Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon sandman » 04.02.2020, 15:34


Ich tippe mal darauf, das gewisse Investoren den Vorschlag Weichels zugestimmt haben. Hier wären die Namen durchaus interessant. Immerhin hatten ja manche eine Wahnsinnige Panik vor einem Verlust des Vereinswertes :wink: ...
...früher verdunkelten fliegende Feuerzeuge und Kleingeld den Himmel überm Fritz-Walter-Stadion...

„Das ist das einzige Stadion, in dem ich wirklich Angst hatte.“ (Gerd Müller)



Beitragvon oleola » 04.02.2020, 15:42


DerRealist hat geschrieben:
Ke07111978 hat geschrieben:

Ich bin gespannt worüber ihr berichtet, wenn die nächsten Wochen die Rollläden runtergehen.


Vielleicht darüber, was AOMV Jetzt! so alles gebracht hat etc.


Du suchst ja für alles die Schuld beim Verein und seinen Anhängern. In vielen Dingen hast du auch sicherlich nicht unrecht, aber sorry, als FAN würdest du sowas nicht von dir geben. Man könnte meinen, dass es dir egal ist, was mit dem FCK passiert.
"Ich grüße meine Mutter, meinen Vater, und ganz besonders meine Eltern!"

(Mario Basler)



Beitragvon Ke07111978 » 04.02.2020, 16:08


@rheinteufel:

Der Bürgermeister hat vor einer Woche gesagt, dass er gut vernetzt ist und ihm zugetragen worden sei, dass die Investoren (welche auch immer) eine entsprechende Forderung gar nicht stellen würden. Das hat er sich ja nicht ausgedacht und das hat er gestern wiederholt. Der FCK hat dann die entsprechende Erklärung abgegeben. Wer sich dann öffentliche Äußerungen gewisser Protagonisten anschaut, die den FCK schon immer „kritisch“ in der Öffentlichkeit begleiten, der muss eigentlich nur noch eins und eins zusammenzählen. Mehr werde ich dazu nicht schreiben.

Aber ganz grundsätzlich: es langt wenn ein oder einige Investoren nicht bereit sind dieser Forderung nachzukommen. Wenn das dazu führt, dass das Kartenhaus zusammenfällt. Gerne auch nochmal den Layenberger Fantalk aus letzter Woche anhören. Und Last not least: heißt es in der PM: das die Gruppe der Personen keinerlei Einwände an der Übertragung von Aktien hätte. Dem wird widersprochen. Das heißt im Umkehrschluss aber auch, dass es in der Gruppe durchaus Personen geben kann, die das anders sehen. Diese doch recht komplexe Formulierung wurde m.E. nicht zufällig gewählt. Feinstes Juristendeutsch.



Beitragvon Satanische Ferse » 04.02.2020, 16:23


Bei der gestrigen Stadtratssitzung hatte ich für mich ein ums andere Mal den Eindruck gewonnen, als dass der OB nicht immer prioritär die Belange der Stadt Kaiserslautern vertrat bzw. allzusehr den Part des Landes übernahm.

Sehr augenfällig fand ich nach der zentralen und substanziellen Rede des Vorsitzenden der Grünen Fraktion Wiesemann. Der bezog sich auf eine Kleine Anfrage der Grünen Landtagsfraktion aus dem Jahre 2006. Hierbei wurde bereits zum damaligen Zeitpunkt die Nachhaltigkeit dieses Finanzkonstruktes explizit in Frage gestellt.

Wiesemann wies darauf hin, dass die damals geäußerten Bedenken und der Fragenkatalog von der Nichtberücksichtigung jeglicher Tilgung bis hin zur Endfälligkeit nach 30 Jahren vom Land abgetan wurde.

Das heißt: Das Land wurde auf den ausgewiesenen Murks hingewiesen, hat es aber trotzdem arrogant durchgezogen - auf Kosten der Steuerzahler.

Wiesemann verwies in diesem Zusammenhang auf die Verantwortung des Landes, die von der Stadt Kaiserslautern einzufordern sei. Und hier reagierte Weichel ausgesprochen gereizt und unwirsch, anstatt- wie man es von einem Interessenvertreter einer Stadt erwarten würde - nahm er den an das Land adressierte Ball nicht auf. Seltsam... Wiesemann machte auch deutlich, dass Bund und Länder in den letzten Jahren wiederholt Aufgabenbereiche auf die kommunale Ebene verlagert haben, ohne für eine gesicherte Finanzbasis gesorgt zu haben. Auch aus diesem Grund sei es unabdingbar, das Land ins Boot zu holen. Auch hier müssten die Ratsmitglieder zusammen halten.

