Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Thomas » 05.02.2024, 20:12


Stadionpacht bleibt auch in der Saison 2024/25 gestaffelt

Der Stadtrat in Kaiserslautern hat am Montag erneut einer Reduzierung der FCK-Pacht für das Fritz-Walter-Stadion zugestimmt. Klub und Stadiongesellschaft arbeiten aber an einer neuen Vereinbarung.

Der FCK hatte die Stadt darum gebeten, die derzeit gültige Reduzierung der Stadionmiete für die kommende Saison beizubehalten. Diese sieht unter anderem in der zweiten Liga eine Miete von 2,4 statt den ursprünglich vereinbarten 3,2 Millionen Euro und in der Dritten Liga 625.000 Euro vor. Hinzu kommen Zusatzzahlungen, die abhängig vom Erfolg im DFB-Pokal und vom Zuschauerschnitt sind.

Der Grund für die beibehaltene Reduzierung: FCK und Stadiongesellschaft arbeiten an einer neuen Vereinbarung. Bis diese steht, möchte der Klub die geringeren Konditionen zahlen. "Der neue Vertrag sollte weniger kompliziert und mehr zukunftsgerichtet sein", beschreibt es Stefan Weiler, der Geschäftsführer der Stadiongesellschaft. Mit dem FCK sei man hierfür in guten Gesprächen. (…)

Quelle und kompletter Text: SWR

Weitere Links zum Thema:

- Stadionpacht bleibt auch 2022/23 und 2023/24 gestaffelt (Der Betze brennt, 07.03.2022)
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Kirchheimer » 05.02.2024, 20:41


N'Abend zusammen. Gerade gelesen, war z. T. fast wortgleich OHNE inhaltliche "Missverständnisse" in der Rheinpfalz vom 3.2.24 zu lesen, Autor Christian Clemens.

Hier beim SWR heißt es im 2. Absatz

"Stadiongesellschaft braucht mindestens 3,2 Millionen Euro
Die Stadiongesellschaft benötigt nach Angaben der Stadt jährlich mindestens 3,2 Millionen Euro, um den Kredit in Höhe von 65 Millionen Euro für den Kauf der Arena, aber auch Zinszahlungen, zu leisten.

Abgesehen davon dass ein Verb nach "Euro" zu fehlen scheint, welchesauchimmer, ist das irreführend oder freundlicher "missverständlich" ausgedrückt. Es sind ja nicht "aber auch Zinszahlungen", sondern nur solche, keinerlei Tilgung, wie wir kürzlich am Freitag erst wieder hatten. Schade, besonders weil der Autor Stollhof lt. seiner eigenen Beschreibung aus der Gegend ist und beim SWR in KL arbeitet. Kennt den jemand persönlich zum Auffordern, das zu korrigieren?



Beitragvon SEAN » 05.02.2024, 20:51


Was gehört eigendlich alles zum Stadion?
Platz 4, der "halbe" Platz hinter der Ost, der Parkplatz Ecke Platz 4/ Osttribüne, der Ascheplatz hinter der Süd...... sonst noch was?
Gibts da vielleicht eine Karte, wo alles markiert ist? Gefunden hab ich mal nix........

Wenn das alles ist, ich weiß nicht, ob das wirklich des Rätzels Lösung wäre, das zu vermarkten. Viele Millionen wird das nicht einbringen, aber man verliert einige hundert Parkplätze, und muss entweder im Stadion oder am Fröhner trainieren. Ich denke, dann bräuchte man den Fanshop auch nur noch an Spieltagen öffnen.
Scheint die Sonne so warm, trag ich Papier unterm Arm,
scheint die Sonne so heiß, setz ich mich hin und.........



Beitragvon Schnullibulli » 06.02.2024, 07:55


Wer im Glashaus sitzt @ Kirchheimer...
Dein Deutsch ist auch nicht the yellow of the egg ;)

Unser Problem in diesem finanziellen Thema ist doch bekannt: so lange man es nicht schafft sich mit der Bank zu unterhalten und den Vertrag umzustrukturieren bleibt das FWS ein schwerer Klotz am Bein des FCK und der Stadt mit dem man sich weiter Jahr für Jahr versucht im Kreis zu drehen.

Ob die Bank daran interessiert ist sich zu unterhalten ist natürlich eine andere Frage.



