Neuigkeiten und Pressemeldungen zum 1. FC Kaiserslautern.

Beitragvon Thomas » 21.11.2019, 14:00


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Interview mit Aufsichtsratskandidat Senator h.c. Prof. Dr. Jörg E. Wilhelm
"Was immer Du tust, tue es klug und bedenke das Ende"


Jörg Wilhelm ist der Rechtsexperte im Aufsichtsratsteam um Markus Merk. Im Interview mit Der Betze brennt gibt der 62-Jährige einen pragmatischen, aber auch schlagkräftigen Blick auf Probleme und Lösungen für den 1. FC Kaiserslautern.

Steckbrief:

Name: Jörg E. Wilhelm
Alter: 62
Wohnort: Weggis (Schweiz)
Beruf: Rechtsanwalt und Hochschullehrer
FCK-Mitglied seit: 2019

Interview:

Der Betze brennt: Jörg Wilhelm, ist der 1. FC Kaiserslautern überhaupt noch zu retten?

Senator h.c. Prof. Dr. Jörg E. Wilhelm (62): Jedes Unternehmen ist - ebenso wie jeder unternehmensähnlich organisierte Verein - in der Krise zu retten. Entscheidend in diesem Zusammenhang sind Fragen wie zum Beispiel: Zu welchen Einschnitten und Maßnahmen sind die einzelnen Stakeholder - Mitglieder, Fans, Spieler, Mitarbeiter, Investoren, Gläubiger, Lizenzgeber et cetera - bereit? Haben die einzelnen Stakeholder eine gemeinsame Vision und sind sie bereit, zu deren Verwirklichung unter Hintenanstellung sachfremder Interessen und in gewissem Maße unter Verzicht auf Eigeninteressen als Team zusammenzuarbeiten? Verfügen die in der Krise berufenen und handelnden Organe und Personen über das Vertrauen und den Rückhalt der Stakeholder?

Der Betze brennt: Stellen Sie sich den Vereinsmitgliedern doch bitte kurz vor: Was muss man beruflich und privat von Ihnen wissen? Und welchen Bezug haben Sie zum FCK?

Wilhelm: Meinen detaillierten Lebenslauf findet man im Internet - ich möchte an dieser Stelle auf die wesentlichen Stationen und Fakten eingehen.

Eigentlich kamen für mich nur zwei Studienrichtungen in Betracht: Medizin oder Jus (Rechtswissenschaft, Jura; Anm. d. Red.), wobei ich mich letztlich für Jus entschieden habe, nachdem klar war, dass ich parallel dazu eine militärische Karriere starten kann. Die militärische Ausbildung bot mir einerseits die Möglichkeit, neben der mit der Offiziersausbildung und der Zugehörigkeit zu einer militärischen Spezialtruppe verbundenen körperlichen und mentalen Fitness für mich als Kampfsportler Herausforderungen zu meistern. Andererseits war dies die Möglichkeit, dem Staat und der Gesellschaft, die neben meinen Eltern meinen Aufwuchs in einem freiheitlich-demokratisch geprägten und wirtschaftlich stabilen Umfeld ermöglicht haben, etwas zurückzugeben. Die Wahl des Jus-Studiums war mehrheitlich durch zwei Grundsätze beeinflusst, die mich bis heute im Berufs- ebenso wie im Privatleben prägen: "Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen" und "Was immer Du tust, tue es klug und bedenke das Ende". Als Rechtsanwalt - wenn dann auch schlussendlich hoch spezialisiert und im Bereich des internationalen Wirtschaftsrechts tätig - waren und bleiben das meine Leitlinien.

Verheiratet bin ich seit 2004 mit Frau Diplom-Ingenieurin Melanie Wilhelm, mit der ich gemeinsam alle unsere beruflichen Aktivitäten, also die Anwaltskanzlei einerseits und unsere Private-Equity-Holding andererseits führe. Meine Absicht, mich ehrenamtlich in der Gesellschaft und im Sport zu betätigen, wird von meiner Frau in Kenntnis der damit verbundenen Aktivitäten mitgetragen.

