Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 20.07.2020, 17:04


Newtrial hat geschrieben: Dass man seitens des Großinvestors künftig von Kleininvestoren ungestört Kapitalerhöhungen durchführen können will, ist für mich dabei klar und auch einleuchtend. Die Frage ist, was hinter der offenbar unnachgiebig vorgebrachten 25%+1-Sperrminoritätsforderung der "Regionalen" steckt. (...) Was ist also dann der Grund für diese starre Haltung? Solange die besteht, lassen sich die Angebote nicht kombinieren.

@Newtrial:
Also nach den bisherigen Erkenntnissen ist es eher die Dubai-Gruppe, die unnachgiebig (um Deine Formulierung aufzugreifen) ihre Prozente fordert. Das hat Petersen mit seinem Anwalt Ritter hier im Interview sehr deutlich gesagt, es geht ihm dabei auch nicht primär um Kapitalerhöhungen, sondern vor allem um die Durchsetzung des eigenen Konzepts. Zitat: "Dafür müssen wir aber die Mehrheit haben, auch um unser Konzept gegen alle - auch sozialromantischen - Widerstände durchzusetzen. Eine Minderheitsbeteiligung kommt für uns nicht in Frage." (siehe Interview)

Von der Regional-Gruppe ist so eine starre Forderung bisher hingegen nicht formuliert worden (auch nicht intern nach meinen Infos, wobei ich natürlich auch nicht bei den Verhandlungen dabei bin). Sondern die Regionalen haben eben ein Angebot eingereicht über 25% der Anteile für 8,3 Millionen Euro Eigenkapital. Und wenn das dem FCK nicht passt, dann muss man darüber noch weiter verhandeln oder es zumindest versuchen. Auch der FCK selbst muss schließlich aufpassen und hat in allen Fällen ein eigenes Interesse daran, wem er wieviele Prozente verkauft. Genauso wie ja auch schon mit Dubai verhandelt wurde und vielleicht noch verhandelt wird, denn die hatten in ihrem ursprünglichen Angebot ja auch für komplette 100% der Anteile geboten (siehe frühere Meldung).

Ausführlicher wurde das alles mit den Prozenten aber auch schon ein paar dutzend Seiten früher hier im Thread diskutiert. Deswegen möchte ich jetzt nicht nochmal alle Details durchkauen (und da gäbe es viel zu kauen ;) ), sondern schließe diesen Beitrag mit dem Zwischenfazit ab: Am Ende muss es darum gehen, dass der FCK hoffentlich das beste Ergebnis für sich heraushandeln kann und nicht (jedenfalls nicht aus unserer Fan-Sicht hier) das beste Ergebnis für einen Investor oder für einen Gläubiger. Denn trotz mancher Gemeinsamkeiten bestehen da natürlich auch Unterschiede, ob man den bevorstehenden "Deal" aus den Augen des FCK, des Investors oder des Gläubigers betrachtet.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon ExilDeiwl » 20.07.2020, 17:30


@Thomas, kannst Du mir bitte den Zusammenhang zwischen 75% + 1 Anteilen und dem Durchsetzen des sportlichen Konzepts auch gegen Widerstände erläutern? Soweit ich das verstanden habe, gibt es hier keinen Zusammenhang. 75%+1 Anteile ergeben keinen Sitz mehr in Gremien, die operativ etwas durchsetzen könnten. 75%+1 Anteile bedeuten im Umkehrschluss aber maximal 25% - 1 Anteile für andere Investoren. Und wir wissen, dass man ab 25% eine Sperrminorität bei Kapitalerhöhungen erlangt. Zumindest habe ich das so verstanden.

Insofern ist zwar richtig, dass der Investor aus Dubai sein sportliches Konzept unbedingt durchsetzen will, er sich aber explizit offen für andere Investoren gezeigt hat. Das habe ich auch explizit genau anders herum von den RI so verstanden. Wer gint sich hier also offen und wer gibt sich verschlossen?

Manchmal muss man auch das nicht ausgesprochene Lesen (wollen) - hier das Thema Sperrminorität. Ich habe den Eindruck, das Du das nicht tust, ob absichtlich oder nicht. Ich lasse mich aber auch eines Besseren belehren - z.B. durch Aufzeigen des oben angesprochenen Zusammenhangs.