An diesem Beispiel wird das Absurde der Situation offenbar. Die Grünen stimmten damals gegen diese idiotische Finanzierung, die von der SPD über ihre Minister trotz Vorwarnung abgesegnet wurde. Heute stiehlt sich die SPD aus der Verantwortung, während die Grünen sich hier in Kaiserslautern der Verantwortung stellen, für Entscheidungen, vor deren Folgen sie seinerzeit gewarnt haben.

Eindeutiger kann man den Niedergang der SPD nicht darstellen. SPD'ler stellt euch endlich der Verantwortung. Ihr macht euch immer lächerlicher. Wenn man die Augen verschließt, löst man keine Probleme. Fortlaufen löst ebenfalls nichts.
Die Freiheit der Pfalz wird am Betzenberg verteidigt.

Der FCK ist das Gewehr, das man sich Tag und Nacht an die Stirn hält, ohne je abzudrücken.



Beitragvon Lonly Devil » 04.02.2020, 16:45


Meistermannschaft hat geschrieben:Ich muss mich schon sehr wundern was hier los ist und wie manche sich auf die Seite des „Lügenbaron Münchweichel“ (so interpretiere ich die Pressemitteilung gestern Nacht :wink:) stellen, anstatt bedingungslos hinter UNSEREM FCK und dem Team Merk zu stehen! Es ist doch nachweislich, das Weichel hier sein eigenes Spiel spielt, nicht umsonst haben gestern auch die „Grünen“ den Finger in die Wunde gelegt, informiert Euch mal richtig, anstatt nur den Dünnpfiff zu glauben den aktuell -Die Rheinpfalz- hier von sich gibt.

Zum ersten mal nach JAHREN, haben wir wieder eine Führung die Tag und Nacht NUR dem FCK ergeben ist und nicht auf ihre eigenen Vorteil aus ist wie die Herren davor, besonders die letzte Führung und ausgerechnet jetzt geben wir FCK Fans auf, ausgerechnet jetzt stehen wir nicht zu 100% hinter der Führung?

Zum ersten mal seit Ewigkeiten „bücken“, „kriechen“ oder machen wir NICHT die „Beine“ breit für die Politik und/oder irgendwelche dubiosen Investoren, sondern zeigen mal wer wir sind und was wir zu bieten haben mit einer BREITEN BRUST (danke dafür Herr Wilhelm!), aber wir Fans gehen statt dessen gebückt durch den Tag, geht’s noch?

Verdammt noch einmal, die Stadt Kaiserslautern ist nicht deshalb überschuldet weil es den FCK gibt, sondern weil sie nicht haushalten konnte! Ja, der FCK hat ebenfalls Mist gebaut die letzten 20 Jahre, aber vieles waren „Folgefehler“ weil ein großer Fehler begangen wurde mit dem Stadionbau und der WM, nur dies wollte die Stadt und auch das Land viel mehr als der Verein selbst, somit sind diese beiden Parteien genauso Schuld und diesen Spiegel muss man Ihnen vorhalten! Alleine schon das Märchen was die Stadt alles dem FCK gegeben hat, was ist mit den Infrastruktur wegen der WM, von dem die Stadt heute noch profitiert? Was ist mit den Arbeitsplätzen die der FCK zur Verfügung stellt? Was ist mit den Steuern die der FCK bezahlt und 120 Jahre schon bezahlt hat? Was ist mit dem Image den die Stadt erhalten hat durch den FCK? Was ist mit den Fans die alle 14 Tage Geld in der Stadt lassen? Was ist mit den vielen Gewerbetreibenden in der Stadt, die direkt und auch indirekt durch den FCK profitieren? Was ist mit den Instandhaltungskosten des Stadion, das nur der FCK als Mieter trägt? Usw.

Wenn die Politik für den FCK keinen Konsens finden will oder möchte, dann wird sich der Wähler bei den nächsten Wahlen genau daran erinnern, dass sollte die Politik wissen.