Eine der wertvollsten Errungenschaften menschlichen Zusammenlebens ist die Gestaltung eines Staates in der Form der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der Schaffung einer wirtschaftsliberalen Werte- und Lebensgemeinschaft. Ein auf den wirklichen Souverän - das Volk - zugeschnittenes und auf Eintracht abzielendes Demokratieverständnis bildet den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmen zur Entwicklung der darin lebenden Individuen unter vernünftiger Abwägung von Geben und Nehmen zum Wohle aller und damit des Staates selbst. Damit einhergehend, aber auch als Voraussetzung zur Erreichung eines solchen Ziels ist jeder Mensch gefordert, im Rahmen seiner beziehungsweise ihrer Möglichkeiten einen freiwilligen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, ganz gleich ob im politischen, sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich: Jedes Engagement trägt zur positiven Entwicklung einer prosperierenden Gesellschaft bei. Diese Überzeugung ist Anlass für mich, meine Fähigkeiten und Erfahrungen pro bono und im Interesse der Allgemeinheit einzusetzen und so der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. Im Lichte dieser Überzeugung mag auch mein beabsichtigtes Engagement im FCK gesehen werden.

"Kein Fehlverhalten, kein Amigo-Business, kein Gemauschel"

Der Betze brennt: Aktuell steckt der FCK in der wohl größten Krise seiner Vereinsgeschichte, aber es bieten sich - bedingt durch die vielen Rücktritte - auch große Chancen zur Neugestaltung. Welche Sofortmaßnahmen müssen aus Ihrer Sicht nach der Mitgliederversammlung am 01. Dezember ergriffen werden?

Wilhelm: Es braucht zunächst einen auf neutrale Expertise abgesicherten, unverzüglichen Status über die wirtschaftliche Situation des Vereins, insbesondere über die den Profi-Fußball tragende Gesellschaft - die KGaA - und deren transparente Darstellung für alle Vereinsmitglieder und sonstigen handelnden Personen. Erst daraus lassen sich die notwendigen Sofortmaßnahmen seriös ableiten und begründen.

Parallel dazu sind alle Organe und notwendigen Führungspositionen professionell besetzt zu halten und deren Handlungsfähigkeit sicherzustellen sowie unverzüglich durch die hierfür zuständige Geschäftsführung unter Einbeziehung des Aufsichtsrates Gespräche mit bereits existierenden beziehungsweise potentiellen Investoren zu führen.

Der Betze brennt: Und was ist mittel- und langfristig zu tun, um den FCK wieder auf die Überholspur zu bringen?

Wilhelm: Allgemein, für alle die im Umfeld des FCK tätig sind, muss wieder gelten: Jeder Einzelne erfüllt nach bestem Wissen und Können die Aufgaben der Funktion im Verein, mit denen er betraut ist. Alle zusammen wirken nach innen wie nach außen als geschlossenes Team und das gemeinsame Streben nach sportlicher Top-Leistung und nachhaltigem Erfolg auf der Basis wirtschaftlicher Solidität, unter Berücksichtigung der Interessen von Mitgliedern und Fans, gehen vor der Verwirklichung von Individualinteressen und sachfremden Erwägungen. Für den Aufsichtsrat, für den ich gemeinsam mit meinen Kollegen aus dem "Team Merk" kandidiere, im Besonderen müssen folgende Punkte gelten:

Sicherstellung der Umsetzung der Ziele des Vereins und der Ziele unserer traditionsreichen Fußballmanschaft.

Sorge dafür zu tragen, dass der Wille des obersten Souveräns unseres Vereins - also seiner Mitglieder - im Rahmen von Recht und Satzung von der Vereinsführung und allen Verantwortung tragenden Personen und Institutionen umgesetzt werden.

Sicherstellung vollkommener Transparenz unseres eigenen und des Tuns aller Gremien.

Mit Engagement, Freude und vor allem ohne jedwedes Eigeninteresse oder sachfremde Interessen dem Verein zu dienen.

Vollkommen unabhängig, neutral und fair dem Verein, jedem potentiellen oder vorhandenen Investor, jedem Förderer, jedem Mitglied, jedem Fan, jedem Geschäftspartner als Garant dafür zu stehen, dass der FCK und sein sportlicher Erfolg für uns Leitlinie sind und dass wir kein Fehlverhalten, kein Amigo-Business, kein Gemauschel und vor allen Dingen keine sachfremden Interessen dulden oder gut heißen werden.

