Neues vom Betzenberg

 

Investoren: Sester beruhigt - Ehrmann verärgert

Dr. Martin Sester - Rechtsanwalt, früherer Aufsichtsrat und Mitglied im Arbeitskreis Ausgliederung - hat in der "Rheinpfalz" die Wertberechnung der FCK-Anteile erklärt. Währenddessen ist Torwarttrainer Gerry Ehrmann sauer über die ständigen Querelen im Verein und droht mit Rückzug.

Der bevorstehende Verkauf von zehn Prozent der FCK-Anteile an eine regionale Investorengruppe sorgt weiter für Diskussionen. Die ausgegliederte Lizenzspielerabteilung wird demnach nur mit 30 Millionen Euro bewertet und nicht wie zunächst angekündigt mit 120 bzw. 108 Millionen Euro. Der Rechtsanwalt und ehemalige FCK-Aufsichtsrat Sester sieht in diesem Schritt jedoch nichts völlig ungewöhnliches, weil die üblichen Wertmessverfahren im Fall der Roten Teufel nur schwer anwendbar seien. "Wir wissen ja nicht, wo der FCK in zwei oder drei Jahren spielt, und davon hängen ja die Erträge maßgeblich ab. Bayern München kann man danach bewerten, weil eine Champions-League-Teilnahme angesichts der Historie plausibel ist", sagte Sester zur "Rheinpfalz".

Der im Rahmen der Ausgliederung von den FCK-Verantwortlichen verkündete Wert von 120 Millionen Euro sei daher "willkürlich und unrealistisch" festgelegt worden. "Am Ende ist der FCK so viel wert, wie jemand zu zahlen bereit ist", betont Sester, der angesichts des nun geplanten Anteilsverkaufs, für den die formalen Bedingungen geschaffen werden müssen, festhält: "Der FCK wird nicht verscherbelt. Der e.V. als Mutter behält 100 Prozent der Anteile an der Management-GmbH. Und dort werden die Entscheidungen getroffen. Die Aktionäre, egal, mit wie viel sie einsteigen, erhalten neu zu bildende Anteile an der KGaA."

Ehrmann wegen Beccas Rückzug verärgert: "Überlege aufzuhören"



Derweil ließ Gerry Ehrmann aufgrund des geplatzten Deals mit Flavio Becca seinem Frust freien Lauf. "Das wäre der Befreiungsschlag für den Verein gewesen - ein Ankerinvestor, der uns auf Jahre Planungssicherheit gegeben hätte", sagte der Torwarttrainer. Ungeachtet Beccas Forderungen für die Gewährung eines 2,6-Millionen-Euro-Darlehens stellte Ehrmann fest: "Hier wurde ein seriöser Geschäftsmann, der der ganzen Stadt gut getan hätte, verprellt. Ich überlege ernsthaft, ganz aufzuhören, frage mich, ob das dann noch Sinn macht." Becca war laut Vereinsvorstand Andreas Buck auch ein paralleler Einstieg gemeinsam mit der regionalen Investorengruppe angeboten worden, dies habe der Luxemburger jedoch abgelehnt.

Der komplette Artikel "FCK: Ehrmann denkt an Abschied" ist in der Online-Ausgabe der "Rheinpfalz" (kostenpflichtig oder mit Abonnenten-Login) verfügbar.

Martin Sester, Gerry Ehrmann

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Quelle und kompletter Text: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Regionale Investoren unterstützen den FCK mit Eigenkapital

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