Aktuelles und Historisches zur Heimstätte der Roten Teufel.

Beitragvon Rückkorb » 20.02.2020, 12:30


MiroK1991 hat geschrieben:
Ke07111978 hat geschrieben:Das ist eine sehr elegante Auslegung, die bei konkludierten Handeln der Parteien auch möglich gewesen wäre. Ich befürchte, nach der PM der SPD KL von heute morgen hat sich das erledigt. Das schwarze Peter Spiel geht in Runde 3. Und dann wundert man sich über eine Wahlbeteiligung von unter 50%...


Die Auslegung ist nicht elegant sondern aus meiner (juristischen) Sicht die einzig mögliche.


Nein, diese vermeintlich juristische Auslegung ist meines Erachtens so abenteuerlich wie unseriös. Auch @Rheinteufel hat es zutreffend beschrieben. Der Vorbehalt ist eindeutig und keineswegs unwirksam. Die Stadt wollte von der AAD grünes Licht für die gesamte Saison, hat es aber nur für bis zum Jahresende bekommen. Warum sie es nicht bekommen hat, interessiert an der Stelle nicht. Also fehlt es für die 2. Saiosnhälfte immer noch an der Zustimmung.

Damit ist für die zweite Hälfte der kommenden Saison nun eine Entscheidung nach dem Motto "Augen-zu-und-durch" erforderlich, wobei offen ist, wie die ADD damit umgehen wird.

Das mag politisch nicht einfach sein, ist aber absolut alternativlos.

Andererseits würde das Lautrer Stadtparlament in der Öffentlichkeit auf Unverständnis stoßen, wenn es quasi auf der Ziellinie umdrehen würde.
Auch das kann ein Rückkorb noch aufladen.



Beitragvon Betzegeist » 20.02.2020, 12:42


Diese Pressemeldung ist schon Sahne.

Laut SPD ist quasi der FCK an allem Schuld. Die Stadt macht 39 Mio. Minus? Egal, wenn der FCK nicht wäre, könnte das ewig so weitergehen...

Wenn man den Bogen etwas spannt könnte man sagen, da versucht eine sterbende Partei möglichst viele mitzureißen auf ihrem Weg in die Versenkung.

Politische Verantwortung? Fehlanzeige.



Beitragvon BernddasBrot2 » 20.02.2020, 12:46


Herr Rehm und Herr Weichel haben wahrscheinlich nicht verstanden, was die ADD will.
Sie will einen ausgeglichenen Haushalt.
Nun sagen die beiden Herrschaften, nur weil der FCK die Pachtreduzierung will, können sie das nicht schaffen.
Sorry, wer bald 40 MIO neue Schulden gemacht hat, kann doch nicht so dumm sein, den Bürgern jetzt was auf die Backe zu malen.
Nee, so dumm ist auch die Bevölkerung in KL nicht.
Jetzt hat die SPD eine schallende Ohrfeige bekommen und versucht jetzt wieder neue Märchen aufzutischen.
Es ist erbärmlich, wie sich inkompetzenz durch alle politische Institutionen zieht, gepaart mit boshaften Lügen.
Das was in der PM steht, zeigt dass man gerne an der Wahrheit vorbeiziehen will.
Pfui, deibel.
Die Seele des Vereins ist verkauft.
Der FCK reiht sich ein in das Konzert der käuflichen Liebe.
Dazu kommt, daß seit Jahren, die meisten Spieler das Trikot des Vereins überhaupt nicht tragen dürften!



Beitragvon MiroK1991 » 20.02.2020, 12:49


@Rückkorb

Wieso steht der Zustimmungsbeschluss unter einem Vorbehalt für 2021, der offensichtlich rechtlich nicht möglich war? So lese ich die Mitteilung der ADD.

Der Haushalt 2021 muss doch erst aufgestellt werden oder sehe ich das falsch?

Und damit hat die Stadt es doch selbst in der Hand für die - gewollte - (so verstehe ich den Ratsbeschluss) Gegenfinanzierung zu sorgen.
Aber erst mit dem Haushalt.

Die Steuererhöhungen hingegen sind von der ADD verordnet und haben nix mit der vergleichsweise geringen Pachtreduzierung, sondern mit der verfehlten Verschuldungspolitik des OB zu tun.



