Neues vom Betzenberg

 

Kritische Fragen vor der Mitgliederversammlung

Warum stimmte die FCK-Führung mit einer Entweder-Oder-Entscheidung für Flavio Becca als Investor und gegen Klaus Dienes und Hans Sachs? Weshalb ist die Fan-Säule immer noch nicht geöffnet? Wurde der 1. FC Kaiserslautern wirtschaftlich geschädigt, weil es unterlassen wurde, Eigenkapital einzuwerben? Diese und weitere Fragen stellt das frühere Aufsichtsratsmitglied Dr. Martin Sester mit der Bitte um Beantwortung auf der Mitgliederversammlung.

Rechtsanwalt Sester saß von 2008 bis 2012 im FCK-Aufsichtsrat sowie von 2017 bis 2018 im Arbeitskreis Ausgliederung, der das Lautrer Zukunftsmodell mit den vier Investoren-Säulen sowie dessen juristische Rahmenbedingungen erarbeitete. Mit der tatsächlichen Umsetzung nach der Ausgliederung ist er aber - so wie auch viele Vereinsmitglieder - höchst unzufrieden. Deswegen nutzt Sester nun sein Auskunftsrecht als Vereinsmitglied und fordert konkrete Antworten auf der Mitgliederversammlung am kommenden Sonntag.

Das komplette Schreiben von Martin Sester im Wortlaut

An dieser Stelle dokumentieren wir, auch zur Vorbereitung auf die Mitgliederversammlung, die Fragestellungen von Martin Sester. Weitere Informationen und ausführliche Erläuterungen zu jeder Frage können außerdem unter dem folgenden Link nachgelesen werden:

» Zum kompletten Schreiben von Martin Sester an den FCK-Vorstand

1.) Weswegen wurde mit der in der Berichterstattung als "Regionale Investoren" bekannt gewordene Gruppe um die Herren Dienes und Sachs nicht weiterverhandelt bezüglich eines Einstiegs als Investoren zusätzlich zu einem etwaigen Einstieg des Herrn Becca? Warum gab es hier ein "Entweder Becca - Oder Regionale"?

2.) Weswegen ist es bis heute nicht möglich, als Fan Aktien der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA zu erwerben? Welche Anstrengungen wurden unternommen, um diese "Säule" zu befüllen?

3.) Weswegen wurde nicht sofort nach positivem Beschluss der Mitgliederversammlung zur Ausgliederung am 3. Juni 2018 eine Veranstaltung vorbereitet, zu der man gezielt FCK-Freunde im Sinne der "mittleren Sponsoren und Gönner" einlädt, um sie um Übernahme neuer Aktien zu bitten?

4.) Warum wurde die erste Kapitalerhöhung der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA unter teilweiser Ausnutzung des Genehmigten Kapitals 2018/I vorgenommen? Weswegen wurde nicht angesichts des überschaubaren Personenkreises eine reguläre Kapitalerhöhung vorgenommen, ggf. mit dann möglicher Schaffung eines weiteren Genehmigten Kapitals (2019/I), um möglichst viel Genehmigtes Kapital für die unkomplizierte und möglichst weitreichende "Befüllung" weiterer Säulen zur Verfügung zu haben?

5.) Inwiefern hat Quattrex nach dem Kreditvertrag mit der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA die Möglichkeit, den Abruf von Tranchen zu verweigern oder eine Kündigung des gewährten Darlehens zu verlangen? Hat Quattrex entsprechend gedroht für den Fall, dass Herr Becca als Investor abgelehnt wird und/oder die Gruppe "Regionale Investoren" (Dienes/Sachs) in die KGaA investieren darf?

6.) Auf welcher Rechtsgrundlage erhält Herr Flavio Becca Informationen der Tochtergesellschaften des 1. FC Kaiserslautern e.V.? Insbesondere: ist es korrekt, dass Herr Becca präsent oder telefonisch oder sonst durch Konferenzschaltung an Sitzungen des Aufsichtsrats des 1. FC Kaiserslautern e.V. und/der des Beirats der 1. FCK Kaiserslautern Management GmbH und/oder des Aufsichtsrats der 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA teilnahm? Wenn ja, waren sämtliche Aufsichtsräte/Beiräte hiermit einverstanden?

7.) Auf welcher Rechtsgrundlage wurde dem damaligen Vereinsvorstand Rainer Keßler die Einsichtnahme in Unterlagen der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH verweigert? Auf welcher Grundlage verweigerte der Geschäftsführer der 1. FC Kaiserslautern Management GmbH ein Gespräch mit dem Vertreter seines Alleingesellschafters?

8.) Existieren interne Dienstleistungsverträge zwischen dem 1. FC Kaiserslautern e.V. und seinen Tochtergesellschaften 1. FC Kaiserslautern Management GmbH und 1. FC Kaiserslautern GmbH & Co. KGaA? Wenn nein, warum nicht und wie werden wechselseitige Leistungen berechnet? Wenn ja, liegt diesen Verträgen das steuerrechtlich anerkannte Cost-Plus-Prinzip zu Grunde (tatsächliche Kosten plus Marge von 5%)? Wenn der Verein an seine Tochtergesellschaft(en) mehr zahlen muss, als er nach dem Cost-Plus-Prinzip mit 5%-Marge zu zahlen hätte - woraus rechtfertigt sich das?

Martin Sester (Archivfoto)

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: FCK-Mitgliederversammlung auf 01. Dezember verschoben

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