Und, nicht zuletzt, keine Versprechungen machen, von denen wir in der nächsten Mitgliederversammlung, wenn wir den Mitgliedern Rechenschaft ablegen müssen, zu berichten haben, dass wir sie nicht erfüllen konnten.

"Eines muss allen klar sein, die im Investor den 'Heilsbringer' sehen..."

Der Betze brennt: Sie sind der Jurist im sogenannten "Team Merk". Welche persönlichen Kompetenzen können Sie diesbezüglich im Aufsichtsrat einbringen? Genügend Problemfelder gibt es ja, von der immer noch nicht erfolgten Öffnung der Fan-Säule bis zur - auch juristischen - Abwendung einer Insolvenzgefahr.

Wilhelm: In den Aufsichtsrat einbringen kann ich meinen juristischen und steuerlichen Sachverstand aus über 30 Jahren Berufserfahrung als Wirtschaftsanwalt, meine Expertise aus multiplen Verwaltungsrats- und Aufsichtsratsmandaten im In- und Ausland für Unternehmen und Institutionen verschiedenster Tätigkeitsbereiche sowie mein Beratungs-Knowhow im Zusammenhang mit Profi-Sport.

Was das von Ihnen angesprochene Problemfeld "Öffnung der Fan-Säule" angeht, darf ich auf meine obigen Ausführungen zu den Aufgaben des Aufsichtsrats verweisen: Dieser hat sicherzustellen, dass der Wille des obersten Souveräns eines Vereins - also der Mitglieder - beachtet und dass getroffene Beschlüsse umgesetzt werden, sofern das rechtlich und wirtschaftlich möglich ist. Wir werden im neuen Aufsichtsrat sehr schnell zu klären haben, warum dem Mitgliederwillen auch insoweit bisher nicht Rechnung getragen wurde.

Soweit Sie die Abwendung einer möglichen Insolvenz ansprechen, vollzieht sich das in erster Linie immer im Bereich der Finanzen; die Aufgabe von Juristen in diesem Zusammenhang beschränkt sich unter Berufung auf die Analyse der Wirtschaftsprüfer auf die Feststellung, ob überhaupt eine Insolvenzsituation vorliegt und auf die Kontrolle, dass dadurch sich ergebende Handlungszwänge von der verantwortlichen Geschäfts-/ Vereinsführung auch beachtet werden. Selbstverständlich stelle ich als möglicher Aufsichtsrat der Geschäftsführung dann aber auch meine insolvenzrechtliche Expertise aus Unternehmen in der Krise zur Verfügung, um unter Ausnutzung von insolvenzrechtlich zulässigen Möglichkeiten solche Verfahren gegebenenfalls geplant zu durchlaufen.

Der Betze brennt: Professor in Berlin, Anwalt in der Schweiz, Netzwerker in Dubai. Es klingt so, als könnten Sie dem FCK viele Türen öffnen. Darf man von Ihnen Kontakte und im besten Fall vielleicht auch Abschlüsse für den Verein erwarten, die andere, weniger vernetzte Personen nicht erreichen könnten?

Wilhelm: Vorsicht vor allzu schnellen Schlussfolgerungen: Wie der Begriff "Aufsichtsrat" schon signalisiert, ist es dessen Aufgabe, Aufsicht darüber zu führen, ob die Geschäftsführungsorgane sich an Satzung, Gesetz und Mitgliederbeschlüsse halten. Operative Maßnahmen sind Sache der Geschäftsführung und die Grenze zwischen einer beratenden Aufsichtstätigkeit und einer faktischen Geschäftsführung ist schnell überschritten. Natürlich habe ich ein breites Netzwerk, aber auch die Investoren, die ich kenne oder vielleicht der Geschäftsführung als zuständigem Gesprächspartner an den Tisch bringen könnte, werden nicht "in ein schwarzes Loch" oder eine "intransparente Finanzsituation" investieren. Und wenn es uns als Aufsichtsrat gelingt, Transparenz in den FCK zu bringen und ein positives Investitionsklima zu schaffen, werden die Investoren sicher leichter zu finden sein.