Beitragvon Fck1976* » 20.02.2020, 13:02


Das spiegelt das Chaos unserer allgemeinen Politsituation wieder. Nur Schwachköpfe.
Wäre es nicht logisch an die Tilgungsrücklage zu gehen?
Das gibt Entlastung für die Stadt und Zeit für den FCK.



Beitragvon Rückkorb » 20.02.2020, 13:15


MiroK1991 hat geschrieben:@Rückkorb
Wieso steht der Zustimmungsbeschluss unter einem Vorbehalt für 2021, der offensichtlich rechtlich nicht möglich war? So lese ich die Mitteilung der ADD.

Da musst du die CDU-Fraktion um Herrn Littig fragen, da die Idee dieses Beschlusses von dort stammt, wenn ich die PM der SPD zu Grunde lege.

MiroK1991 hat geschrieben:Der Haushalt 2021 muss doch erst aufgestellt werden oder sehe ich das falsch?

Und damit hat die Stadt es doch selbst in der Hand für die - gewollte - (so verstehe ich den Ratsbeschluss) Gegenfinanzierung zu sorgen.
Aber erst mit dem Haushalt.

Dein Denkfehler ist, dass der teilweise Vorbehalt für die zweite Saisonhälfte, zu dem die ADD sich aus rechtlichen Gründen nicht positiv äußern will, damit nicht unwirksam ist. Dies gilt ganz prinzipiell: Eine Zusage unter einem Vorbehalt, der aus rechtlichen oder tatsächlichen Gründen nie eintreten kann, macht die Zusage deswegen noch lange nicht vorbehaltslos wirksam.

MiroK1991 hat geschrieben: Die Steuererhöhungen hingegen sind von der ADD verordnet und haben nix mit der vergleichsweise geringen Pachtreduzierung, sondern mit der verfehlten Verschuldungspolitik des OB zu tun.

Das ist mehrfach falsch. Nirgendwo steht, dass die ADD Steuererhöhungen verordnet hat. Auch dem OB eine verfehlte Verschuldenspolitik anzukreiden, halte ich hier nicht für hilfreich, ist es doch der Stadtrat, der den Haushalt beschließt, und zwar sicher auch im Hinblick auf nachvollziehbare Ausgaben.

Aber auch wenn man der Stadtpolitik hier Vorwürfe machen könnte, was ich nicht durchschauen kann, zumal nicht (mehr) vor Ort, haben einige schon richtig angemerkt, dass auch der FCK seit Jahren über seine Verhältnisse lebt, aber im Gegensatz zur Stadt keine üblichen Kredite mehr bekommt. Wer im Glashaus sitzt, sollte die Steine besser bei sich behalten.
Auch das kann ein Rückkorb noch aufladen.



Beitragvon Rheinteufel2222 » 20.02.2020, 13:27


Rückkorb hat geschrieben:Aber auch wenn man der Stadtpolitik hier Vorwürfe machen könnte, was ich nicht durchschauen kann, zumal nicht (mehr) vor Ort, haben einige schon richtig angemerkt, dass auch der FCK seit Jahren über seine Verhältnisse lebt, aber im Gegensatz zur Stadt keine üblichen Kredite mehr bekommt. Wer im Glashaus sitzt, sollte die Steine besser bei sich behalten.


Da stimme ich absolut zu. Vor allem, wenn man wie der FCK zu denen gehört, die von einer gewissen Großzügigkeit der Stadt in den letzten Jahren existentiell profitiert haben, ohne selbst seine eigene Arbeit anständig gemacht zu haben.

Die "Totengräber" des FCK sitzen leider nicht im Stadtrat, sondern saßen oben auf dem Berg und man kann nur hoffen, dass die neuen Leute wirklich besser sind. Das sollte man bei der ganzen Diskussion nicht vergessen.

Was die jetzt ausstehende Entscheidung des Stadtrats angeht, hatte Littig übrigens schon zuvor geäußert, dass für seine CDU-Fraktion ein Herangehen an die freiwilligen Leistungen zugunsten des FCK nicht in Frage käme. Die Grünen werden das ähnlich sehen.

Eine Annahme des Antrags des FCK würde aber nach der jetzigen Stellungnahme der ADD ein erhebliches Risiko beinhalten, dass genau das eintritt. Man wird daher äußerst gespannt sein dürfen, wie sich CDU, Grüne und die anderen Fraktionen angesichts dieses Dilemmas entscheiden werden.