Beitragvon kabelbrand » 06.02.2024, 08:11


SEAN hat geschrieben:Was gehört eigendlich alles zum Stadion?
Platz 4, der "halbe" Platz hinter der Ost, der Parkplatz Ecke Platz 4/ Osttribüne, der Ascheplatz hinter der Süd...... sonst noch was?
Gibts da vielleicht eine Karte, wo alles markiert ist? Gefunden hab ich mal nix........

Wenn das alles ist, ich weiß nicht, ob das wirklich des Rätzels Lösung wäre, das zu vermarkten. Viele Millionen wird das nicht einbringen, aber man verliert einige hundert Parkplätze, und muss entweder im Stadion oder am Fröhner trainieren. Ich denke, dann bräuchte man den Fanshop auch nur noch an Spieltagen öffnen.


Schaue mal hier:

https://www.immobilien-aktuell-magazin. ... tquartier/
https://www.dreso.com/de/aktuelles/deta ... machts-vor

Ich hoffe die Links funktionieren noch.



Beitragvon Master of Puppets » 06.02.2024, 10:24


Ich mache es mal ganz einfach.

1. Die Liga halten.
2. DFB Pokal ins Finale gegen Leverkusen kommen.
3. Im UEFA Cup gutes Geld einnehmen
4. Transfergewinne erzielen
5. Stadion zurück kaufen



Beitragvon K-Townboy » 06.02.2024, 10:41


@Master of Puppets

Nur ins Finale, in dem Fall gegen Leverkusen, kommen reicht leider nicht mehr für Europa. Die Regel, dass sich der Verlierer des DFB-Pokalfinals für Europa qualifiziert, wenn der Sieger sich ohnehin durch die Liga für Europa qualifiziert hat, gibt es seit der Saison 2015/2016 nicht mehr!

In diesem Fall würde wahrscheinlich der 7. der Bundesliga nachrücken!

Was uns natürlich nicht abhalten sollte, falls wir ins Finale kommen, einfach den Pott zu gewinnen! :teufel2: 8-)

Hier auch nochmal ein entsprechender Artikel dazu:
https://www.spiegel.de/sport/fussball/n ... -so-app-sh
Reden ist silber - Taten sind gold!



Beitragvon Master of Puppets » 06.02.2024, 12:30


@K-Townboy:
Verdammt!!! Danke für den Hinweis. Das ist an mir vorbei gegangen.



Beitragvon Betze_FUX » 06.02.2024, 12:35


Aber nicht so wie damals gegen Karlsruhe...als wir als Absteiger den Pokal gewannen... :(
"In Kaiserslautern immer auf die übertriebene Erwartungshaltung zu verweisen, ist vollkommener Quatsch. Ich vermisse es, dass man die Fans als Faktor begreift, mit dem Erfolg zu schaffen ist." - Kalli Feldkamp



Beitragvon suYin » 31.03.2024, 00:09


Schon ein paar Tage her, aber wir hatten es zu frontal auf YouTube (ab 07:00) geschafft.

"So tricksen Fußballspieler und Vereine bei der Steuer."
https://youtu.be/mNtMqTetWXM?feature=shared&t=420



Beitragvon Alex76 » 31.03.2024, 23:28


@ suYin
Interessanter Beitrag, der die Problematik mit der Stadionfinanzierung (Bürgschaften) kurz aufzeigt. Darüber hinaus sieht man, dass Geld den Fußball regiert. Schade, wenn sehr sehr gut bezahlte Profis den kreativen Weg um die Einkommenssteuer herum suchen und finden.

Für den 1.FC Kaiserslautern halte ich eine Zusammenarbeit mit einer gemeinnützigen GmbH im Bereich Sport, Kunst, Kultur & Handwerk als zu gründendes Startup für erstrebenswert, so dass sowohl der Verein als auch die Stadt entlastet werden können. Anders als RB Leipzig, die ihre Investitionen und ihren Erfolg mit schnellem Kapital auf den Bundesligamarkt geworfen haben, würde die "Refinanzierung" des Fritz-Walter-Stadions organisch erfolgen. Basis wären die Namensrechte. Quasi ein Substitut bzw. eine Alternative zu den gewöhnlichen Naming Rights.

Weitere Ausführungen finden sich in meinem Beitrag vom 01.05.2023:

Alex76 hat geschrieben:Investition in die Fußballbundesliga? Oder doch eine Ligareform!

Auch heuer sind die Sportlichen Erfolge in den europäischen Wettbewerben überschaubar. Während in der Gruppenphase der Championsleague noch vier der fünf gestarteten deutschen Vereine das Achtelfinale erreicht haben, war die Bundesliga im Viertelfinale nur noch mit dem FC Bayern München vertreten.