Danke! :daumen:



Beitragvon Lonly Devil » 20.07.2020, 17:43


LDH hat geschrieben:
breisgaubetze hat geschrieben:Und dazu kommt dann noch so ein abfälliger post von Herrn Wilhelm von wegen Hinterzimmerveranstaltung ohne die Leute, die davon etwas verstehen. Er übertrifft sich damit an Unreife und Geschmacklosigkeit!

Die Frage ist hier gehört er dazu oder nicht!?

Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, Vorgänge die den 1.FCK zu Überwachen, ob alles seine Richtigkeit hat.
Da sollte, nach meiner Meinung, bei so einem wichtigen Treffen zum 1.FCK auch der Aufsichtsrat als Beobachter verteten sein.

Stellt sich jetzt die Frage:
War vom AR grundsätzlich niemand vom AR bei dem Treffen anwesend, oder nur bestimmte Personen die sich zudem in der Materie bestens auskennen nicht erwünscht? Letzteres hat dann schon wieder etwas von "Geschmäckle".


Newtrial hat geschrieben:
SEAN hat geschrieben:Blauäugig gesehen heißt das für mich, das man bei den regionalen Investoren damit rechnen muß, das bei "Geldknappheit" nix machkommt, der Mann aus Dubai sich aber diese Option explizit offen halten will, das er jederzeit und "ungefragt" eine Kapitalerhöhung durchzieht und dem Verein weiter Kohle aufs Konto schießt.

Na ja, der Wert pro Anteil würde ja steigen, so dass man in diesem Szenario seitens der "Regionalen" zwar nach einer einseitigen Kapitalerhöhung einen geringeren Gesamtanteil halten würde, aber deshalb ja keinen Wertverlust erlitten hätte. Oder sehe ich das falsch? Vielleicht aber geht es ja um den Beiratssitz - dazu dürfte man nicht unter eine bestimmte Grenze fallen, ich glaube 20%?

Da dürfte des Pudels Kern begraben sein.
Bei einseitiger Kapitalerhöhung sinkt der prozentuale Anteil und somit auch der Einfluss, soweit er denn vorhanden war.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon Thomas » 20.07.2020, 18:12


ExilDeiwl hat geschrieben:@Thomas, kannst Du mir bitte den Zusammenhang zwischen 75% + 1 Anteilen und dem Durchsetzen des sportlichen Konzepts auch gegen Widerstände erläutern? Soweit ich das verstanden habe, gibt es hier keinen Zusammenhang. 75%+1 Anteile ergeben keinen Sitz mehr in Gremien, die operativ etwas durchsetzen könnten. 75%+1 Anteile bedeuten im Umkehrschluss aber maximal 25% - 1 Anteile für andere Investoren. Und wir wissen, dass man ab 25% eine Sperrminorität bei Kapitalerhöhungen erlangt. Zumindest habe ich das so verstanden.

@ExilDeiwl:
Diese gute Frage kann ich Dir leider auch nicht beantworten, denn oben habe ich ja nur aus dem Interview mit Horst Peter Petersen zitiert, wenn dann müsste also er das genauer erläutern. Ich finde Deine Nachfrage dazu aber ebenfalls interessant und habe mich das selbst auch schon gefragt, denn das widerstandslose Durchsetzen eigener Konzepte ist doch eigentlich auch mit 75% der Anteile gar nicht möglich, dagegen spricht die 50+1-Regel des DFB und auch die zusätzlich in der FCK-Satzung verankerte eigene "50+1-Regel". Ich hatte letzte Woche versucht, in diese Richtung nochmal nachzuhaken, aber das hatte auch nicht geklappt - deshalb kann ich Dir da leider keine Antwort drauf geben. Stattdessen müssen wir heute damit leben, dass wir momentan keine weiteren öffentlichen Informationen von allen beiden Investoren-Gruppen bekommen, sondern dass die Verhandlungen und Detailgespräche von allen Seiten nun erstmal komplett intern laufen (was ja auch seine Vorteile hat). Und da wiederum hoffe ich und gehe davon aus, dass von FCK-Seite aus genau diese wichtigen Themen und Fragen eingebracht werden. Denn auch der Investor muss schließlich detailliert wissen, worauf er sich hier einlässt - nichts wäre schlimmer als ein Investor, der unter falschen Annahmen hierher kommt und dann irgendwann enttäuscht die Lust verliert, so wie man es von anderen Vereinsbeispielen kennt (das ist jetzt nicht auf Petersen bezogen, sondern allgemein gesprochen).