Eines aber muss all denjenigen klar sein, die in einem Investor den "Heilsbringer" sehen: Ein Investor, der in einen maroden, schlecht gemanagten und finanziell desaströsen Verein investieren und sein Investment durch gefügige Aufsichtsräte und Manager absichern will, ist vielleicht eher daran interessiert, sich die Filetstücke eines Investitionsobjektes zu sichern und den Rest zu zerschlagen, als langjährige Traditionen und mit Herzblut aufrechterhaltene Strukturen im Interesse des Vereins zu erhalten.

"Ich sage, was ich denke und meine, was ich sage"

Der Betze brennt: Gibt es für Sie Tabus? Seien es bestimmte Investoren, die Finanzierung des NLZ inklusive U21-Mannschaft, der Stadionname, das Fritz-Walter- Stadion generell als Spielort, ...

Wilhelm: Alles, was jenseits von Recht, Satzung, Mitgliederwille und unternehmerischer Moral steht oder betriebswirtschaftlich unsolide ist, ist für mich tabu. Im Übrigen versuche ich stets, das Machbare zu fördern und nach meinen beiden Grundsätzen zu handeln: "Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen" und "Was immer Du tust, tue es klug und bedenke das Ende".

Der Betze brennt: Zum Abschluss nochmal kurz und knapp zusammengefasst: Was müssen die FCK-Mitglieder zu Ihrer Kandidatur wissen und wieso sollten sie Ihnen am 01. Dezember ihre Stimme geben?

Wilhelm: Als Teil eines zuverlässigen und uneigennützig handelnden Teams, das sich geschlossen nach dem Motto "Miteinander - Füreinander" dem FCK in der Krise zur Verfügung stellt, sage ich, was ich denke und meine, was ich sage.

Der Betze brennt: Wir bedanken uns für das Gespräch und wünschen Ihnen viel Erfolg für die Wahl!

Quelle: Der Betze brennt

Weitere Links zum Thema:

- Komplette Interviewserie: Die Kandidaten zur Aufsichtsratswahl am 01. Dezember 2019
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon Thomas » 21.11.2019, 14:01


Bevor die Forumsdiskussion startet, noch ein präventiver Hinweis des Moderatoren-Teams: Wir sind dankbar für jeden Kandidaten, der sich um das sicher nicht einfache Amt im FCK-Aufsichtsrat bewirbt, und auch für die Bereitschaft zum Interview hier auf DBB. Deshalb bitten wir noch mal ganz besonders um einen respektvollen Umgang miteinander und mit allen Kandidaten - kritische Nachfragen und Anmerkungen sind natürlich legitim, aber immer auch dran denken, wir sind alle zusammen FCK-Fans!
Der Verein führt als eingetragener Verein den Namen 1. Fußball-Club Kaiserslautern e.V. (1. FCK) und hat seinen Sitz in Kaiserslautern. Seine Farben sind rot und weiß. (...) Das Stadion trägt den Namen Fritz-Walter-Stadion. (Vereinssatzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. - Artikel 1, Absatz 1)



Beitragvon rheinhesserfckler » 21.11.2019, 14:13


Eines aber muss all denjenigen klar sein, die in einem Investor den "Heilsbringer" sehen: Ein Investor, der in einen maroden, schlecht gemanagten und finanziell desaströsen Verein investieren und sein Investment durch gefügige Aufsichtsräte und Manager absichern will, ist vielleicht eher daran interessiert, sich die Filetstücke eines Investitionsobjektes zu sichern und den Rest zu zerschlagen, als langjährige Traditionen und mit Herzblut aufrechterhaltene Strukturen im Interesse des Vereins zu erhalten.


...weiss da schon jemand mehr wie andere?
LIEBE KENNT KEINE LIGA! FCK EIN LEBEN LANG!
Ein RheinhessenFCKler



Beitragvon Rheinteufel2222 » 21.11.2019, 14:17


Ich habe das Interview gelesen und jetzt ist mir schwindlig.
"Ein Verein gehört nicht einem Menschen - er gehört den Menschen und Mitgliedern, die sich mit ihm identifizieren."
Christian Streich



Beitragvon Teufelskerl1977 » 21.11.2019, 14:19


Sehr gutes Interview!


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Beitragvon allar » 21.11.2019, 14:30


Beim letzten Absatz seiner Vorstellung hat er aber arg ausgeholt, das erinnerte mich fast schon an den berühmten Loriot Politiker Sketch.