Nur eins scheint für mich sicher, die Zeit indem sich der FCK hat erpressen lassen, sind mit dem Team Kessler/Merk vorbei, entweder wir bekommen es jetzt hin oder es geht eben in die Insolvenz, dass sollte der Politik klar sein, dann kommen erst die richtigen Summen auf die Stadt zu. Das einzige ist doch was wir jetzt brauchen, zwei Jahre Zeit, zwei Jahre eine FAIRE und MARKTGERECHTE Miete, damit wir die Chance zum Aufstieg haben, dies muss das Ziel von Verein und Stadt sein, denn nur so geht es. Aber natürlich muss das Stadion endlich ausgeschrieben werden und verkauft werden, dann wird man sehen was es Wert ist und ob ein Investor da ist der es kauft, aber bestimmt nicht zu der Summe die die Stadt möchte.

ALLES FÜR DEN FCK!

Danke für den Beitrag.

Einen kleinen Haken hat der Verkauf dea Stadions aber für die Stadt.
Egal zu welchem Preis das Stadion verkauft werden sollte, bleibt die Stadt AUF IHREM KREDITKONSTRUKT SITZEN. Weil das durch den Verkauf des nie abgedeckt sein wird. Und das ist auch Weichel bewusst.
Hat die Demontage von Team Merk schon begonnen?
Gott mag gewissen Individuen eventuell vergeben, ICH NICHT!



Beitragvon FCKPersey1962 » 04.02.2020, 16:47


wernerg1958 hat geschrieben:@Schorleinferno, du schreibst einen, mit Verlaub, Scheiß, daß man nur noch :kotz: könnte. Dein Nick scheind bei dir Programm!


....ja, die neuen Klappstühle kommen schneller als man denkt :D
Dauerkarte Süd 3.1



Beitragvon Rheinteufel2222 » 04.02.2020, 16:47


@Ke

Ich denke, da kommen wir dem Kern des Problems tätsächlich so langsam auf die Spur. Weichel will ganz sicher nicht eine Insolvenz des FCK. Es will aber nach dem jahrelangen einseitigen Entgegenkommen der Stadt jetzt den größtmöglichen Gegenwert, den er bekommen kann, ohne eine Insolvenz zu bewirken. Das Argument, dass der FCK keine Investoren finde, wenn Anteile an die Stadt übertragen werden, überzeugt ihn dabei nicht, da diese Angaben seitens des FCK viel zu vage bleiben. Immerhin sucht er aber daraufhin selbst das Gespräch mit den Sponsoren, deren Rückmeldung ihn jedenfalls nicht vom Argument des FCK überzeugt zu haben scheint.

Für den FCK gibt es in der Situation nur zwei Möglichkeiten. Entweder die Kröte mit den Anteilen zu schlucken oder zu versuchen eine Mehrheit anderer Stadtratsmitglieder davon zu überzeugen, dem FCK die Mietreduzierung ohne Gegenleistung zu gewähren. Ob man dies mit Pressemeldungen wie der gestrigen erreicht oder ob diese eher kontraproduktiv war, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.

@Ferse
Das mit dem Land ist ja alles schön und gut. Nur wie willst du (oder vielmehr wie will Weichel) das Land zwingen, sich hier in irgendeiner Weise kostenmäßig zu beteiligen. Wenn die nicht wollen, wollen die nicht. Ich sehe da keinerlei rechtliche oder andere Handhabe. Auch politisch ist das nicht opportun. Wenn du als Land Geld in den FCK steckst, wirst du heute in Rheinland-Pfalz mehr Stimmen verlieren als gewinnen. Weigerst du dich, sind geschätzt 20.000 FCK-Fans so sauer, dass sie dich vielleicht nicht mehr wählen, aber beteiligst du dich, beschweren sich die restlichen der drei Millionen Wahlberechtigten. Es wird daher wohl oder übel darauf hinauslaufen, dass die Stadt und der FCK selbst eine Lösung finden müssen. Und das wird nur miteinander gehen, nicht gegeneinander.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Ke07111978 » 04.02.2020, 17:02


@rheinteufel: Das ist kein Frage des Wollens sondern des Könnens. Wenn nicht genug Investoren zusammenkommen, um den FCK zu finanzieren, dann ist es völlig egal, ob wir Aktien abgeben oder nicht. Das eine bringt nur was wenn das andere funktioniert und umgekehrt.

Und über was wir Zugeständnisse reden wir denn? Du kannst in der dritten Liga keine 3,2 Mio. Pacht zahlen. Ob du sie in Aktien, pokaleinnahmen, Euro oder Pesten bezahlst, ist eigentlich völlig irrelevant. Marktüblich sind die bummelig 0,5 Mio. darauf hat man sich geeinigt.