Der FC Bayern war gegen Manchester City, die zusammen mit Real Madrid wohl die beiden Ausnahmemannschaften darstellen, chancenlos. Ohne Lewandowski und Manuel Neuer, sowie clubinterner Querelen, fehlte die Ausstrahlung, um gegen ein europäisches Spitzenteam mithalten zu können. Aktuell vertritt Bayer Leverkusen den deutschen Fußball in der Europa League.

Ist die Bundesliga international noch wettbewerbsfähig? Was bedeutet der Einstieg eines Ligainvestors? Wie werden die Mehreinnahmen verteilt? Welchen gesellschaftlichen Stellenwert hat der Fußball in Deutschland? Wie können Alleinstellungsmerkmale aufgebaut werden, die den sportlichen und wirtschaftlichen Abstand zur Premier League oder der spanischen LaLiga mindern?

Die englische Premier League ist finanziell am besten ausgestattet, was sich bei den Spielertransfers, der Expertise der Trainer und der dynamischen Spielweise bemerkbar macht. Mit einer der Gründe für diese Excellence ist der TV-Vertrag. Laut der Sport Bild soll sich der TV-Vertrag für die In- und Auslandsvermarktung in der Saison 2020/21 auf 3,58 Milliarden Euro belaufen. Während die spanische LaLiga 2,05 Milliarden Euro erhielt, bekam die Bundesliga 1,44 Milliarden Euro und rangierte an dritter Stelle des europäischen Ranking noch vor der italienischen Serie A (1,34 Milliarden Euro) und der französischen Ligue 1 (1,15 Milliarden Euro).

Mit der Corona-Pandemie haben sich auch die TV-Gelder nach unten konsolidiert. Am Stellenwert der englischen Premiere League (aktuell bis 2025: 3,5-4,0 Mrd. € aus Inlands- und Auslandsvermarktung) hat sich wenig geändert. Eine genaue solide Auflistung der europäischen TV-Einnahmen schwierig.

Um international wettbewerbsfähig zu sein, bedarf es eines guten Verhandlungsergebnisses bei den nationalen und internationalen TV-Rechten für die Bundesliga. Wobei diese Verhandlungen recht komplex sind und in Relation gesetzt werden müssen mit Anstoßzeiten (Vgl. spanische LaLiga) oder Ansetzungen zwischen den Jahren (Vgl. englische Premier League).

Die DFL möchte mit einem strategischen Finanzpartner eine Tochterfirma namens "DFL MediaCo GmbH & Co. KGaA" gründen, in die die Medienrechte ausgelagert werden. Durch den Einstieg des Investors, einer Private-Equity-Gesellschaft, sollen 2 bis 3 Milliarden Euro erlöst werden für eine über 20 bis 25 Jahre angelegte Beteiligung mit 12,5 bis 20 Prozent.

Bis zum 24.April hatten sechs Private-Equity-Gesellschaften Zeit, um ein indikatives Angebot bei der Deutschen Fußballliga abzugeben. Als indikatives Angebot wird (insbesondere im Vergaberecht und bei Unternehmenskäufen mit einem Bieterverfahren) ein unverbindliches erstes Angebot bezeichnet, das Bewerber in der sog. Dialogphase eines Vergabeverfahrens abgeben. Bei den Gesellschaften handelt es sich um die Finanzinvestoren Advent, Blackstone, Bridgepoint, CVC, EQT und KKR.

Die nächsten Schritte der DFL erfolgen auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung, bei der die zwei bis drei attraktivsten Offerten selektiert werden sollen. Laut Kicker-Informationen soll die nötige Abstimmung über eine mögliche Partnerschaft nicht vor Ende Mai stattfinden. Für den Einstieg des Investors müssten zwei Drittel der 36 Klubs aus 1.Liga und 2. Liga ihre Zustimmung erteilen.