Ich sehe da durchaus einige Anhaltspunkte, dass man sich am Ende doch wieder auf die von der SPD favorisierte Idee (425.000 Euro plus Aktien) einigen wird.
- Frosch Walter -



Beitragvon Betzegeist » 20.02.2020, 13:41


Dass der FCK jetzt fast ein Jahrzehnt seine sportlichen Ziele verfehlt, ist doch vollkommen unstrittig.

Deswegen sind wir ja jetzt an diesem Punkt. Deswegen haben wir mit der AR-Wahl im Dezember ja unsere letzte Patrone eingelegt. Und deswegen brauchen wir das "go" der Stadt, ansonsten kracht alles zusammen.

Das hat aber überhaupt nichts mit der Misere der Stadtfinanzen zu tun. Die Mietreduktionen sind wahrhaftig nur ein Tropfen im Vergleich zum Volumen der Gesamtverschuldung.

Weiß Gott kein Tropfen ist es aber, wenn die Stadiongesellschaft pleite geht. Und was erzählt die SPD dann ihren Bürgern?



Beitragvon Miggeblädsch » 20.02.2020, 13:41


Ke07111978 hat geschrieben:......
Was ich meinte ist das:

https://www.nachrichten-kl.de/2020/02/2 ... cht-1-fck/

Es ist schon mutig davon zu sprechen, dass man dem Bürger durch höhere Schulden eine Belastung erspart. Diese Sichtweise bringt die ganze Problematik letztlich auf den Punkt. Wenn ich kein Geld habe, dann leihe ich es mir halt. In diesem Punkt scheinen FCK und Stadt über Jahre die selbe Politik gefahren zu haben. Beide müssen nun feststellen, dass das eben nicht nachhaltig ist.


:daumen: :daumen:

Die Pressemitteilung der SPD trieft nur so vor Polemik. Garniert noch mit einem Seitenhieb gegen die CDU. Unfassbar!

Die klare Mitteilung der ADD in Bezug auf die völlig verfehlte Haushaltspolitik und die steigende Neuverschuldung in Kaiserslautern wird quasi ignoriert.

Steuererhöhungen in Kaiserslautern sind unvermeidlich. Aber das hat nur sehr wenig mit der Mietreduzierung für den FCK zu tun. Die Steuererhöhungen müssen so oder so kommen.

In der Gemeinde Worms zb. ist sowohl der Hebesatz zur Grundsteuer als auch der Hebesatz zur Gewerbesteuer um jeweils 10 % höher als in Kaiserslautern. Worms hat weder eine Universität, noch ein Fraunhofer-Institut. Auch die Infrastruktur ist nicht auf dem Level Kaiserslauterns.

Der Stadtrat sollte nun schnellstmöglich den Vorbehalt aufheben und dem FCK Planungssicherheit verleihen. Keine weiteren Knüppel mehr zwischen die Beine, keine weitere Zeit mehr von der Uhr nehmen!

Der FCK muss dann weiter an einer Notlösung für die Lizenz arbeiten, der Stadtrat in KL muss seine Hausaufgaben bezüglich einer seriösen Haushaltsplanung für seine nächste "Saison" machen. Diese wird zwangsläufig Steuererhöhungen beinhalten, aber man sollte langsam davon Abstand nehmen, diese Notwendigkeit hauptsächlich mit dem FCK in Verbindung zu bringen.

Der SPD rate ich zur Selbstreflexion, und das ist nicht böse gemeint, sondern konstruktiv.

Denn eines ist klar: Das was am 02.03. beschlossen wird, kann letztlich nicht ansatzweise die Lösung sein. Da werden dann ganz andere Aufgaben zu stemmen sein.

Eine nachhaltige Lösung wird es nur geben, wenn das Stadion ins Anlagevermögen des Vereins übergeht. Erst dann werden Investoren in der Größenordnung investieren, dass der Verein eine Chance haben kann. Die Stadionfinanzierung muss in den Landeshaushalt übernommen werden.