tl;dr:
Wir können viel diskutieren und spekulieren, aber uns hier im Forum fehlen von allen Seiten weiterhin entscheidende Informationen. Leider (oder vielleicht auch zum Glück) haben wir momentan auch keinen Anspruch auf diese Informationen. Es bleibt zu hoffen, dass die Funktionäre den besten Weg für den FCK finden.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Ke07111978 » 20.07.2020, 18:12


Thomas hat geschrieben:Also nach den bisherigen Erkenntnissen ist es eher die Dubai-Gruppe, die unnachgiebig (um Deine Formulierung aufzugreifen) ihre Prozente fordert. Das hat Petersen mit seinem Anwalt Ritter hier im Interview sehr deutlich gesagt...


Hat er das? :?:

Er hat vor allem gesagt, dass er mit den Regionalen gerne zusammenarbeiten würde!

Meines Erachtens bedeutet sein Antwort, dass er es gegen alle sozialromanitischen Widerstände finanzieren können will. Denn ein durchsetzen operativer Konzepte ist schlicht nicht möglich - egal wieviel Prozent man an der Kapitalgesellschaft hat. Auch da sollte man vorsichtig sein mit der Interpretation. Denn Herr Petersen ist offensichtlich der deutschen Sprache mächtig und in der Lage die Satzung der KGaA zu lesen. Also ich würde das machen bevor ich 20 Mio. investiere. Insoweit sollte man ihm nicht auf Basis einer Vermutung unterstellen das er irgend etwas tun will, was so auf Basis der einschlägigen Regeln der KGaA, der Vereinssatzung und dem Gesellschaftervertrag der Management GmbH gar nicht möglich ist.

Die Regionalen haben im Übrigen n.m.W. ein Angebot eingereicht mit 8,2 Mio. Kapitalerhöhung und davon 2 Mio. für den Schuldenschnitt. Das heißt effektiv EUR 6,2 Mio.

Es gibt auch keinen Grund diese beiden Angebote nicht kombinieren zu können: Denn wenn es dem einem nur darum geht, dass er auf jeden Fall noch weitere Finanzierung / Kapitalerhöhungen tätigen kann, um sein Konzept auch künftig zu finanzieren, dann kann man ihm dieses Recht auch zusichern obwohl er weniger als 75,1 Prozent hat. Genauso kann man dem anderen einen Beiratssitz geben obwohl Sie vielleicht weniger Anteile haben, wenn es Ihnen nicht darum geht eine Sperrminorität ausüben zu können. Das ist nun alles kein Hexenwerk und tausendfach in der Praxis erprobt. Man sollt nur mal mit dem Schattenboxen aufhören und sagen was man denn nun will.

Es muss doch mal möglich sein konstruktiv und lösungsorientiert an diesen Dingen zu arbeiten ohne ständig nur zu vermuten was nicht geht etc.

Wenn die Antwort dann lautet: Ich will aber 25,1% haben weil....

Oder ich will 75,1% haben weil....

dann kann man immer noch sagen es ist nicht kombinierbar.



Beitragvon LDH » 20.07.2020, 18:38


Das Problem scheint mal wieder zu sein, dass nicht mit offenen Karten gespielt wird. Nach außen hin ist das ja verständlich. Aber intern ist es inakzeptabel. Und es lässt nur den Schluss zu, der FCK steht erneut nicht im Mittelpunkt.

Es sollte für niemanden ein Problem sein zu sagen ich gebe Betrag X und dafür verlange ich gewisse Dinge. Das kann man ganz offen formulieren. Aber anscheinend wollen das einige nicht. Man vergisst dabei aber die Tatsache, dass der FCK nicht einfach nur ein mittelständisches Unternehmen ist. Er ist viel mehr.

Ja, im Prinzip geht und das erst mal nichts an. Aber ohne uns wird es auch nicht gehen. Und wenn man die Fans und Mitglieder verärgert weil man undurchsichtige Sachen abzieht, dann wird es auf Dauer nicht gut gehen. Egal was heute besprochen wurde.



Beitragvon Thomas » 20.07.2020, 18:39


Ke07111978 hat geschrieben:
Thomas hat geschrieben:Also nach den bisherigen Erkenntnissen ist es eher die Dubai-Gruppe, die unnachgiebig (um Deine Formulierung aufzugreifen) ihre Prozente fordert. Das hat Petersen mit seinem Anwalt Ritter hier im Interview sehr deutlich gesagt...

