHV) sei schon rein zeitlich nicht ausreichend, um zusätzlich zu den üblichen Tagesordnungspunkten noch die Vereinsquerelen der letzten Monate aufzuarbeiten. Den großen Redebedarf habe beispielsweise das Mitgliederforum vorletzte Woche gezeigt - dieses habe viereinhalb Stunden gedauert, und dabei sei nichtmal eine Entscheidung getroffen worden, sondern man habe "nur" Fragen und Antworten ausgetauscht.

Remy schlug aber gleichzeitig auch einen Mittelweg vor: Wenn sich der Aufsichtsrat zu einer vorgezogenen Neuwahl - dann schon 2019 statt erst 2020 - durchringen könne, dann werde er den Antrag auf AOMV zurückziehen. Remy: "Wir sind keine Gegner. Wir sind ein Verein. Wir sind der 1. FC Kaiserslautern. Bei einer freiwilligen Neuwahl des Aufsichtsrates müsste niemand per Nichtentlastung aus dem Amt gehoben werden. Und alle weiter Interessierten, auch Patrick Banf, könnten wieder antreten und das Votum der Vereinsmitglieder entscheiden lassen." Er habe diesen Kompromissvorschlag beim Aufsichtsrat vorgebracht, dieser stehe dem aber ablehnend gegenüber, so Remy.

Somit laufe weiterhin die Unterschriftensammlung im Internet und auch beim kommenden Heimspiel gegen Mainz (Samstag, 15:30 Uhr). Zum aktuellen Stand - 600 Unterzeichner werden benötigt - wollte sich Remy nicht öffentlich äußern, deutete aber einen guten Verlauf an: "Wir zählen nicht mehr, wieviele Unterschriften wir schon haben, sondern wieviele wir noch brauchen."

Eckel: "Der Verein muss zusammenstehen, ist aber in zwei Lager gespalten"

Die weiteren Gäste der Talkrunde sprachen sich ebenfalls für eine AOMV aus, auch aus dem Publikum gab es keine wirklich kritischen Stimmen dagegen.

Andreas Buck, Ex-Spieler und -Vorstand des FCK, drückte es mit folgenden Worten aus: "Ich habe auch Verständnis für die Leute, die sich wünschen, dass Ruhe einkehrt. Aber gerade dafür ist Kommunikation ganz, ganz wichtig. Es ist wie in einer Ehe: Wenn es rappelt, dann muss man darüber reden."

Dem schloss sich auch Dagmar Eckel, frühere Aufsichtsratskandidatin und Tochter von FCK-Legende Horst Eckel, an: "Der Verein ist in zwei Lager gespalten, was ich sehr schade finde, denn ein Verein muss zusammenstehen. Der beste Weg dahin zurück, dass wir wieder eine Familie werden, führt über Transparenz für die Fans. Es muss in die Diskussion gegangen und Erklärungen geschaffen werden."

In das gleiche Horn stieß FCK-Hauptsponsor Harald Layenberger, der mit "Antenne Kaiserslautern" und dem Fan-Treff "Zum zwölften Mann" der Gastgeber dieser Talkshow ist: "Wir müssen es klären, wir müssen wieder zueinander finden. Und das geht nur, indem wir miteinander reden. Für eine normale JHV würde dieses Thema zu lange dauern."

Einer der Zuschauer ergänzte per Wortmeldung: "Immer nur 'Deckel drauf' in der Vergangenheit hat uns genau zu den Situationen geführt, in denen wir heute sind. Wir brauchen aber Aufarbeitung und Aufklärung. Erst danach kann der Deckel drauf."

Buck zum Sportlichen: "Ich wünsche mir ein selbstbewussteres Auftreten"

Auch zum sportlichen Saisonauftakt der Roten Teufel äußerte sich Andreas Buck im "Layenberger Fantalk". Der FCK-Meisterspieler von 1998 hat in den ersten vier Spielen gute Ansätze beim Team von Sascha Hildmann festgestellt, plädiert aber aus der eigenen Erfahrung heraus auch: "Ich würde mir ein selbstbewussteres Auftreten wünschen. Man muss den Gegnern zeigen: Wir sind der FCK, heute wird es schwer und heute gibt es keine Punkte für euch."

» Zum Video: Der komplette Layenberger-Fantalk aus dem Fan-Treff "Zum 12. Mann"

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK-Mitglieder sammeln Unterschriften für AOMV

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