Neues vom Betzenberg

 

Müller stocksauer: "Unnötig, einfach unnötig!"

Durch ein Eigentor in letzter Sekunde ist der 1. FC Kaiserslautern im Gastspiel bei Holstein Kiel als Verlierer vom Platz gegangen. Nach der Partie zeigten sich die FCK-Profis geschockt und fassungslos. Einer fand deutliche Worte.

Betretene Mienen, leere Worte und blanke Wut: Die 1:2-Niederlage in Kiel hat die Roten Teufel in einen Schockzustand versetzt. Unglücksrabe Stipe Vucur, der in der dritten Minute der Nachspielzeit eine Flanke ins eigene Tor abfälschte, rang nach dem Schlusspfiff um Worte. "Unglaublich", fasste der Defensivmann mit leiser Stimme zusammen.

Seinem Ärger deutlicher Luft machte Marius Müller. Der Keeper konnte sich in den Katakomben des Holstein-Stadions nur mit Mühe sammeln. Beim entscheidenden zweiten Kieler Treffer sei der Ball nur um Millimeter über seine Hand geflogen, beschrieb der 24-Jährige. Hinter ihm senkte sich die Kugel ins Netz, entriss dem FCK damit den schon sichergeglaubten Punkt. "Und dann pfeift der Schiedsrichter ab. Schlimmer geht es nicht mehr. Es ist der Wahnsinn", so Müller. "Beide Tore kriegen wir aus dem eigenen Ballverlust… Unnötig, einfach unnötig!"

"Es muss mal in unsere Birne gehen, die Dinger vorne zu Ende zu spielen"

Einmal mehr war nach dem Spiel auch wieder die FCK-Offensive ein Thema. Zwar traf Neuzugang Sebastian Andersson ("Es fühlt sich heute extrem an, leider") Mitte der zweiten Hälfte zum unter dem Strich verdienten Ausgleich, doch mal wieder ließen die Pfälzer zahlreiche Chancen, vor allem im ersten Durchgang, ungenutzt liegen. "Es muss doch einfach mal in unsere Birne gehen, unsere Dinger vorne zu Ende zu spielen", ärgerte sich Müller, nahm aber auch die gesamte Mannschaft in die Pflicht. "Dann belohnen wir uns endlich mal, machen eines und sind gut drin. Und dann verstehe ich es nicht, dass wir vor der Halbzeit und am Schluss zwei Minuten haben, wo wir mit dem Kopf irgendwo sind. Das kapiere ich nicht."

"Das passt mal wieder ins Bild", sagte ein nicht minder enttäuschter Daniel Halfar zum gesamten Spiel. "Es ist schwer in Worte zu fassen." Trotzdem mahnte der Kapitän erneut, Ruhe zu bewahren und nicht in Aktionismus oder Panik zu verfallen. Sollte die Mannschaft die positiven Ansätze weiterverfolgen und an sich arbeiten, "werden wir unsere Punkte holen", versprach der Mittelfeldmann.

Quelle: Der Betze brennt

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