Was danach inhaltlich kam war aber top und daran wird er sich messen lassen müssen.
Wie oft wurde uns schon Transparenz versprochen und dann doch rumgemauschelt.
Gute Entscheidungen resultieren aus Erfahrungen und Erfahrungen resultieren aus schlechten Entscheidungen.



Beitragvon Bigdoubleu » 21.11.2019, 14:42


Puh, wow! Ein Mann klarer Worte ist Herr Wilhelm nicht wirklich. Ehrlich gesagt habe ich das Intverview irgendwann nur noch überflogen.

Aber was solls, er gehört Merk-Team und es würde mich freuen, wenn er gewählt wird.



Beitragvon Chrisss » 21.11.2019, 14:45


Eines aber muss all denjenigen klar sein, die in einem Investor den "Heilsbringer" sehen: Ein Investor, der in einen maroden, schlecht gemanagten und finanziell desaströsen Verein investieren und sein Investment durch gefügige Aufsichtsräte und Manager absichern will, ist vielleicht eher daran interessiert, sich die Filetstücke eines Investitionsobjektes zu sichern und den Rest zu zerschlagen, als langjährige Traditionen und mit Herzblut aufrechterhaltene Strukturen im Interesse des Vereins zu erhalten.


Der hier klang wie ein Seitenhieb :lol:



Beitragvon lautrer_lebenslang » 21.11.2019, 14:47


Nachdem für viele Herr Bettinger direkt raus aus der Verlosung war, da sein Wohnort München zu weit weg ist und aufgrund der Nähe zum FCK und (blabla) dies unabdingbar sei.
Wie sieht es dann bei Herrn Wilhelm aus? Ist die Schweiz dann näher? Vermutlich ja, da er im TEAM MERK ist. :lol:

Finde das Interview recht ansprechend. Interessant, dass hier der erste Kandidat auch etwas detaillierter auf Dinge eingeht. Herr Wilhelm stellt für mich eine gute Wahl dar.



Beitragvon allemann5 » 21.11.2019, 14:50


Bigdoubleu hat geschrieben:Puh, wow! Ein Mann klarer Worte ist Herr Wilhelm nicht wirklich. Ehrlich gesagt habe ich das Intverview irgendwann nur noch überflogen.

Aber was solls, er gehört Merk-Team und es würde mich freuen, wenn er gewählt wird.



Du bist nur das Geschwafel unserer Totengräber gewöhnt...Was gibt es hier nicht zu verstehen..Ein Rumgeeiere wie von Klatt hast du eher verstanden ?????....Klare Worte ,klare Ansage. :daumen: :daumen: :daumen:



Beitragvon Strafraum » 21.11.2019, 14:51


Sehr komplexes Statement , welches wiederum Hand und Fuß hat. Was ich damit sagen möchte ist, das dieser Herr auf seiner beruflichen Spate bestimmt ein Hardliner ist.

Nach dem Motto: Du kannsch em alde Trapper net uff die Flint scheiße.

Vielleicht ist meine Retorische Bildung nicht so hoch um das Interview ins normal gesprochene zu übersetzen.

Wie kam er nun eigentlich ins Team Merk? Wer hat da Kontakte miteinander vor dem FCK gehabt..... bzw Woher kennt man sich ?
Der Pfad der Gerächten ist von beiden Seiten gesäumt mit Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyranneien böser Männer!



Beitragvon SEAN » 21.11.2019, 14:55


Rheinteufel2222 hat geschrieben:Ich habe das Interview gelesen und jetzt ist mir schwindlig.

Mir geht es ähnlich, zu viele Fachausdrücke, mit denen man nix anfangen kann.
Das wichtigste, das ich da für mich rausgelesen hab ist
- keine Versprechungen die man nicht halten kann
- Transparenz, auch für die Findung von Investoren
- er kennt sich offenbar auch als Rechtsanwalt im Profi-Sport aus.
Die ersten 2 Punkte haben wir allerdings auch bisher von jedem Kandidaten gehört, vor allem Transparenz. Der letzte Punkt, wenn er den stimmt, könnte ein richtig großer Vorteil für den Verein sein.
Abseits der Werte des Vereins stellt sich jeder, der sich stattdessen aus reinem Selbstzweck einer Fankultur verpflichtet fühlt, in der einzelne Gruppierungen und Personen wichtiger sind als der gesamte Club, in der aus diesem Selbstverständnis heraus Straftaten begangen werden.



