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Jahrespressekonferenz - Kurz: „Die Mannschaft brennt“

Am Abend fand im Berufsbildungszentrum von Hauptsponsor Deutsche Vermögensberatung in Zweibrücken die Jahrespressekonferenz des 1. FC Kaiserslautern statt. Der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz, Trainer Marco Kurz sowie die Spieler Martin Amedick und Bastian Schulz standen den zahlreich erschienenen Journalisten Rede und Antwort.

Zunächst gab Stefan Kuntz einen Einblick in die aktuelle Lage beim Traditionsverein. Man habe einen „für die zweite Liga durchschnittlichen“ Lizenzspieleretat in Höhe von acht Millionen Euro auf die Beine gestellt, mit dem die neue Saison bestritten werden soll. Nach wie vor herrschen demnach finanzielle Zwänge beim FCK, so Kuntz, die auch unpopuläre Entscheidungen nach sich ziehen: So erhalten etwa die Fanclubs und Vereinsmitglieder „aus wirtschaftlichen Gründen“ nicht mehr den gewohnten Rabatt in Höhe von zehn Prozent im Fanshop.

Positiv zu vermerken sei hingegen, dass bisher 14.000 Dauerkarten verkauft wurden - etwa genauso viele wie zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr - und bereits mehr als doppelt so viele Trikots wie vor einem Jahr.

In Zukunft wolle man den Lizenzspieleretat um einige Millionen erhöhen, um dann auch vor der Saison den Aufstieg als klares Ziel auszugeben, gab Stefan Kuntz zu Protokoll.

Sportlich ist für die am Freitag mit dem Pokalspiel bei Eintracht Braunschweig beginnende Saison somit ein Platz im oberen Tabellendrittel, jedoch nicht zwingend der Aufstieg, die Vorgabe. Hierbei helfen soll der heute verpflichtete Stürmer Adam Nemec, hinter dessen Einsatz in Braunschweig aufgrund der noch offenen Spielgenehmigung geringfügige Fragezeichen stehen. Nach dem Nemec-Transfer plant der FCK vorerst keine weiteren Neuzugänge mehr, wie Kuntz und Trainer Marco Kurz übereinstimmend sagten - laut dem Vorstandsvorsitzenden wird allenfalls noch die Verpflichtung von Offensivspieler Marvin Pourie geprüft, der sich zurzeit beim FCK fit hält.

Das erste Pflichtspiel der Saison stand auch im Mittelpunkt der Ausführungen des Trainers. Nach der mäßigen Leistung im letzten Test gegen Eintracht Frankfurt kündigte Kurz ein völlig anderes Auftreten am Freitag an. Die Mannschaft fahre mit breiter Brust und großem Selbstvertrauen nach Braunschweig: „Das wird das Spiel sein, an dem wir uns messen lassen müssen!“ Schließlich wolle man im DFB-Pokal so weit wie möglich kommen, am liebsten ins Endspiel.

Die Reaktion der Spieler auf die Kritik nach dem Frankfurt-Spiel sei positiv gewesen. „Die Mannschaft brennt“, und sie werde in Braunschweig ein entsprechendes Auftreten an den Tag legen, versprach Kurz. Dennoch bleibe es dabei, dass der Kader bis zum Saisonstart noch reduziert werden soll. Welche Spieler hiervon betroffen sein könnten, ließ der Trainer allerdings offen.

Noch nicht fest stehen die Besetzungen des Mannschaftskapitäns und des Stammtorhüters. Martin Amedick, der bei der Pressekonferenz anwesende Favorit auf das Kapitänsamt, konnte aber zumindest die Mitglieder des heute gewählten Mannschaftsrats verkünden: Mathias Abel, Alexander Bugera, Tobias Sippel, Srdjan Lakic und Amedick selbst bilden ab sofort dieses Gremium.

Quelle: Der Betze brennt

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