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Kühlwetter: "Von null auf 100 - einfach geil"

Eine Riesenlast ist vom 1. FC Kaiserslautern und seinen Fans abgefallen. Gegen Eintracht Braunschweig bejubelten die Pfälzer den lang ersehnten zweiten Saisonsieg - an dem Senkrechtstarter Christian Kühlwetter großen Anteil hatte.

Das Auswärtsspiel im Eintracht-Stadion an der Hamburger Straße war zwölf Minuten alt, als sich U21-Torjäger Kühlwetter einfach mal ein Herz fasste und aus der Distanz abzog. Der Ball schlug - nicht ganz unhaltbar - im Netz ein und brachte den mit rund 800 FCK-Anhängern gefüllten Gästeblock zum Beben. Es sollte nicht der einzige Treffer des 22-Jährigen an diesem Tag bleiben. Im zweiten Durchgang gelang ihm mit einer keineswegs einfachen Direktabnahme das zwischenzeitliche 3:1. "Es ist einfach geil. Für mich ging es von null auf 100, direkt in die Startelf und das mit drei Toren in zwei Spielen", sagte der überglückliche Doppeltorschütze nach dem Spiel. "Da muss morgen mal einer kommen und mich wecken."

Thiele über Kühlwetter: "Er haut die Dinger einfach rein"



Mit seinem Traumeinstand in den vergangenen Tagen verdiente sich der 22-Jährige ein Sonderlob vom Cheftrainer. "Er hat einen guten Charakter, eine gute Mentalität. Er bringt relativ viel mit, ist variabel einsetzbar", sagte Michael Frontzeck. "Er haut die Dinger einfach rein", freute sich auch Mannschaftskamerad Timmy Thiele mit, der durch zwei Vorlagen ebenfalls viel dazu beigetragen hatte, dass der FCK einen wichtigen Dreier im Absteigerduell mit nach Hause nahm.

Dieser allerdings war hart erkämpft - und stand zwischenzeitlich auf der Kippe. Denn nach der frühen Führung verfielen die Gäste in eine "komische Passivität", wie Wolfgang Hesl haderte. "Fast folgerichtig" sei kurz vor der Pause der Ausgleich gefallen. "Da haben wir uns zu tief fallen gelassen. Wir hätten das besser verteidigen müssen", betonte auch Kevin Kraus.

Thiele lobt Frontzeck: "Super analysiert"



In der Halbzeit hatte das Team allerdings die Fehler klar angesprochen. "Das hat der Trainer super analysiert", so Thiele, der wenige Minuten nach dem Seitenwechsel mit dem 2:1 wieder die Wende eingeleitet hatte. Nach einem Solo hatte Braunschweigs Malte Amundsen die scharfe Flanke ins eigene Tor gelenkt. "Da hatten wir das Glück, was uns die letzten Wochen fehlte", hielt Frontzeck fest. "Diesmal haben wir es geschafft, den Gegner vom Tor wegzuhalten", freute sich Kraus über die konzentrierte Defensivleistung.

Vorne hatte der FCK sogar noch zweimal nachgelegt und sich mit dem deutlichen Sieg auf Tabellenplatz 10 geschossen. "Wir haben sehr schwierige Wochen hinter uns gehabt. Von der Art und Weise, wie wir heute aufgetreten sind, bin ich sehr zufrieden", fasste Frontzeck das Spiel zusammen. Kühlwetter stimmte mit anderen Worten zu: "Es ist geil, dass wir das Ding endlich nach Hause gebracht haben."

Quelle: Der Betze brennt

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