Beitragvon raIDen » 21.11.2019, 14:57


Bigdoubleu hat geschrieben:Puh, wow! Ein Mann klarer Worte ist Herr Wilhelm nicht wirklich. Ehrlich gesagt habe ich das Intverview irgendwann nur noch überflogen.

Aber was solls, er gehört Merk-Team und es würde mich freuen, wenn er gewählt wird.


Dein Fazit kann ich nicht nachvollziehen. Klare Worte und klare Ansagen untermauert mit ein paar Hintergrundinfos. Herr Wilhelm scheint ein gradliniger Typ zu sein und das gefällt mir.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten (Zitat Albert Einstein)



Beitragvon Newtrial » 21.11.2019, 14:59


Was eine Granate! Der Mann hilft uns definitiv weiter. Kein Rumgeschwafel, weder im Hinblick auf Becca (wer sonst könnte gemeint sein) noch was das Thema Insolvenz angeht. Und was er von der bisherigen Führung hält, wird auch mehr als deutlich - ohne, dass auch nur ein Name fallen musste.

Kein Vergleich zum äußerst blassen Keßler-Interview.

Ich bin jetzt schon ein Fan! :daumen:



Beitragvon betzeopa » 21.11.2019, 15:00


Finde das Interview nichtssagend.
Mir fehlt völlig eine Motivation oder Anbindung an der für den FCK. Die Antworten hätten für jede andere fast insolvente Firma gepasst.
Warum will sich Herr Prof. Wilhelm für den FCK engagieren? Wäre das nicht gerade in diesem Forum eine plausible Antwort Wert gewesen?
:teufel2: :teufel2:
FCK-Bayern 7:4; FCK-Real 5:0; KSC-FCK 3:5; FC Köln-FCK 2:6; FCK-Werder 3:2; FCK-Barcelona 3:1;... unvergessen!



Beitragvon Oktober1973 » 21.11.2019, 15:05


Am Besten gefällt mir die Militärgeschichte:
Hab mir vorgestellt, dass unsere Helden Banf und Co.,
als Diszi für Ihre Aktionen von solch einem AR Vorsitzenden 52 Wochenendwachen aufgebrummt bekämen.
"Kanonier Banf: zusätzlich 50 Liegestütze" :lol:
Aber mal im Ernst: Da braut sich was zusammen, wenn am 02.12. die schnelle Eingreiftruppe in die Geschäftstelle geht.
Zuletzt geändert von Oktober1973 am 21.11.2019, 15:07, insgesamt 1-mal geändert.



Beitragvon raIDen » 21.11.2019, 15:07


SEAN hat geschrieben:Mir geht es ähnlich, zu viele Fachausdrücke, mit denen man nix anfangen kann.


Was denn für Fachausdrücke? Sowas wie Fan-Säule, Miteinander, Füreinander, Transparenz, Recht, Satzung, Mitgliederwille und unternehmerische Moral?

Stimmt, das sind beim FCK der letzten Monate tatsächlich alles Fachausdrücke...
Zuletzt geändert von raIDen am 21.11.2019, 15:09, insgesamt 1-mal geändert.
Der Hauptgrund für Stress ist der tägliche Kontakt mit Idioten (Zitat Albert Einstein)



Beitragvon nölfings » 21.11.2019, 15:09


Soweit Sie die Abwendung einer möglichen Insolvenz ansprechen, vollzieht sich das in erster Linie immer im Bereich der Finanzen; die Aufgabe von Juristen in diesem Zusammenhang beschränkt sich unter Berufung auf die Analyse der Wirtschaftsprüfer auf die Feststellung, ob überhaupt eine Insolvenzsituation vorliegt und auf die Kontrolle, dass dadurch sich ergebende Handlungszwänge von der verantwortlichen Geschäfts-/ Vereinsführung auch beachtet werden. Selbstverständlich stelle ich als möglicher Aufsichtsrat der Geschäftsführung dann aber auch meine insolvenzrechtliche Expertise aus Unternehmen in der Krise zur Verfügung, um unter Ausnutzung von insolvenzrechtlich zulässigen Möglichkeiten solche Verfahren gegebenenfalls geplant zu durchlaufen.


