Kurzinterview mit FCK-Sportchef Boris Notzon

Notzon:

Notzon: "Insbesondere die Offensive verstärken"


Chefscout Boris Notzon ist seit einigen Wochen auch kommissarischer Sportchef beim 1. FC Kaiserslautern. Zusammen mit weiteren FCK-Funktionären schließt er im vorübergehend eingerichteten Sportausschuss die Lücke nach dem Rücktritt von Ex-Sportdirektor Uwe Stöver.

Am Rande des Fanspiels in Monzingen ergab sich für Der Betze brennt die Gelegenheit zu einem kurzen Smalltalk mit Boris Notzon über den aktuellen Stand der Kaderplanung.

Der Betze brennt: Boris Notzon, wie ist die Lage beim FCK, können wir in den nächsten Tagen weitere Transfers erwarten?

Boris Notzon (37): Wir haben ja in den vergangenen Tagen schon einige, teils lange vorbereitete Transfers umgesetzt. Wir arbeiten momentan an weiteren Personalien, um insbesondere unsere Offensive weiter zu verstärken. Ob ein Transfer zeitnah zu erwarten ist oder sich doch noch länger hinzieht, kann man im Vorfeld leider nie so ganz genau abschätzen.

"Weitere Neuzugänge sollten uns sportlich sofort verstärken"

Der Betze brennt: Wie sieht das Anforderungsprofil aus?

Notzon: Wir verfügen bereits über einen guten Kader mit vielen jungen, entwicklungsfähigen Spielern. Insbesondere mit den Neuzugängen Giuliano Modica, Benjamin Kessel und Marcel Correia haben wir gestandene Spieler mit hoher sportlicher Qualität und Führungsfähigkeiten auf und neben dem Platz verpflichtet. Die Spieler, die jetzt noch zum Kader stoßen, sollten uns sportlich sofort verstärken, aber auch von ihrer Mentalität zu uns passen.

"Variabler, kreativer, mehr Eins gegen Eins"

Der Betze brennt: Und die geplante Spielweise?

Notzon: Wir wollen unsere Gegner künftig deutlich mehr beschäftigen, variabler und kreativer nach vorne spielen, viel öfter das Eins gegen Eins suchen. Dafür brauchen wir aber die Spielertypen, die uns diese Spielweise ermöglichen. Beispielhaft ist hierfür die Verpflichtung von Baris Atik. Aber wir wollen auch unseren jungen Spielern im Kader eine ernstgemeinte Chance geben und sehen, wer jetzt schon den nächsten Schritt machen kann.

"Mit Zoua, Stieber und Aliji setzen wir uns im Juli zusammen"

Der Betze brennt: Gibt es etwas neues in punkto Abgänge? Letzte Woche war zu hören, dass beispielsweise Jacques Zoua und Zoltan Stieber den FCK verlassen wollen und dürfen.

Notzon: Mit Jacques Zoua, Zoltan Stieber und Naser Aliji (alle noch im Urlaub nach Länderspieleinsätzen; Anm. d. Red.) werden wir uns nach ihrer Rückkehr nach Kaiserslautern Anfang Juli zusammen setzen, die Ziele für die kommende Saison und die jeweilige sportliche Situation besprechen. Wir werden keinen Spieler vom Hof jagen. Wenn ein Spieler aber auf uns zukommt, weil seine Perspektive nicht passt und wir ebenfalls diese Einschätzung haben, dann sind wir gesprächsbereit. Wir wollen den Kader nicht zu groß halten, um eine gute, sinnvolle Zusammenstellung der Mannschaft zu gewährleisten. Die Vorbereitung dient allen Spielern dazu, sich zu zeigen und dem Trainer-Team etwas anzubieten.

"Im Defensivbereich sehen wir uns momentan gut aufgestellt"

Der Betze brennt: Der Plan für die neue FCK-Offensive befindet sich also in der Fertigstellung. Und wie sieht es mit der Defensive aus?

Notzon: Natürlich halten wir immer die Augen offen, sehen uns im Defensivbereich aber momentan gut aufgestellt.

Der Betze brennt: Vielen Dank für das Gespräch!


Bereits in der vergangenen Tagen und Wochen war zu lesen, dass die FCK-Führung auch eine Weiterverpflichtung von Abwehrchef Ewerton noch nicht völlig abgeschrieben hat und dass nach dem nun erfolgten Abgang von Julian Pollersbeck über einen weiteren Torwart nachgedacht wird. Alle Gerüchte vom Transfermarkt, auch die aktuellen Spekulationen über Abgänge von FCK-Spielern, erfahrt Ihr natürlich weiterhin hier bei uns: Zum Transfer-Ticker von Der Betze brennt.

Autor: Thomas

Kommentare 49 Kommentare | Empfehlen Artikel weiter empfehlen | Drucken Artikel drucken