Hat er das? :?:

Du hast das Interview doch selbst geführt. ;) Ich zitiere wegen Deiner Nachfrage nochmals die Passagen aus Deinem Interview zum Thema "75 Prozent", in dessen Zusammenhang auch explizit vom "Konzept" gesprochen wird und nicht von der "Finanzierung":

Investorengruppe Petersen/Dubai hat geschrieben:"Der wirtschaftliche Erfolg wird dem sportlichen folgen, von daher sind wir guter Dinge, dass unser sportgetriebener Ansatz von Erfolg gekrönt sein wird. Dafür müssen wir aber die Mehrheit haben, auch um unser Konzept gegen alle - auch sozialromantischen - Widerstände durchzusetzen. Eine Minderheitsbeteiligung kommt für uns nicht in Frage."

(...)

"Wir wollen letztlich einfach die qualifizierte Mehrheit halten, um unser Konzept mit allen Konsequenzen durchzusetzen, ohne Sozialromantik - um Ihren Begriff wieder aufzunehmen - und ohne Rücksicht auf nebensächliche Empfindlichkeiten, die dem sportlichen und damit wirtschaftlichen Erfolg nur Abbruch tun."

(...)

Wir kennen die lokalen Investoren nicht und wurden nie detailliert über deren Absichten informiert. Wir haben auf ausdrücklichen Wunsch des Vereins nur die Aussage gemacht, dass wir nichts gegen derartige Investoren haben, solange wir die qualifizierte Mehrheit halten können.

Komplettes Interview: https://www.der-betze-brennt.de/artikel/3131-interview-in-drei-bis-fuenf-jahren-zurueck-in-die-bundesliga.php


Ke07111978 hat geschrieben:Man sollt nur mal mit dem Schattenboxen aufhören und sagen was man denn nun will. Es muss doch mal möglich sein konstruktiv und lösungsorientiert an diesen Dingen zu arbeiten ohne ständig nur zu vermuten was nicht geht etc.

Wenn die Antwort dann lautet: Ich will aber 25,1% haben weil....

Oder ich will 75,1% haben weil....

dann kann man immer noch sagen es ist nicht kombinierbar.

Das ist doch genau das, wie es laufen sollte, und wie ich es auch im zweiten Absatz meines Beitrags an @Newtrial aussagen wollte. :daumen: Das ist die Aufgabe der Verhandlungsführenden.


Jetzt muss ich mich aber für heute aus der Diskussion ausklinken, sonst wird mir wieder vorgeworfen, dass ich mich auf die Seite der Regionalen Investoren stellen würde. ;) Viel brandneues beizutragen habe ich heute sowieso nicht mehr. Ich wollte bloß noch auf die zwei Nachfragen von @ExilDeiwl und @Ke07111978 antworten, ergreife aber weiterhin für keine der beiden Investorengruppen Partei, sondern meine Partei bleibt einzig und allein der FCK.
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Miggeblädsch » 20.07.2020, 18:46


MarcoReichGott hat geschrieben:.....Welches Interesse soll Quattrex denn bitte haben den FCK "fertig zu machen"? ....


@MarcoReichGott: Das ist natürlich eine mehr als berechtigte Frage, denn es kann Quattrex prinzipiell völlig egal sein, welches Angebot der FCK zur Grundlage seines Insolvenzplans machen wird, solange beide Angebote den gleichen Schuldenschnitt für die Gläubiger anbieten. Von der Logik her müsste Quattrex das also völlig Wurst sein. Wenn man sich nun also Gedanken darüber macht, warum Quattrex dennoch ein Interesse daran haben könnte, auf die Entscheidungsfindung des Vereins einzuwirken, bewegt man sich ab diesem Zeitpunkt im Bereich der Spekulation, was leicht zur Verschwörungstheorie ausarten kann.

Da ich hier weder eine Verschwörungstheorie aufstellen will, noch Lust darauf habe, ein anwaltliches Schreiben in meinem Briefkasten zu finden, tue ich mich also gerade schwer, deine oben zitierte Frage zu beantworten, @MarcoReichGott. Da soll sich einfach jeder selbst seine Gedanken machen.

