Neues vom Betzenberg

 

Presseschau: Kompromiss sorgt für "Überraschung"

Der 1. FC Kaiserslautern hat einen Kompromiss gefunden und sich im Zuge der Verhandlungen mit einem potenziellen Investor nicht erpressen lassen. Wie wird der Showdown vom Montagabend medial aufgenommen? In den ersten Pressereaktionen ist vor allem von einer überraschenden Wende die Rede. Eine kleine Presseschau.

Der "Kicker" spricht von einer "überraschenden und spektakulären Wende" im FCK-Machtkampf und lenkt den Blick auf mögliche personelle Konsequenzen: (…) Littig möchte nun Brücken zwischen den Streitparteien bauen. Aus gutem Grund: Einige für die Lizenz wichtige Kreditgeber, zu denen unter anderem die Firmen Quattrex und Lagadere gehören, haben ihre wirtschaftlichen Zusagen an die Weiterbeschäftigung der beiden aktuellen Geschäftsführer gekoppelt. (…) Doch ob in der jetzigen personellen Konstellation ein echter, produktiver Frieden geschlossen werden kann, scheint angesichts der heftigen Querelen der vergangenen Wochen äußerst unwahrscheinlich. (...)

» Kicker | Spektakuläre Wende im Investoren-Machtkampf

Auch die "Rheinpfalz" geht davon aus, dass die gestrige Entscheidung personelle Konsequenzen haben wird: Mit 3:2-Stimmen hat sich Michael Littig am Montagabend im Beirat des FCK durchgesetzt. Er bleibt im Amt. Der luxemburgische Milliardär Flavio Becca steigt nicht ein. Mit dem Rücktritt des Beiratsvorsitzenden Patrick Banf, Littigs Intimfeind, wird gerechnet. Sportchef Martin Bader, schon vor einer Woche auf die Lichtung gestellt, steht so wohl vor dem Aus. (…) "Ich glaube, der FCK hat eine Riesenchance vertan und verspielt", sagte Banf, der in Becca den lange gesuchten Anker-Investor sah. "Jetzt hat sich eine Gruppe von sechs Leuten, die namentlich nicht bekannt sind, den Verein für 30 Millionen gekauft. Unterhaching wird mit 42 Millionen bewertet, der FCK mit 120", sagte Banf. Er fürchtet massiv um die Lizenz, sollte Geldgeber Quattrix Zusagen zurückziehen. (…)

» Rheinpfalz | Littig gewinnt Machtkampf - Becca ist weg

Der "SWR" spricht von einer sensationellen Wende, betont aber zugleich, dass Littig nun seinen Konkurrenten in den Gremien die Hand gereicht hat: (…) Littig hatte am Montag Nachmittag noch mit Geschäftspartnern und Anwälten über das Investment verhandelt, das in letzter Minute mit heißer Nadel gestrickt wurde. Mit dieser Aktion hat Littig in letzter Sekunde den Spieß umgedreht und den Machtkampf beim 1. FC Kaiserslautern für sich entschieden. Allerdings sagte er, dass er nun Gräben zuschütten möchte. Er habe allen Beteiligten in Beirat und Geschäftsführung in der Sitzung Brücken gebaut, die es möglich machen würden, gemeinsam weiter zusammen zu arbeiten. (…)

» SWR | Machtkampf entschieden - Sensationelle Wende beim FCK

In einem Kommentar des "Wochenblatt Kaiserslautern" wird gerätselt, weshalb Flavio Becca sein Angebot an den Rücktritt Littigs geknüpft hat: (…) Da Flavio Becca den Rücktritt Littigs als Bedingung für seinen Kredit und späteres Investment genannt hatte und damit auf große Kritik in der gesamten Fangemeinde gestoßen ist, ist nun diese Möglichkeit Geschichte (...) Becca hat sich und seine Verhandlungspartner mit dieser Bedingung selbst ins Aus geschossen.

» Wochenblatt Kaiserslautern | Kommentar: Michael Littig bleibt - regionale Investoren sichern Lizenz mit drei Millionen

Eric Scherer stellt in seinem "Blog 4.2" ebenfalls die Frage nach Konsequenzen und macht deutlich, dass der gefundene Kompromiss noch keine endgültige Rettung für den FCK darstellt: (…) Wir bleiben dabei: Dieser Montag war ein guter Tag für den FCK. Obwohl einige Weichen in die Zukunft, die gestellt werden konnten, nun wieder ins Ungewisse führen. Doch wenn sie tatsächlich im Abgrund enden, hat sich nicht Michael Littig zum „Totengräber des Vereins“ (Bild) gemacht. Der Titel gebührt anderen.

» Blog 4.2 | Der Machtk(r)ampf scheint entschieden - fürs Erste

Der "Sportinformations-Dienst" hebt hervor, welche Bedeutung der von Littig vorgelegte Kompromiss für die wirtschaftliche Situation des FCK haben kann: (…) Der finanziell schwer angeschlagene Fußball-Drittligaverein 1. FC Kaiserslautern ist der Rettung nach einer überraschenden Wende einen großen Schritt näher gekommen. Wie die Pfälzer am späten Montagabend mitteilten, stimmten die Vereinsgremien für das Angebot einer regionalen Investorengruppe, Eigenkapital in Höhe von drei Millionen Euro einzubringen. Im Gegenzug soll diese zehn Prozent der Anteile an der Kapitalgesellschaft sowie einen Sitz im Beirat erhalten. (...)

» sid (via FAZ) | Überraschender Millionen-Deal beim FCK


Auch die "Deutsche Presse-Agentur" wertet den gefundenen Kompromiss als "überraschend": "(…) Die Rettung des finanziell angeschlagenen Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern hat eine überraschende Wendung genommen. Kurz vor Ablauf des Ultimatums des potenziellen Geldgebers Flavio Becca gelang es dem Beiratsmitglied Michael Littig, einen alternativen Finanzierungsplan vorzulegen - dem der Beirat am Abend zustimmte. (...)

» dpa (via Zeit) | Millionen-Deal für den 1. FC Kaiserslautern

Fritz-Walter-Stadion Kaiserslautern

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Chronologie im DBB-Forum: Regionale Investoren unterstützen den FCK mit Eigenkapital

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