Neues vom Betzenberg

 

Littig: "Zu 99,9 Prozent bekommen wir die Lizenz"

Quo vadis, 1. FC Kaiserslautern? Neben dem Sportlichen bereitet den Fans auch die finanzielle Situation viele Sorgenfalten. Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Michael Littig blickt trotzdem optimistisch in Richtung Lizenzerteilung - und macht Zukunftsvorschläge für die Investorensuche.

"Ich bin nicht legitimiert, die genauen Zahlen preiszugeben. Aber ich kann sagen, wir kommen durch die Tür. Da bin ich sehr optimistisch. Es wird kein 'Easy-Going', aber zu 99,9 Prozent werden wir am 28. Mai formal so aufgestellt sein, dass wir die Lizenz bekommen, wenn die angeschobenen Maßnahmen sich planmäßig weiter entwickeln", so Littig im Exklusiv-Interview mit Der Betze brennt. Der FCK muss bekanntlich bis Ende Mai noch Auflagen und Bedingungen für die Drittliga-Lizenz erfüllen, für die die Verantwortlichen weiterhin hart an verschiedenen Finanzierungsvarianten arbeiten. Unter anderem soll über Kredite, Crowdlending und Fan-Anleihe neues Fremdkapital aufgenommen werden. Littig: "Auch ich werde für 10.000,- Euro die Betze-Anleihe II zeichnen, andere Kollegen im Aufsichtsrat haben ähnliches vor."

Thema Beirat: Littig will Anreiz für Investoren erhöhen

Daneben bleibt natürlich auch die Gewinnung von Eigenkapital - sprich Investoren - ein ganz großes Thema beim FCK. Nach dem Einstieg der ersten regionalen Firmen möchte Michael Littig schnellstmöglich auch die Säule für Fans und Mitglieder als Investoren öffnen. Hierauf warten viele Anhänger schon seit dem Tag der Ausgliederung vor fast einem Jahr. "Eine gut ausgebildete Fan-Säule ist unheimlich wichtig und unser Vier-Säulen-Modell von der Grundidee her auch genau der richtige Ansatz", unterstreicht der Aufsichtsratsvorsitzende.

Last but not least will Littig außerdem die Anreize für größere Investoren erhöhen. Hierfür könnte sich der IT-Unternehmer vorstellen, den Beirat der FCK Management GmbH zu modifizieren, worüber auch schon vor einem Jahr im Rahmen der Ausgliederung diskutiert wurde. Denkbar sei beispielsweise eine Erhöhung von fünf auf bis zu neun Beirats-Mitglieder - somit müsste keines der gewählten Aufsichtsratsmitglieder mehr ausscheiden - und eine Absenkung der Einstiegshöhe für Großinvestoren (diese liegt für einen Sitz im Beirat zurzeit 24 Millionen Euro; Anm. d. Red.). Littig hält es für unrealistisch, dass jemand Millionensummen auf den Tisch legt, ohne regelmäßigen Zugang zu Informationen zu bekommen, und erhofft sich von der Mitsprache größerer Geldgeber sogar einen Win-Win-Effekt: "Die Investoren-Plätze im Beirat sind in der Außenwahrnehmung negativ behaftet. Dabei kann es doch unheimlich hilfreich sein, eine breitere Basis und noch mehr Expertise im Rat zu haben. Warum sollte der Beirat nicht aus den fünf Aufsichtsratsmitgliedern und bis zu vier Investoren-Vertreten bestehen? Die Mehrheit läge genau wie jetzt in der Hand des Vereins. Und in dem Moment, wo die Einstiegshürde auf ein realistisches Niveau herabgesetzt wird, könnte auch ein gewisser Konkurrenzkampf um die Plätze entstehen. Das wäre das Beste für den Verein."

Morgen im ausführlichen Interview des Monats auf Der Betze brennt: Der neue Aufsichtsratsvorsitzende Michael Littig über das Arbeitsklima innerhalb der Vereinsführung, die Suche nach Investoren, seine sportlichen Ziele als Funktionär und Fan des FCK - und noch viele weitere Themen.

FCK-Aufsichtsratsvorsitzender Michael Littig

Quelle: Der Betze brennt

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