Beitragvon DirkDiggler6686 » 04.02.2020, 17:05


Bin ich jetzt ganz verpeilt? Bitte sagt mir wenn ich falsch liege...

Ich versuche das ganze Dilemma mal ganz kurz und knapp zusammenzufassen.
Unser FCK kann ohne Investoren nicht überleben und zum Erhalt der Lizenz sind diese ebenso enorm wichtig, weil uns für die Lizenzierung ein großer Batzen an Kohle fehlt.
Die Deadline für die Abgabe der Lizenzierungsunterlagen ist doch der 01.03. ,oder???

Am 02.03. tagt aber erst der Stadtrat wieder um das Thema Mietreduzierung abzustimmen.
Das Thema Mietreduzierung ist doch aber überlebenswichtig für unseren FCK und die Lizenz???!!!

Wenn ich richtig bin, war die Vertagung gestern ja fast so was wie ein Todesstoß, oder?
Lautern brauch einen Billy Beane aus Moneyball... :daumen:



Beitragvon luzifer86 » 04.02.2020, 17:06


Rheinteufel2222 hat geschrieben:Es wird daher wohl oder übel darauf hinauslaufen, dass die Stadt und der FCK selbst eine Lösung finden müssen. Und das wird nur miteinander gehen, nicht gegeneinander.


Zur "kurzfristigen" Mietminderung müssen Verein und Stadt alleine eine Lösung finden. Das könnten Sie auch problemlos schon erreicht haben, wenn Sie konstruktiv zusammenarbeiten würden...

Zur langfristigen Lösung, welche nur in einer Änderung des aktuellen Finanzierungskonstrukts der Stadiongesellschaft liegen kann, benötigen beide allerdings zwingend die Mithilfe des Landes.

Ohne eine Umfinanzierung der momentanen endfälligen Kredite, wird der FCK vielleicht nicht am 30.06.2020 sterben, abhängig von der Fortschreibung der genannten Mietminderung, aber sehr wahrscheinlich auf Raten in den nächsten Jahren.

Der FCK kann nur wieder richtig auf die Beine kommen, wenn das Problem der aktuellen Stadionfinanzierung gelöst wird.
Die momentane Vereinsführung hat dies bereits nach wenigen Wochen im Amt erkannt, deren meisten Vorgänger in den letzten 12-15 Jahren hatten diese Erkenntnis nichtmal nach etlichen Jahren in Verantwortung erlangt.



Beitragvon Ke07111978 » 04.02.2020, 17:23


Professor Wilhelm hat sich im Übrigen auch nochmal in Vers-Form zur Thematik geäußert. Der Kern der Aussage: eine Hingabe von Aktien wie sie sich der OB vorstellt ist nicht legitim, was dem FCK durch Prüfer bestätigt wurde. Eine nicht werthaltige Sacheinlage durch einen Gläubiger (das dürfte der Themenkomplex sein) ist eben vorsichtig formuliert „problematisch“. Das war im Übrigen vorher absehbar und meine erste Reaktion auf diesen Vorschlag.

Und eine solches Problem, wird dann eben auch zum Problem für Investoren, die danach Kapitalerhöhungen gegen bar erbringen.



Beitragvon Dercheef » 04.02.2020, 17:31


DirkDiggler6686 hat geschrieben:Bin ich jetzt ganz verpeilt? Bitte sagt mir wenn ich falsch liege...

Ich versuche das ganze Dilemma mal ganz kurz und knapp zusammenzufassen.
Unser FCK kann ohne Investoren nicht überleben und zum Erhalt der Lizenz sind diese ebenso enorm wichtig, weil uns für die Lizenzierung ein großer Batzen an Kohle fehlt.
Die Deadline für die Abgabe der Lizenzierungsunterlagen ist doch der 01.03. ,oder???

Am 02.03. tagt aber erst der Stadtrat wieder um das Thema Mietreduzierung abzustimmen.
Das Thema Mietreduzierung ist doch aber überlebenswichtig für unseren FCK und die Lizenz???!!!

Wenn ich richtig bin, war die Vertagung gestern ja fast so was wie ein Todesstoß, oder?

Nein, denk einfach mal ans letzte Jahr zurück: Da hatten wir die nötige Kohle für die Lizenz im März auch noch nicht beisammen. Im Zweifelsfall gibt es dann halt Auflagen das bis Ende Mai ne gesicherte Finanzierung der kommenden Saison vorliegen muss. Nur darum geht es ja bei der Lizenzierung. Zumal der DFB seinem Zugpferd in Liga 3 sicherlich nicht voreilig oder leichtfertig die Lizenz verweigert.
Team Betzegebabbel



Beitragvon Thomas » 04.02.2020, 17:34


Der Bürgermeister hat sich nochmal zu Wort gemeldet mit ein paar neuen Details aus seiner Sicht.