Als Small Town Boy habe ich mir dazu auch Gedanken gemacht. Schaust: Where the Eagles cry …! (19.05.2022, 19:19)
viewtopic.php?p=1396292#p1396292

Links zum Einstieg eines Ligainvestors und den TV-Geldern:

20.03.2022: SO VIEL NEHMEN DIE LIGEN WIRKLICH EIN - Europas neue TV-Geldrangliste
https://sportbild.bild.de/fussball/inte ... sport.html

28.03.2023: Milliarden für die Bundesliga? Wieso der Einstieg eines Investors in die DFL einige Gefahren birgt - Investoreneinstieg in der DFL: das neue Schreckgespenst im Gruselkabinett des modernen Fußballs
https://schwatzgelb.de/artikel/2023/uns ... -fussballs

04.04.2023: BVB-Podcast von Schwatzgelb.de - Auffen Punkt #74: Nein zu Investoren in der DFL?!
https://schwatzgelb.de/artikel/2023/auf ... in-der-dfl

18.4.2023, 13:34 UHR: Rudi Völler: Der FCK würde der Bundesliga gut tun
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc- ... r-100.html

19.4.2023, 14:26 UHR: Markus Babbel: Der FCK hat die Pfalz wieder wachgeküsst
https://www.swr.de/sport/fussball/1-fc- ... g-100.html

24.04.2023, 13:33 Uhr: Heiße Debatte um Milliarden-Plan - Das steckt hinter der Investorensuche der DFL
https://www.zdf.de/nachrichten/sport/fu ... n-100.html

24.04.2023: Bundesliga droht Schreckensszenario
https://www.msn.com/de-de/sport/fussbal ... 65a8&ei=34

25.04.2023: DFL hofft auf Investoren-Milliarden
https://www.sport1.de/news/fussball/bun ... -am-24-mai

25.04.2023: Abstimmung Ende Mai - Investorensuche: DFL nimmt weitere Weichenstellung vor
https://www.kicker.de/investorensuche-d ... 09/artikel

28.04.2023, 09:43 Uhr: Schlechtes Vorbild für DFL - Investor entzweit spanischen Fußball
https://www.zdf.de/nachrichten/sport/fu ... n-100.html


„Fortuna für Alle!“

Vereine wie Hannover 96 oder Fortuna Düsseldorf haben es als Zweitligist schwer in der gesellschaftlichen Wahrnehmung einer Großstadt mit vielen attraktiven Freizeitangeboten positiv aufzufallen. Der Anspruch lautet Erstklassigkeit, wodurch der sportliche Druck sehr hoch ist und von Medien und Fans kritisch beäugt wird. Die Liste attraktiver Vereine ließe sich noch erweitern. Auch im Norden und im Süden gibt es viele Vereine, die in der 1.Bundesliga gefühlt beheimatet sind.

Wie gelingt der Aufstieg? Nebst Geld gilt es in der Stadt eine Aufstiegsmagie zu entfachen. Ob dies Fortuna Düsseldorf mit der Aktion „Fortuna für Alle!“ gelingt ist spannend zu begleiten. Worum geht es? Hier die Pressekonferenz der Fortuna:

26.04.2023: FORTUNA FÜR ALLE | Verein stellt neue strategische Ausrichtung vor
https://www.youtube.com/watch?v=GT2_Peu7d_M

Zunächst möchte ich mich mal persönlich distanzieren. Nein ich bin nicht Alexander Jobst, obwohl das mit den 76 Jahren optisch passen könnte. Alexander Jobst plant mit der Fortuna eine in den Medien titulierte Ticket-Revolution, so dass den Zuschauern freien Eintritt für Spiele der Fortuna gewährt wird. In der nächsten Saison zunächst bei drei Heimspielen als Pilotprojekt. Ziel sei eine Saison bestehend aus 17 kostenlosen Heimspielen.

Um die wichtigen Erlöse aus dem Ticketing dennoch verbuchen zu können, sollen strategische Partner und Sponsoren die entgangenen Zuschauereinnahmen finanzieren. Bisher hat die Fortuna vier Partner gewinnen können, die in den kommenden fünf Jahren eine Summe in Höhe von 45 Millionen Euro bereit sind zu subventionieren. Dabei handelt es sich um Hewlett Packard Enterprise (HPE), Targobank, Provinzial sowie die Initiative Common Goal.

Der Vorstand bestehend aus dem Vorsitzenden Alexander Jobst, Klaus Allofs und Arnd Hovemann führen weiter aus, dass die Einnahmen zu 50 Prozent in den Profikader fließen, 20 Prozent in den Nachwuchs und Frauenfußball, 20% in den Ausbau digitaler Infrastruktur im Stadion, weitere 10 Prozent in nachhaltige Projekte und soziale Initiativen in der Stadt und der Region. Klaus Allofs möchte zusammen mit den Initiatoren „den Fußball den Menschen zurückgeben“.

Abgewickelt soll die Ticketvergabe über eine digitale Plattform, bei der sich Interessierte bewerben können. Zugleich könne die Plattform als Forum für Mitsprache und Partizipation von Bürgern und Fans genutzt werden. Wie genau mit Dauerkarten oder unterschiedlichen Kartenkategorien verfahren wird, bleibt noch unbeantwortet.