Das ist die Kröte, die es langfristig zu schlucken gilt, liebe Freunde. Da war die Mietminderung nur die Vorspeise.
Irgendwann geht's los



Beitragvon sander75 » 20.02.2020, 13:52


Das der FCK die letzten Jahre Fehler gemacht steht außer Frage ( Sportliche Absturz). Aber der FCK ist doch nicht alleine Schuld an den Schulden der Stadt KL. Die suchen jetzt nur einen Sündenbock wegen der Steuererhöhung. Auch werden die meisten Gemeinden aufgefordert ihr Grundsteuern zu erhöhen. Warum kommt jetzt erst unser OB erst jetzt auf den Gedanken die freien Flächen in FWS zu Geld zu machen. Die Stadt hat Jahre geschlafen und der FCK ist wieder an allem Schuld. Nur eine Insolvenz des FCH hilft keinem was.



Beitragvon Miggeblädsch » 20.02.2020, 14:26


Jetzt ist mir auch klar, warum sich Herr Weichel von Anfang an regelrecht "gesträubt" hat, die ADD mit einzubeziehen.

"das können wir uns sparen"
"da ist keine Hilfe zu erwarten"


Das war wohl quasi sein "Gang nach Canossa".

Herr Weichel hatte die Sache irgendwie völlig anders dargestellt im Vorfeld. Die ADD ist uns sogar, so gut es geht, entgegengekommen. Allerdings sieht sie auch nicht ein, grundsätzlich für die Versäumnisse einer verfehlten Haushaltspolitik in Kaiserslautern gerade stehen zu müssen. Insoweit ein legales Anliegen, oder?

Im Prinzip hat Weichel gestern einen Rüffel von der ADD bekommen, nichts anderes ist passiert. Wenn er jetzt fähig zur Selbstreflexion ist und die Aufgabe zur verantwortungsvollen Haushaltsplanung annimmt, kann es nur besser werden!
Irgendwann geht's los



Beitragvon phibee » 20.02.2020, 14:26


Hi Leute,

wenn dieses Jahr schon 39 Mio. Minus gemacht wird, wo soll denn in Gottes Namen in Zukunft ein ausgeglichener Haushalt herkommen?

Das wird unmöglich geschehen. Es sei denn, die Stadt KL spielt Lotto und gewinnt den Jackpot.

Das Problem ist doch insgesamt, dass die Kommunen zwar immer mehr Aufgaben übernehmen sollen, aber nicht entsprechend finanziell von Bund und Land ausgestattet werden, um die Aufgaben auch tatsächlich zu erledigen.

So wie ich die ADD - Entscheidung verstanden hatte, erwarten sie, dass die Stadt KL ihre Haushaltssituation insgesamt nachhaltig verbessert. Natürlich ist da auch bei anderen Kommunen (siehe Worms, war gerade wieder diese Tage in der Rheinpfalz Thema) die Anhebung der Grundsteuer B im Gespräch; wobei noch die Diskussion darüber besteht, ob es wirklich eine "Forderung" auf eine Anhebung der Steuersätze gibt oder nicht.
Also alles nach dem Motto: Wasch mich, aber mach mich nicht naß.

Das zusätzliche Problem für uns ist natürlich auch die strukturschwache Lage der Westpfalz, die das Ganze noch wesentlich verschlechtert.

Ich denke, dass die ADD auch über den 1.1.21 hinaus beide Augen zudrücken würde, wenn die Stadt KL nachweist, dass sie alles Menschenmögliche versucht, das Minus von 39 Mio. erheblich zu reduzieren. Wie das letztendlich geschieht, wird der ADD wurst sein. Aber egal, wo das Geld im Endeffekt herkommt, beim betroffenen Personenkreis wird das Geschrei groß sein (ob bei den Hausbesitzern oder bei anderen Institutionen). Insofern wird der Stadtrat so oder so angegriffen werden, weil er es nicht allen recht machen kann.

Aber ehrlicher Fakt ist:

Alle, Land, Stadt KL, der FCK und wir alle wollten damals die WM in KL. Also sind wir alle zusammen mitschuld an der Misere!!!
Und genauso alle sind davon ausgegangen, dass der FCK nahezu immer in Liga 1 spielen wird. Es wurde alles immer vom bestmöglichen Zustand her betrachtet, keiner hat sich jemals damit beschäftigt, dass der FCK vielleicht in Liga 2 oder 3 herumdümpelt.

Deshalb hätte diese ganze unselige Finanzierung für das WM-Stadion niemals, niemals so abgeschlossen werden dürfen.