Da holt man sich wohl schon den richtigen Mann ins Haus, der die Insolvenz des FCK mit durchzieht! Nachtigall ich hör dir trapsen.... :o :wink:

Das Ende naht.....



Beitragvon Mephistopheles » 21.11.2019, 15:18


Chrisss hat geschrieben:
Eines aber muss all denjenigen klar sein, die in einem Investor den "Heilsbringer" sehen: Ein Investor, der in einen maroden, schlecht gemanagten und finanziell desaströsen Verein investieren und sein Investment durch gefügige Aufsichtsräte und Manager absichern will, ist vielleicht eher daran interessiert, sich die Filetstücke eines Investitionsobjektes zu sichern und den Rest zu zerschlagen, als langjährige Traditionen und mit Herzblut aufrechterhaltene Strukturen im Interesse des Vereins zu erhalten.


Der hier klang wie ein Seitenhieb :lol:


Der Mann hat Format. :daumen: Die zitierte Aussage ist klar und deutlich!



Beitragvon since93 » 21.11.2019, 15:19


Juristen drücken sich eben so aus, wie sich Juristen ausdrücken.

Pluspunkte
Ist wohl ein Profi, den möchte ich ungern als gegnerischen Anwalt haben. Für den FCK kann das aber nur positiv sein. Mir gefällt auch das wiederholte erwähnen der Wichtigkeit des Mitgliedervotums und des rechten Handels (was eigentlich selbstverständlich sein sollte... nur nicht beim FCK 2019)

Neutral
Er scheint immer wieder zwischen den Zeilen etwas andeuten zu wollen hinsichtlich der Investoren z. B.... ist mir noch zu nebulös. Da kommt hoffentlich noch mehr Klarheit.

Minuspunkte
Einen Bezug zum FCK hat er eigentlich gar nicht. Warum gerade FCK? Vermutlich (nur), weil ihn Merk gefragt hat.



Beitragvon Hellboy » 21.11.2019, 15:29


Senator h.c. Prof. Dr. Jörg E. Wilhelm hat geschrieben: Eine der wertvollsten Errungenschaften menschlichen Zusammenlebens ist die Gestaltung eines Staates in der Form der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der Schaffung einer wirtschaftsliberalen Werte- und Lebensgemeinschaft. Ein auf den wirklichen Souverän - das Volk - zugeschnittenes und auf Eintracht abzielendes Demokratieverständnis bildet den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmen zur Entwicklung der darin lebenden Individuen unter vernünftiger Abwägung von Geben und Nehmen zum Wohle aller und damit des Staates selbst. Damit einhergehend, aber auch als Voraussetzung zur Erreichung eines solchen Ziels ist jeder Mensch gefordert, im Rahmen seiner beziehungsweise ihrer Möglichkeiten einen freiwilligen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, ganz gleich ob im politischen, sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich: Jedes Engagement trägt zur positiven Entwicklung einer prosperierenden Gesellschaft bei. Diese Überzeugung ist Anlass für mich, meine Fähigkeiten und Erfahrungen pro bono und im Interesse der Allgemeinheit einzusetzen und so der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. Im Lichte dieser Überzeugung mag auch mein beabsichtigtes Engagement im FCK gesehen werden.


Das ist ziemlich genau der Grund, warum ich hier im Forum schreibe.
Agiter le peuple avant de s'en servir.



Beitragvon Maikäferbenzin » 21.11.2019, 15:33


Das nenn ich mal „klare Kante " bisher, für mich, das beste Interview.
Da weiß jemand ganz genau wovon er redet und das tut er gerade heraus.
Die Ohrfeigen an die amtierenden „Amigos“ und den vermeintlichen Heilsbringer sind schon erste Sahne. :D So jemanden braucht es in unserer Situation aber sowas von.
Das wird am 02.12. sicher ein Fest auf der Geschäftsstelle. :daumen:
Allen die hier schon wieder rumquengeln das auch die Banf und Konsorten vor der Wahl von Transparenz fabuliert haben. Ihm nehme ich das voll und ganz ab.
Hoffentlich ist bald der 01. und es geht mit Vollgas in eine bessere Zukunft.
„Schiedsrichter kommt für mich nicht in Frage, schon eher etwas, das mit Fußball zu tun hat." :teufel2:



Beitragvon Chrisbee76 » 21.11.2019, 15:36


Ich schließe mich da meinen Vorschreibern an.