Bisher hat die Fortuna einen Zuschauerschnitt von 29.500 bei einem Fassungsvermögen von 52.200. Damit wäre die Arena zu 60% ausgelastet. Besonders die Spiele gegen den HSV (52.200) und den 1.FC Kaiserslautern (44.422) sorgten für ein stimmungsvolles Ambiente und ein besonderes Stadionerlebnis für Heim- und Auswärtsfans. Weniger attraktiv waren die Spiele gegen den SV Sandhausen (22.125) und Jahn Regensburg (20.745), welche in der 2.Bundesliga weniger als 22.500 Zuschauer in die Merkur Arena lockten. Auch das für den Aufstiegskampf bedeutsame Heimspiel gegen den FC Heidenheim lockte lediglich 26.827 Zuschauer in die Arena.

Im Vergleich zu den Rivalen aus Köln und Mönchengladbach sind Heimspiele der Fortuna eher Auswärtsfestlichkeiten in Verbindung mit der längsten Theke der Welt. Ein stimmungsvoller Heimsupport fehlt. Und das obwohl die Landeshauptstadt von NRW mit ca. 620.000 Einwohnern hinter Köln die zweitgrößte Stadt des Bundeslandes und die siebtgrößte Stadt in Deutschland ist.

Fazit:

Tote Hose in der Arena. Dafür steckt viel wirtschaftliche Substanz in der Region. Mit dem Aufstieg in die 1.Liga und dem Prädikat 1. Bundesliga würde der Verein in die wirtschaftliche Premiumklasse aufsteigen. Ähnlich wie der 1.FC Köln und Borussia Mönchengladbach.

Wie kommt das Konzept bei der Konkurrenz an? Sowohl aus Köln als auch aus Hoffenheim wird die Aktion skeptisch wahrgenommen. Einerseits weil Ticketeinnahmen ein bedeutender Teil der Gesamteinnahmen sind. Andererseits würde ein kostenloses Ticket die Preissensitivität in ganz Deutschland tangieren, so dass z.B. eine sportlich schlechte Leistung des FC Köln mit dem gefrusteten Verweis der zahlenden Fans auf das kostenlose Angebot der Fortuna versehen wird.

Der Fußball hat seinen Wert. Die Zuschauerzahl ist eine Anerkennung für eine sportliche Leistung und Begeisterungsfähigkeit, ähnlich wie der Applaus für Sangeskünstler oder das Staunen vor Bildern im Louvre.

Nichtsdestotrotz hat der Fußball einen großen gesellschaftlichen Auftrag. Daher sind kostenlose Ticketkontingente an sozial benachteiligte Menschen ehrenwert, zugleich wären sinkende Ticketpreise für alle begrüßenswert, besonders für Familien, die eh ein schmales Budget haben. Die Gehälter der (europäischen) Spitzenfußballer sind weitestgehend unter Missachtung des Financial Fairplay realisierbar.

„Fortuna für Alle“ also auch wünschenswert, wenngleich hier die Macht der Sponsoren mittelfristig mit den Interessen der Zuschauer und Mitglieder kollidieren könnte.

Links zu „Fortuna für Alle!“:

25.04.2023: Pilotprojekt geplant - Pressekonferenz am Mittwoch - Freier Eintritt für alle: Fortuna Düsseldorf plant Ticket-Revolution
https://www.kicker.de/freier-eintritt-f ... 14/artikel

26.04.2023: Kommentar von Chefredakteur Jörg Jakob - Für den Mut gebührt Düsseldorf Respekt
https://www.kicker.de/fuer-den-mut-gebu ... 50/artikel

26.04.2023: Ex-Torjäger über "Bewunderung und Skepsis" - Allofs erklärt Projekt: "Den Fußball den Menschen zurückgeben" (Video)
https://www.kicker.de/allofs-erklaert-p ... 8640/video

26.04.2023: FORTUNA FÜR ALLE | Verein stellt neue strategische Ausrichtung vor | Fortuna Düsseldorf
https://www.youtube.com/watch?v=GT2_Peu7d_M

26.04.2023: Zweitligist hat große Pläne - Gäste-Fans, Pilotphase und Zukunft: Fortuna präzisiert "Ticket-Revolution"
https://www.kicker.de/gaeste-fans-pilot ... 09/artikel