Aber soviel kann ich dazu sagen:

Im letzten Jahr hatten wir auch 2 Investorenangebote. Das eine war von Flavio Becca und bestand aus leeren Versprechungen und einer Bürgschaft. Das andere war von Dienes/Sachs und war, wie wir mittlerweile alle wissen, das eindeutig bessere, denn es hätte uns Eigenkapital gebracht und viele Zinsen erspart. Da hätte Quattrex eigentlich Luftsprünge vor lauter Freude machen müssen, denn es war die bessere Lösung für den FCK und sie hätten noch nichtmal Geld hinterher werfen müssen, denn die Regionalen hätten auch ein zinsgünstiges Darlehen gegeben.

Und was hat Quattrex gemacht? Sie haben den FCK erpresst. Sie haben damit gedroht, den FCK fallen zu lassen wie eine heiße Kartoffel, falls er sich für das offensichtlich bessere Angebot entscheidet und hätten ihn in die Insolvenz getrieben!!

Also, @MarcoReichGott, lass mich deine Frage einfach mit einer Gegenfrage beantworten: Welches Interesse sollte Quattrex denn letztes Jahr gehabt haben, den FCK in die Insolvenz zu treiben, falls dieser sich für das bessere Angebot entscheiden sollte?

Damals hat auch keiner verstanden, warum Quattrex so offensichtlich unlogisch gehandelt hat. Der Grund damals hieß Flavio Becca und nicht etwa Logik. Jedenfalls keine Logik, die für den FCK einen Sinn ergeben hätte.

Was also heute der Grund sein könnte, da kannst du jetzt selbst spekulieren. 8-)
Zuletzt geändert von Miggeblädsch am 20.07.2020, 18:48, insgesamt 1-mal geändert.
Jetzt geht's los



Beitragvon Ke07111978 » 20.07.2020, 18:47


@Thomas: ja, das habe ich. Und deshalb muss man eben schon sehr genau sein. Eine Minderheitsbeteiligung sind weniger als 50%. :wink:

Und die Rahmenbedingungen der Investition stehen fest. Das hatte ich oben ausgeführt. Nochmal: mir geht es darum, dass dort Dinge interpretiert werden, die so nie gesagt wurden.



Beitragvon Betzegeist » 20.07.2020, 18:54


Nix besonderes. Wie erwartet. Die Stellungnahme der Gläubiger zur heutigen Sitzung:

Bild

Stellungnahme des vorläufigen Gläubigerausschusses

Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses haben den eigenverwaltenden Geschäftsführer der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA, Soeren Oliver Voigt, gebeten, zur Sitzung vom 20. Juli 2020 wie folgt Stellung zu nehmen:

Der vorläufige Gläubigerausschuss hat sich intensiv mit den vorliegenden und heute vorgestellten Offerten zur Sanierung des 1. FC Kaiserslautern befasst. Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses wollen und werden die heute gewonnen Erkenntnisse und Eindrücke zunächst für sich einordnen und bewerten. Das Ziel der Gläubigervertreter ist es, auf der nächsten - aktuell noch nicht näher terminierten - Sitzung des Gremiums, über die verbindlich vorliegenden Angebote qualifiziert abstimmen zu können.

Quelle: fck.de

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Konkrete Angebote von potentiellen Investoren an den FCK
Zuletzt geändert von Thomas am 20.07.2020, 19:08, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Formatierung angepasst. Danke fürs Einstellen!
Becca bleib fort!



Beitragvon SEAN » 20.07.2020, 19:01


Betzegeist hat geschrieben:https://fck.de/de/stellungnahme-des-vorlaeufigen-glaeubigerausschusses/

Nix besonderes. Wie erwartet.

Das Ziel der Gläubigervertreter ist es, auf der nächsten – aktuell noch nicht näher terminierten – Sitzung des Gremiums, über die verbindlich vorliegenden Angebote qualifiziert abstimmen zu können.


Das find ich schon interessant, das man schon bei der nächsten Sitzung entscheiden möchte. Ob es so kommt, wir werden sehen.

Was ist jetzt, wenn man sich auch auf einen Schnitt einigt, und das mit dem Investor klappt, dann hätte man doch sozusagen einen Schuldenschnitt, und müßte das Insolvenzverfahren nicht eröffnen, oder?
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon Ke07111978 » 20.07.2020, 19:07


FCK.de hat geschrieben:Das Ziel der Gläubigervertreter ist es, auf der nächsten - aktuell noch nicht näher terminierten - Sitzung des Gremiums, über die verbindlich vorliegenden Angebote qualifiziert abstimmen zu können.

