Im Blickpunkt: Abstiegskampf und Aufstiegshoffnung

Spannendes Saisonfinale für die U19 und U17

Spannendes Saisonfinale für die U19 und U17

Torjubel bei der U19; Foto: MS-Sportfoto

Die U19 des 1. FC Kaiserslautern kann den Bundesliga-Klassenerhalt wieder aus eigener Kraft schaffen, muss dafür aber am Samstag - hoffentlich mit großer Fan-Unterstützung - den 1. FC Heidenheim schlagen. Bei der U17 besteht inzwischen wieder Hoffnung auf den Aufstieg in die erste Liga.

Während es für die Profimannschaft des 1. FC Kaiserslautern in der Liga um nichts mehr geht, stehen der U19 und U17 der Roten Teufel noch spannende Aufgaben bevor. Die A-Junioren kämpfen erbittert um den Klassenerhalt, die B-Junioren haben noch Chancen auf die Rückkehr in die Bundesliga. Beide Mannschaften verbesserten ihre Ausgangslage am vergangenen Spieltag.

U19: FCK mitten im Dreikampf um den Klassenerhalt

Am 24. Spieltag - der drittletzte in der A-Jugend-Bundesliga - schienen die Chancen auf den Klassenerhalt für den FCK deutlich gesunken zu sein. Die Roten Teufel unterlagen dem Vorletzten Stuttgarter Kickers überraschend mit 0:2. Weil der 1. FC Nürnberg parallel einen nicht minder unerwarteten Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim einfuhr, rutschten die Lautrer auf den ersten Abstiegsplatz.

Doch am vergangenen Wochenende tauschten die U19-Mannschaften der beiden Traditionsklubs erneut ihre Plätze: Nürnberg verlor sein Auswärtsspiel beim VfB Stuttgart 0:2, der FCK gewann auswärts gegen den FC Augsburg 3:1. Zwei Tore von Anas Bakhat, der als einer der Perspektivspieler für den künftigen Profikader gilt, ebneten den Weg. "Der Druck war enorm in den letzten Wochen. Alle haben uns schon abgeschrieben, aber die Jungs wollten nochmal das Gegenteil beweisen", sagte Marco Laping danach bei "fck.de". "Wir haben heute befreit aufgespielt und ein super Spiel hingelegt."

Somit gehen die Roten Teufel auf Platz elf stehend mit einem Punkt Vorsprung auf die Clubberer in den letzten Spieltag. Am Samstag empfängt der FCK den im Tabellenmittelfeld stehenden 1. FC Heidenheim. Nürnberg bestreitet parallel sein Heimspiel gegen die bereits abgestiegenen Stuttgarter Kickers.

Schicksalsspiel gegen Heidenheim am Samstag

Die Ausgangslage ist damit klar: Gewinnt der FCK sein Spiel gegen die Schwaben, ist er gerettet. Bei einem Remis dürfte Nürnberg nicht gewinnen. Verliert der FCK, muss auch der FCN aufgrund der besseren Tordifferenz verlieren. Es könnte sogar so kommen, dass beide Klubs am Ende gerettet sind: Punktgleich mit dem FCK rangiert die A-Jugend von Eintracht Frankfurt auf dem 10. Platz. Zwar haben die Hessen die bessere Tordifferenz (-8), würden aber absteigen, wenn Lautern und Nürnberg ihre Spiele gewinnen, und sie gegen den FC Ingolstadt nicht über ein Remis hinauskommen. Zuletzt hatte sich die SGE in schwacher Form präsentiert: Gegen Mainz (0:5) und Bayern (1:3) kassierte sie Niederlagen.

"Wir können es jetzt zu Hause klar machen und mit so einer Leistung wie heute können wir auch Heidenheim schlagen und damit den Klassenerhalt perfekt machen", gibt Laping die Richtung vor - verbunden mit der Hoffnung, dass möglichst viele FCK-Fans, die die Auswärtsfahrt der Profis nach Würzburg nicht mitmachen, um 13:00 Uhr im Sportpark Rote Teufel die U19 unterstützen.

Unterstützt die U19 des FCK bei ihrem entscheidenden Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim! Anstoß im "Sportpark Rote Teufel" (Fröhnerhof, 67678 Mehlingen) ist am Samstag um 13:00 Uhr.

U17: Der Traum von der Bundesliga-Rückkehr lebt wieder

Während die U19 unbedingt in der Bundesliga bleiben will, möchte die U17 in diese Liga zurückkehren. Derzeit kämpfen die B-Junioren in der Regionalliga Südwest um den zweiten Platz, der nach jetzigem Stand zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde zur Bundesliga berechtigen würde.

Nach mehreren Punktverlusten sah es zunächst danach aus, als ob der FCK nicht mehr an die oberen Plätze herankommen könnte. Tatsächlich ist Platz eins drei Spieltage vor Schluss nur noch theoretisch erreichbar: Die zweite Mannschaft von Mainz 05 ist neun Punkte entfernt. Da die Rheinhessen als Zweitvertretung aber nicht aufsteigen dürfen, geht das Startrecht für die Aufstiegsrunde an den Zweitplatzierten über. Das wäre momentan die SV Elversberg, die zwei Punkte vor dem FCK rangiert. Und die Lautrer unterstrichen ihre Ambitionen kürzlich mit einem 7:0-Kantersieg gegen die SG Andernach. "Wir haben die richtige Mentalität und eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt", sagte Trainer Daniel Paulus, der seit Februar an der Seitenlinie steht, zur "Rheinpfalz".

Die Chancen für sein Team stehen jetzt gut, denn die Roten Teufel haben ihr Schicksal in der eigenen Hand: Zunächst treten die Lautrer beim SV Gonsenheim, der im Niemandsland steht, an. Dann kommt es zu den direkten Duellen mit Mainz (Heimspiel, 26.05.) und Elversberg (Auswärtsspiel, 02.06.). Sollte das Paulus-Team danach wirklich vor den Saarländern stehen, warten zwei Aufstiegsspiele gegen den Meister der Hessenliga. Das wäre Darmstadt 98. "Die Stimmung in der Mannschaft ist deutlich gestiegen, und die Motivation ist groß, die letzten drei Spiele positiv gestalten zu wollen", kündigt der Coach an.

Autor: paulgeht

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