26.04.2023: Fortuna Düsseldorf kündigt Ticket-Revolution an - Umfrage: Soll der Eintritt in Fußballstadien frei sein?
https://www.kicker.de/umfrage-soll-der- ... 62/artikel

26.04.2023: Signal für deutschen Profifußball - Was hinter Fortunas Ticket-Revolution steckt
https://www.kicker.de/was-hinter-fortun ... 48/artikel

26.04.2023: "Fußball soll für alle da sein" - "Unsere Kurve" begrüßt Düsseldorfer Ticket-Plan - und warnt
https://www.kicker.de/unsere-kurve-begr ... 34/artikel

26.04.2023: Revolution in 2. Liga - "Freier Eintritt für alle": Dieser Klub stellt die Fußballwelt auf den Kopf
https://www.t-online.de/sport/fussball/ ... -kopf.html

26.04.2023: 2. LIGA - "17 Freispiele für alle": So soll die Ticket-Revolution bei Fortuna Düsseldorf laufen
https://www.stern.de/sport/fussball/for ... 12256.html

26.04.2023: "17 Freispiele für alle" - Fortuna geht neue Wege
https://www.sueddeutsche.de/sport/fussb ... -99-447870

27.04.2023: FC stellt klar: Freier Eintritt funktioniert nicht in Köln
https://www.berchtesgadener-anzeiger.de ... 86296.html

27.04.2023: Düsseldorfer Experimente
https://11freunde.de/artikel/duesseldor ... te/8477458


„Für immer Fritz-Walter-Stadion!“

Auch der 1.FC Kaiserslautern muss sich mit der Zukunft beschäftigen. Eine längere Verweildauer in der 2.Bundesliga ist wirtschaftlich schwierig darstellbar, da das große WM-Stadion finanzielle Ressourcen bindet und baulich nicht jünger wird.

Viele moderne Stadien in den ersten drei Bundesligen sind mit einem Naming Right versehen. Diese generieren jährliche Einnahmen, um die Stadionkosten zu finanzieren. Laut Vereinssatzung des 1.FC Kaiserslautern ist der Stadionname geschützt, zu Recht! Erinnert dieser an Kaiserslauterns berühmtesten Sohn. Für eine kommerzielle Nutzung wie bei den gewöhnlichen Naming Rights ist der Stadionname nicht geeignet.

Stattdessen gilt es für den 1.FC Kaiserslautern Ideen zu entwickeln, die ein Substitut zum Naming Right darstellen. Wobei viele Vereinsbosse den Begriff Substitut mit einer Schockstarre registrieren würden, da er die kommerziellen Naming Rights eventuell entwerten könnte. Eine Alternative zum gewöhnlichen Naming Right klingt charmanter und würde die Wettbewerbsfähigkeit des 1.FC Kaiserslautern sichern.

Vorgeschichte zur Naming Right Alternativen:

Als erster Verein in Deutschland gelang es dem Hamburger Sportverein mit dem Partner AOL im Juli 2001 das Naming Right in Deutschland zu etablieren. Statt dem werbefreien Volksparkstadion als Name, gingen die Zuschauermassen nun bis Juni 2007 in die AOL-Arena, bis Juni 2010 in die Nordbank Arena, in die Imtech-Arena und heuer wieder ins Volksparkstadion.

Pro Jahr konnten so 3,5 Millionen €/Jahr aus dem Verkauf der Namensrechte erwirtschaftet werden. Bei der Allianzarena beläuft sich die Summe auf 6 Millionen €/Jahr und der Signal Iduna Park in Dortmund beschert dem BVB Erlöse in Höhe von 5,8 Millionen €/Jahr.

Nehme man den HSV als Beispiel, so käme man innerhalb von 15 Jahren auf Gesamteinnahmen in Höhe von ca. 50 Millionen € (zu diskontieren auf das Basisjahr 2001). Auch für den FC Bayern München, dem BVB oder kleineren Vereinen wie z.B. Mainz dient das Naming Right als ein nicht zu unterschätzender Posten in der Bilanz. Wild geschätzte 66% aller Erst-und Zweitligisten haben einen Naming Right Partner!

Naming Right Alternative zur Wettbewerbsfähigkeit

Im Winter 2007 reifte die Idee der Naming Right Alternative, welche speziell auf die Besonderheiten und Bedürfnisse des Stadionnamens in Kaiserslautern angepasst werden sollte. Seit dem 2.November 1985 trägt dieses den Namen des Ehrenspielführers der deutschen Nationalmannschaft: Fritz Walter. Eher zufällig, im tristen Zweitligaalltag, entwickelte sich die Idee aus einer Debatte über die finanzielle Schieflage des 1.FC Kaiserslautern. Aus der Vergangenheit hafteten noch diverse Altlasten (Steuernachzahlungen, Verkauf des vereinseigenen Stadions, …) am Verein.