Weichel: "Mit Sachlichkeit zurück an den Tisch"

Oberbürgermeister Klaus Weichel informierte in der gestrigen Sitzung die Mitglieder des Stadtrates über die neue Faktenlage in Sachen FC Kaiserslautern, soweit es ihm in öffentlicher Sitzung möglich war. Er berichtete unter anderem über eine Gesprächsrunde mit regionalen Investoren und der FCK-Führung, die klären sollte, ob die jetzigen Investoren Vorbehalte oder Bedenken gegen eine Aktienübertragung vom Verein an die Stadiongesellschaft hätten. "Es ist alleine der FCK, der Probleme mit einer solchen Kompensationsmethode hat", erklärte das Stadtoberhaupt schließlich im Rat.

"Die vom FCK vorgebrachten Gründe, wieso eine solche Übertragung angeblich problematisch sei, habe ich zum Schutz des Vereins vor insolvenzrechtlichen Konsequenzen in öffentlicher Sitzung nicht erwähnt", so Weichel im Nachgang der Ratssitzung. Diese Problematik sei nach einem Hinweis der FCK-Führung auf ein Gutachten eines Wirtschaftsprüfers während des Gespräches deutlich geworden. "Dass mir das nun vorgehalten wird, ist für mich unverständlich. Hätte ich es getan, wäre mir sicher gerade dies zum Vorwurf gemacht worden." Das Gutachten liege der Verwaltung selbst nicht vor. Sollte der FCK an einer öffentlichen Diskussion darüber interessiert sein, müsse er es selbst veröffentlichen.

Auf Seiten der Investoren habe man Verständnis für das Ansinnen der Stadt über eine Aktienübertragung gezeigt. Auf das Engagement der Gruppe habe ein solcher Transfer keinerlei Einfluss. Man würde dem FCK, wenn er die gestellten Bedingungen erfülle, weiterhin helfen, hieß es bei dem Gespräch.

"Den Antrag auf Mietminderung unterstütze ich nach wie vor. Mein Wunsch nach Kompensation widerspricht dem nicht im Geringsten", versichert Weichel erneut. "Der Erarbeitung eines gemeinsamen Konsenses zur Rettung des FCK stehe ich ebenfalls weiterhin offen gegenüber, das hat bei mir höchste Priorität", erklärte der Rathauschef. Das konstruktive Gespräch am Sonntag habe bereits erkennen lassen, dass alle an einer vernünftigen Lösung arbeiten. "Leider ist die aktuelle Diskussion von unnötiger Schärfe geprägt, darum würde ich es begrüßen, von persönlichen Diffamierungen abzusehen", unterstrich Weichel und forderte gleichzeitig: "Lassen wir uns alle gemeinsam sachlich diskutieren und zurück an einen Tisch finden." Dass der FCK sich mit seinem Angebot einer erfolgsabhängigen Beteiligung aus den Erlösen des DFB-Pokal ab der 2. Runde auf die Stadt zubewegt habe, begrüßte der Oberbürgermeister sehr. Auch, dass der FCK einer erweiterten Nutzung noch ungenutzter Flächen im Fritz-Walter-Stadion offen gegenüber stehe, sei eine gute Verhandlungsgrundlage.

Am 2. März wird sich der Stadtrat erneut mit der Frage nach einer Fortschreibung des reduzierten Pachtvertrags des FC Kaiserslautern mit der Stadiongesellschaft und einer daraus resultierenden Kompensationsleistung durch die Stadt auseinandersetzen. Ein früherer Termin sei wegen der Winterferien ungünstig. "Zur Prüfung aller vorgebrachten Ideen und zum Abschluss aller Gespräche brauchen wir vor allem eines: Zeit", so Weichel. In den nächsten vier Wochen hätten nun alle Beteiligten die Möglichkeit, sich ausführlich zu beraten, um eine Entscheidung auf Basis einer fundierten Wissensgrundlage treffen zu können. Gespräche mit dem 1. FCK, der Aufsichtsbehörde ADD und dem Innenministerium stünden noch aus.

