Neues vom Betzenberg

 

23.03.91: Als Lautern den Bayern das Maul stopfte

Wer sollte diesen FC Bayern stoppen? Nach zwei Meisterschaften hintereinander kommt zur Saison 1990/91 auch noch Stefan Effenberg aus Gladbach zum Rekordmeister. Doch obwohl die Münchener vor Selbstbewusstsein strotzten, stiehlt ihnen ein anderes Team die Show!

Stefan Effenberg hatte den Mund wieder tüchtig voll genommen. Geblendet von zwei Meisterschaften des FC Bayern nacheinander hatte er stolz und siegesgewiss vor der Saison verkündet: "Die anderen sind zu dumm zum Titelgewinn." Tatsächlich sollte die Spielzeit 1990/91 die längste Phase der Münchener ohne Meisterschale seit Mitte der 80er-Jahre einläuten. Erst 1994 holte der FC Bayern wieder die deutsche Meisterschaft nach München. Viele Fans des FCB sprechen noch heute in Erinnerung an diese Zeit von der großen "Leidensphase". Für die Anhänger der allermeisten Vereine eine Aussage mit Hohncharakter, doch Fans der Roten meinen dies durchaus ernst und aufrichtig. Man mag es ihnen nachsehen.

Die Saison 1990/91 war eine verrückte Spielzeit – mit einem außergewöhnlichen Finish und vielen fiesen, kleinen Sticheleien unter den Titelkandidaten. Schon in der Sommerpause hatte Leverkusens Reiner Calmund gemeint: "Vor den Bayern brauchen wir uns nicht mehr in die Hosen zu machen. In dieser Saison werden wir am Thron der Münchner kratzen." Ein mutiger Satz, für den Calmund ordentlich verbale Hiebe einstecken musste. Schließlich hatte sich der aktuelle deutsche Meister gerade erst mit Brian Laudrup, Michael Sternkopf und dem vollmundigen Effenberg aus Mönchengladbach ("In Gladbach stehe ich vor einem Müllberg, in München stehe ich vor dem Brenner") verstärkt. Doch zum Duell zwischen Bayer und Bayern kam es erst gar nicht, denn die alte Weisheit - wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte - hatte auch in diesem Fall Bestand: die "Roten Teufel" aus der Pfalz mischten die Liga famos auf.

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Quelle und kompletter Text: n-tv

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