Neues vom Betzenberg

 

„Am besten schicken wir die Punkte gleich mit der Post“

Auf dem Papier ist es eine klare Angelegenheit: Meister gegen Aufsteiger, das ist in der Sprache der Tototipper eine glatte Eins. Doch die Paarung Bayern München gegen 1. FC Kaiserslautern bezieht ihren besonderen Reiz aus der Vergangenheit und den Erinnerungen, die sie weckt. Traditionell brisant sozusagen.

Es gab sogar mal eine Zeit, da hatten die Bayern vor keinem anderen Klub mehr Angst als vor dem FCK. „Am besten schicken wir die Punkte gleich mit der Post“, hatte Paul Breitner 1982 nach einer der schon obligatorischen Niederlagen am Betzenberg gesagt. Und auch im Hinspiel dieser Saison erlebten die Bayern wieder ihren Reinfall in der Pfalz - sie verloren mit 0:2. Fast wie früher.

Die Premiere ging an die Bayern, die schon als Aufsteiger eine Macht waren und am 20. 11. 1965 in München 3:0 gewannen. Kein Geringerer als Gerd Müller eröffnete den Torreigen, das erste von mittlerweile 148 Bayern-Toren gegen Kaiserslautern war ein strammer Drehschuss unter die Latte. Der kommende Bomber der Nation entdeckte eine neue Leidenschaft an diesem Herbsttag: Insgesamt 18 Bundesliga-Tore erzielte er gegen die Pfälzer, das hat kein anderer Spieler mehr geschafft.

Gerd Müller, der Lautern-Schreck. Schon beim nächsten Heimspiel (5:0) traf er viermal, ehe er sich im Mai 1973 (6:0) mit fünf Toren selbst übertraf. Es war zugleich der höchste von 32 Bayern-Heimsiegen gegen den FCK, der in München nur vier Mal gewinnen konnte und vier Remis holte. Anders ausgedrückt: Bayern gewann 80 Prozent der Heimspiele.

Aber auch Kaiserslautern hatte seinen Heimvorteil, zwischen 1975 und 1982 holte Bayern dort nur zwei Punkte und noch immer ist die Bilanz des Rekordmeisters am „Betze“ eindeutig negativ (12-11-18). Nur in Bremen (19-mal) haben sie noch öfter verloren.

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Quelle und kompletter Text: DFB

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