Die hohe Schule des verbalen Florett. Qualifiziert abstimmen. 8-)

Wenn man das was beschließen wollte / könnte hätte man ein anderes Wort gewählt :wink:



Beitragvon LM2608 » 20.07.2020, 19:29


Finde da wurden eigenartige Formulierungen gewählt.

"Vorläufiger" Gläubigerausschuss...
Es ist von "Sanierung" die Rede und man hat das "Ziel [...] qualifiziert abstimmen zu können."



Beitragvon Schdolberhannes » 20.07.2020, 19:29


Die nächste Sitzung müsste also innerhalb der nächsten 10 Tage sein, ansonsten ist ja das Angebot von Petersen Geschichte!



Beitragvon Thomas » 20.07.2020, 19:32


Folgende Ergänzung aus der "Rheinpfalz" zu den vorgestellten Angeboten und zu den Teilnehmern der heutigen Sitzung (was ja hier in Hinblick auf den nicht anwesenden Aufsichtsrat auch diskutiert wurde):

Rheinpfalz hat geschrieben:Kein Angebot erreicht die 20-Millionen-Marke

(...) Die „Regionalen“ wollen vorerst für acht Millionen Euro FCK-Aktien erwerben, sie wollen den Unternehmenswert des FCK dafür auf rund 33 Millionen Euro festgelegt wissen. Die „Dubai“-Gruppe hat ebenfalls einen Millionenbetrag avisiert und dafür ein Mitspracherecht auch im sportlichen Bereich gefordert. Allerdings erreicht das Engagement der Gruppe um einen deutschen Geschäftsmann aus Dubai nach RHEINPFALZ-Informationen bei weitem nicht die zuvor kolportierten 20 Millionen Euro – zumindest vorerst nicht. Neben den Vertretern von Investoren und Gläubigerausschuss waren am Montag FCK-Geschäftsführer Voigt, der KGaA-Generalbevollmächtigte Dirk Eichelbaum und Insolvenz-Sachwalter Andreas Kleinschmidt in der Präsentations-Sitzung.

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz


In den SWR-Fernsehnachrichten (19:30 - 20:00 Uhr) ist gleich außerdem ebenfalls ein Bericht zum Thema "Mögliche Investoren für den FCK" angekündigt. Sollte es da weitere Informationen geben, ergänze ich das gleich hier.

EDIT:
Im SWR gab es keine neuen Infos, lediglich Soeren Oliver Voigt gab ein kurzes Interview und erklärte, dass an beide Investorengruppen noch weitere Fragen von Seiten der Gläubiger gestellt werden sollen. Die ganze Sendung müsste demnächst auch hier in der SWR-Mediathek erscheinen: https://www.ardmediathek.de/swr/programm/
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon LDH » 20.07.2020, 19:33


LM2608 hat geschrieben:Finde da wurden eigenartige Formulierungen gewählt.

"Vorläufiger" Gläubigerausschuss...
Es ist von "Sanierung" die Rede und man hat das "Ziel [...] qualifiziert abstimmen zu können."

Ein Schelm wer Böses dabei denkt.



Beitragvon Freddy Newendyke » 20.07.2020, 19:38


Rheinpfalz hat geschrieben:Die „Regionalen“ wollen vorerst für acht Millionen Euro FCK-Aktien erwerben, sie wollen den Unternehmenswert des FCK dafür auf rund 33 Millionen Euro festgelegt wissen. Die „Dubai“-Gruppe hat ebenfalls einen Millionenbetrag avisiert und dafür ein Mitspracherecht auch im sportlichen Bereich gefordert. Allerdings erreicht das Engagement der Gruppe um einen deutschen Geschäftsmann aus Dubai nach RHEINPFALZ-Informationen bei weitem nicht die zuvor kolportierten 20 Millionen Euro – zumindest vorerst nicht.

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz

War doch klar dass es an diesem "Petersen" und den kolpotierten 20 Millionen einen Haken gibt, verstehe nicht wie so viele darauf reinfallen konnten.



Beitragvon $EBASTIAN » 20.07.2020, 19:49


Schdolberhannes hat geschrieben:Die nächste Sitzung müsste also innerhalb der nächsten 10 Tage sein, ansonsten ist ja das Angebot von Petersen Geschichte!


Gott sei Dank sonst würden wir noch bis nächstes Jahr hier diskutieren und spekulieren wie ich unsere Verantwortlichen kenne. Irgendwann muss ja mal was entschieden werden. Hatten jetzt mehr wie 2 Jahre Zeit!