Im Interview selbst ist ja nichts Verwerfliches zu finden, aber mir fehlt ganz deutlich die Antwort auf die Frage: Welchen Bezug hat der Mann zum FCK?
„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“ - Bertolt Brecht



Beitragvon Bigdoubleu » 21.11.2019, 15:39


allemann5 hat geschrieben:
Bigdoubleu hat geschrieben:Puh, wow! Ein Mann klarer Worte ist Herr Wilhelm nicht wirklich. Ehrlich gesagt habe ich das Intverview irgendwann nur noch überflogen.

Aber was solls, er gehört Merk-Team und es würde mich freuen, wenn er gewählt wird.



Du bist nur das Geschwafel unserer Totengräber gewöhnt...Was gibt es hier nicht zu verstehen..Ein Rumgeeiere wie von Klatt hast du eher verstanden ?????....Klare Worte ,klare Ansage. :daumen: :daumen: :daumen:


Wenn ich nach meinem Bezug zum FCK gefragt werde, erzähle ich davon, dass bis zu meiner Urgroßvatergeneration jeder in meiner Familie FCK-Fan war und ist und dass mein Vater mich als 5-jähriger mit auf den Betze genommen hat und dass meine erste Erinnerung überhaupt die Meisterschaft 1991 ist.

Dieses Privileg hat natürlich nicht jeder. Aber muss man dann SOWAS antworten? In einem Fußballforum?

"Eine der wertvollsten Errungenschaften menschlichen Zusammenlebens ist die Gestaltung eines Staates in der Form der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der Schaffung einer wirtschaftsliberalen Werte- und Lebensgemeinschaft. Ein auf den wirklichen Souverän - das Volk - zugeschnittenes und auf Eintracht abzielendes Demokratieverständnis bildet den politischen, wirtschaftlichen und sozialen Rahmen zur Entwicklung der darin lebenden Individuen unter vernünftiger Abwägung von Geben und Nehmen zum Wohle aller und damit des Staates selbst. Damit einhergehend, aber auch als Voraussetzung zur Erreichung eines solchen Ziels ist jeder Mensch gefordert, im Rahmen seiner beziehungsweise ihrer Möglichkeiten einen freiwilligen Beitrag zur Gesellschaft zu leisten, ganz gleich ob im politischen, sozialen, kulturellen oder sportlichen Bereich: Jedes Engagement trägt zur positiven Entwicklung einer prosperierenden Gesellschaft bei. Diese Überzeugung ist Anlass für mich, meine Fähigkeiten und Erfahrungen pro bono und im Interesse der Allgemeinheit einzusetzen und so der Gesellschaft etwas zurückgeben zu können. Im Lichte dieser Überzeugung mag auch mein beabsichtigtes Engagement im FCK gesehen werden."



Beitragvon Betziteufel49 » 21.11.2019, 15:44


Oktober1973 hat geschrieben:Am Besten gefällt mir die Militärgeschichte:
Hab mir vorgestellt, dass unsere Helden Banf und Co.,
als Diszi für Ihre Aktionen von solch einem AR Vorsitzenden 52 Wochenendwachen aufgebrummt bekämen.
"Kanonier Banf: zusätzlich 50 Liegestütze" :lol:
Aber mal im Ernst: Da braut sich was zusammen, wenn am 02.12. die schnelle Eingreiftruppe in die Geschäftstelle geht.


Muss dir Recht geben er sieht auch schon so Barras-mäßig aus. War bestimmt Z-Soldat. :nachdenklich:

So ähnlich-mir macht keiner so schnell was vor.
Egal auf jeden Fall hat er schon mal gedient beim Militär.
Ob er so viel Bereitschaft schieben musste wie ich glaube ich nicht. Sicher war er mehr Leutnant-mäßig unterwegs. :p
Aber bestimmt ein toller Fan AR wenn man ihn näher kennen lernt. :teufel2:




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