Jeder Häuslebauer muss für sein Hausbauprojekt verschiedene Szenarien und Unwägbarkeiten im Leben durchspielen, ob er sich das leisten kann oder nicht. Ansonsten kann er sich irgendwann einen Strick nehmen, wenn er sich finanziell überworfen hat. Aber genau da hapert es in der Politik. Wieviele Projekte vervielfältigen sich finanziell in Punkto Kosten? Es gibt viele, viele Beispiele dafür. Wer trägt im Endeffekt die Verantwortung dafür, wenn die Kosten aus dem Ruder laufen?
Richtig, so gut wie keiner!!!
Und genau das ist das große Problem. Jeder will sich ein "Denkmal" setzen, nach dem Motto:
"Schaut her, das habe ich in meiner Amtszeit geschafft"
Wenn das allerdings in die Binsen geht, wird (fast) niemand zur Rechenschaft gezogen (siehe z. B. Nürburgring, Gorch Fock, Stuttgart 21 etc.).
Daran hapert es bei uns.
Wenn es den entsprechenden Personen mal an den (finanziellen) Kragen ginge, würde uns manches Prestigeprojekt und so manche "Sch...." erspart bleiben.

Somit verbleibt es abschließend nun beim Stadtrat zu entscheiden, wo er die Prioritäten setzt, um in Zukunft Gelder einzusparen und/oder Mehreinnahmen zu fordern.

LG



Beitragvon Hessischer Aussenposten » 20.02.2020, 14:32


Ich kann es dieses Mal keinem einzigen Spieler verdenken, wenn er spätestens jetzt so langsam beginnt, mit seinem Berater am Abgang beim FCK zu arbeiten.

Wohin das führen wird, ist klar: im Sommer werden wir einen weiteren sportlichen Aderlaß erleben, spätestens nächstes Jahr dann gegen den Abstieg aus der 3. Liga spielen und die Negativspirale wird sich immer schneller weiterdrehen.

Sollen Sie den Verein samt KGaA in die Insolvenz schicken, liquidieren und auf dem Betze "Blühende Landschaften" errichten.

Es wäre für viele eine echte Erlösung und Befreiung.
Gruß vom HAP
"... Von dem Angebot (von Preston North End) hätte ich damals halb Vogelbach kaufen können. ... Ich weiß, das versteht heute niemand, dass ich nicht gewechselt habe. Aber ich hätte sogar Geld gezahlt, um in Kaiserslautern spielen zu dürfen." (FCK-Legende Horst Eckel)