Quelle: Stadt KL

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK beantragt Mietminderung - Stadtrat berät im März
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Dercheef » 04.02.2020, 17:40


Rheinteufel2222 hat geschrieben:
@Ferse
Das mit dem Land ist ja alles schön und gut. Nur wie willst du (oder vielmehr wie will Weichel) das Land zwingen, sich hier in irgendeiner Weise kostenmäßig zu beteiligen. Wenn die nicht wollen, wollen die nicht. Ich sehe da keinerlei rechtliche oder andere Handhabe. Auch politisch ist das nicht opportun. Wenn du als Land Geld in den FCK steckst, wirst du heute in Rheinland-Pfalz mehr Stimmen verlieren als gewinnen. Weigerst du dich, sind geschätzt 20.000 FCK-Fans so sauer, dass sie dich vielleicht nicht mehr wählen, aber beteiligst du dich, beschweren sich die restlichen der drei Millionen Wahlberechtigten. Es wird daher wohl oder übel darauf hinauslaufen, dass die Stadt und der FCK selbst eine Lösung finden müssen. Und das wird nur miteinander gehen, nicht gegeneinander.

Ich glaube sonderlich politisch opportun wird es auch nicht sein, wenn plötzlich 100 Millionen am Steuerzahler kleben bleiben und man das irgendwie erklären soll wie es dazu kommen konnte. Da werden sich die 3 Millionen Wahlberechtigten wohl auch nicht drüber freuen. Es geht hier ja nicht darum Geld in den FCK zu stecken, sondern dafür zu sorgen, dass der FCK auch zukünftig Geld an die Stadt wird überweisen können. Hat die Stadt aktuell ne Handhaben gegenüber dem Land? Vermutlich nicht. Aber spätestens wenn der FCK nicht mehr da ist wird die Stadt für die Beseitigung des Katastrophe ja auf das Land zukommen müssen. Da wäre es eben für alle Beteiligten schlauer, auch für das Land, sich noch darum zu kümmern solange es den FCK noch gibt.
Team Betzegebabbel



Beitragvon Red_Devil » 04.02.2020, 17:47


Ich bin dann doch über die Sachlichkeit in seiner Stellungnahme überrascht. Auch wenn ich seine Ansichten ansonsten nicht gerade unterstütze, so zolle ich diesem doch ein wenig Respekt. Ich finde es gut, dass er hier nicht zum großen Gegenschlag ausholt. Gibt es evtl. doch weider ein wenig Hoffnung?



Beitragvon GerryTarzan1979 » 04.02.2020, 17:52


Habe mich jetzt mal durch die letzten Seiten durchgelesen, sogar manchmal gequält. Kann gar nicht erklären wie es meiner Stimmung geht. Vielleicht bin ich deswegen seit dem WE so durch den Wind und verfasse Artikel mit einigen Fehlern... :nachdenklich:
Jedenfalls stellen sich mir bei manchen Beiträgen alle Haare zu Berge. Auch der Ton untereinander wird wieder rauher. "Welcome BBK 2.0" kann ich da nur sagen.

Mich bestürzt regelrecht die Pressemitteilung des FCK, weil sie deutlich ist, klar und in meinen Augen auch ehrlich. Man kann regelrecht herauslesen was gestern los war.
Auch wenn ich nicht dabei gewesen bin, so glaube ich eher dem FCK als Weichel. Ist zwar rein subjektiv, aber meine Meinung.

Lassen wir mal das ganze hin und her wegen der Stadionmiete und dem Vorschlag die Pokalerlöse hier anzubieten. Kann nicht sagen, ob das sinnvoll ist oder nicht, weil ich einfach nicht weiß, was die alte Führung schon verpfändet hat und was noch unter dem Teppich gekehrt worden ist.

Schlimmer ist einfach meine Gefühlslage. Ich habe regelrecht Angst um meinen FCK und ich bin fassungslos wie es dazu kommen konnte. Mal wieder. Wie so oft in der letzten Zeit. Und irgendwie kommt immer wieder was drauf. Ich habe einfach keinen Bock mehr auf diesen Mist. Der FCK schafft mich nur noch. Bin leer und mache mir ernsthafte Sorgen, weil die Deadline (oder der Todesstoß) nun wirklich immer näher rückt.
Wie kann man sich so auf das Spiel heute Abend freuen oder einstimmen? Wie schafft man diesen Spagat?