Das ursprüngliche Konzept zum Erhalt des Namens Fritz-Walter-Stadion sah zwei Unternehmen vor, welche den Stadionnamen schützen vor dem branchenüblichen Naming Right. Neben einer informativen Berichterstattung in den Printmedien, wäre im Bereich der mittleren Werbebande im Fernsehfokus der Name Fritz Walter Stadion, umrahmt von zwei „Namensschützern“. Durch die Bandennutzung könnte eine jährliche Summe von vorsichtig geschätzten ca. 2,5 Millionen €/Jahr in der 1.Bundesliga (1,5 Millionen in der 2.Bundesliga) erzielt werden.

Die Idee und eine Sogwirkung…

Aus der Idee und einer dezenten viralen Marketingkampagne entwickelte sich im Sommer 2008 in Braunschweig das Konzept Eintracht-Stadion, welches der damals drittklassigen Eintracht immerhin zusätzliche finanzielle Mittel in Höhe von 250.000€ bescherte (Vgl. Interview mit Dr. Lutz Tantow, Landessparkasse Braunschweig, in der Zeitschrift 11Freunde). Nebenbei spürte man in Braunschweig einen gestiegenen Zusammenhalt, der die gelb blauen Löwen sogar ein Jahr in die Bundesliga schwemmen sollte.
https://11freunde.de/artikel/eintracht- ... cht/568813

Mit dem Aufstieg von der 3.Liga in die 2.Bundesliga steigen sowohl die Stadionzuschauerzahlen als auch die TV- und Printkontakte. In der 1.Bundesliga würden zusätzliche Medienkontakte auf die Namensgebung aufmerksam gemacht haben. Neben dem sympathischen Auftreten der Braunschweiger Fans, berichtete man aus dem Stadion an der Hamburger Straße oder aus dem Eintracht-Stadion.

Analog zum Eintracht-Stadion gebar auch die TSG 1899 Hoffenheim, ebenfalls im Sommer 2008, den Namen Rhein Neckar Arena. Auch hierbei fungierten wie in Braunschweig fünf lokale Unternehmen als Namensstifter, welche ca. 2,5 Millionen €/Jahr zusätzliche Einnahmen aufbrachten.

Zur Saison 2017/18 sicherte sich die Consorsbank die Namensrechte am Stadion in Nürnberg für drei Jahre, verzichtete jedoch auf ein klassisches Namens-Sponsoring, sondern rief zu einem Crowdfunding auf, um die Umbenennung in Max-Morlock-Stadion zu ermöglichen. Unterstützer beteiligten sich mit insgesamt 330.000 €, die Bank übernahm 2,4 Millionen €.
Die Nürnberger-Lösung, mit mindestens einem Unternehmen, ist der ursprünglichen Lösung für das Fritz-Walter-Stadion am ähnlichsten. Generell lebt der professionelle Fußball nicht nur von Wettbewerb, sondern auch von Kooperationen.

Zahlenspiel

Wie Eingangs bereits dargestellt ist das Naming Right für den Profifußball, Handball, Basketball, Eishockey und diversen anderen Sportarten elementar wichtig und sichert die internationale Wettbewerbsfähigkeit der jeweiligen Vereine.

Zählt man in der 1.,2. und 3. Bundesliga die jährlichen Einnahmen aus den Namensrechten zusammen, so kommt man wohl auf eine Summe von mindestens 50 Millionen € im Jahr. Stellvertretend die Fußballbundesliga in der Saison 2015/2016:
Allianz (6 Millionen €), Bayer (2,5 Millionen €), WWK (1,4 Millionen €), Veltins (6 Millionen €), Signal Iduna (5,8 Millionen €), Wirsol (3,2 Millionen €), Commerzbank (4 Millionen €), Coface (1,9 Millionen €), Rheinenergie (2,5 Millionen €), HDI (2,6 Millionen €), Mercedes (1 Million €). Insgesamt werden somit 38 Millionen € erwirtschaftet.

In der 2. Bundesliga wurden 7-8 Millionen € in der Saison 2015/2016 umgesetzt.
Schaut man auf den HSV, so erwarb Klaus-Michael Kühne 2015 für vier Jahre die Namensrechte am Stadion, das seit dem 1. Juli 2015 – 14 Jahre nach der ersten Umbenennung – wieder „Volksparkstadion“ heißt. Mit diesem Ansatz erhält der HSV 4 Millionen €/Jahr.