Beitragvon De Sandhofer » 20.02.2020, 14:44


Also langsam beginnt auch bei mir die AllgemeinDepressiveDenke zu wirken. Die letzten 2 Seiten nur Juristen und Bänker am Werk. Was kommt dabei heraus, wenn du Glück hast ein Richtzins, wenn du Pech hast "RichtigHoheZinse".
Kaiserslautern, die einst blühende Stadt. Schon die Römer liessen sich am breiten Strom nieder und nannten in Lutrina(auch Amazonas der Pfalz genannt).
Bitte nicht mit Latrine verwechseln. Obwohl die Römer bestimmt auch mal"Dabber ä Bach noi gemacht hän", aber des lief zum Rhein und danach bekamen es die Holländer. So irgendwann sind die Römer heim gewandert und weil es in Lautern so schön war liessen sie den Wein hier. In den folgenden Jahren dachten die Einwohner zum Wein muss man auch was gutes Essen. Da "erschuf" der Metzger Karl-Heinz die Blut-u. Leberwurst und den Schwartenmagen. Da er ein geborener Hausmacher war, war der Name Hausmacher für diese Wurstsorten schnell erdacht. So lebten die Lautrer Bevölkerung ohne Sorgen vor sich hin, bis ein neues Ereignis die Runde machte.
Die Assistenten von der Firma Kaiser & Rotbart, eine Security Firma, die in ganz Europa für Ruhe und Ordnung sorgte, entdeckten Lautern als Wellnessoase für ihren Geschäftsführer Kaiser B. Das wäre genau das richtige Örtchen zum Entspannen, wenn er von seinen Ruhe-u.Ordnungserhaltungstouren zurückkehrte.
Nachdem der gute Kaiser B. dem Klima zum Opfer fiel, weil er mit einem für die Jahreszeit viel zu heißem Körper in ein viel zu kalten Fluß sprang. Trotzdem durfte sich jetzt Lautern Kaiserslautern nennen.
Hierauf folgten viele Jahre der Ruhe, Ruhe und der Ruhe bis die Firma Pfaff sich in Kaiserslautern niederließ. So wurde aus Kaiserslautern die Pfaffstadt, später kam noch Opel und die Firma Kern mit der schwarzen Rose auf dem Hemd und der 1FCK ein Fußballverein ohnegleichen. Das waren die "Hochzeiten".
Heute Opel dümpelt vor sich hin, wie der einst große FCK, die Firma Pfaff gibt es nicht mehr und ich denke, die schwarze Rose wird heute in China oder Bangladesch hergestellt. Die Stadt hoch verschuldet.
Als ob dies alles nicht schon schlimm genug ist, sagt jetzt auch noch der "KÖNIG VON ZWICKAU" für Samstag seinen Besuch ab. Er bliebe lieber mit Stock und Huth in Sachsen. Kein Kaiser nicht einmal ein regionaler König möchte zu uns kommen.
Jetzt habe ich gelesen Eschborn bei Frankfurt wäre eine der reichsten Gemeinden Deutschlands. Mein Vorschlag wir verkaufen denen den Kaiser von von Kaiserslautern für 762 Mio.und die Eschorner geben uns ihr E. Dann hießen die Kaiserschborn und wir wären schuldenfrei und hießen E-Lautern. Dieser Name würde dann wiederum super zu uns passen, wenn Opel mit seinem Batterienwerk in Lautern an der Start geht.
Ein nicht ganz ernstgemeinter Beitrag, aber heute ist dreggischer Dunnerschdaach unn Humor iss wommer trotzdem Lachd.
Helau, Alaaf unn Sahoi wie mir in Bad Sandhofen rufen. On Alle ää glickseelische Fasenachd. :wink: :p :wink:
Zuletzt geändert von De Sandhofer am 20.02.2020, 17:29, insgesamt 2-mal geändert.



Beitragvon Doppelsechs » 20.02.2020, 14:51


Die Stadt KL hat ca 100000 Einwohner. Umgerechnet je Einwohner wären die 39 Millionen minus aus einem Jahr, eine Belastung von 400 Euro je Bürger.
Erscheint irgendwie machbar...? 8-) :cry:



Beitragvon Mephistopheles » 20.02.2020, 14:53


phibee hat geschrieben:
Aber ehrlicher Fakt ist:

Alle, Land, Stadt KL, der FCK und wir alle wollten damals die WM in KL. Also sind wir alle zusammen mitschuld an der Misere!!!
Und genauso alle sind davon ausgegangen, dass der FCK nahezu immer in Liga 1 spielen wird. Es wurde alles immer vom bestmöglichen Zustand her betrachtet, keiner hat sich jemals damit beschäftigt, dass der FCK vielleicht in Liga 2 oder 3 herumdümpelt.

Deshalb hätte diese ganze unselige Finanzierung für das WM-Stadion niemals, niemals so abgeschlossen werden dürfen.

Jeder Häuslebauer muss für sein Hausbauprojekt verschiedene Szenarien und Unwägbarkeiten im Leben durchspielen, ob er sich das leisten kann oder nicht.


Der politisch Handelnde hat die Aufgabe, diese Szenarien durchzuspielen. Der politisch Handelnde war die Landesregierung, deren Ministerpräsident die WM wollte. Kritische Stimmen gab es sehr wohl. Aber die wollte man nicht wahrnehmen.

Ich wollte damals die WM nicht. Mir erschien das suspekt. Also bitte behaupte auch nicht, dass es ein "Fakt" ist, dass "wir alle" die WM wollten. Viele wollten die WM, aber nicht alle. Der FCK hatte mal ein vereinseigenes Stadion. Wenn man so eine wertvolle Immobilie hat, riskiert man nicht Kopf und Kragen. Das Fassungsvermögen war deutlich über 30 000 Zuschauern. Ausreichend für einen Provinz-Klub. Dann begannen die Verführungsmelodien der Politik.



Beitragvon weißherbschtschorle » 20.02.2020, 14:58


Liebe hier mitlesende Räte der Stadt Kaiserslautern,
als besorgtes Mitglied u. Dauerkartenbesitzer möchte ich hier ein paar Worte an euch richten.

