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Hildmann: "Offensiv spielen - aber mit Köpfchen"

Das Bangen um die Lizenz ist vorüber, am Sonntagmorgen startet der Fußball-Drittligist 1. FC Kaiserslautern mit dem Training. Um 16 Uhr gastieren die Roten Teufel bei der SpVgg Waldfischbach-Burgalben. Coach Sascha Hildmann macht es weiter Freude, mit der Mannschaft zu arbeiten, erzählt er im Gespräch mit Horst Konzok. Die Fans seien „einzigartig und machen den Verein zu etwas ganz Besonderem“. Ihnen verspricht Hildmann für die kommende Saison einen offensiven Spielstil - aber mit Köpfchen.

Rheinpfalz: Herr Hildmann, der Urlaub ist zu Ende. Es geht wieder los. Haben Sie sich in den Tagen auf Mallorca gut erholt?

Sascha Hildmann (47): Ja, ich hab’ mich sehr gut erholt. Ich muss aber auch sagen, dieser Job ist für mich kein Stress. Ich habe nie das Gefühl, auf die Arbeit zu müssen. Es macht mir Freude, FCK-Trainer zu sein.

Rheinpfalz: Wie haben Sie Ihr erstes halbes Jahr als FCK-Trainer verarbeitet?

Hildmann: Es war extrem ereignisreich. Es war eine unglaublich intensive Zeit - du denkst immer nur von Samstag zu Samstag, von Spiel zu Spiel. Du bist in einem Tunnel. Das halbe Jahr war geprägt von schönen Momenten - sehr schönen wie dem Derbysieg in Karlsruhe, aber auch von Enttäuschungen.

Rheinpfalz: Welche Rückschlüsse ziehen Sie aus Ihrer aufschlussreichen Saisonanalyse? Ihre Mannschaften hat 199 Ecken - Ligabestwert, aber nur zwei Tore nach Ecken geschossen. Der FCK hat mit die meisten Torchancen in der Dritten Liga, aber nur 49 Tore in 38 Spielen geschossen. Und: Ihre Mannschaft hat 18 Kontertore gefangen.

Hildmann: Ein Rückschluss ist, dass wir uns auf den neuralgischen Positionen versuchen zu verstärken. Wir haben die Fehler erkannt und versuchen, die Schwachstellen zu beheben. Wir brauchen gute Standardschützen - und haben mit Simon Skarlatidis einen bekommen, der diese Qualität bei Kickers Würzburg nachgewiesen hat. Wir brauchen einen großen, kopfballstarken Stürmer. Man sieht ja anhand der Zahlen und Fakten, dass wir viel in eine Richtung unterwegs sind, was oft so gar nicht wahrgenommen wird. Das machen die Jungs schon gut. Wir wissen aber auch, dass wir unsere Qualität im Abschluss verbessern müssen und dass wir im Umschaltspiel nach hinten die Kompaktheit nicht verlieren dürfen. 18 Gegentore durch Konter sind eindeutig zu viel. Wir brauchen deshalb einen sehr präsenten Sechser, groß, kopfballstark.

Rheinpfalz: Der Abschied von Mads Albaek und Jan Löhmannsröben ist ja eine Konsequenz Ihrer Analyse. Julius Biada ist auch weg, weil er trotz allen Potenzials wohl nie beim FCK ankam. Mit Florian Dick ist der Kapitän verletzungsbedingt von Bord gegangen. Wer folgt ihm nach? Wird gewählt oder bestimmen Sie den Spielführer?

Hildmann: Den bestimme ich. Die Mannschaft wählt den fünfköpfigen Mannschaftsrat und einen aus diesem Kreis ernenne ich zum Kapitän. Damit lasse ich mir aber Zeit - das passiert kurz vor dem Saisonstart.

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Quelle und kompletter Text: Rheinpfalz

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