Für immer Fritz-Walter-Stadion!

Für das Fritz-Walter-Stadion würden sich hier seit der Saison 2008/2009 Einnahmen von 1 bis 2,5 Millionen € ergeben in Abhängigkeit der jeweiligen Liga. Unverdient wären diese Gelder nicht. Tendenziell eher verdient.

Mit dem Ansatz des Namensschützers (Fritz-Walter-Stadion) bzw. des lokal verankerten Naming Rights (Eintracht-Stadion bzw. Rhein Neckar Arena) besteht ein Interessenskonflikt mit dem Vermarkter Lagardère, die mehrere Naming Rights betreu(t)en. Unter anderem auch die Arena in Frankfurt! Unter anderem auch das Stadion in Hamburg! Unter anderem auch…

Mit einer im Nachgang etwas entspannter - zeitlich verzögerter Finanzierung - wurden somit (etwas zuungunsten des 1.FC Kaiserslautern e.V.) weitere Stadionprojekte mittelfristig realisiert, die das Naming Right als Basis ihrer Finanzierung hatten.

Ich finde das FCK-Modell hat einen nostalgisch innovativen Charme in einer Zeit der fortgeschrittenen Kommerzialisierung. Für den FCK wäre es ein Substitut zum klassischen Naming Right. Für die Bundesligisten eine Alternative! Würde man die Zahlen hochrechnen, hätte die Möglichkeit bestanden die Anleihe (6,5 Millionen €) zurückzuzahlen und den Verein zu entschulden (7,5 Millionen €). Trotz Liga 3!

Auf der Suche nach geeigneten Partnern!

Nochmals kurz zusammengefasst bedeutet die Naming Right Alternative für das Fritz-Walter-Stadion, dass zwei Unternehmen die Namensrechte am Fritz-Walter-Stadion kaufen ohne sie auszuüben. Mit der Bereitstellung zweier Werbebanden neben dem Schriftzug Fritz Walter Stadion könnte man diesen Zusammenhang kommunikativ optisch darstellen. Theoretisch ließen sich auch fünf Unternehmen finden, welche zusammen eine jährliche Summe von 2,5 Millionen € bereitstellen.

Also bei fünf Unternehmen, die wos den Stadionnamen erhalten, kriegst quasi als solide geführter 1.FC Kaiserslautern e.V. 2,5 Millionen € in der ersten Liga. In der zweiten wirst vielleicht 1-1,5 Millionen € bekommen. Satzungskonform! Rechnest das Ganze auf die Zeit, dann kommst du auf folgende Werte:

2008/2009 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)-
2009/2010 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)
2010/2011 ca. 2,5 Millionen € (Liga 1)
2011/2012 ca. 2,5 Millionen € (Liga 1)

2012/2013 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)
2013/2014 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)
2014/2015 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)
2015/2016 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)
2016/2017 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)
2017/2018 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)
2018/2019 ca. 1 Million € (Liga 3)
2019/2020 ca. 1 Million € (Liga 3)
2020/2021 ca. 1 Million € (Liga 3)
2021/2022 ca. 1 Million € (Liga 3)
2022/2023 zwischen 1-1,5 Millionen € (Liga 2)

Insgesamt: Zwischen 18-20,5 Millionen € pessimistisch betrachtet.

Da mit diesen Mehreinnahmen auch die sportliche Wettbewerbsfähigkeit entsprechend hätte gestärkt werden können und so die Wahrscheinlichkeit eines Abstiegs 2011/2012 entsprechend hätte minimiert werden können bzw. die Wahrscheinlichkeit eines Aufstiegs hätte erhöht werden können, in den Folgesaisons, so hätte man evtl. auch ab der Saison 2012/2013 mit an die 2,5 Millionen planen können! Käme somit auf ein Volumen von 34,5-35,5 Millionen € im optimistischen Fall.

Durch die zeitliche Verlagerung 15 Jahre nach der ersten Idee konnten in Deutschland Naming Rights in der Höhe von 750 Millionen € (50 Millionen pro Jahr) realisiert worden.

Der DFB prämiert seine besten Jugendspieler jährlich mit der Fritz-Walter-Medaille, was verdeutlicht, dass der Stadionname auch für den DFB wichtig und schützenswert ist.

Vorbild HSV? Oder doch lieber Lauter(n)! (28.10.2022, 15:51):
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