Was mich aber auch noch wütend (?), sauer (?), fassungslos (?) macht sind einige Kommentare hier. Jeder, wirklich jeder hat ein Recht auf seine Meinung, es geht mir nicht um die grundlegend andere Meinung, nein es geht mir hier um die Haltung und den Umgang untereinander. Keine Angst, will jetzt nicht auf die Respekt-Schiene abtriften, ich meine etwas anderes. Es geht mir um den Eindruck, dass hier Dinge geschrieben werden und man angeblich FCK Fan ist. Man stellt sich GEGEN seinen Herzensclub und verteidigt diejenigen, die den Sargnagel in der Hand halten (mal krass ausgedrückt). Und dann fechtet man noch private Eitelkeiten aus. Schade, dass man sein eigenes Ego hier in den Vordergrund stellt.
Vielleicht klingt das jetzt hart, aber ich habe es beim Lesen so empfunden.

Vielleicht ist der Weg in die Insolvenz doch eine ernstzunehmende Option (will das aber auf keinen Fall!), und deswegen fühle ich mich so mies. Gibt es wirklich keine Alternative?

Mein FCK Herz ist gerade auf Halbmast.
Seh´ ich aus wie einer, der immer ´nen Plan hat?! Joker aus The Dark Knight
Es lebe K-Town!



Beitragvon devil49 » 04.02.2020, 18:08


"Eine erkranke Kuh, die man jahrzehntelang sehr ergiebig gemolken hat, sollte man schleunigst wieder auf die Beine helfen, damit sie künftig wieder Milch geben kann!"

So oder so ähnlich sagt es eine alte Bauernweisheit sowie der gesunde Menschenverstand, nur letzteres bei Politikern zu suchen, ist vergebene Liebesmüh, weil Politiker bekanntlich andere Ziele verfolgen, welche nicht selten den eigenen (vorwiegend finanziellen) Interessen dienen!

……………………. Und da beschweren sich die Herrschaften weil ihnen (angeblich) immer mehr Verachtung und blanke Wut entgegen schlägt!



Beitragvon grasnarbe » 04.02.2020, 18:16


Der FCK ist wohl der Verein in Deutschland, der am gewaltigsten in die Fänge von Politik, Parteien, fremden (Finanz-)Interessen und auch dem ein oder anderen regionalen Süppchenkocher geraten ist. Auf dem Jahrmarkt der Eitelkeiten ist der FCK seit Jahrzehnten die Puderdose mit der sich so viele geschminkt haben. Jetzt ist die Dose leer und soll in den Mülleimer (der Geschichte) geworfen werden.
Die Roten Teufel vom Betzenberg



Beitragvon wernerg1958 » 04.02.2020, 18:40


Jetzt da anscheinend alle "Mütchen" gekühlt sind, sollten ALLE sich endlich aufmachen und großen Worten entlich Taten folgen lassen zum Wohle ALLER!
Es braucht jetzt eine Elefantenrunde an einem eben solchen Tisch, gibt es den in Lautern? Das heist die Stadt mit dem OB und dem Bürgermeister der Fraktionsführern dem Vorstand der FCK KGaA dem Vorstand FCK EV dem "Sprecher der Investoren und der Bank-Banken! Dann sollen diese Damen und Herrn sich ein tragfähiges Konzept erarbeiten wie es mit dem Stadion weiter gehen soll/muss/kann. Und sonst hilft da nichts mehr und das muss bis Ende 2020 stehen spätestens. Oder sie sollen den Laden dicht machen, ein sterben auf Raten ist nur für alle ein unsägliches Trauerspiel, ich hab da keinen Bock mehr, da will ich dann auch kein Mitglied mehr sein, es reicht, es macht überhaupt keinen Spass mehr. Mit 61 möchte ich noch paar Jahre Freude haben mit oder eben dann ohne FCK. Lasst Taten folgen jetzt!!!



Beitragvon devil49 » 04.02.2020, 18:43


Und zum hundertsten Mal:
Warum verdammt noch mal werden nicht endlich auch die 11 Millionen angesprochen, welche die Steuermafia zu Jäggis Zeiten, zu Unrecht vom FCK als angebliche Steuerschuld gefordert und erhalten hat, obwohl im Nachhinein laut rechtskräftigem Urteil eine Steuernachzahlung von lediglich 1 Million (in Worten: Eine Million) bestand, die Steuermafia aber bis heute keinen Cent der zu Unrecht geforderten (besser: „Erpressten“!) 10 Millionen zurück gezahlt hat!