Zuerst:ich bin kein Bürger der Stadt Kaiserslautern.
Mein Heimatort liegt ca 35 km von Kl entfernt,35 eintönig,bergige manchmal eisige Kilometer.

Warum bin ich nach Kl gekommen?Da ist mein Verein zu Hause.
Ein Verein,auf den alle Städte in Deutschland neidisch sind.
Nur Kaiserslautern nicht.

Das erste mal wurde mir das bewusst,als der FCK als Vorwand für die von der ADD geforderte Steuererhöhung herhalten musste.
Seitdem verfolge ich die mediale Darstellung des FCK mit großem Bedauern.
Entsetzt hat mich dann der Besuch der Stadtratsitzung.
Und das Ganze gipfelt jetzt einer, dem Verdienst des FCK unwürdigen Szenerie.

Der einzige Grund,weshalb ich diese Stadt kennengelernt habe, ist der FCK.

Und wir nutzen seitdem die Einkaufsmöglichkeiten für Dinge wie Kleidung,Schuhe,Möbel,Reifen,sogar ein Auto haben wir in Kl gekauft.
Seit 15Jahren habe ich keine Stadt in meiner näheren Umgebung für Einkäufe aufgesucht.

Seit einigen Jahren sind wir mit FCK-Mitglieder aus Luxemburg befreundet u. treffen uns regelmäßig zum Besuch der Gastronomie-Betriebe.
Die übrigens sehr oft in Kl übernachten.

Seit euch bewusst:
Kaiserslautern ist nichts ohne den FCK.
Eine langfristige Entscheidung für den FCK ist eine Entscheidung für die Zukunft der Stadt.
Eine Entscheidung gegen den FCK ist eine Entscheidung gegen eine Zukunft der Stadt.
Schorle,schon Goethe wußte warum:
Wasser allein macht stumm,das zeigen im Bach die Fische.
Wein allein macht dumm,siehe die Herren am Tische.
Da ich will keins von beiden sein,trink ich Wasser gemischt mit Wein. :teufel2:



Beitragvon Miggeblädsch » 20.02.2020, 15:02


phibee hat geschrieben:Hi Leute,

wenn dieses Jahr schon 39 Mio. Minus gemacht wird, wo soll denn in Gottes Namen in Zukunft ein ausgeglichener Haushalt herkommen? ......


Das kann die Stadt nur über die Steuereinnahmen machen. Eine Anhebung des Hebesatzes bei der Grundsteuer scheint momentan die logischste Lösung zu sein, denn die Immobilienpreise sind stark gestiegen in den letzten Jahren und so wäre diese Erhöhung dem Immobilienbesitzer durchaus zumutbar. In Worms zb. wurde genau das gerade gemacht. Hebesatz angehoben von 440% auf 470%.

Da allerdings die Einheitsbewertung der Immobilien und somit das generelle Berechnungsschema der Grundsteuer demnächst vom Bundesfinanzministerium komplett neu gestaltet wird, wäre das zunächst nur eine kurzfristige Maßnahme.

Weitere Maßnahme ist natürlich die Anhebung des Hebesatzes zur Gewerbesteuer. Damit wäre quasi jeder Unternehmer betroffen, aber schließlich profitieren die ja auch von der Infrastruktur Kaiserslauterns. Das ist natürlich ein sensibles Thema, denn gerade Unternehmer wie Opel werden vielleicht damit drohen, Arbeitsplätze abzubauen in Kaiserslautern.

Aber liebe Freunde, das ist eben ganz normales Tagesgeschäft in der Politik. Verhandeln, Kompromisse eingehen und so weiter. Letztlich kann ich meine Haushaltsrechnung bei steigenden Ausgaben nur auffangen, wenn ich meine Einnahmen erhöhe. Punkt!
Das ist in Stein gemeißelt! :vertrag:
Irgendwann geht's los



Beitragvon kh-eufel » 20.02.2020, 15:11


Also die Pressemitteilung der SPD ist wirklich ein Hammer. Im Vermengen unterschiedlichster Fakten und deren grenzwertig wahrer Darstellung hat dies Trump´sche Züge. Ein Tipp: Per Twitter erreicht man schneller große Reichweite.



Beitragvon Miggeblädsch » 20.02.2020, 15:14


kh-eufel hat geschrieben:Also die Pressemitteilung der SPD ist wirklich ein Hammer. Im Vermengen unterschiedlichster Fakten und deren grenzwertig wahrer Darstellung hat dies Trump´sche Züge. Ein Tipp: Per Twitter erreicht man schneller große Reichweite.