Beitragvon MarcoReichGott » 20.07.2020, 19:53


Miggeblädsch hat geschrieben:Also, @MarcoReichGott, lass mich deine Frage einfach mit einer Gegenfrage beantworten: Welches Interesse sollte Quattrex denn letztes Jahr gehabt haben, den FCK in die Insolvenz zu treiben, falls dieser sich für das bessere Angebot entscheiden sollte?


Der FCK stand in Form seiner beiden Geschäftsführer und des Beiratsvorsitzenden hinter dem Angebot von Becca, zusätzlich waren hier schon längere Verhandlungen geführt worden, Becca sicherte kurzfristig über eine Bürgschaft Liquidität ab und zumindest am Anfang war bei Becca bei einem größeren Investitionsvolumen die Rede als bei den Regionalen.

Ich will nun nicht sagen, dass es sinnvoll war was Quattrex damals gemacht hat - das dürften sie ja inzwischen auch erkannt haben. Aber ich gehe davon aus, dass sie schlichtweg bei BEcca die größere Chance sahen die Insolvenz abwenden zu können....



Beitragvon Rolfson » 20.07.2020, 19:56


Jetzt darf man mal darüber nachdenken, was Sicherung der Existenz des Vereins für mehr als zwei Jahre konkret bedeutet, so wie es der Anwalt von Petersen in seinem Statement ausgedrückt hat, wenn die kolportierten 20 Mio. (vorerst) bei weitem nicht erreicht werden. Das lässt erahnen, wie man seine Vorstellungen gegen alle Widerstände durchbringen will oder, um es provokant zu formulieren, das hätte man auch mit Flavio Becca haben können.



Beitragvon Ratinho17 » 20.07.2020, 20:00


Das sportliche Konzept der Investoren aus Dubai würde mich schon sehr interessieren. Denn Sie scheinen das für alternativlos zu erachten. Leider findet man darüber fast nichts. Immerhin geht es hier um das Kerngeschäft un den entscheidenden Faktor für die Zukunft!
in good times FCK and especially in bad times FCK forever
We will come back-better than ever



Beitragvon Lonly Devil » 20.07.2020, 20:01


Freddy Newendyke hat geschrieben:
Rheinpfalz hat geschrieben:Die „Regionalen“ wollen vorerst für acht Millionen Euro FCK-Aktien erwerben, sie wollen den Unternehmenswert des FCK dafür auf rund 33 Millionen Euro festgelegt wissen. Die „Dubai“-Gruppe hat ebenfalls einen Millionenbetrag avisiert und dafür ein Mitspracherecht auch im sportlichen Bereich gefordert. Allerdings erreicht das Engagement der Gruppe um einen deutschen Geschäftsmann aus Dubai nach RHEINPFALZ-Informationen bei weitem nicht die zuvor kolportierten 20 Millionen Euro – zumindest vorerst nicht.

Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz

War doch klar dass es an diesem "Petersen" und den kolpotierten 20 Millionen einen Haken gibt, verstehe nicht wie so viele darauf reinfallen konnten.

Die Informationen der Rheinpfalz, kommen jetz wo her noch mal?
Ich nehme an, dass die Rheinpfalz bei dem Treffen nicht anwesend war.

Mal sehen, was die andere "überregionale Presse" zu berichten weiß. 8-)
Zuletzt geändert von Lonly Devil am 20.07.2020, 20:11, insgesamt 2-mal geändert.
https://www.youtube.com/watch?v=48grx-7 ... H-y_g9MkxO
Zitat: "Willst Du Unkraut dauerhaft vermeiden, musst Du die Wurzel ausreißen."
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon Enntege » 20.07.2020, 20:08


Einen Vorteil hat das Ganze: als interessierter FCK Fan wird man durch die Thematik zum Experten in Gesellschaftsrecht ;)



Beitragvon SalinenBetze » 20.07.2020, 20:16


Enntege hat geschrieben:Einen Vorteil hat das Ganze: als interessierter FCK Fan wird man durch die Thematik zum Experten in Gesellschaftsrecht ;)


Nein, ganz sicher nicht. Das sieht man an den Beiträgen hier. :wink:



Beitragvon BernddasBrot2 » 20.07.2020, 20:24


Dann wollen wir jetzt nicht hoffen, dass ein weiteres Angebot auftaucht. Da würden sich die Zehnägel aufrollen. Halten wir es mit Fritz Fuchs, die letzte Patrone muß treffen.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!




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