Am 1.FCK in guten Zeiten, hat sich jeder, aber auch wirklich jeder gütlich gehalten und in den Erfolgen gesonnt……………….. aber wie so oft: Wenn man die falschen Freunde erkennt, ist es zu spät, denn dann sind sie zu Gegnern oder gar Feinden geworden!! :shock: :shock:

…. Und die Politik im Boot, bedeutet immer den sicheren Untergang :teufel2:



Beitragvon shaka v.d.heide » 04.02.2020, 18:52


DerRealist hat geschrieben:
Ke07111978 hat geschrieben:

Ich bin gespannt worüber ihr berichtet, wenn die nächsten Wochen die Rollläden runtergehen.


Vielleicht darüber, was AOMV Jetzt! so alles gebracht hat etc.


:nachdenklich:
Ach so.
Du meinst also dass die Initiatoren von AOMV Jetzt!
unsere momentane Lage zu verantworten haben?
Versteh ich das richtig?

Irgendwie gewinn ich den Eindruck dass du mit der geschassten Führungsriege persönlich verbandelt bist und versuchst diese in einem guten Licht dastehen zu lassen.
Du schiesst gegen die aktuell handelnden Personen und gegen die,die mit der Arbeit von BBK nicht zufrieden waren/sind.

Sorry,aber so langsam kann ich deine Beitrage nicht mehr ernst nehmen.

Bis im Dezember 2019 wurde im sportlichen/wirtschaftlichen/finanziellen Bereich dermaßen viel Mist gebaut,der den Verein an den Rand des Abgrunds geführt hat,dass es mMn kaum noch Hoffnung auf ein Weiterbestehen des effcekaa im gewohnten Sinne gibt.
Wenn es aber Fussballwunder gibt,dann in KL.

Eine frühzeitig stattfindende AOMV hätte uns möglicherweise die Zeit gebracht Dinge gerade zu rücken die von der alten Führung(ja,ich weiß,der Ausdruck ist nicht passend)versaubeutelt wurden.

Ich kann mir gut vorstellen wie du grinsend vorm PC sitzt und dir auf die Schenkel klopst weil du hier so manchem die Zornesröte ins Gesicht treibst.

Von meiner Seite aus sei dir der Spaß gegönnt.



Beitragvon sume » 04.02.2020, 19:12


Über die "neue Faktenlage in Sachen FC Kaiserslautern" wurden die Mitglieder des Stadtrates also gestern informiert. Und im März werden sie sich dann erneut mit der "Frage nach einer Fortschreibung des reduzierten Pachtvertrags des FC Kaiserslautern" auseinandersetzen.

Dass es der Stadtverwaltung ernst ist mit dem Sparen, sieht man da sofort. :wink:



Beitragvon Motorschrauber » 04.02.2020, 19:40


Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
Sehr geehrte Stadtratsmitglieder,- mitgliederinnen,
,
Wieviel Einwohner hat Kaiserslautern: ca 100 000!
Wieviel Stadionbesucher sind heute im Stadion: ca. 33 000!

Umkehrschluß: ein Drittel der Einwohnerzahlen sind heute im Stadion.
Das wollt ihr doch nicht vernichten! Ohne FCK wären heute Abend vielleicht einige 100 Gäste in der Stadt unterwegs. Soviel zum Werbewert des Vereins.



Beitragvon Soccer81 » 04.02.2020, 20:35


Reib dem Weichel mal die... :D
Vielleicht merkt er dann was in diesem Verein, in diesen Fans steckt.
Egal wie es heute aufm Berg ausgeht, wer nicht begreift was der Fck ist, ist fern der "Realität" oder kommt einfach nur aus Ramstein. :D

Wie schon geschrieben, wenn man es so nimmt ist "fast" die "halbe STADT" (ein bissel übertriebener Optimismus muss sein, für alle anderen ca. 34%) im Stadion.

Es tut mir leid wie kann man da nur streiten und versuchen diesen Verein dieses Gefühl in die Tonne zu kloppen.

Grüße aus der Vorderpfalz wir haben begriffen die Brücken nach monnem zu zerschlagen wir wissen wo wir hin gehören. :teufel2: :teufel2: :D :lol:
Zuletzt geändert von Soccer81 am 04.02.2020, 22:06, insgesamt 2-mal geändert.



Beitragvon Betze_FUX » 04.02.2020, 21:37


Da wirft im Sandkasten einer dem anderen ständig Sand in die Haare, versteckt ihm die förmchen pisst ihm ans Bein, und dann sagt er lass uns bitte sachlich an den Tisch zum Kuchenessen....
denn Wahrheit ist am Schluß allemal Wahrheit.




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