:lol: :lol: Du wirst lachen, genau das hab ich auch gedacht beim Lesen der PM.

Fake News! Scheiß auf die Realität! Wir machen uns unsere eigene!!
Irgendwann geht's los



Beitragvon pfostenschießer » 20.02.2020, 15:35


Die Stadt könnte doch eine Steuer erheben deren Ertrag einzig und allein dem FCK zufließt.
Man muss es ja nicht unbedingt FCK-Steuer nennen sondern z.B. Sozialabgabe.
Die Steuer nur für Produkte verlangen die eh im kritischen Focus der Gesellschaft stehen. Ich denke dabei an Alkoholmixgetränke (Weinschorle), Zigaretten, Stadtgeländeautos.
Probieren sollte mans auf alle Fälle



Beitragvon Rheinteufel2222 » 20.02.2020, 15:41


pfostenschießer hat geschrieben:Die Stadt könnte doch eine Steuer erheben deren Ertrag einzig und allein dem FCK zufließt.
Man muss es ja nicht unbedingt FCK-Steuer nennen sondern z.B. Sozialabgabe.
Die Steuer nur für Produkte verlangen die eh im kritischen Focus der Gesellschaft stehen. Ich denke dabei an Alkoholmixgetränke (Weinschorle), Zigaretten, Stadtgeländeautos.
Probieren sollte mans auf alle Fälle


Interessanter Ansatz.
- Frosch Walter -



Beitragvon Betzegeist » 20.02.2020, 15:51


Ja, ich finde auch. Der Colabier-Groschen wäre ein interessanter Ansatz.

An so einem Wochenende im Hannenfass käme allein schon einiges zusammen...

Hochgerechnet auf's Jahr könnte man da sicherlich mit einer nennenswerten Summe rechnen.



Beitragvon Altrocker » 20.02.2020, 15:54


Rheinteufel2222 hat geschrieben:
pfostenschießer hat geschrieben:Die Stadt könnte doch eine Steuer erheben deren Ertrag einzig und allein dem FCK zufließt.
Man muss es ja nicht unbedingt FCK-Steuer nennen sondern z.B. Sozialabgabe.
Die Steuer nur für Produkte verlangen die eh im kritischen Focus der Gesellschaft stehen. Ich denke dabei an Alkoholmixgetränke (Weinschorle), Zigaretten, Stadtgeländeautos.
Probieren sollte mans auf alle Fälle


Interessanter Ansatz.


Prima Idee. Und eine Menge Wasser auf die Mühlen all derjenigen, für die der FCK alleinig am Niedergang der städtischen Finanzen verantwortlich ist. Wenn man eines mit Sicherheit unbedingt vermeiden muss, dann eine Steuer, Abgabe oder was auch immer, die direkt mit dem FCK in Verbindung gebracht wird. Die juristischen Überlegungen dazu ganz außen vor ...
Und sowieso: Der 1. FC Kaiserslautern ist der englischste Klub in Deutschland.
(Florian Dick)



Beitragvon phibee » 20.02.2020, 16:03


Hi Leute

zuerst Antwort für "Mephistopheles" wegen meinem letzten Beitrag:
okay, einigen wir uns darauf, dass (fast) alle die WM wollten. Hoffe, diese Formulierung ist jetzt ok. für Dich.

Allgemein:
Ich kann mich noch sehr gut an die Euphorie damals erinnern, als es darum ging, den Zuschlag für die WM zu bekommen. Auch in meinem Bekannten- und Freundeskreis sah so gut wie niemand die Bewerbung kritisch. Man sah nur die positiven Effekte, die von der WM für KL ausgehen würden.
So war das damals.

Aber anscheinend hat man damals in der Euphorie für die WM-Bewerbung bei der Finanzierung dieses Projektes sämtliche Risikoüberlegungen beiseite geschoben.
Nach allem Für und Wider hätte man zu dem Ergebnis kommen müssen, dass die finanziellen Risiken einfach zu groß sind, um ein solches Projekt als "Kleinstadt" zu stemmen.
Aber da sind wir wieder beim Thema "Prestigeprojekt" von Politikern.
Und dieses Projekt war wohl einfach zu verlockend, um es zu verwerfen.

LG




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